JBL Bar 1300 im Test: Eine echte Surround-Sound-Soundbar-Sensation

Die JBL Bar 1300 bietet abnehmbare Rücklautsprecher, einen kraftvollen Subwoofer und immersiven Dolby-Atmos-Sound.

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JBL Bar 1300 im Test
(Bildnachweis: JBL)
T3 Fazit

Diese funktionsreiche Soundbar liefert objektbasierten Dolby-Atmos- und DTS:X-Sound in Kinoqualität. Ein leistungsstarker Subwoofer sorgt für satten Bass, während die ausgeklügelte Raumkorrektur das Setup deutlich vereinfacht. Das eigentliche Highlight sind jedoch die abnehmbaren hinteren Lautsprecher, mit denen sich im Handumdrehen und ohne großen Aufwand ein beeindruckend immersives Soundsystem realisieren lässt.

Pro
  • +

    Unglaublich immersives Klangerlebnis

  • +

    Unterstützung für Dolby Atmos und DTS:X

  • +

    Tiefer, aber kontrollierter Bass

  • +

    Einfach einzurichten und flexibel

Kontra
  • -

    Kein 4K/120Hz und VRR-Passthrough

  • -

    Kein HDR10+ Passthrough

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Die JBL Bar 1300 ist eine 11.1.4-Kanal-Soundbar – das bedeutet elf Hauptausgänge von der Soundbar, einen Subwoofer und vier Höhen-/Überkopfkanäle. Wie bei der früheren Bar 9.1 des Unternehmens verwendet dieses neue Modell abnehmbare und wiederaufladbare kabellose Rücklautsprecher, um immersiven Dolby Atmos- und DTS:X-objektbasierten Sound zu liefern, ohne dass Kabel durch den Raum verlegt oder in Steckdosen eingesteckt werden müssen.

Mit der Bar 1300 legt JBL die Messlatte spürbar höher: Mehr Kanäle, ein kräftigerer Subwoofer, gesteigerte Verstärkerleistung und ein erweitertes Funktionspaket heben sie klar vom Vorgängermodell ab. Damit positioniert sich das System als direkter Konkurrent vergleichbarer Soundbars von LG und Samsung – und als ernsthafter Anwärter auf einen Platz unter den besten Soundbars überhaupt. Wenn du von der Samsung HW-Q990D auch nicht überzeugt bist, könnte diese JBL die beste Soundbar für deinen Samsung-Fernseher sein.

JBL BAR 1300: PREIS & MARKTEINFÜHRUNG

Die JBL Bar 1300 ist jetzt im Angebot, erhältlich für 1.262,99 Euro statt 1.499 Euro. Dieser Preis ist wettbewerbsfähig, wenn man die wichtigsten Merkmale der Soundbar und die Preise der konkurrierenden Modelle von LG und Samsung betrachtet. Eine gute Gelegenheit, sich die Soundbar zu einem besonders attraktiven Preis zu sichern.

JBL BAR 1300 IM TEST: FUNKTIONEN & WAS IST NEU?

JBL Bar 1300 im Test

(Image credit: Future)

Die JBL Bar 1300 ist als 11.1.4-Kanal-System aufgebaut und besteht aus einer Haupteinheit, zwei kabellosen Rücklautsprechern sowie einem kabellosen Subwoofer mit 10-Zoll-Treiber, Bassreflexöffnung und nach unten gerichtetem Abstrahlwinkel.

In der Soundbar arbeiten sechs Racetrack-Treiber, fünf Hochtöner und vier Full-Range-Up-Firing-Treiber. Die beiden Rücklautsprecher sind jeweils mit einem Racetrack-Treiber, einem Up-Firing-Treiber und einem passiven Radiator bestückt. Die Gesamtleistung beträgt 1.170 Watt: 650 Watt entfallen auf die Soundbar, jeweils 110 Watt auf die Rücklautsprecher und 300 Watt auf den Subwoofer.

Unterstützt werden die objektbasierten Audioformate Dolby Atmos und DTS:X. Die Wiedergabe erfolgt über Front-, Center-, Seiten-, Breiten- sowie vordere und hintere Höhenkanäle, wodurch eine geschlossene, dreidimensionale Klangbühne entsteht.

JBL Bar 1300 im Test

(Image credit: Future)

Der Einsatz identischer Treiber sorgt für ein stimmiges, ausgewogenes Klangbild. Zusätzlich steht eine automatische Kalibrierung zur Verfügung, die entweder über die mitgelieferte Fernbedienung oder per App gestartet wird. Den Anweisungen auf dem Bildschirm folgend, passt das System den Klang präzise an den Raum an und gleicht akustische Eigenheiten zuverlässig aus.

Bei den Funktionen übernimmt die Bar 1300 die bewährte Ausstattung der Bar 9.1 mit WLAN, Bluetooth, Chromecast und AirPlay. Darüber hinaus kommen Alexa Multi-Room, die Unterstützung für Alexa, Siri und Google Assistant sowie die Pure-Voice-Technologie hinzu, die Dialoge in zunehmend komplexen Surround-Abmischungen klarer hervorhebt.

Zwar verfügte bereits die Bar 9.1 über abnehmbare Rücklautsprecher, doch die Bar 1300 geht hier noch weiter: Einer der Lautsprecher lässt sich als eigenständiger Bluetooth-Speaker nutzen oder beide können zu einem kabellosen Stereo-Paar verbunden werden. Mit voller Akkuladung erreichen die abnehmbaren Module eine Laufzeit von bis zu zwölf Stunden.

JBL BAR 1300 IM TEST: LEISTUNG

JBL Bar 1300 im Test

(Image credit: Future)

Die JBL Bar 1300 überzeugt mit der gelungenen Kombination aus hochwertigen Lautsprechern, leistungsstarker Verstärkung und einem kraftvollen Subwoofer. Identische Treiber in Verbindung mit der Auto-Cal-Funktion sorgen für eine stimmige, ausgewogene Wiedergabe, bei der Effekte sauber und nahtlos im Raum verteilt werden.

Auch für Musikwiedergabe ist die Soundbar bestens geeignet: Größere Treiber liefern ein hohes Maß an Klarheit und Detailreichtum, während die breite Bauform eine überzeugende Stereo-Trennung ermöglicht. Der kräftige Subwoofer bildet eine solide Bassbasis, die sich straff und kontrolliert präsentiert – besonders nach der automatischen Kalibrierung.

Bei Mehrkanal-Musik, Filmen und TV-Inhalten erweitern die seitlich abstrahlenden Lautsprecher die Klangbühne deutlich, während der Center-Kanal Dialoge präzise und fest auf dem Bildschirm verankert. Die kabellosen Rücklautsprecher arbeiten dabei zuverlässig ohne hörbare Verzögerungen oder Aussetzer und liefern ein echtes Surround-Erlebnis.

Bei Dolby Atmos und DTS:X spielt die Bar 1300 schließlich ihre volle Stärke aus: Das komplette 11.1.4-Kanal-Setup wird genutzt, um ein durchgehend immersives, dreidimensionales Klangfeld zu erzeugen. Audioobjekte werden präzise im Raum positioniert, sodass ein überzeugendes Gefühl entsteht, von einer geschlossenen Klanghemisphäre umgeben zu sein.

JBL Bar 1300 im Test

(Image credit: Future)

Bleiben die hinteren Lautsprecher an der Haupteinheit angedockt, entsteht ein besonders breites Frontklangbild, das sich ideal für klassische TV-Inhalte eignet. Die Pure-Voice-Funktion erweist sich dabei als hilfreich, um selbst in komplexen Mehrkanal-Abmischungen stets verständliche Dialoge zu gewährleisten.

Auch beim Gaming überzeugt die Bar 1300 auf ganzer Linie: Sie erzeugt ein realistisches, dichtes Klangbild, das vor allem bei Ego-Shootern seine Stärken ausspielt. Dank der ausgewogenen Abstimmung wandern Geräusche nahtlos von Lautsprecher zu Lautsprecher, was das Gefühl von Immersion deutlich verstärkt.

Insgesamt überzeugt die JBL Bar 1300 mit einer äußerst dynamischen Wiedergabe. Dank der kräftigen Verstärkerleistung bleibt der Sound selbst bei hohen Lautstärken jederzeit kontrolliert und souverän. Ob beim Fernsehen, beim Filmeabend, beim Musikhören oder beim Gaming – die Soundbar liefert durchgehend ein mitreißendes, raumfüllendes Klangerlebnis, das nachhaltig beeindruckt.

JBL BAR 1300 IM TEST: DESIGN & NUTZERFREUNDLICHKEIT

JBL Bar 1300 im Test

(Image credit: Future)

Die JBL Bar 1300 besticht durch ein elegantes Design mit abgerundeten Kanten, Mesh-Gittern und einer schwarzen Oberfläche. Das Design ist minimalistisch, und mit einer Höhe von nur 60 mm sollte die Bar vor einem Fernseher platziert werden können, ohne den Bildschirm zu blockieren. Die Verarbeitungsqualität ist solide, und sie hat die perfekte Breite für die besten 65-Zoll-Fernseher.

Die Bedienelemente der Soundbar sind übersichtlich oben angeordnet, ergänzt durch ein einfaches Display vorne rechts. Die abnehmbaren Rücklautsprecher fügen sich nahtlos in das Design der Bar 1300 ein, besonders wenn sie angedockt sind, während der kabellose Subwoofer in schlichtem, mattem Schwarz gehalten ist.

Für die Wandmontage liefert JBL passende Halterungen: L-förmige Halterungen für die Soundbar selbst und kleinere U-förmige Halterungen für die Rücklautsprecher. Werden diese montiert, verdecken seitliche Abdeckungen die Anschlussstellen, an denen die hinteren Lautsprecher normalerweise angedockt werden. Aufgeladen werden die Rücklautsprecher in diesem Fall über ihre USB-C-Anschlüsse.

JBL Bar 1300 im Test

(Image credit: Future)

Die Bar 1300 bietet drei HDMI-Eingänge und einen HDMI-Ausgang mit eARC. Alle Anschlüsse unterstützen HDR10 und Dolby Vision, jedoch nicht HDR10+, 4K/120Hz oder VRR – ein Umstand, der besonders Gamer*innen enttäuschen dürfte. Für drahtlose Verbindungen stehen außerdem Wi‑Fi, Bluetooth, Chromecast und AirPlay zur Verfügung.

Die mitgelieferte Fernbedienung ist kompakt, übersichtlich und robust. Sie ermöglicht die Steuerung aller zentralen Funktionen, darunter die Pegelanpassung von Overhead- und Rücklautsprechern sowie des Subwoofers und das Starten der automatischen Kalibrierung.

Die JBL One App (iOS und Android) überzeugt durch eine intuitive, klar strukturierte Bedienoberfläche. Sie bietet alle Funktionen der Fernbedienung und zusätzlich Optionen, um das WLAN einzurichten, Streamingdienste zu integrieren, Audioeinstellungen anzupassen und die Soundbar umfassend zu verwalten.

Urteil

JBL Bar 1300 im Test

(Image credit: Future)

Die JBL Bar 1300 ist eine beeindruckende Erweiterung der Soundbar-Reihe von JBL und hebt mit ihrem immersiven 11.1.4-Layout das Niveau gegenüber der früheren Bar 9.1 deutlich an. Gleichzeitig stellt sie eine ernstzunehmende Alternative zu räumlichen Audiosystemen von LG oder Samsung dar.

Dolby Atmos und DTS:X werden von einer leistungsstarken, dynamischen Lautsprecherkonfiguration umgesetzt, zu der auch ein Subwoofer gehört, der tiefreichenden Bass liefert. Praktische Features wie die abnehmbaren Rücklautsprecher, die übersichtliche Fernbedienung und App sowie die automatische Kalibrierung sorgen für ein ausgewogenes, stimmiges Gesamtsystem.

Das Ergebnis ist eine beeindruckende Soundbar, die ein großartiges, objektbasiertes Audioerlebnis bietet. Zwar ist sie nicht günstig, doch wer nach einer hochwertigen, flexiblen und kabellosen Lösung für immersives Heimkino sucht, findet in der Bar 1300 eine ausgereifte und unkomplizierte Option.

Ebenfalls eine Überlegung wert

Der naheliegende Konkurrent ist die Samsungs HW-Q990C, die ebenfalls objektbasiertes Audio in Dolby Atmos und DTS:X über ein beeindruckendes 11.1.4-Kanal-System liefert. Dank einiger kürzlicher Preissenkungen ist sie aktuell überraschend erschwinglich.

Wer auch andere Marken in Betracht zieht, findet mit der LG S95QR eine weitere Option. Ihr 9.1.5-Kanal-System bietet zwar weniger Seitenkanäle, dafür aber einen zusätzlichen zentralen Höhenlautsprecher. Abgesehen davon ähnelt sie den Soundbars von JBL und Samsung stark, ist aktuell jedoch die teuerste Wahl.

Stephen Withers

Steve Withers is a professional calibrator and freelance journalist who regularly contributes to T3, reviewing audio and video products, and writing articles. Steve has been writing about audio and video products for over ten years and, along with T3, he also contributes to TechRadar, Trusted Reviews, Expert Reviews, AVForums, Pocket-lint, Home Cinema Choice, and Wired. Steve is Level 2 certified with THX, the Imaging Science Foundation (ISF) and the Home Acoustics Alliance (HAA). As such, he remains abreast of all AV technology developments and the latest industry standards as we transition into a new era in home video and audio.