Dieser Typ hat mit KI-Musik einen Plattenvertrag bekommen – und du könntest es auch schaffen
Das könnte der Beginn einer völlig neuen Art von „Musikern“ sein
Kerstin Findeisen
Kurze Zusammenfassung
Zum ersten Mal hat offenbar ein Plattenlabel einen Künstler unter Vertrag genommen, der seine Musik mit KI erstellt hat.
Oliver McCann wurde vom unabhängigen Label Hallwood Media gesigned – obwohl er keinerlei musikalische Erfahrung hat.
Ein Brite namens Oliver McCann, der selbst zugibt, keinerlei musikalische Fähigkeiten zu haben, wurde gerade von einem Musiklabel unter Vertrag genommen. Möglich gemacht hat er das, indem er KI nutzte, um seine Musik zu erstellen.
McCann wurde vom unabhängigen Label Hallwood Media gesigned, nachdem einer seiner Tracks drei Millionen Streams erreicht hatte. Damit gilt er als der erste KI-Musikschaffende, der offiziell einen Labelvertrag bekommen hat.
Dieses Novum könnte die Tür zu einer völlig neuen Art von Musiker*in öffnen – und weitreichende Folgen für die Musikindustrie haben, wie wir sie kennen.
Wie wurde ein AI-Musiker unter Vertrag genommen?
Während Tools wie ChatGPT von Open AI immer nützlicher werden und breite Anwendung finden, ist das Erstellen von KI-Musik noch eher eine Nische. Dennoch wächst auch dieser Bereich zunehmend an Beliebtheit – und inzwischen offenbar auch an Perspektiven.
McCann, von Beruf Grafikdesigner, begann mit KI-Tools zu experimentieren, um seiner Kreativität neue Wege zu eröffnen. Zwar kann er weder ein Instrument spielen noch singen, aber er schreibt Songtexte – und wollte mithilfe von KI seine Worte zum Leben erwecken.
Seine Musik reicht daher von Indie Pop und Electric Soul bis hin zu Country Rap. Der Einsatz von KI-Songgeneratoren wie Suno und Udio wird immer verbreiteter, während eine neue Welle synthetischer Musik im Netz auftaucht.
iPhone
Während KI-Songgeneratoren die Songerstellung demokratisieren, gibt es Befürchtungen, dass dies die Musikindustrie durcheinanderbringen könnte. Ein gutes Beispiel dafür ist Velvet Sundown, das trotz komplett KI-generierter Songs, Texte und Albumcover viral berühmt wurde.
Der weltweite Markt für aufgenommene Musik hat ein Volumen von 29,6 Milliarden US-Dollar, wovon allein 20 Milliarden durch Streaming erwirtschaftet werden. Der Streaming-Dienst Deezer schätzt, dass 18 % der täglich hochgeladenen Songs KI-generiert sind.
Einige sehen KI als neues Werkzeug für Musiker*innen, während andere darin einen Qualitätsverlust erkennen. McCann sagt, er arbeitet damit stundenlang, ändere Hunderte Male die Prompts, um das perfekte Endergebnis zu bekommen.
„Ich glaube, wir betreten eine Welt, in der jede*r, überall, den nächsten großen Hit landen könnte“, sagte McCann. „Wenn KI als musikalische Kunstform breiter akzeptiert wird, eröffnet das die Möglichkeit, dass KI-Musik sogar in den Charts landet.“
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