Olight ArkPro im Test: Die kompakte, vielseitige Taschenlampe für alle Abenteuer in der Dunkelheit

Die Nacht hat gegen diese starke Taschenlampe keine Chance – sie trumpft mit zahlreichen Features und verschiedenen Leuchtmodi

T3 Platinum Award
Die Olight ArkPro macht die Nacht zum Tag
Pat nutzt die Olight ArkPro bei Regen und Nebel
(Bildnachweis: Pat Kinsella)
T3 Fazit

Die Olight ArkPro bietet vier Lichtmodi und sieben verschiedene Konfigurationen – von breit strahlendem Floodlight über weitreichendes Spotlight bis hin zu UV-Licht und der Nutzung als Laserpointer. Die Taschenlampe ist extrem vielseitig und funktional, bleibt dabei aber super einfach zu bedienen und handlich. Glücklicherweise stimmt auch der Preis. Ein rundum tolles Gerät also, ideal für den täglichen Gebrauch und alle Outdoor-Abenteuer.

Pro
  • +

    Hell und leuchtstark

  • +

    Lädt sich leicht, liegt gut in der Hand und ist super praktisch unterwegs

  • +

    Super simpel zu bedienen, mit mehreren Einstellungen

  • +

    Sehr robust gebaut

  • +

    UV-Modus für Kartenlesen und diskrete Nutzung

  • +

    Laserpointer inklusive

Kontra
  • -

    Kein USB‑C-Kabel im Lieferumfang

  • -

    Keine Handschlaufe enthalten

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Generell, greife ich normalerweise lieber zu Stirnlampen als zu klassischen Taschenlampen – einfach, damit ich die Hände frei habe. Aber mit den großen Fortschritten in Reichweite und Technik, die die besten Taschenlampen aktuell machen (vor allem Marken wie Olight), überdenke ich meine Gewohnheiten gerade. Letztes Jahr habe ich die unglaublich kompakte, ziemlich coole Olight Baton 4 getestet, und ihre Leistung hat mich völlig umgehauen.

Natürlich muss man sich nicht strikt für das eine oder andere entscheiden. Leichte Stirnlampen von Marken wie Biolite sind perfekt zum Laufen im Dunkeln, und technisch ausgefeilte Modelle von Petzl eignen sich großartig fürs Höhlenwandern. Aber für den Alltag, fürs Camping, Nachtwanderungen und unzählige Outdoor-Aktivitäten sind eine kompakte Handtaschenlampe einfach ideal.

Sie sind fast immer heller, haben eine größere Reichweite und eine längere Leuchtdauer. Außerdem kannst du den Lichtstrahl viel präziser ausrichten und das Licht genau dorthin richten, wo du es brauchst – auch weit weg vom Körper. Mit einem simplen Clip, wie bei der ArkPro, kannst du eine Taschenlampe sogar an einer Schirmmütze befestigen und sie im Handumdrehen zur Stirnlampe machen.

Kurz gesagt: Ich war richtig gespannt darauf, die neue Olight ArkPro in die Hände zu bekommen – und sie hat mich absolut nicht enttäuscht.

Olight ArkPro Test

Preis und Verfügbarkeit

Die Olight ArkPro Taschenlampe in der Hand gehalten

Die leichte ArkPro liegt angenehm in der Hand

(Image credit: Pat Kinsella)

Die ArkPro ist ab sofort direkt bei Olight und weiteren Händlern erhältlich – und das in drei Varianten: Die Standardversion mit 1.500 Lumen (die ich hier getestet habe), die 1.200-Lumen-ArkPro Lite und die 1.700-Lumen-ArkPro Ultra.

In Deutschland kostet die ArkPro Lite 95,95 Euro, die Olight ArkPro (hier getestet) 131,90 Euro und die ArkPro Ultra 159,95 Euro.

Technische Daten

  • Gewicht: 115 g (inkl. Batterie)
  • Gehäusefarbe: Mattschwarz
  • Material: Aluminiumlegierung (6061)
  • Einstellungen: 4 Leuchten, 7 Konfigurationen
  • Max. Lumen: 800 (Fokussiertes Licht) / 1.500 (Flutlicht)
  • Maximale Reichweite: 205 m
  • Laufzeit: 14 Tage (Moonlight Modus) / Reines Flutlicht: 72 Stunden;
  • Fokussiertes Licht: 66 Stunden (niedrige Einstellung)
  • IP-Schutzart: IPX7
  • Abmessungen: 124 u00a0x 27 x 16 mm / 4.88 x 1.06 x 0.63 in
  • Am besten geeignet für: Nachtwandern, Camping, EDC, Arbeiten nach Einbruch der Dunkelheit

Olight ArkPro Ladestation

Die ArkPro wird mit einer magnetischen Ladestation geliefert

(Image credit: Pat Kinsella)

Design und Materialien

Die ArkPro besteht aus kühlem, haptisch angenehmen Aluminium und ist flach sowie rechteckig gebaut. Sie ist genau so geformt, dass sie bequem in der Handfläche liegt. Strukturiere Griffzonen sorgen dafür, dass sie sicher in der Hand bleibt. Sie ist leicht, ergonomisch und sauber ausbalanciert, also weit entfernt vom kopflastigen Gefühl klassischer Taschenlampen. Um damit einem Einbrecher eins über die Mütze zu hauen, taugt sie daher zwar eher weniger, aber für den Alltag, zum schnellen Einstecken in die Jacken- oder Rucksacktasche und fürs allgemeine Unterwegssein ist sie ideal.

Auf der Unterseite sitzt ein beidseitig nutzbarer Clip, mit dem du die Lampe an einer Tasche oder am Schirm eines Käppis befestigen kannst – perfekt für den Hands-free-Einsatz. Alternativ kannst du sie auch an einer Leine im Zelt oder am Trekking-Unterstands aufhängen und im Flutlicht Modus betreiben, sodass sie wie eine kleine Campinglaterne für angenehmes Umgebungslicht sorgt.

Olight ArkPro in Seitenansicht gezeigt

Das ArkPro verfügt über eine praktische Klammer zum Befestigen der Lampe an Kappen und Taschen, was freihändiges Arbeiten ermöglicht

(Image credit: Pat Kinsella)

Das Betriebssystem ist denkbar einfach und sehr intuitiv zu bedienen. Eine einzelne leicht zu findende Taste schaltet das Licht ein (und aus) und ein mit dem Daumen bedientes Drehrad ermöglicht ein sanftes Umschalten durch die drei Hauptstrahloptionen. Es gibt weißes Flutlicht (für großflächige Beleuchtung), weißes fokussiertes Licht (für große Reichweite und Präzision) und blaues UV-Licht (zum Lesen von Karten und Auffinden von Dingen, ohne die natürliche Nachtsicht zu zerstören).

Durch längeres Drücken des Ein/Ausschalters kann man durch die Helligkeitsstufen jeder dieser Strahlen (niedrig, mittel und hoch) wechseln. Eine separate Taste an der Seite der Lampe aktiviert den Laser mit einem hochkonzentrierten grünen Strahl, mit dem man Dinge hervorheben kann. Der Laser kann unabhängig oder gleichzeitig mit dem Hauptstrahl verwendet werden. (Bei der ArkPro Lite gibt es keinen Laser, stattdessen verfügt sie über eine rote Lichtoption.)

Olight ArkPro - Drehrad und farbcodierte Anzeigen

Die ArkPro verfügt über farbcodierte Anzeigen um das Drehrad, die anzeigen, wie viel Batteriekapazität noch vorhanden ist und auf welcher Helligkeitsstufe sich der Strahl befindet

(Image credit: Pat Kinsella)

Neben den drei regulären Helligkeitsstufen gibt es auch einen Moonlight Modus (du aktivierst ihn, indem du den Hauptknopf bei ausgeschalteter Lampe eine Sekunde lang gedrückt hältst) sowie einen Turbo Modus, den du per Doppelklick startest. Außerdem gibt es eine Strobe-Funktion – bei der ArkPro Lite im SOS Signal Modus – die du über einen Dreifachklick einschaltest. Damit die Lampe nicht versehentlich angeht, kannst du sie per zwei Sekunden langem Druck auf den Hauptknopf sperren und wieder entsperren.

LED-Indikatoren rund um das Bedienrad zeigen dir jederzeit an, in welchem Modus du dich befindest und wie viel Akku noch übrig ist. Wenn die Lampe geladen werden muss, platzierst du sie einfach auf der magnetischen Ladebasis mit USB-A-Kabel. Falls dir das etwas altbacken erscheint: Es gibt zusätzlich einen USB-C-Port an der Seite (allerdings ohne beiliegendes Kabel), geschützt durch eine kleine Abdeckung. Diese könnte theoretisch eine Schwachstelle sein, dennoch wurde die ArkPro intensiv getestet und kommt auf eine IPX7-Zertifizierung. Heißt: Sie übersteht ein vollständiges Untertauchen in bis zu einem Meter Wassertiefe für 30 Minuten ohne Schaden.

Leistung

USB-C-Anschluss der Olight ArkPro

Neben der magnetischen Ladestation hat die Olight ArkPro einen USB-C-Anschluss an der Seite

(Image credit: Pat Kinsella)

Ich habe die neue ArkPro-Taschenlampe in den letzten Wochen ausgiebig getestet – kein Wunder, die Tage werden immer kürzer und die Nächte länger und dunkler. Hauptsächlich hat mich die Lampe bei Nachtwanderungen und frühen Morgentouren begleitet. Aber auch auf einem Campingtrip mitten im Winter musste sie zeigen, was in ihr steckt, und da war wirklich jede Lichtquelle willkommen. Beim Spazierengehen, besonders in anspruchsvollem Gelände, clippe ich die Lampe gern an meine Kappe, so habe ich die Hände frei. Sie ist leicht genug, dass das problemlos funktioniert.

Was ich besonders mag: Sie ist super handlich. Die ArkPro wandert inzwischen automatisch in meine Jackentasche oder meinen Rucksack – selbst wenn ich nicht damit rechne, im Dunkeln unterwegs zu sein. Und tatsächlich hat sie mir schon mehrfach gute Dienste geleistet, zum Beispiel beim Erkunden kleiner Höhlen an der Küste, an der ich wohne.

Die Reichweite des Spotlights ist für die geringe Größe und das niedrige Gewicht wirklich beeindruckend. Kaum vorstellbar, dass man je eine Reichweite jenseits des Turbo-Modus brauchen könnte. Der Moonlight-Modus ist auch super nützlich und sorgt für angenehmes Licht in kleinen Räumen, wie zum Beispiel einem Zelt. Mit nur einer Akkuladung kommt man locker mehrere Tage aus.

Die Olight ArkPro in einer dunklen Nacht

Die ArkPro bietet eine große Auswahl an Modi und hat eine sehr starke Reichweite für eine kleine Lampe

(Image credit: Pat Kinsella)

Besonders in klaren Nächten, wenn die Sterne funkeln, nutze ich gern das UV-Licht, um schnell Karten zu checken oder etwas im Rucksack zu finden – ohne dabei die Nachtsicht komplett zu zerstören. Sicherlich gibt es noch viele andere Einsatzmöglichkeiten (und hier meine ich nicht Tatortermittlungen), die ich aber noch entdecken muss.

Der Laser ist auch ziemlich cool, meine Katze spielt damit gern, lässt sich aber auch praktisch einsetzen, um gezielt Aufmerksamkeit auf etwas zu lenken. Ich bin mir sicher, dass andere Leute deutlich ernsthaftere Anwendungen dafür finden werden. (Ganz wichtig: Lass Kinder nicht damit spielen, außer die Lampe ist sicher verriegelt – sie sieht klein und harmlos aus, ist aber alles andere als ein Spielzeug. Manche Modi können wirklich Schaden anrichten.)

Ich schätze die Akkuanzeige und die unkomplizierte Lademöglichkeit der ArkPro, egal ob vom Netz oder mit einer tragbaren Power-Bank. Ein kleiner Wermutstropfen: Ein USB-C-Kabel liegt nicht bei. Mein einziger weiterer Kritikpunkt ist, dass keine Handschlaufe mitgeliefert wird.

Fazit

Die Olight ArkPro von vorne

Die Olight ArkPro Taschenlampe hat zwei Hauptlampen sowie ein UV-Licht und einen Laser

(Image credit: Pat Kinsella)

Ich bewerte diese kleine Power-Taschenlampe sehr hoch. Sie hat fantastische Features, moderne Technik, eine einfache Bedienung, Vielseitigkeit, Robustheit und außergewöhnliche Leistung – und das alles bei so einer kompakten Größe und geringem Gewicht. Ob ich den deutlich höheren Preis für die Ultra-Version ausgeben würde, weiß ich nicht so recht. Sie bietet zwar ein helleres Flutlicht, aber keine größere Reichweite beim Spotlight. Die Standard- und Lite-Version der Lampe sind dagegen ein echtes Preis-Leistungs-Highlight.

Interessante Alternativen

Wenn du einen richtig starken Lichtstrahl suchst, der über einen Kilometer weit reicht, und kein Problem hast, dafür eine größere und schwerere Taschenlampe zu tragen, ist die Acebeam P20 ein echtes Kraftpaket.

Für alle eingefleischten Maglite-Fans könnte die kompakte, MAG-TAC wiederaufladbare Taschenlampe interessant sein – eine weitere Option für den Alltag, die ordentlich helles Licht liefert, allerdings nicht ganz so vielseitig ist wie die ArkPro.

Pat Kinsella
Freelance outdoor writer

Author of Caving, Canyoning, Coasteering…, a recently released book about all kinds of outdoor adventures around Britain, Pat Kinsella has been writing about outdoor pursuits and adventure sports for two decades. In pursuit of stories he’s canoed Canada’s Yukon River, climbed Mont Blanc and Kilimanjaro, skied and mountain biked across the Norwegian Alps, run ultras across the roof of Mauritius and through the hills of the Himalayas, and set short-lived speed records for trail-running Australia’s highest peaks and New Zealand’s nine Great Walks. A former editor of several Australian magazines he’s a longtime contributor to publications including Sidetracked, Outdoor, National Geographic Traveller, Trail Running, The Great Outdoors, Outdoor Fitness and Adventure Travel, and a regular writer for Lonely Planet (for whom he compiled, edited and co-wrote the Atlas of Adventure, a guide to outdoor pursuits around the globe). He’s authored guides to exploring the coastline and countryside of Devon and Dorset, and recently wrote a book about pub walks. Follow Pat's adventures on Strava and instagram.

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