Apple Mac mini M4 im Test: kleiner und schneller

Apples neuester Mac mini ist klein, aber oho

T3 Platinum Award
Mac mini M4
(Bildnachweis: Future)
T3 Fazit

Apple hat den Mac mini auf ein Format geschrumpft, das nur wenig größer ist als sein Apple TV – und trotzdem steckt darin der brandneue M4-Chip. In der Grundausstattung ist er sehr erschwinglich, während die besser ausgestatteten Modelle echte Mini-Kraftpakete sind. Für mich wahrscheinlich der beste Apple-Desktop seit dem iMac G3.

Pro
  • +

    Sehr kompakte Größe

  • +

    Niedriger Einstiegspreis

  • +

    Kann auf beeindruckende Leistung aufgerüstet werden

Kontra
  • -

    Kein SD-Kartensteckplatz

  • -

    Für MacBook- und Monitor-Nutzer:innen möglicherweise entbehrlich

  • -

    Die standardmäßige Speicherkapazität ist eher knapp bemessen

Warum können Sie T3 vertrauen? Unsere Experten verbringen Stunden damit, Produkte und Dienstleistungen zu testen und zu vergleichen, damit Sie das Beste für sich auswählen können. Erfahren Sie mehr darüber, wie wir testen.

Der neue Mac mini ist grundsätzlich ein Desktop-Computer, aber ihn nur so zu nennen, wird ihm nicht ganz gerecht. Während der Mac mini schon immer kompakt war, ist die neueste Version mit M4-Chip geradezu winzig. Von Größe und Aussehen ähnelt er eher dem Apple TV 4K – nur etwa 3 cm breiter auf beiden Seiten und 2 cm höher – und ist silberfarben.

Im Vergleich zur vorherigen Generation ist er höher, aber die Grundfläche ist deutlich kleiner. Er stand zwar schon immer ordentlich unter deinem Monitor, sieht jetzt aber eher aus wie eine externe Festplatte als wie ein vollwertiger Mac – was er definitiv ist.

In dem kleinen Rechner steckt entweder der neueste M4-Chip oder der leistungsstärkere M4 Pro-Chip. Er kann mit bis zu 64 GB Arbeitsspeicher und bis zu 8 TB Speicher konfiguriert werden und unterstützt bis zu drei Displays.

Am unteren Ende der Preisskala kostet der Mac mini mit 16 GB Arbeitsspeicher und 256 GB Speicher nur 599 Euro – für so viel Leistung unglaublich erschwinglich. Ja, Monitor, Tastatur und Maus kommen noch dazu, aber wenn du bereits ein Home-Set-up hast, hast du diese Teile wahrscheinlich schon.

Normalerweise schließe ich meinen Laptop an einen Monitor an und nutze separate Tastatur und Maus, wenn ich von zu Hause arbeite. So passt der Mac mini problemlos in mein Set-up. Du kannst sogar weiterhin Apples Sidecar-Funktion nutzen, um Maus und Tastatur zwischen den Geräten zu wechseln, falls du beide verwenden möchtest.

Ich nutze den Mac mini in der Basisversion jetzt seit etwa einer Woche als meinen Hauptarbeitscomputer zu Hause und bin überzeugt: Das ist die Zukunft von Home-Set-ups. Ich habe ihn mit dem Apple Studio Display kombiniert, das mit 1.499 Euro zwar deutlich teurer ist, aber im Grunde ein preiswertes 27-Zoll-iMac-Äquivalent darstellt. So lief es für mich.

Mac mini M4

(Image credit: Future)

Wie viel kostet der Mac mini M4?

Der Mac mini startet in Deutschland bei 599 Euro für das Basismodell. Darin steckt bereits der neue M4-Chip mit 10-Core-CPU und 10-Core-GPU, dazu 16 GB RAM und 256 GB Speicher. Für viele Nutzer:innen ist das völlig ausreichend – allerdings können 256 GB knapp werden. Hier lohnt sich eine externe SSD als Ergänzung.

Die M4 Pro-Modelle beginnen bei 1.399 Euro und bieten eine 12-Core-CPU, eine 16-Core-GPU und 512 GB Speicher. Wie bei den anderen Modellen kannst du auch hier Arbeitsspeicher und Speicher aufrüsten – sogar bis zum leistungsfähigeren M4 Pro-Chip mit 20-Core-GPU und 14-Core-CPU. Wer alles ausreizt, landet bei satten 4.699 Euro.

Für mich gibt es aber auch einen guten Mittelweg, der etwa 1.200 Euro kostet. Dafür bekommst du die M4-Version mit 24 GB Arbeitsspeicher und 1 TB SSD-Speicher.

Mac mini M4

(Image credit: Future)

Was ist neu am Mac mini M4?

Das Interessanteste am neuen Mac mini ist nach wie vor seine kompakte Größe. Wie Apple so viel Technik in dieses kleine Gehäuse gepackt hat, ist beeindruckend. Persönlich würde ich mir wünschen, dass es das Modell auch in anderen Farben gibt – ähnlich wie bei den MacBooks. Ein Space Black wäre für mich sofort gesetzt.

Neu und praktisch: Zum ersten Mal gibt es Anschlüsse an der Vorderseite. Hier befinden sich zwei USB-C-Ports sowie eine Kopfhörerbuchse, ideal für schnelles Anstecken.

Auf der Rückseite gibt es drei weitere USB-C-Anschlüsse – je nach Modell Thunderbolt 4 (M4) oder Thunderbolt 5 (M4 Pro) – dazu HDMI und einen Ethernet-Port mit bis zu 10 Gb. Damit lassen sich feste Geräte wie Monitore hinten anschließen, während die Vorderseite für kurzfristige Verbindungen frei bleibt.

Was fehlt? USB-A-Ports sind gestrichen, was heute kaum noch stört. Mehr vermisse ich den SD-Kartensteckplatz, wie ihn MacBook Pro und Mac Studio haben. Offenbar zieht Apple hier bewusst die Grenze zwischen Pro- und Consumer-Geräten.

Funkseitig gibt es Bluetooth 5.3 und WLAN 6E, also den aktuellen Apple-Standard. Auf Wi-Fi 7 müssen wir wohl noch etwas warten.

Mac mini M4

(Image credit: Future)

macOS 15 Sequoia

Der Mac mini läuft mit dem neuesten Betriebssystem macOS 15 Sequoia und kann dank des M4-Chips alle Apple-Intelligence-Funktionen nutzen, die das System mitbringt. Offiziell starteten diese Funktionen in Großbritannien erst Anfang Dezember, waren aber schon zuvor in öffentlichen Betas verfügbar.

Am nützlichsten sind vermutlich die neuen Schreibwerkzeuge von Apple Intelligence. Sie können E-Mails oder Dokumente umschreiben, Korrektur lesen oder zusammenfassen – nicht nur in Apples eigenen Apps, sondern auch in Programmen von Drittanbietern.

Auch die Fotos-App profitiert stark: Du kannst jetzt nach Bildern suchen, indem du sie beschreibst, statt nur Metadaten zu nutzen. Außerdem gibt es die neue Funktion „Bereinigen“, mit der sich Objekte schnell entfernen lassen. Für viele Nutzer:innen macht das zusätzliche Bildbearbeitungs-Apps überflüssig.

Die Mail-App wurde ebenfalls smarter. Dank Prioritätsoptionen und E-Mail-Zusammenfassungen lassen sich Hunderte von Mails leichter sortieren. Diese Zusammenfassungen erscheinen sowohl in der Vorschau als auch in Benachrichtigungen und geben einen schnellen Überblick über den Inhalt. In der Beta war das noch nicht perfekt, wird aber stetig besser.

Auch Siri hat ein großes Upgrade erhalten. Die Stimme klingt natürlicher, und du kannst Siri nun Fragen eintippen und eine schriftliche Antwort bekommen – ideal, wenn du gerade nicht sprechen möchtest.

Eine meiner Lieblingsfunktionen ist allerdings eine, die es schon seit 2022 gibt: Universal Control. Damit kannst du eine Maus und Tastatur für mehrere Geräte nutzen und Dateien per Drag-and-Drop verschieben, als würdest du mit zwei Bildschirmen arbeiten. Wer unterwegs ein MacBook nutzt, profitiert besonders davon, weil sich so ein nahtloses Multi-Screen-Setup schaffen lässt.

macOS 15 Sequoia

(Image credit: Future)

Leistung

Für den Mac mini gibt es mehrere Chip-Optionen – vom Basis-M4 bis hin zum 20-Core M4 Pro. Auch beim Arbeitsspeicher hast du die Wahl: von 16 GB im Basismodell bis zu 64 GB im Vollausbau. All das beeinflusst die Leistung des Geräts, deshalb beruhen meine Tests auf dem Einstiegsmodell als Minimum.

Wir wir bereits aus dem MacBook Pro M4 Testbericht wissen, sind die neuen Chips extrem schnell. Mit einem M4 Pro bekommst du ganztägig Top-Leistung auf Branchen-Niveau. Spannend ist aber, wie gut schon das 600-Euro-Basismodell abschneidet.

Im Geekbench-6-Test erreichte der Mac mini M4 einen Multicore-Score von 15.000. Das liegt knapp über dem Mac Studio mit M2 Max und nur wenig unter dem MacBook Pro mit M3 Pro – genau das, was wir auch bei anderen Geräten mit dem M4 gesehen haben.

Bei der Grafik sieht es etwas anders aus: Der Metal-Score von 36.703 ist kein großer Sprung nach vorne, sogar leicht unter einigen Durchschnittswerten, die Geekbench für den Mac mini listet. Hier punktet die M4-Pro-Version klar, sie liegt in einer ganz anderen Liga.

In der Praxis ist die Leistung des M4-Modells trotzdem beeindruckend. Apps wie Photoshop oder Lightroom laufen extrem schnell, und sogar Spiele wie Civilization VI sind absolut flüssig.

Überrascht hat mich vor allem, wie leise und kühl der Mac mini arbeitet. Bei so viel Power in so einem kleinen Gehäuse hätte ich zumindest ein leichtes Lüftergeräusch erwartet – aber da war nichts. Ich vermute, dass der M4 Pro etwas mehr Wärme erzeugt und der Lüfter dann hörbarer ist, aber dieses Modell ist beeindruckend effizient.

Mac mini M4

(Image credit: Future)

Sollte ich den Mac mini M4 kaufen?

Wenn es um Desktop-Computer geht, ist der Mac mini für mich mit Abstand die beste Wahl auf dem Markt. Für manche ergibt er sogar mehr Sinn als ein iMac, und das liegt vor allem am Preis. Denn der Einstieg ist extrem günstig. Tatsächlich gehört er zu den erschwinglichsten Apple-Geräten, die Apple Intelligence unterstützen.

Sein größter Vorteil? Flexibilität. Kaufst du das Basismodell und schließt es an deinen bestehenden Monitor an, hast du für wenig Geld ein starkes Setup. Rüstest du dagegen auf, etwa mit einem M4 Pro-Chip und mehr Arbeitsspeicher, bekommst du einen leistungsstarken Rechner in einem winzigen Gehäuse.

Kombinierst du ihn mit dem Apple Studio Display, hast du ein großartiges 27-Zoll-Setup. Und wer es richtig ernst meint, der Mac mini unterstützt bis zu drei Displays über Thunderbolt und HDMI.

Natürlich kannst du ein MacBook Air oder Pro an einen Monitor anschließen und denselben Effekt erzielen, mit dem Bonus, mobil zu sein. Aber das kostet eben mehr. Die Frage ist also: Brauchst du Mobilität, oder reicht dir die stationäre Power?

Wer beides hat, muss sich keine Gedanken über Umstecken machen. Dank Universal Control kannst du Dateien zwischen Mac mini und MacBook austauschen und sogar dieselbe Maus und Tastatur nutzen.

Ich persönlich bin ein riesiger Fan des Mac mini, und diese kompaktere, stärkere Version ist bisher mein Favorit. Für mich ist es das perfekte Gerät fürs Homeoffice.

Mac mini M4

(Image credit: Future)
Mat Gallagher

As T3's Editor-in-Chief, Mat Gallagher has his finger on the pulse for the latest advances in technology. He has written about technology since 2003 and after stints in Beijing, Hong Kong and Chicago is now based in the UK. He’s a true lover of gadgets, but especially anything that involves cameras, Apple, electric cars, musical instruments or travel.

Mit Unterstützung von