LG S95TR im Test: sensationeller Surround-Sound für deinen LG-Fernseher

Die Top-Soundbar von LG ist ein Surround-Sound-Paket, in das du komplett eintauchst.

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LG S95TR Soundbar im Test
(Bildnachweis: Future / Mike Lowe)
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Wenn du einen der neuesten Flaggschiff-Fernseher von LG besitzt, ist der LG S95TR die perfekte Ergänzung für ein beeindruckendes Surround-Sound-Erlebnis. Dieses Vier-Komponenten-Set bietet satten Bass und elegantes Design, ist kraftvoll, aber nie aufdringlich, und liefert großartigen Sound – egal ob du Filme schaust, Serien streamst oder Games spielst. Dass kein HDMI 2.1 Passthrough vorhanden ist (also kein 4K/120Hz mit VRR wie beim Samsung Q990D), überrascht etwas. Aber dank LGs WowCast für drahtloses Audio und WowOrchestra, das die Lautsprecher deines Fernsehers einbindet, bekommst du mit einem kompatiblen LG-TV trotzdem echtes Heimkino-Feeling direkt ins Wohnzimmer.

Pro
  • +

    Ein wirklich immersives Surround-Sound-Erlebnis + Umfasst Rücklautsprecher

  • +

    Integriert sich mit LG-Fernsehern über WowCast für eine verbesserte Klangbühne

  • +

    Großer, kraftvoller Sound mit reichlich Bass vom mitgelieferten Subwoofer

Kontra
  • -

    Keine Unterstützung für HDMI 2.1 (also kein 120Hz-Passthrough bei 4K mit VRR)

  • -

    Die LED-Lichtanzeige ist angesichts des hohen Preises ziemlich schlicht

  • -

    Die Höhenkanalübertragung ist nicht die beste auf dem Markt

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Wenn du viel Geld in einen der besten Fernseher investiert hast und beim Sound keine Kompromisse machen willst, gibt es viele Soundbars, die dir weiterhelfen. Hier geht’s aber speziell um die beste Wahl für LG-Fans – wenn du High-End-Klang, echten Surround-Sound und eine perfekte Integration in dein System willst.

Das LG S95TR ist das Flaggschiff-Modell 2024 und besteht aus Soundbar, kabellosem Subwoofer und zwei rückseitigen Lautsprechern. Die 9.1.5-Kanal-Anordnung sorgt für echtes Surround-Feeling: neun Kanäle für Front, Mitte und Seiten, ein Subwoofer-Kanal für tiefe Bässe und fünf Höhenkanäle (drei vorne, zwei hinten). Du brauchst dafür allerdings ein bisschen Platz und ausreichend Steckdosen.

Was das S95TR wirklich auszeichnet, sind die LG-eigenen Technologien: Mit WowCast kannst du kabellos verbinden (ab LG-Fernseher von 2020), und WowOrchestra nutzt zusätzlich die integrierten Speaker deines Fernsehers für ein noch breiteres, immersiveres Klangbild. Für LG-Nutzer:innen, die sich diesen Luxus leisten können, ist das eine spektakuläre Lösung – echtes Kino für zu Hause.

LG S95TR im Test: Preis und Verfügbarkeit

Zum Preis: Der S95TR – in manchen Regionen auch als US95TR bezeichnet – kommt zum Marktstart für rund 1.699 € (bzw. $1.499 / AU$1.749). Das ist derselbe Preis wie beim Vorgänger S95QR, also keine Erhöhung zur neuen Generation. Im eingebetteten Einkaufs-Widget siehst du, dass der Preis teilweise schon gefallen ist – also am besten mal reinschauen.

Natürlich ist das kein Schnäppchen. Du bekommst zwar ein komplettes Surround-System, aber der Preis ist hoch. Zum Vergleich: Der Samsung HW-Q990D liegt in der gleichen Liga. Falls du aber ein bisschen Geld sparen willst, lohnt sich auch ein Blick auf das LG S95QR oder den Samsung HW-Q990C aus dem Vorjahr. Die bieten ähnliche Features und Klangqualität für weniger Budget.

LG S95TR im Test: Features und Neuheiten

Das Upgrade ist eher moderat: Der LG S95TR bringt jetzt drei nach oben abstrahlende Lautsprecher mit – eine Verstärkung des weltweit ersten nach oben gerichteten Mitteltreibers, der bereits im QR-Modell zum Einsatz kam. Das sorgt für mehr Präsenz in den Höhen.

Die größte Neuerung ist allerdings, dass der S95TR WowCast Ready ist. Damit kannst du ihn drahtlos mit einem kompatiblen LG-Fernseher verbinden – das spart Kabel und macht zum Beispiel einen HDMI-Port frei. Ich finde, das ist nicht nur praktisch, sondern auch ziemlich cool, und das Ganze funktioniert verlustfrei, also ohne Qualitätseinbußen.

Abgesehen davon bekommst du vom neuen Modell dasselbe wie beim Vorgänger: ein Vier-Komponenten-Set mit einer 125 cm breiten Soundbar (6,3 cm hoch, 13,5 cm tief), einem kabellosen Subwoofer und zwei Rear-Speaker. Im Lieferumfang findest du auch eine Fernbedienung im „Zauberstab“-Design, wie du sie vielleicht von LG-Fernseher:innen kennst.

Ein Mangel in dieser Generation ist allerdings das Fehlen der HDMI 2.1-Kompatibilität. Während Samsung sein HW-Q990D auf 4K/120Hz mit variabler Bildwiederholrate (VRR) aufgerüstet hat, hat LG sich nicht für diese Spezifikation entschieden. Das wird wirklich nur Gamer:innen betreffen – aber für dieses Geld ist es eine Funktion, die 2024 durchaus hätte berücksichtigt werden sollen.

LG S95TR im Test: Design und Setup

Die Einrichtung des LG S95TR ist wirklich einfach. Ehrlich gesagt war es fast schwieriger, alles aus dem riesigen Karton zu holen und die Kabelbinder zu entwirren. Aber es hat trotzdem Spaß gemacht, das Soundsystem meines Fernsehers für diesen Test auf dieses starke Surround-Sound-Setup aufzurüsten.

Der erste Schritt: Platziere die Soundbar vor deinem Fernseher. Falls du nicht LG WowCast verwendest, musst du entscheiden, ob du den HDMI eARC nutzt (lies hier mehr über den erweiterten Audio-Rückkanal). Dieser belegt allerdings einen HDMI-Port deines Fernsehers – in der Regel den zweiten 4K/120Hz-fähigen Steckplatz.

LG bietet jedoch auch einen zusätzlichen HDMI-Eingang für Passthrough direkt an der Soundbar an (allerdings nur mit der üblichen 60Hz-Beschränkung), was das Problem zumindest teilweise entschärft. Wenn überhaupt, würde ich mir hier tatsächlich mehr HDMI-Eingänge wünschen, wie man sie zum Beispiel bei der JBL Bar 1300 findet.

LG S95TR Soundbar im Test

(Image credit: Future / Mike Lowe)

Als Nächstes schließt du den Subwoofer und die separaten hinteren Lautsprecher an. Wichtig: Jede Einheit braucht eine eigene Steckdose – genau wie die Soundbar selbst. Achte also darauf, dass du genügend Steckdosen zur Verfügung hast. Alle Geräte verbinden sich automatisch drahtlos miteinander, ohne dass du etwas aktiv tun musst – und bilden in kurzer Zeit ein vollständiges Surround-Netzwerk.

Ab hier kannst du loslegen, aber ich empfehle dir unbedingt die LG SoundBar App (für Apple iOS- und Android-Geräte). Darüber kannst du ganz einfach zwischen den sogenannten „Sound Effect“-Optionen wechseln – dazu zählen unter anderem „Kino“, „Musik“, „Sport“ und mehr. Außerdem kannst du die Eingangsquelle auswählen, den Raum kalibrieren sowie Lautstärke und Equalizer für sieben einzelne Kanäle anpassen.

Die App bietet dir eine deutlich übersichtlichere und visuell ansprechendere Steuerung als die mitgelieferte Fernbedienung – auch wenn du mit dem „Zauberstab“ ebenfalls Soundmodi und Eingänge umschalten kannst. Was mir persönlich nicht so gut gefällt: Das LED-Lichtdisplay des S95TR wirkt für eine Soundbar in dieser Preisklasse eher schlicht. Es zeigt mit weißen, gelben, roten oder grünen LEDs grob an, was sich gerade verändert hat. Ein richtiges Display wäre hier definitiv hilfreicher, auch wenn ich verstehe, dass es das symmetrische Klangbild eines Geräts mit so vielen Lautsprechern möglicherweise stören könnte.

LG S95TR im Test: Klangqualität

LG S95TR Soundbar im Test

(Image credit: Future / Mike Lowe)

In Sachen Kompatibilität und Klangqualität macht dem LG S95TR so schnell niemand etwas vor: Er unterstützt Formate bis zu 24bit/96kHz (also Hi-Res Audio) und harmoniert vor allem perfekt mit Dolby Atmos- und DTS:X-Inhalten – den aktuell beiden am weitesten verbreiteten 3D-Soundformaten. Zusätzlich werden auch Formate wie DTS Digital Surround, Dolby Digital sowie AAC und AAC+ für klassische Surround-Codierungen unterstützt.

Zahlen sagen natürlich einiges, aber was mich am meisten beeindruckt hat, ist, wie stark der S95TR das Heimkino-Erlebnis verbessert. Ich hatte kürzlich einen Fernseher zum Testen, bei dem die Soundbar absichtlich nicht angeschlossen war (nur zur Überprüfung – ich bin ja nicht verrückt!). Danach habe ich den LG wieder in Betrieb genommen, und es war sofort eine völlig andere Welt.

Die Kombination aus Soundbar und Subwoofer erzeugt einen dichten Klangteppich, in dem sich Höhen, Mitten und Tiefen harmonisch entfalten. Du bekommst klare Stimmen, druckvolle Bässe, und das eine überlagert nicht das andere. Falls du bestimmte Bereiche verstärken willst, kannst du mit dem Equalizer in der App gezielt nachjustieren. Gerade bei den Bässen lohnt sich das, denn LGs Klangabstimmung ist oft etwas zurückhaltender als bei manchen Konkurrenten, etwa bei Samsungs Modellen.

Was den Surround-Effekt angeht, macht der Einsatz der hinteren Lautsprecher einen echten Unterschied – mit einer reinen Single-Bar-Lösung wie der Sonos Arc wirst du niemals dieselbe Immersion erreichen. Die rückseitigen LG-Speaker verfügen zusätzlich über Overhead-Kanäle, die den Klang nach oben projizieren. So entsteht der Eindruck, dass auch von oben ein Soundfeld aufgebaut wird.

Trotz der drei Höhenkanäle in der Haupt-Soundbar gehört der S95TR aber nicht zu den stärksten Modellen, wenn es um die Projektion nach oben geht. Der Effekt ist gut, keine Frage, aber nicht ganz so präzise und durchdringend wie bei einigen Konkurrenzmodellen. Wenn du die Soundbar allerdings mit einer Dolby Atmos-Quelle fütterst, sind es vor allem die Rear-Speaker, die für echtes 3D-Gefühl sorgen.

Genau hier kommt WowOrchestra ins Spiel – meiner Meinung nach ein echter Vorteil: Die Lautsprecher des LG-Fernsehers werden dabei aktiv in das Klangbild integriert. Das sorgt für zusätzliche Höhenstaffelung und eine punktgenaue Tonwiedergabe, die direkt auf das Geschehen auf dem Bildschirm abgestimmt ist. Ich konnte das zuvor mit einem LG OLED G4 und dem S95TR direkt bei LG UK testen – in diesem Fall allerdings mit einem Philips OLED 809 als Bildschirm. Und selbst damit war das Ergebnis beeindruckend.

Das Upgrade, das der S95TR liefert, ist insgesamt wirklich stark. Selbst bei weniger hochwertigen Quellen sorgt der Surround-Upmix über die App dafür, dass auch einfache Signale räumlich verteilt werden. So genießt du voluminösen Klang bei allem – von Blockbustern bis zu Spotify. Selbst Musik kommt richtig gut rüber – auch wenn der Subwoofer bei Bluetooth-Verbindungen vereinzelt Aussetzer hatte.

LG S95TR im Test: Fazit

LG S95TR Soundbar im Test

(Image credit: Future / Mike Lowe)

Wenn du einen aktuellen LG-OLED-Fernseher besitzt, ist der LG S95TR fast schon ein No-Brainer: kraftvoller Sound, klare Mitten, präzise Höhen, ein ordentlicher Bass, und all das in einem eleganten, nicht aufdringlichen Design. Ideal für Filme, Serien, Gaming oder Musik.

Unverständlich bleibt, warum LG den HDMI 2.1-Passthrough ausgelassen hat, vor allem, weil Samsungs HW-Q990D genau das bietet. Für Gamer:innen ist das ein echter Minuspunkt. Für alle anderen ist es weniger dramatisch. Abgesehen davon bringt der S95TR im Vergleich zum S95QR-Vorgänger vor allem ein Feature mit: die vollständige WowCast-Kompatibilität im LG-Ökosystem.

Wenn du ihn mit einem LG-OLED verbindest, bekommst du einen immersiven Klang plus die Vorteile von WowOrchestra – und damit ein echtes Heimkino-Gefühl. Und auch mit Nicht-LG-TVs funktioniert das System hervorragend: In meinem Test mit dem 65-Zoll-Philips-OLED 809 war das Setup durchweg beeindruckend.

Ebenfalls eine Überlegung wert

Falls dir die kabellose Verbindung zum LG-TV nicht so wichtig ist, lohnt sich auch ein Blick auf das Vorgängermodell S95QR. Es bietet zwar weniger Upfiring-Kanäle, klingt aber sehr ähnlich und ist preiswerter. Beide unterstützen WowCast, was sie zu den besten Soundbar-Optionen für LG-Fernseher macht.

Und wenn du keinen LG-Fernseher besitzt? Dann solltest du dir unbedingt den Samsung HW-Q990D anschauen: ein immersiveres, bassintensiveres System, das perfekt mit Samsung-Fernsehern harmoniert – dank der Q-Symphony-Synchronisation (Samsungs Äquivalent zu LGs WowCast).

Mike Lowe
Tech Editor

Mike is T3's Tech Editor. He's been writing about consumer technology for 15 years and his beat covers phones – of which he's seen hundreds of handsets over the years – laptops, gaming, TV & audio, and more. There's little consumer tech he's not had a hand at trying, and with extensive commissioning and editing experience, he knows the industry inside out. As the former Reviews Editor at Pocket-lint for 10 years where he furthered his knowledge and expertise, whilst writing about literally thousands of products, he's also provided work for publications such as Wired, The Guardian, Metro, and more.

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