Klipsch The Three Plus im Test: Triumph auf dem Tisch

Der All-in-One-Tischlautsprecher von Klipsch ist tatsächlich sehr gut ausgestattet und in den meisten Bereichen auf dem neuesten Stand, bis auf ein oder zwei Details.

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Klipsch The Three Plus im Test
(Bildnachweis: Future)
T3 Fazit

Als Kombination aus unauffälliger Eleganz, beeindruckender Funktionalität und klarer Klangqualität ist der Klipsch The Three Plus zu diesem Preis absolut empfehlenswert. Es sei denn, du möchtest Vinyl sowieso nur sehr leise hören …

Pro
  • +

    Vorwärtsgerichteter, detailreicher und energiegeladener Sound

  • +

    Hervorragende Verarbeitungsqualität und Ausführung

  • +

    Beeindruckende Ausstattung und Spezifikationen

Kontra
  • -

    Spielt nicht besonders leise

  • -

    Basswiedergabe manchmal etwas unkontrolliert

  • -

    Phono-Vorstufe eher durchschnittlich

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Klipsch ist ehrlich gesagt ziemlich zurückhaltend, wenn sie das The Three Plus nur als „Tischlautsprecher“ bezeichnen. Klar, es passt super auf den Tisch – aber die Funktionen gehen weit über das hinaus, was man von einem normalen kabellosen Lautsprecher erwartet. Im Test zeige ich dir, wie gut es gegen die besten drahtlosen Wi-Fi-Lautsprecher mithalten kann.

Natürlich haben schon viele versucht, viele Features in so eine kleine Box zu packen – und nicht immer hat das gut funktioniert. Aber wenn es jemand wirklich draufhat, dann Klipsch.

Klipsch The Three Plus im Test: Preis und Verfügbarkeit

Der Three Plus von Klipsch ist derzeit im Angebot und kostet im Vereinigten Königreich rund 379 £. In den USA liegt der Preis bei 399 US-Dollar, in Australien bei etwa 529 AU$. Das ist zweifellos eine selbstbewusste Preisgestaltung – bedeutet aber nicht, dass Klipsch damit ohne ernsthafte Konkurrenz dasteht. Auch andere namhafte Hersteller haben in dieser Preisklasse starke Alternativen im Programm.

Klipsch The Three Plus im Test: Features und Neuheiten

Klipsch The Three Plus im Test

(Image credit: Future)

Angesichts seines aufgeräumten Designs hat Klipsch im The Three Plus wirklich erstaunlich viele Funktionen untergebracht. Es handelt sich dabei nicht einfach nur um einen Tischlautsprecher, sondern eher um ein vollwertiges Tischsystem.

Zum Beispiel stehen dir zahlreiche Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung. Kabellos verbindet sich das Gerät über Bluetooth 5.3, unterstützt dabei sowohl den SBC- als auch den AAC-Codec – und bietet zusätzlich einen sogenannten „Broadcast“-Modus. Damit empfängt der Lautsprecher nicht nur Audiosignale, sondern kann sie auch an andere kompatible Klipsch-Modelle weitergeben.

Innerhalb der Reichweite seines Bluetooth-Signals kann The Three Plus ein Monosignal an bis zu zehn weitere Broadcast-kompatible Lautsprecher senden. So lässt sich ganz einfach ein Multiroom- oder Multi-Lautsprecher-Setup aufbauen.

An physischen Anschlüssen ist ebenfalls einiges vorhanden: Ein USB-C-Port für DAPs, USB-Sticks und ähnliche Geräte ist mit an Bord. Laut Klipsch kann er sogar einen WiiM Mini-Audiostreamer mit Strom versorgen. Etwas speziell, aber praktisch für alle, die auch unterwegs Netzwerk-Streaming nutzen wollen.

Außerdem gibt es einen digitalen optischen Eingang, der Audiosignale mit bis zu 24 Bit und 96 kHz verarbeiten kann, sowie ein Paar Stereo-Cinch-Eingänge, die sich zwischen Line- und Phono-Pegel umschalten lassen – perfekt, wenn du einen Plattenspieler anschließen möchtest.

Digitale Signale werden natürlich intern gewandelt, wobei Klipsch keine genauen Angaben zum verbauten DAC macht. Nach der Wandlung übernimmt ein Verstärker mit 120 Watt Class-D-Leistung den Rest.

Den Klang liefern zwei 57-mm-Vollbereichstreiber, ein 133-mm-Basstreiber und zwei 133-mm-Passivstrahler. Laut Klipsch entspricht das einer 2.1-Konfiguration.

Klipsch The Three Plus im Test: Leistung

Klipsch The Three Plus im Test

(Image credit: Future)

Eines der beeindruckendsten Merkmale des Klipsch The Three Plus ist seine durchgehende klangliche Konsistenz über nahezu alle Eingänge hinweg. Ganz gleich, ob du den digitalen optischen Eingang, den USB-C-Anschluss oder drahtloses Bluetooth-Streaming nutzt – der Charakter des Sounds bleibt im Kern derselbe. Was du bekommst, ist ein kraftvolles, direktes Hörerlebnis mit vielen Details, das den betonten Bassanteil gut ausbalanciert.

Auch wenn The Three Plus ohne klassische Hochtöner auskommt, gelingt ihm trotzdem ein präziser und lebendiger Hochtonbereich. Die Höhen wirken klar, ohne scharf zu sein, und bringen viel Nuance in Klangfarbe und Textur mit. Der Übergang zu den Mitten verläuft nahtlos, und in diesem Bereich zeigt sich das Modell offen und detailreich. Stimmen werden mit feinem Gespür herausgearbeitet und wirken natürlich und präsent.

Seine wahre Stärke zeigt The Three Plus aber im Tieftonbereich. Der Bass ist kräftig und druckvoll, trifft punktgenau und bringt ordentlich Energie mit. Gleichzeitig klingt er nie dumpf oder überladen, sondern bleibt kontrolliert und strukturiert. Diese Disziplin sorgt für ein natürliches Rhythmusgefühl und viel Dynamik. Dass der Gesamtklang tendenziell eher bassbetont ist, lässt sich nicht leugnen – und selbst mit dem EQ in der App lässt sich das nur bedingt anpassen.

Klipsch The Three Plus im Test

(Image credit: Future)

Natürlich ist das The Three Plus eine Punktquelle, aber es klingt deutlich größer als es tatsächlich ist und schafft es, die Klangbühne überzeugend aufzubauen. Der dynamische Headroom ist beachtlich, besonders bei Aufnahmen, die davon profitieren, und das Gerät gibt tonale und harmonische Kontraste mit bemerkenswerter Klarheit wieder.

Diese Dynamik ist zwar beeindruckend, aber es fällt auf, dass der Klipsch weniger von „leise“ zu „laut“ wechselt, sondern eher zwischen „ziemlich laut“ und „sehr laut“ variiert. Der Bereich zwischen Stummschaltung und der niedrigsten hörbaren Lautstärke ist recht groß. Das macht ihn weniger geeignet für dezentes Hören im Hintergrund. Andererseits ist die Spanne zwischen dem leisesten und dem lautesten Klang sehr ausgeprägt, was für kraftvolle Wiedergabe spricht.

Wenn du allerdings den Phono-Eingang für einen Plattenspieler nutzt, verändert sich der Charakter des Three Plus merklich. Im Vergleich zu den anderen Eingängen fehlt es dem Phono-Verstärker an Durchsetzungskraft, Klarheit und Detailreichtum. Der Klang wirkt zurückhaltender und weniger lebendig. Für sich betrachtet ist der Phono-Eingang zwar völlig in Ordnung – im Vergleich zur restlichen Performance des Lautsprechers wirkt er aber deutlich weniger überzeugend und spannungsvoll.

Klipsch The Three Plus im Test: Design und Benutzerfreundlichkeit

Klipsch The Three Plus im Test

(Image credit: Future)

Mit den kompakten Maßen von 178 x 355 x 213 mm (HxBxT) eignet sich The Three Plus hervorragend für den Einsatz auf einem Tisch oder Regal. Vorausgesetzt, die Rückseite bleibt gut zugänglich und die Seiten haben etwas Luft, kannst du es praktisch überall aufstellen.

Auch optisch macht das Modell einiges her. Die Oberseite ist fast vollständig mit echtem Holzfurnier versehen, wahlweise in Walnuss oder mattem Schwarz, nur unterbrochen von einem schmalen Metallstreifen, der die wenigen physischen Bedienelemente wie Eingangswahl und Lautstärke trägt. Alle vier Seiten sind sauber mit Akustikstoff bespannt und die leichte Rundung an den Übergängen verleiht dem Design zusätzliche Eleganz. Die Verarbeitungsqualität ist klar erkennbar, denn sie ist durchgehend hochwertig. Für ein Gerät in dieser vergleichsweise günstigen Preisklasse ist die Verarbeitung wirklich beeindruckend.

Auch wenn du The Three Plus bis zu einem gewissen Grad direkt über die Tasten bedienen kannst, wirst du vermutlich meist zur Klipsch Connect-App greifen. Sie ist kostenlos für iOS und Android verfügbar und bietet einen Drei-Band-EQ mit fünf Klangprofilen, die Möglichkeit zur Steuerung der Wiedergabe, Updatesuche, Nachtmodus und mehr. Die App gehört zwar nicht zu den umfangreichsten ihrer Art, überzeugt aber durch Übersichtlichkeit, Stabilität und Zuverlässigkeit bei den wichtigsten Funktionen.

Klipsch The Three Plus im Test: Fazit

Klipsch The Three Plus im Test

(Image credit: Future)

Man muss kein Audio-Profi sein, um von einem Klipsch-Modell einen kräftigen, direkt auf den Hörer ausgerichteten Klang zu erwarten. Wie das The Three Plus diesen liefert – von den vielseitigen Funktionen bis zum ausgewogenen Sound – ist wirklich gelungen.

Die Kombination aus unaufdringlichem Design, praktischer Ausstattung und klarer Klangqualität macht das The Three Plus zu einer lohnenden Investition in dieser Preisklasse. Falls du allerdings vorhast, hauptsächlich Vinyl bei geringer Lautstärke zu hören, ist es vielleicht nicht die beste Wahl.

Ebenfalls eine Überlegung wert

Es gibt zwar viele All-in-One-Audiosysteme auf dem Markt, aber ein Modell zu finden, das Preis, Funktionen und Klangqualität so gut vereint wie The Three Plus, ist gar nicht so einfach. Wenn du jedoch bereit bist, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, ist das Revo SuperConnect Stereo eine starke Alternative. In vielerlei Hinsicht überzeugt es. Auch wenn es keine Phono-Vorstufe mitbringt, bietet es WLAN, Internetradio und DAB+.

Simon Lucas is a freelance technology journalist and consultant, with particular emphasis on the audio/video aspects of home entertainment. Before embracing the carefree life of the freelancer, he was editor of What Hi-Fi? magazine and website – since then, he's written for titles such as Wired, Metro, the Guardian and Stuff, among many others. Should he find himself with a spare moment, Simon likes nothing more than publishing and then quickly deleting tweets about the state of the nation (in general), the state of Aston Villa (in particular) and the state of his partner's cat.

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