HP EliteBook Ultra G1i im Test: Top-Qualität auf ganzer Linie
Der perfekte Laptop für Geschäftsreisende? Das könnte genau dieses HP-Modell sein
Das HP EliteBook Ultra G1i ist ein Business-Traveller-Laptop, das definitiv auch für alle spannend ist, die generell nach einem Ultraportable suchen. Die Qualität stimmt hier wirklich auf ganzer Linie. Schade nur, dass HP beim Speicher so gegeizt hat – für den Preis nur 256 GB anzubieten, ist schon ein bisschen frech.
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Top Verarbeitungsqualität
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Super handlich und leicht
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Starke Performance in allen Bereichen
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Hervorragende Verarbeitungsqualität
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Top Portabilität
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Vielseitige Leistung
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Knapp bemessener Speicher
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Touchpad-Haptik kommt nicht ans MacBook ran
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Tastatur etwas flach, wenn du ein deutlicheres Tippgefühl willst
Warum können Sie T3 vertrauen?
Kerstin Findeisen
Wenn Begriffe wie „Elite“ ins Spiel kommen, gehen bei vielen erst mal die Alarmglocken an. Haben wir es hier mit einem langweiligen Business-Laptop zu tun? Das Modell HP EliteBook Ultra G1i aus diesem Test hat zwar definitiv die gut betuchte, vielreisende Business-Elite im Blick, aber es ist gleichzeitig einfach ein großartiges Ultraportable für wirklich alle.
Okay – für alle mit gut gefülltem Konto. Einer unserer wenigen echten Kritikpunkte am HP EliteBook Ultra G1i: Das Basismodell kommt nur mit 256 GB Speicher. Ich musste schon ab Tag eins mit dem Speicher jonglieren. Klar, liegt das teils an der ganzen Testsoftware, die wir nutzen – aber so wenig Speicher in dieser Preisklasse geht eigentlich nicht.
Abgesehen davon ist der HP EliteBook Ultra G1i ein fantastischer Begleiter auf Reisen. Der Laptop ist superkompakt, kommt mit einem starken Display, bietet überraschend viel Power und liefert solide – wenn auch nicht überragende – Eingabegeräte wie Tastatur und Touchpad.
Preis & Verfügbarkeit
Für das hier getestete Basismodell des EliteBook Ultra G1i zahlst du 1.549 Euro, oder bis zu 1.870 Euro, wenn du 32 GB RAM und 512 GB Speicher möchtest.
Höhere Specs lassen die Preise natürlich weiter steigen.
Design
Der HP EliteBook Ultra G1i ist ein sehr leichter, dünner und kompakter Laptop. Er hat ein 14-Zoll-Display und tritt damit in dieselbe Liga wie das MacBook Air – zumindest bevor diese Reihe mit dem größeren 15-Zoll-Modell erweitert wurde.
Außerdem punktet der Laptop mit der besonders attraktiven Kombination aus stabiler, hochwertiger Verarbeitung und geringem Gewicht. Das EliteBook Ultra G1i wiegt 1,19 kg, und ich kann mir kaum vorstellen, dass es ohne spürbare Einbußen bei der Stabilität noch leichter werden könnte. Unter 1 kg ist zwar schön, aber nicht alles.
Das gesamte Gehäuse des Laptops besteht aus Metall, und das Display ist von randlosem Glas geschützt. Ein wirklich elegantes Design.
Um zu verhindern, dass der Laptop zu einfallslos wirkt, hat HP eine zweifarbige (eigentlich dreifarbige) Tastatur gewählt: Die Funktionsreihe ist heller, und der Power-Button, der gleichzeitig als Fingerprint-Reader dient, ist noch mal deutlich heller.
Diese kleinen Abweichungen vom typischen Ultraportable-Design setzen sich bei den Anschlüssen allerdings nicht fort. Der HP EliteBook Ultra G1i bietet lediglich zwei USB-C-Anschlüsse – mehr gibt es nicht, abgesehen vom 3,5‑mm-Kombianschluss für Kopfhörer/Mikrofon.
Display
Der HP EliteBook Ultra G1i hat ein 14-Zoll-Display im 16:10-Format mit einer recht hohen Auflösung von 2880 × 1800 Pixeln. Es handelt sich um ein OLED-Panel, das wie üblich hervorragende Farben und Kontraste liefert.
Die Helligkeit erreicht laut meinen Messungen maximal etwa 570 Nits, im normalen Betrieb rund 400 Nits. Das ist heute bei OLED-Laptops Standard, besonders helle Displays à la Apple Mini-LED MacBook Pro erreicht es nicht – aber das schaffen ohnehin nur wenige.
Für den Indoor-Einsatz ist die Helligkeit mehr als ausreichend, draußen kommt man auch gut klar, und die Kombination aus Glasoberfläche und OLED-Qualität ist ein echter Augenschmaus.
Das Display bietet zudem 120 Hz, was Bewegungen flüssiger darstellt als ein klassisches 60-Hz-Panel. Nichts davon ist revolutionär, aber es zeigt, dass der Laptop, obwohl hauptsächlich für Business gedacht, stilmäßig keineswegs hinter den modernen Lifestyle-PCs zurückfällt.
Das Display lässt sich außerdem um volle 180 Grad nach hinten klappen, was das Teilen von Inhalten sehr praktisch macht.
Tastatur & Touchpad
Der HP EliteBook Ultra G1i führt den Trend fort, Laptops durch kleine optische Akzente aufzuwerten – diesmal bei der Tastatur. Besonders ins Auge fällt die hellere Funktionsreihe über den Haupttasten.
Das dient rein der Optik und sorgt für etwas visuelle Abwechslung; die Tasten selbst funktionieren völlig normal. Kein Touch-Button-Kram à la Dell XPS. Einige der aktuellsten HP-Modelle nutzen dieses Design ebenfalls.
Ganz rechts in dieser Reihe befindet sich ein noch hellerer Power-Button, der gleichzeitig als Fingerprint-Reader fungiert.
Die Tastatur selbst erinnert in weiten Teilen an den Stil des MacBook, weist aber einige Unterschiede auf. HPs Version ist weniger „klickig“, wodurch das Tippgefühl etwas weicher ausfällt. Normalerweise passt so etwas gut zu einer tieferen Tastenbewegung, die das EliteBook allerdings nicht bietet.
Nach tausenden von getippten Wörtern hatte ich mich trotzdem gut eingewöhnt. Ein wenig mehr Substanz wäre hier wünschenswert, aber solange du nicht den ganzen Tag nonstop tippst, bietet die Tastatur des EliteBook Ultra G1i ein ausreichend gutes Tippgefühl, um damit zufrieden zu sein.
Das Touchpad des EliteBook Ultra G1i ist etwas ungewöhnlicher. Es handelt sich um ein haptisches Pad, bei dem das Klickgefühl durch einen kleinen Motor erzeugt wird, statt dass das Pad physisch nachgibt, um den Klickmechanismus auszulösen.
Dieses Prinzip, vor rund einem Jahrzehnt von Apple eingeführt, erlaubt die volle Nutzung der gesamten Fläche ohne tote Zonen und mit gleichbleibendem Klickgefühl. Auch das Pad des G1i liefert einen kräftigen, präzisen Klick.
Eines der Probleme der frühen haptischen Pads bei Windows-Laptops war, dass viele von ihnen einfach nicht kräftig genug waren, sodass der Klick sehr schwach wirkte.
Beim EliteBook Ultra G1i gibt es dieses Problem nicht, allerdings fühlt sich der Klick etwas so an, als würde der Vibrationsmotor nur kurz aufblitzen, statt einen voll überzeugenden haptischen „Klick“ zu liefern. HP könnte die Präzision der Haptik bei künftigen Generationen verbessern.
Abgesehen davon ist das Touchpad groß und glatt, eine wirklich angenehme Glasfläche.
Leistung
Dieser Laptop würde sich eigentlich gut für einen Qualcomm Snapdragon AI Prozessor eignen – die sind stark, aber dank anhaltender Kompatibilitätsprobleme nicht unbedingt ideal für die Hardcore-Nutzung. Stattdessen setzt der EliteBook Ultra G1i auf den vertrauten Intel Ultra 7 256V, kombiniert mit 16 GB RAM und einer 256 GB SSD.
Und hier kommt mein Kritikpunkt: Ich habe das Basismodell dieses Laptops getestet. Es ist teuer, bietet aber nur 256 GB Speicher. Bereits am ersten Testtag wurde der Speicherplatz knapp. Es gibt zwar auch eine 512 GB-Version, aber die ist natürlich noch teurer. 2025 ist es meiner Meinung nach inakzeptabel, Laptops in dieser Preisklasse mit so wenig Speicher auszuliefern – das ergibt einfach keinen Sinn.
Der Rest stimmt jedoch. Ein Intel Ultra der zweiten Generation liefert starke Gesamtleistung und überraschend gute Gaming-Power dank der integrierten Intel Arc 140V-Grafik. In Cyberpunk erreicht das HP bei Medium-Einstellungen in 1080p rund 40 fps – Leistung, für die man früher noch eine einfache dedizierte Grafikkarte gebraucht hätte.
Ich konnte auch keine auffälligen Throttling-Probleme durch Hitze feststellen, was zeigt, wie ausgewogen der Laptop ist – abgesehen von meinem Speicher-Kritikpunkt.
Das EliteBook ist reaktionsschnell, leise bei leichter Arbeit und hat genug Power für deutlich anspruchsvollere Aufgaben, einschließlich einer soliden 47-TOPS-NPU für AI-Workloads.
Akkulaufzeit
Dieses ausgewogene Konzept zeigt sich auch bei der Akkulaufzeit. Im Vergleich zu Intel-Chips der letzten Generationen bietet der Intel Ultra 7 256V im EliteBook Ultra G1i eine fantastische Effizienz bei weniger anspruchsvollen Aufgaben.
Laut meinen Tests hält der Laptop bei leichter Nutzung bis zu 14 Stunden und 50 Minuten durch. Es gibt sicher Laptops mit längerer Laufzeit für diesen Prozessor, denn der Akku des EliteBook Ultra G1i ist mit 64 Wh nur mittelgroß. Aber hier zählt wieder die Balance: Das ist eine solide Akkukapazität für ein Ultraportable, und HP wollte das Gewicht klar unter 1,2 kg halten.
Auch bei der Webcam geht HP über das Normale hinaus. Sie bietet 9 MP Auflösung. Statt diese zusätzliche Auflösung für ein extrem weites Sichtfeld zu nutzen, das man später zuschneiden müsste, hat die Kamera einen konventionellen Blickwinkel, kann dafür aber 4K-Video aufnehmen.
Auch wenn du bei Teams- oder Zoom-Meetings nicht das Gefühl hast, dass dir plötzlich eine DSLR-Kamera gegenübersteht, ist mir der überdurchschnittliche Dynamikumfang und die Detailgenauigkeit aufgefallen – noch bevor ich überhaupt die Auflösung der Kamera geprüft habe.
Für diejenigen, die das EliteBook Ultra G1i eher als Allround-Ultraportable sehen und nicht als reinen Business-Laptop, könnten die Lautsprecher allerdings besser sein.
Die Soundqualität ist zwar solide, und dank der Art, wie die Treiber den Ton abgeben, wirken Musik und Filme räumlicher, als der Laptop selbst ist – das ist durchaus angenehm. Im Vergleich zu den Besten fehlen dem EliteBook jedoch Lautstärke und vor allem Bass-Power, um wirklich mithalten zu können.
HP Elitebook Ultra G1i Test: Fazit
Top-Qualität in allen Bereichen – das ist der Stil des HP EliteBook Ultra G1i. Du bekommst geringes Gewicht und hervorragende Portabilität, ohne dass die Verarbeitung darunter leidet.
Die Akkulaufzeit ist für typische Office-Aufgaben lang, und gleichzeitig bietet der Laptop genug Leistung für deutlich anspruchsvollere Aufgaben. Und trotz des etwas steif klingenden Namens wirkt das EliteBook keineswegs langweilig.
Einige Punkte könnten noch verbessert werden: Wie bei vielen Windows-Laptops sind Lautsprecher und Touchpad nicht ganz auf dem Niveau von Apple. Der einzige große Kritikpunkt bleibt der Speicher.
Insgesamt ist das HP EliteBook Ultra G1i ein Business-Traveller-Laptop, was auch für die breitere Ultraportable-Kundschaft interessant ist. Top-Qualität auf ganzer Linie.
Auch zu erwägen
Das MacBook Air von Apple wirkt im Vergleich zum HP fast wie ein Schnäppchen. Die 512‑GB-Version kostet weniger und bietet sogar eine höher auflösende Webcam. Dafür bekommst du bei Apple kein OLED-Display und auch nicht die kraftvollen Mini‑LED-Bildschirme der MacBook‑Pro-Reihe. Apples Touchpad ist allerdings deutlich besser.
Die nächste Alternative von Dell ist das Dell XPS 13, das ebenfalls etwas günstiger ist und ein gewöhnlicheres (wenn auch qualitativ gutes) LCD-Display nutzt. Dells Touchpad ist noch umstrittener als das von HP, da es nur ein unsichtbarer Teil des Bereichs unter der Tastatur ist.
Eines der wenigen Modelle, das das HP preislich übertreffen kann, ist das Lenovo ThinkPad X1 Carbon, das seit Jahren als Business-Laptop-König gilt. Einige schwören einfach auf die massive ThinkPad-Tastatur, auch wenn sie im Vergleich zu den alten Designs etwas entschärft wurde.

Andrew is a freelance tech and entertainment journalist. He writes for T3, Wired, Forbes, The Guardian, The Standard, TrustedReviews and Shortlist, among others.
Laptop and computing content is his specialism at T3, but he also regularly covers fitness tech, audio and mobile devices.
He began writing about tech full time in 2008, back when the Nintendo Wii was riding high and smartphones were still new.