Diese Garmin-Funktion sollte man als Erstes ausschalten – es spart Akku und ändert fast nichts

Die Blutsauerstoffmessung zu deaktivieren ist ein einfacher Weg, Tage an Akkulaufzeit zu gewinnen – ohne Einbußen bei der Performance.

Garmin Forerunner 970 Test
(Bildnachweis: Matt Kollat/ T3)

Jedes Mal, wenn ich eine neue Garmin‑Uhr einrichte – was öfter passiert, als man denkt –, läuft es gleich ab: Benachrichtigungen, Trainings-Screens, Widgets, Ziffernblatt und dann: Pulse Ox aus.

Das ist das eine Feature, das der Akkulaufzeit immer schadet, während es meine Smartwatch-Nutzung so gut wie nie verbessert.

Blutsauerstoff-Tracking klingt wichtig – im medizinischen Umfeld ist es das auch –, auf einem Wearable fürs Handgelenk ist es aber meist nur eine passive Wellness-Kennzahl, die Zahlen sammelt, die schwer zu interpretieren und noch schwerer in Maßnahmen umzusetzen sind.

Garmin (und andere Marken) nutzen es, um nächtliche O₂-Trends anzuzeigen, Höhenakklimatisierungs-Features zu unterstützen (wie oft braucht man so was?!) und dem Gesundheits-Ökosystem eine weitere Ebene zu verleihen.

Im Alltag sagen dir die zugehörigen Diagramme jedoch selten mehr, als dass du tatsächlich atmest.

Zugleich warnt sogar Garmin selbst, dass Pulse Ox zu den stromhungrigsten Features seiner Uhren gehört – und in der Praxis ist der Unterschied zwischen aktiviert und deaktiviert oft deutlich spürbar.

Daten ohne Richtung

Abseits vom Akkuverbrauch habe ich mit SpO₂ noch ein anderes Problem: Es verändert unser Verhalten kaum. Wenn meine Sauerstoffsättigung über Nacht leicht sinkt, trainiere, erhole oder – ganz ehrlich – fühle ich mich dadurch nicht anders.

Anders als Herzfrequenzvariabilität, Ruheherzfrequenz oder „Training Readiness“ führt es nicht zu konkreten Entscheidungen. Es wirkt eher wie Hintergrundrauschen als wie eine echte Erkenntnis.

Damit will ich nicht sagen, dass es für alle völlig sinnlos ist. In Höhenlagen, bei Krankheit oder für Nutzer*innen, die Atembedingungen verfolgen möchten, kann SpO₂ einen hilfreichen Kontext liefern.

Für die meisten gesunden, aktiv trainierenden Garmin-Besitzer*innen ist es jedoch eher eine Spielerei, die den Akku der Uhr Tage früher schlappmachen lässt, als nötig. Nur im Schlaf zu tracken ist ein sinnvoller Kompromiss, doch selbst das verliert nach der anfänglichen Neugier schnell an Relevanz.

Das könnte sich ändern, sobald Garmin KI nutzt, um bestehende Daten zu durchkämmen und auf Basis weniger greifbarer Metriken (z. B. SpO₂) wirklich hilfreiche Trainingstipps zu geben. Bis dahin bleibt Pulse Ox auf meiner Garmin aus.

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Matt Kollat
Section Editor | Active

Matt Kollat is a journalist and content creator for T3.com and T3 Magazine, where he works as Active Editor. His areas of expertise include wearables, drones, action cameras, fitness equipment, nutrition and outdoor gear. He joined T3 in 2019.

His work has also appeared on TechRadar and Fit&Well, and he has collaborated with creators such as Garage Gym Reviews. Matt has served as a judge for multiple industry awards, including the ESSNAwards. When he isn’t running, cycling or testing new kit, he’s usually roaming the countryside with a camera or experimenting with new audio and video gear.

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