Acer Chromebook Plus 516 im Test: Günstig und zuverlässig
Nicht allzu viele Kompromisse für einen attraktiven Preis
Das Acer Chromebook Plus 516 liefert ein überzeugendes Gesamtpaket mit kleinen Abstrichen, überzeugt dafür aber mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. Suchst du ein leichtes, zuverlässiges ChromeOS-Laptop mit großem Display, bist du hier genau richtig.
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Sehr günstiger Preis
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Solide Performance
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Großes und helles Display
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Durchschnittliche Akkulaufzeit
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Wirkt ein wenig billig verarbeitet
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Audioqualität könnte besser sein
Warum können Sie T3 vertrauen?
Kerstin Findeisen
Wenn du dir eines der aktuell besten Laptops auf dem Markt zulegen willst, haben Chromebooks definitiv ihren Reiz: Sie sind leicht, erschwinglich, einfach zu bedienen und perfekt für den Alltag – vorausgesetzt, dir reichen ein Webbrowser und ein paar Android-Apps.
Das Acer Chromebook Plus 516 kommt von einem Hersteller mit jeder Menge Laptop-Erfahrung, und ebenso viel Know-how im Chromebook-Bereich. Noch bevor du den Karton öffnest, spielen also Vertrauen und Markenreputation eine große Rolle.
Nach einigen Wochen mit dem Acer Chromebook Plus 516 im täglichen Einsatz lässt sich klar sagen, für wen sich dieses Chromebook lohnt. Getestet habe ich Leistung, Akku, Display und natürlich, wie rund ChromeOS im Alltag läuft.
Preis & Verfügbarkeit
Das Acer Chromebook Plus 516 ist schon erhältlich: Zum Zeitpunkt des Schreibens kostet es im Angebot 499 Euro. Check am besten die oben eingebetteten Widgets für die aktuellsten Preise. Das Chromebook gibt’s unter anderem bei Mediamarkt und Amazon.
Design & Display
Einer der Hauptgründe, sich für das Acer Chromebook Plus 516 statt für ein anderes Chromebook zu entscheiden, ist das große 16-Zoll-Display.
Es ist angenehm hell und ausreichend scharf – auch wenn es sich um ein LCD-Panel handelt und damit nicht an die tiefen Schwarztöne eines OLED-Displays heranreicht – und bietet eine Auflösung von 1.920 × 1.200 Pixeln.
Das leicht ungewöhnliche 16:10-Seitenverhältnis eignet sich besonders gut zum Surfen und Schreiben, ist für breite Kinoformate aber weniger ideal. Da dieses Chromebook ohnehin vor allem auf Produktivität und Textarbeit ausgelegt ist, geht das Konzept dennoch voll auf.
Der Bildschirm wirkt tatsächlich lebendiger und kräftiger, als man in dieser Preisklasse erwarten würde und das ist ein klarer Pluspunkt. Egal, ob du Netflix-Serien bingst oder in einer Tabelle Berechnungen anstellst, das Display macht einen guten Job.
Auf einen Touchscreen musst du allerdings verzichten, und die Displayränder fallen nach heutigen Maßstäben relativ dick aus. Das sind die größten Schwächen des Displays.
Das Design fällt insgesamt recht massig aus und die Materialien wirken stellenweise etwas billig. Klar merkt man den Sparansatz, peinlich ist das Chromebook unterwegs aber ganz sicher nicht.
Mit 1,7 kg ist es für die Größe noch gut tragbar – unter dem Arm oder im Rucksack.
Die Anschlussausstattung ist solide: zwei USB-A, zwei USB-C, ein 3,5‑mm-Kopfhörer-/Lautsprecheranschluss sowie ein vollwertiger HDMI-1.4-Port. Damit lässt sich das Chromebook problemlos an einen TV oder externen Monitor anschließen.
Dazu gibt es eine ordentliche 1080p-Webcam mit Privacy-Shutter, der in die obere Displayblende integriert ist. Das sorgt für ein gutes Gefühl in Sachen Privatsphäre.
Features & Performance
Das Acer Chromebook Plus 516 gibt es in mehreren Konfigurationen. Getestet wurde die günstigste mit Intel Core i3, 8 GB RAM und 128 GB Speicher. In Deutschland sind reine 128 GB‑Varianten selten direkt gelistet – die meisten Händler bieten Modelle mit 256 GB Speicher an, was für die Mehrheit der Nutzer*innen einen guten Kompromiss zwischen Preis und Kapazität darstellt.
Meine Variante reicht für die meisten Web- und Android-Aufgaben. Wer etwas mehr Power möchte, kann zur Variante mit Intel Core i5 greifen.
Selbst die Basisspezifikation qualifiziert dieses Acer als Chromebook-Plus-Modell – ein Label, das Google für Laptops vergibt, die aktuelle Apps, Websites und Tools mit Künstlicher Intelligenz (KI) locker stemmen.
Apropos KI: Wenn du dir dieses Chromebook zulegst, bekommst du ein Jahr Google AI Pro kostenlos dazu – in Deutschland kostet das Abo regulär rund 21,99 € pro Monat. Damit steigert sich der Wert des Pakets erheblich – allerdings könntest du danach schnell in eine Abo-Schleife geraten, wenn du den Speicher des Laptops überfüllst.
Im Alltagstest mit meinen üblichen Web-Apps, also Gmail, Slack, Google Docs, YouTube, YouTube Music und Feedly, hat das Acer Chromebook Plus 516 keinen Takt verpasst. Selbst ein paar Android-Spiele liefen problemlos.
Ein weiterer Pluspunkt: Das Laptop blieb während des Betriebs angenehm leise und kühl. Klar, die allerneuesten High-End-Games lassen sich auf einem Chromebook nicht zocken, dafür ersparst du dir aber den Lärm und die Hitze, die solche Aufgaben sonst oft mit sich bringen.
Bei der Akkulaufzeit gehört das Acer Chromebook Plus 516 nicht zu den Spitzenreitern.
Im normalen Alltagsbetrieb kam ich auf etwa 5–6 Stunden zwischen zwei Ladevorgängen. Für einen Arbeitstag abseits der Steckdose reicht das gerade so – viel mehr lässt sich daraus nicht herausholen.
Ein 90-minütiger Film bei maximaler Helligkeit und ohne Ton führte zu einem Akkurückgang von 24 %, was grob auf 6–7 Stunden Videowiedergabe hinausläuft.
Natürlich lässt sich durch Abdimmen des Displays noch etwas herausholen, echte Rekorde bei der Laufzeit bricht das Chromebook damit aber nicht. Schuld daran ist unter anderem die Prozessorgeneration, die sich in den letzten Jahren stark verbessert hat, aber hier noch nicht das Maximum liefert.
Tastatur und Trackpad haben mich für den Preis positiv überrascht. Nicht die besten aller Zeiten, aber ein gutes Mittelding.
Gerade Trackpads sind bei günstigen Chromebooks oft ein Schwachpunkt. Dieses hier wirkt jedoch recht solide. Sowohl das Trackpad als auch die Tasten fühlen sich glatt und zuverlässig an.
Für den Sound sorgen ein paar unauffällige Lautsprecher, die aber eher blechern klingen. Für Videos, Podcasts oder gelegentliche Hintergrundmusik reicht es gerade so, aber wenn du auch nur ein bisschen Wert auf ordentliche Audioqualität legst, solltest du lieber ein gutes Paar der besten Kopfhörer anschließen.
Acer Chromebook Plus 516 im Test: Unser Testurteil
Fangen wir mit dem größten Plus an: Dem Preis. Viele wirklich gut nutzbare Laptops sind in dieser Preisklasse nicht zu finden. Allein das macht das Acer Chromebook Plus 516 zu einem Gewinner.
Dieses Acer ist aber mehr als nur „günstig und brauchbar“. In vielen Bereichen ist es richtig gut und damit eines der Chromebooks mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis in dieser Größe.
Klar gibt es zu diesem Preis immer Kompromisse. Ein Chromebook ist beim Design und der Verarbeitung kein MacBook Air. Akku, Audio und Verarbeitung sind ebenfalls eher durchschnittlich, und die Kern-Spezifikation ist recht basic – deine Erwartungen hier sollten also realistisch bleiben.
Suchst du ein leichtes, fähiges ChromeOS-Gerät mit großem Display, lässt dich das Acer Chromebook Plus 516 trotz einiger Abstriche unterm Strich nicht im Stich.
Das ist ein Laptop, den ich selbst weiter gerne ausgiebig nutzen würde – egal, ob zu Hause, im Büro oder unterwegs. Das ist immer ein gutes Zeichen, wenn der Testzeitraum zu Ende geht. Außerdem zeigt er sehr gut, was ChromeOS ausmacht und wie Google seine Gemini-KI kontinuierlich verbessert.
Weitere Optionen
Es gibt natürlich viele Alternativen bei Chromebooks und Windows-Laptops. Das Samsung Galaxy Chromebook Plus ist teurer als der Durchschnitt bei Chromebooks, dafür bekommst du mehr Power und einen stylischeren Look.
Du kannst auch eine Stufe unter dem Acer Chromebook Plus 516 einsteigen, mit dem Acer Chromebook Plus 515. Wie die Namen andeuten, sind die Modelle sehr ähnlich: Der Hauptunterschied ist das 15-Zoll-Display des 515, wodurch es auch etwas günstiger ist.
Dave has over 20 years' experience in the tech journalism industry, covering hardware and software across mobile, computing, smart home, home entertainment, wearables, gaming and the web – you can find his writing online, in print, and even in the occasional scientific paper, across major tech titles like T3, TechRadar, Gizmodo and Wired. Outside of work, he enjoys long walks in the countryside, skiing down mountains, watching football matches (as long as his team is winning) and keeping up with the latest movies.
