Bilal Fahmi
Kurzfassung
Focals Mu-so Hekla, ein komplettes 7.1.2-Kanal-Dolby-Atmos-System, ist eine Soundbar wie keine andere. Der Name stammt vom isländischen Vulkan Hekla, und mit 660 Watt Leistung liefert das System Klang mit der Wucht einer Eruption.
Aktuell ist das Produkt nur in Südkorea und China erhältlich, der weltweite Launch ist für das erste Quartal 2026 geplant. Mit einem Preis von rund 3.300 Euro ist dieses audiophile Schmuckstück allerdings teurer als so mancher Fernseher.
Vor über einem Jahrzehnt habe ich Naims Mu-so zum ersten Mal gesehen – das erste All-in-One-System der britischen Audiomarke, das die Hi-Fi-Welt im Sturm eroberte. Es zählt bis heute zu den besten Wi‑Fi‑Lautsprechern auf dem Markt.
Als die Ankündigung der neuen Mu-so-Generation in meinem Posteingang landete, war die Begeisterung groß: Das Focal Mu-so Hekla ist ein Dolby-Atmos-Lautsprechersystem und eine Soundbar wie keine andere.
Der Name erklärt sich durch die enge Verbindung zwischen Focal und Naim. Das französische Audiounternehmen Focal besitzt Naim Audio seit 2011 – beide arbeiten seitdem eng zusammen. Unter dem Label „Focal Powered by Naim“ ist das neue Mu-so Hekla nun in Südkorea und China gestartet.
Der weltweite Launch soll Anfang 2026 folgen. Mit einem Preis von rund 3.300 Euro ist dieses Lautsprecher- und Soundbar-System allerdings teurer als viele High-End-Fernseher.







Was bekommst du also genau für dein Geld? Wie man auf den Bildern oben sehen kann, bleibt das bekannte Mu-so-Design aus Vollmetall erhalten: gebürstetes, eloxiertes und sandgestrahltes Aluminium – ein echtes Stück Ingenieurskunst mit markanter, industrieller Optik. Kein Wunder also, dass das Ganze stolze 15,5 Kilogramm auf die Waage bringt.
Im Inneren steckt eine beeindruckende Anzahl an Lautsprechern: Das 7.1.2-Kanal-Array – sieben Kanäle vorne, links, rechts und seitlich, ein zentraler Bass und zwei nach oben gerichtete Kanäle – umfasst insgesamt 15 Treiber.
Vorne sitzen drei Tieftöner (6×3 Zoll), zwei Mitteltöner (2,75 Zoll) und zwei Hochtöner (1 Zoll). An den Seiten arbeiten vier Full-Range-Treiber (1,5×2,75 Zoll) und oben noch einmal vier weitere – sie sorgen für den räumlichen Dolby-Atmos-Sound.
Mit dem Anspruch, die beste Soundbar zu sein, die du je gesehen und gehört hast, kommt das Focal Mu-so Hekla mit einem HDMI eARC-Anschluss, damit es problemlos mit deinem Fernseher zusammenarbeitet. Außerdem gibt’s ein RCA-Paar für den Subwoofer sowie optische und Ethernet-Anschlüsse.






Warum es allerdings nur einen HDMI-Anschluss und keine Passthrough-Funktion gibt, wirkt bei diesem Preis etwas widersprüchlich. Klar, auch Sonos kommt damit durch – selbst die Arc Ultra hat nur einen Anschluss. Aber c’mon: Es ist 2025, und der Mangel an HDMI-Ports bei Fernsehern sollte eigentlich von High-End-Systemen wie diesem ausgeglichen werden.
Nichtsdestotrotz liebe ich das Design des Focal Mu-so Hekla jetzt schon und hätte am liebsten sofort eins daheim. Das klassische Naim-Audio-Bedienfeld auf der Oberseite ist ein schöner Rückgriff auf die Marke und war schon Teil aller bisherigen Mu-so-Modelle.
Wenn du keine Lust auf die physischen Bedienelemente hast, kannst du dein Smartphone oder Tablet ganz einfach über die Focal & Naim App (für iOS und Android) als Steuerzentrale nutzen.
Audioformate werden umfassend unterstützt, und weil es sich hier um ein echtes audiophiles Produkt handelt, liefert das Hekla auch hochauflösende Decodierung. WAV wird beispielsweise mit bis zu 32 Bit und 384 kHz unterstützt.
Das System ist auf einen Tiefgang bis 30 Hz (mit 27 Hz Absenkung) und eine Wiedergabe bis 20 kHz im Hochtonbereich ausgelegt. Du willst mehr Tiefbass für Filme? Dann nutz die RCA-Anschlüsse für einen separaten Subwoofer – Focal bietet dafür mehrere passende (non-Mu-so) Optionen an.
Nach einer längeren Pause ist damit endlich wieder ein neues Mu-so-Produkt da – mit frischem Look, fettem Sound und einem Preis, der es wohl für viele von uns zum Traumobjekt macht. Aber was für ein Traum das wäre, oder? Ich will jetzt schon eins.

Mike is T3's Tech Editor. He's been writing about consumer technology for 15 years and his beat covers phones – of which he's seen hundreds of handsets over the years – laptops, gaming, TV & audio, and more. There's little consumer tech he's not had a hand at trying, and with extensive commissioning and editing experience, he knows the industry inside out. As the former Reviews Editor at Pocket-lint for 10 years where he furthered his knowledge and expertise, whilst writing about literally thousands of products, he's also provided work for publications such as Wired, The Guardian, Metro, and more.