„Feeding the beast“: Intel erklärt, warum die Panther-Lake-Chips seine bisher größte Herausforderung waren
Fortschritt lässt sich nicht aufhalten – und Pausen gibt’s offenbar auch nicht.
Mara Mainka
Das Rad steht nie still. In Big Tech gilt: Kaum ist ein neues Produkt oder Device gelauncht, konzentriert man sich schon auf den Nachfolger – manchmal noch bevor echtes Feedback zu Stärken und Schwächen der ersten Version vorliegt.
Bei Intel klingt es sogar noch knapper: Der Entwurf für einen neuen Chip startet oft, bevor der Vorgänger überhaupt öffentlich verfügbar ist.
Beim Core Ultra Series 2 (Lunar Lake, für alle, die’s genau wissen wollen) war das genau so – noch vor dem Verkaufsstart sollten Intels Ingenieur*innen bereits planen, wie die Series 3 alles noch besser macht.
Der neue Codename war, wie inzwischen alle wissen, Panther Lake. Der Auftrag aus der Chefetage hatte es in sich. Shlomi Alkaley, SOC-Mikroarchitekt bei Intel, der an Lunar Lake und Panther Lake gearbeitet hat, beschreibt es so: „Du baust bereits die energieeffizienteste CPU, und dann wirst du gebeten, noch eine zu bauen.“
Intel hat unter anderem die Handhabung der Leistungsaufnahme weiter verfeinert – neben vielen anderen tiefgreifenden technischen Änderungen. Und jetzt, Anfang 2026, ist Core Ultra Series 3 da, mit beeindruckenden Fortschritten bei Effizienz und integrierter Grafikleistung. Das heißt aber nicht, dass die Engineering-Reise nicht auch mal heikel war.
Alkaley vergleicht Engineering und Design mit einer Art Bilanz: Will man in einem Bereich gewinnen, muss man meist Abstriche an einer anderen Stelle akzeptieren – sei es eine höhere Leistungsaufnahme mit entsprechend mehr Energiebedarf oder eine andere, komplexere Gleichung.
Fortschritt heißt, die Balance für die gewünschten Ergebnisse zu finden. Vieles läuft dabei, wie er sagt, auf „feeding the beast“ hinaus – dem System-on-a-Chip (SoC) die Power zu geben, die es für Performance braucht. Gesteuert wird das zu großen Teilen von Algorithmen, die bis zur Lieferung des ersten Geräts laufend verfeinert werden: „Bis das letzte [Gerät] launcht, werden wir die Algorithmen weiter schärfen.“
Spannend ist auch, wie ein zentrales Etappenziel beim Launch eines neuen Intel-Chips abläuft: der Tag, an dem der erste Prototyp wirklich eingeschaltet wird. Alkaley spricht von einer „großen Zeremonie“, mit Dutzenden Ingenieur*innen in „War Rooms“ weltweit: „Alle sitzen zusammen und warten darauf, dass das Silizium eintrifft.“
Ist es da, wird das Booten oft zum Marathon aus Firmware-Updates und Reparaturen. Bei Series 3 lief es offenbar erstaunlich glatt: „Für Panther Lake haben wir es geschafft, das erste Silizium innerhalb eines Tages zu booten.“ Selbst wenn das zunächst nur heißt, dass die Ingenieur*innen sicher sein können, „dass es nicht explodieren wird“, so Alkaley, ist es vielleicht der wichtigste Meilenstein auf dem Weg, bis das der Chip in Laptops landet.
Jetzt bist du dran: Die Welle an Laptops mit Intel Core Ultra Series 3 rollt an – und ich werde viele testen. Tatsächlich habe ich gerade eines der schickesten Modelle hier: das Asus ZenBook Duo 2026 ist zum Test da. Halt die Augen offen für mein Testurteil in Kürze.

Max is T3's Staff Writer for the Tech section – with years of experience reporting on tech and entertainment. He's also a gaming expert, both with the games themselves and in testing accessories and consoles, having previously flexed that expertise at Pocket-lint as a features editor.