Mammotion Luba Mini AWD im Test: Ein kleiner Rasenheld

Ein kabelloser Mähroboter, der fantastisch schneidet und nur minimale Aufsicht braucht

Mammotion Luba Mini AWD
T3 Recommends Award
(Bildnachweis: Tim Gee)
T3 Fazit

Der Mammotion Luba Mini AWD ist der ideale Mähroboter für mittelgroße Rasenflächen und schlägt sich im Einsatz hervorragend – vorausgesetzt, du findest einen geeigneten Platz für die RTK-Station. Er arbeitet leise, deckt die Fläche extrem zuverlässig ab und speichert problemlos mehrere Zonen. Zudem überzeugt er durch ein gleichmäßiges Schnittbild und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Pro
  • +

    Kein Begrenzungsdraht nötig

  • +

    Hervorragende Hinderniserkennung

  • +

    Kommt auch mit steilen Hängen gut klar

  • +

    Mäht extrem leise

  • +

    Kann bis zu 20 Zonen speichern – ideal für mehrere Rasenflächen

Kontra
  • -

    Abhängig vom RTK-Standort

  • -

    Kein Fangkorb

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Wenn ich eine Hausarbeit für immer an einen Roboter delegieren könnte, dann wäre es definitiv das Rasenmähen.

Tatsächlich ist der Mammotion Luba Mini AWD einer der ersten Mähroboter, der sich im Alltag endlich wirklich sinnvoll anfühlt. Perfekt ist er zwar nicht und etwas Aufmerksamkeit braucht er noch, aber er schenkt dir definitiv mehr Zeit, als er dich kostet.

Hier ist der vollständige Test des Mammotion Luba Mini AWD.

Mammotion Luba Mini AWD im Test: Preis und Verfügbarkeit

In Deutschland liegt die unverbindliche Preisempfehlung für den Mammotion Luba Mini AWD bei 1.599 Euro. Damit liegt er im mittleren bis oberen Preissegment. Mit den üblichen Rabatten ist das Preis-Leistungs-Verhältnis kaum zu schlagen. Du bekommst hier ein beeindruckendes Technik-Paket inklusive Allradantrieb, für das man bei vergleichbaren Konkurrenzmodellen meist deutlich tiefer in die Tasche greifen muss.

Für größere Flächen bis 1.500 Quadratmeter gibt es eine aufgerüstete Version (UVP 1.999 Euro). Auch hier lohnt es sich, auf Angebote zu warten.

Hierzulande wird standardmäßig die Version mit 20–65 mm Schnitthöhe verkauft. In den USA gibt es zusätzlich eine Variante für höheres Gras (bis ca. 100 mm).

Mammotion Luba Mini AWD

(Image credit: Tim Gee)

Mammotion Luba Mini AWD im Test: Setup

Ein großer Pluspunkt des Mammotion Luba Mini AWD ist das einfache Setup ohne Begrenzungskabel. Ganz ohne Vorbereitung geht es vor dem ersten Mähen aber trotzdem nicht.

Neben der Dockingstation musst du vor allem für die RTK-Antenne den richtigen Platz finden, damit das Signal steht. Am besten funktioniert das mit freier Sicht zum Himmel und einer möglichst hohen Position. Mammotion liefert dafür direkt einen Erdspieß mit. Alternativ kannst du die Station aber auch einfach an der Hauswand montieren. Falls sie doch am Boden bleibt, sollte sie mindestens drei Meter Abstand zu Gebäuden oder Bäumen haben. Wichtig ist außerdem die Stromversorgung – entweder über die Dockingstation oder eine separate Steckdose.

Mammotion bietet außerdem einen Dienst namens iNavi an. Dieser nutzt das 4G-Netz für eine zentimetergenaue Navigation – und das komplett ohne eigene RTK-Station im Garten. Aktuell ist er in weiten Teilen Europas, unter anderem in Deutschland, Österreich und der Schweiz (außer in den Alpen) verfügbar. Da der Test in den USA stattfand, konnte ich iNavi dort allerdings noch nicht ausprobieren.

Das Einrichten der Mähzonen ist ziemlich unkompliziert. Da mein Garten recht verwinkelt ist und einige Hindernisse hat, habe ich die Flächen selbst festgelegt. Bei einfachen, rechteckigen Rasenflächen bietet der Luba aber auch ein automatisches Mapping an.

Zum manuellen Festlegen fährst du den Roboter einfach über die App am Rand entlang – fast wie ein ferngesteuertes Auto. Die Steuerung reagiert direkt und ohne Verzögerung. Besonders praktisch ist dabei, dass du dir das Kamerabild live aufs Handy holen kannst. So siehst du genau, was der Mäher gerade vor sich hat. Für beste Ergebnisse empfiehlt Mammotion, beim Einmessen ein paar Schritte vor dem Roboter herzugehen.

Sind die Zonen erst einmal gespeichert, kannst du weitere hinzufügen – insgesamt sind bis zu 20 möglich. Das klappte im Test reibungslos, sodass ich neben der Hauptfläche hinter dem Haus auch den Vorgarten in zwei separate Zonen aufteilen konnte.

Mammotion Luba Mini AWD

(Image credit: Tim Gee)

Mammotion Luba Mini AWD im Test: Design und Features

Der Mammotion Luba Mini AWD erinnert optisch eher an einen flachen Formel-1-Rennwagen als an einen Rasenmäher. Einer meiner Nachbarn hielt beim ersten Einsatz im Vorgarten sogar Ausschau nach meinem Sohn. Er dachte wohl, der Kleine flitzt da gerade mit einem ferngesteuerten Auto über den Rasen.

Vorn ragt eine Kamera heraus (quasi wie der Fahrer im F1-Auto) und verschafft ihm eine gute Sicht auf Hindernisse. Oben auf dem Gehäuse sitzt ein großer, gut erreichbarer Not-Aus-Knopf für den Fall der Fälle.

Geladen wird der Mäher in einer Dockingstation, die im Rasen verschraubt wird, damit sie nicht verrutscht. Das hilft nicht nur beim Andocken, sondern hält auch die Position zur gespeicherten Karte stabil. Falls du die Station doch mal versetzen willst, musst du den Rasen allerdings neu einmessen. Zusätzlich gibt es eine RTK-Station (Real-Time Kinematic) zur präzisen Positionsbestimmung.

Da er ganz ohne Begrenzungskabel auskommt, sparst du dir das lästige Strippenziehen im Garten. Stattdessen orientiert sich der Luba über seine Basisstation. Die Bereiche, die er mähen soll, legst du einfach fest, indem du ihn wie ein ferngesteuertes Auto einmal selbst am Rand entlang steuerst.

Er bietet eine Kamera samt KI-Funktionen zur Navigation und Hinderniserkennung, eine variable Schnitthöhe und ist robust genug für Steigungen bis 38,6 Grad.

Mammotion Luba Mini AWD

(Image credit: Tim Gee)

Mammotion Luba Mini AWD im Test: Performance

Sobald alles eingerichtet ist, startest du den Mähvorgang bequem per App. Steht die Ladestation außerhalb der Zone, navigierst du den Roboter einfach zum Startpunkt. Nach dem Start stellt er die Schnitthöhe automatisch ein, wobei du diesen Wert natürlich jederzeit selbst anpassen kannst. Danach arbeitet er den Rasen systematisch ab, bis die gesamte Fläche perfekt gemäht ist.

Wie die meisten Mähroboter ist der Mammotion Luba Mini AWD ein Mulchmäher und lässt das Schnittgut liegen, statt es – wie bei klassischen Mähern – zu sammeln. Die Mähleistung überzeugt dabei auf ganzer Linie: Der Schnitt ist auf der gewünschten Höhe absolut gleichmäßig. Auch bei der Flächenabdeckung leistet sich der Roboter keine Schwächen und fand sich in meinem Garten jederzeit problemlos zurecht.

Außerdem ist er überraschend leise. Während herkömmliche Rasenmäher oft die ganze Nachbarschaft unterhalten, gibt Mammotion für den Luba offiziell 58 dB an. Dieser Wert wurde im Test tatsächlich nie überschritten.

Mammotion Luba Mini AWD

(Image credit: Tim Gee)

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es aber: Seine Stärken spielt der Luba Mini AWD vor allem auf größeren Flächen aus. Bei sehr schmalen Abschnitten, wie zum Beispiel dem Grünstreifen zwischen Gehweg und Straße, stößt er an seine Grenzen. Im Test rutschte der Mäher dabei leicht über den Bordstein auf die Fahrbahn.

Die Hinderniserkennung überzeugt im Alltag: In der ersten Zone liegt mittig eine Brunnenabdeckung, die er ganz selbstständig und ohne Rempeln umfahren hat. Dabei hat er das Gras direkt an der Kante sauber mitgenommen, ohne gegen das Hindernis zu stoßen.

Natürlich kannst du auch feste Mähzeiten planen. Falls eine Zone jedoch keine Dockingstation hat, musst du den Roboter zum Start weiterhin manuell in den jeweiligen Bereich bringen.

Mammotion Luba Mini AWD

(Image credit: Tim Gee)

Mammotion Luba Mini AWD im Test: Unser Testurteil

Der Mammotion Luba Mini AWD ist ein exzellenter Mähroboter: Er deckt definierte Zonen zuverlässig ab und ist extrem pflegeleicht. Dabei arbeitet er so leise, dass er weder dich noch deine Nachbarschaft stört, und ist deutlich schneller startklar als Modelle mit Begrenzungsdraht. Beachte allerdings, dass du einen guten Platz für die RTK-Station brauchst – besonders, wenn der iNavi-Dienst in deiner Region noch nicht verfügbar ist.

Mammotion Luba Mini AWD

(Image credit: Tim Gee)

Mammotion Luba Mini AWD im Test: Weitere Optionen

Falls sich die Suche nach dem perfekten Platz für eine RTK-Station in deinem Garten schwierig gestaltet, könnte der Eufy E15 eine gute Alternative sein, da er rein über seine Kamera navigiert. Das macht das Setup zwar deutlich einfacher, allerdings kommt die Präzision nicht ganz an das Niveau des Luba Mini heran.

Auch die Segway-Navimow-Reihe hat uns in der Vergangenheit beeindruckt. Die X Series bietet ähnliche Features wie der Luba (Allradantrieb, RTK-Navigation und KI-Kamera), ist in der Regel aber teurer. Wenn du eine günstigere Alternative suchst, ist die Navimow iSeries einen Blick wert: Sie ist preiswerter, verzichtet dafür aber auf den Allradantrieb und ist eher für flachere Gärten gedacht.

Für größere Grundstücke hat Mammotion kürzlich den Luba 3 vorgestellt. Er ist nicht nur für riesige Flächen ausgelegt, sondern hat zusätzlich einen LiDAR-Sensor an Bord, was die Navigation im Garten noch präziser machen soll. Das Ganze ist allerdings ein teures Upgrade – und ob die Technik im Alltag wirklich so viel mehr bringt, lässt sich ohne einen eigenen Test vor Ort schwer beurteilen.

Tim Gee has been professionally testing products since 2008 covering robots for cleaning houses, pools and lawns as well as a wide variety of other things from running shoes to mobile phones. He has also written reviews for titles including Which?, Tech Radar and the Daily Mail.

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