Leica Sofort 2 im Test: eine stilvolle Hybrid-Sofortbildkamera

Der einfachste (und günstigste) Weg, etwas Leica-Feeling in dein Leben zu bringen

T3 Recommends Award
Die Leica Sofort 2 in Weiß, umgeben von Sofortbildaufnahmen
(Bildnachweis: Future / Sam Cross)
T3 Fazit

Die Leica Sofort 2 ist eine spannende Wahl für viele Fotofans. Ob du nach einer hochwertigen Hybrid-Sofortbildkamera, einer vergleichsweise günstigen Leica oder einfach nach einer stilvollen Kamera suchst – sie hat einiges zu bieten.

Pro
  • +

    Außergewöhnliche App

  • +

    Mühelos zu verwenden

  • +

    Einige nützliche Effekte

  • +

    Stilvoll

Kontra
  • -

    Hoher Preis

  • -

    Viele Effekte wirken eher gimmickhaft

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Der Markt für die besten Sofortbildkameras hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Die Zeiten, in denen nur Hipster die alten Polaroids ihrer Eltern nutzten, sind vorbei – heute gibt es eine Vielzahl moderner Optionen, die das Retro-Gefühl mit aktueller Technik verbinden.

Mit diesen Kameras kamen auch neue Funktionen. Besonders gefragt sind Hybridmodelle, die klassische Sofortbilder mit digitaler Technik kombinieren. Beliebte Beispiele wie die Fujifilm Instax Mini Evo vereinen Fotografie und Sofortdruck in einem Modell.

Genau hier setzt die Leica Sofort 2 an: Ein digitaler Sensor trifft auf einen integrierten Drucker, sodass du digitale Aufnahmen machen und trotzdem den analogen Charme genießen kannst. Und natürlich gibt es einen Unterschied – hier prangt das ikonische rote Leica-Logo. Aber ist sie ihr Geld wert? Finden wir’s heraus.

Leica Sofort 2 im Test: Preis und Markteinführung

Die Leica Sofort 2 wurde am 9. November 2023 vorgestellt und kostet 350 £ bzw. 389 $. Damit gehört sie zu den teureren Sofortbildkameras auf dem Markt.

Die Leica Sofort 2 in weiß

(Image credit: Future / Sam Cross)

Leica Sofort 2 im Test: Funktionen

Was bekommt man also für 350 Euro in der Welt der Sofortbildkameras? Überraschend viel. Die Sofort 2 ist eine Hybridkamera – das bedeutet: ein digitaler Sensor, interner Speicher und ein integrierter Drucker, alles in einem einzigen Gehäuse.

Der interne Speicher fasst rund 45 Bilder. Mit einer 1-GB-microSD-Karte kannst du etwa 850 Aufnahmen speichern und später aus dem Wiedergabemenü drucken.

Die Fotos entstehen auf einem 1/5-Zoll-CMOS-Sensor und werden als JPEG-Dateien mit einer Auflösung von 2560 x 1920 gespeichert.

Manuelle Kontrolle über Blende oder Belichtungszeit gibt es nicht, aber die Kamera arbeitet automatisch mit einer Blende von f/2 bis f/16. Die Verschlusszeiten reichen von 1/4 Sekunde bis 1/8000 Sekunde, der Fokus von 10 cm bis unendlich.

Richtig spannend wird es bei den kreativen Optionen: Zehn Filmstile und zehn Linseneffekte ergeben 100 mögliche Kombinationen – von Farbfiltern über Vignetten bis hin zum Fischaugen-Look. Eine einfache Möglichkeit, deine Fotos kreativ aufzupeppen.

Die Leica Sofort 2 in weiß

(Image credit: Future / Sam Cross)

Leica Sofort 2 im Test: Leistung

Ist sie also gut? Ja, ist sie. Kurz gesagt, diese Kamera macht so ziemlich alles, was man von einer Sofortbildkamera erwartet. Okay, der Sensor ist nicht von höchster Qualität für digitale Aufnahmen, dein Handy ist da wahrscheinlich die bessere Wahl, aber du kaufst sie vermutlich nicht wegen ihrer digitalen Fähigkeiten.

Für Aufnahmen, die direkt ausgedruckt werden sollen, ist der CMOS-Sensor mehr als ausreichend. Der leicht Lo-Fi-Look verleiht den Bildern sogar ein eher analoges Gefühl, vielleicht mehr, als es eigentlich verdient.

Die Nutzung der Kamera ist kinderleicht. Der Leica-Fokus auf Minimalismus spiegelt sich im gesamten Design wider, sodass die Qual der Wahl der Vergangenheit angehört. Lass dich nicht täuschen, die Kamera ist vollgepackt mit Funktionen, sie drängt sie dir nur nicht ständig auf.

Im Alltag verhält sie sich wie eine einfache Point-and-Shoot-Kamera. Wer mehr Kontrolle möchte, findet in den klar strukturierten Menüs alle wichtigen Optionen.

Die Kameraeffekte zählen definitiv zu den spannendsten Features. Dank der Kombination aus zehn Linseneffekten und zehn Filmstilen stehen dir insgesamt 100 kreative Looks zur Verfügung.

In der Praxis haben sich allerdings nur wenige als wirklich nützlich erwiesen. Besonders angetan war ich vom Halbbildmodus, ein Stil, der für interessante Kompositionen sorgt, sowie von der Farbverschiebung, die den Aufnahmen einen nostalgischen Tumblr-Vibe verleiht.

Die Einrichtung ist erfreulich unkompliziert. Und falls es einmal zu ausgefallen wird, bringt dich der Reset-Knopf neben dem Auslöser mit einem Klick zurück zu den Standardeinstellungen.

Das Drucken von Bildern ist erfreulich unkompliziert. Gehe ins Wiedergabemenü, wähle das gewünschte Foto und ziehe am Hebel. Auf dem Display bewegt sich das Bild nach oben – eine charmante Animation, die das Ausgeben des Prints aus der Oberseite simuliert.

Mein persönliches Highlight: Du kannst nicht nur eigene Aufnahmen drucken, sondern auch Bilder aus anderen Quellen. Ein Foto mit einer Profi-Kamera machen und sofort eine analoge Kopie in der Hand halten – das zeigt, wie gut der Film wirklich ist.

Über die Leica FOTOS App ist der Prozess – wie du dir wahrscheinlich schon denkst – ebenso simpel. Nach der Kopplung wird deine Galerie angezeigt. Foto auswählen, auf „Drucken“ tippen, und etwa 15 Sekunden später hältst du den Print in der Hand.

Die Leica Sofort 2 in weiß

(Image credit: Future / Sam Cross)

Leica Sofort 2 im Test: Fazit

Ja, es lässt sich nicht leugnen: Diese Kamera ist teuer. Sie kostet tatsächlich doppelt so viel wie die Instax Mini Evo, mit der sie sich einen großen Teil der technischen Daten teilt. Das hier ist kein direkter Vergleich – meine Zeit mit der Instax war zu kurz, um ein endgültiges Urteil zu fällen. Trotzdem lohnt sich der Blick aufs große Ganze.

Wenn du einfach nur eine Hybridkamera möchtest und keine besonderen Extras suchst, ist die Instax wahrscheinlich die bessere Wahl. Sie bietet etwa 90 % dessen, was diese Leica kann zum halben Preis.

Aber diese zusätzlichen 10 % machen den Unterschied und bringen dich ins echte Leica-Territorium. Die Verarbeitungsqualität ist spürbar robuster, und kleine Details wie die magnetische Objektivkappe machen sie im Alltag einfach angenehmer.

Einer der größten Pluspunkte ist die nahtlose Integration mit der Leica FOTOS App. Für aktuelle Leica-Besitzer:innen ist das ein echter Mehrwert: Noch nie war es so einfach, Bilder vom Hauptgerät auszudrucken.

Und wenn du schon immer eine Leica wolltest – und das zu einem vergleichsweise günstigen Preis –, dann ist das allein ein ziemlich guter Grund, zuzuschlagen.

Sam Cross
Senior Staff Writer

Sam is an award-winning journalist with over six years of experience across print and digital media. As T3’s Senior Staff Writer, Sam covers everything from new phones and EVs to luxury watches and fragrances. Working across a range of different social media platforms alongside his written work, Sam is a familiar face for fans of T3. When he’s not reviewing snazzy products or hunting for stellar deals, Sam enjoys football, analog photography and writing music.

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