Philips OLED 910 im Test: Ambilight in Bestform
Einer der besten Fernseher des Jahres – und das zu einem attraktiven Preis
Dass Philips seinen Top-OLED aus dem Vorjahr, den OLED 909, noch einmal deutlich übertroffen hat, ist wirklich beeindruckend. Das Bild des OLED 910 ist dank des neuen Panel-Typs nicht nur heller, sondern wirkt insgesamt ausgewogener und feiner abgestimmt. Auch das Black Crush, das beim Vorgänger gelegentlich ein Thema war, spielt hier kaum noch eine Rolle. Die Zusammenarbeit mit Bowers & Wilkins liefert eines der besten Soundsysteme, die man aktuell direkt aus dem Karton bekommt. Kombiniert mit Ambilight, das die Immersion weiter steigert, und einem insgesamt sehr fairen Preis gehört der Philips OLED 910 klar zu den besten OLED-TVs 2025.
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So hell wie kein Philips zuvor – und problemlos auf Augenhöhe mit LG und Samsung
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Überzeugender Klang dank Soundsystem von Bowers & Wilkins
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Vierseitiges Ambilight sorgt für spürbar mehr Immersion
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Nur zwei der vier HDMI-Anschlüsse unterstützen HDMI 2.1
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Schwarzwert nicht ganz so tief wie bei einigen Konkurrenten
Warum können Sie T3 vertrauen?
Bilal Fahmi
OLED-Fans konnten sich zum Jahresende nicht beklagen: 2025 brachte jede Menge technischer Fortschritte und echte Highlights. Ein gutes Beispiel dafür ist LGs neues Mehrschicht-Panel, bekannt aus dem LG OLED G5. Dasselbe Panel steckt auch im Philips OLED 910 und hebt das Modell klar auf ein neues Niveau.
Der OLED 910 war bereits im direkten Vergleich mit dem Sony Bravia 8 II, LG G5 und Samsung S95F zu sehen – mit teils überraschenden Ergebnissen. Entsprechend groß war meine Vorfreude, als der Fernseher schließlich bei mir zu Hause ankam. Einen ganzen Monat lang konnte ich ihn auf Herz und Nieren testen.
Wie bei Philips-Modellen üblich bringt auch der OLED 910 einen klaren USP: Ambilight. Die Echtzeit-Randbeleuchtung wirft Farben an die Wand hinter dem Fernseher. Das ist nicht nur auffällig, sondern sorgt auch für spürbar mehr Immersion. Übrigens sind Philips-TVs nicht in den USA erhältlich, sondern nur in Europa und im Vereinigten Königreich (dort allerdings ohne 55-Zoll-Modell).
In einem insgesamt starken TV-Jahr – und mit Blick auf die Neuheiten zur CES 2026 – stellt sich die Frage: jetzt kaufen oder doch bis zum Sommer warten? Beim Philips OLED 910 zeigt sich, dass sich Warten in diesem Fall nicht lohnt. Für uns ist er ein klarer 5-Sterne-TV und sogar die bessere Wahl gegenüber dem teureren OLED 950.
Preis & Verfügbarkeit
Philips verkauft den OLED 910 in 55, 65 und 77 Zoll, wobei das 65-Zoll-Modell in Deutschland aktuell rund 2.000 Euro kostet. Ähnlich sieht es beim 77-Zoll-Modell aus: Der Marktpreis liegt derzeit bei rund 3.000 Euro. Im Shopping-Widget oben findest du die aktuell niedrigsten Preise.
Bereits zum Start war die UVP des OLED 910 konkurrenzfähig, besonders im Vergleich zu Samsungs S95F oder Sonys Bravia 8 II.
Auch das Philips OLED-950-Modell ist erhältlich, unterscheidet sich in puncto Verarbeitung allerdings kaum, was den Aufpreis aus unserer Sicht nicht rechtfertigt. Damit bleibt der OLED 910 die bessere Wahl.
Neuheiten
Der Philips OLED 910 folgt auf den OLED 909 und bringt eine Reihe von Verbesserungen mit.
Die wichtigste Änderung ist das neue Mehrschicht-OLED-Panel – von Philips als „META OLED“ bezeichnet –, das für noch höhere Helligkeit sorgt. Der Schwarzwert ist nicht ganz so tief wie beim Vorgänger, dazu gleich mehr. Für die meisten dürfte das allerdings sogar ein Pluspunkt des neuen Modells sein.
Optisch bleibt der Aufbau nahezu identisch zum Vorgänger. Der Soundbar-Bereich an der Unterkante ist jetzt allerdings deutlich heller grau statt dunkel. Dadurch wirkt der TV insgesamt etwas markanter.
Im Inneren arbeitet der P5-Prozessor der 9. Generation – ein Upgrade gegenüber der bisherigen 8. Generation. Ansonsten bleibt vieles beim Alten: vierseitiges Ambilight, vier HDMI-Anschlüsse, von denen allerdings nur zwei dem HDMI-2.1-Standard entsprechen (einer davon mit eARC). Viele der Stärken des Vorgängers bleiben also erhalten.
Design


Dieses Jahr haben wir viele TVs aufgebaut und eingerichtet. Der OLED 910 zählt dabei zu den unkompliziertesten. Zwei längliche Füße werden einfach an der Unterkante verschraubt, und schon steht der TV nach wenigen Minuten.
Die Füße sind schlicht, elegant und vor allem stabil und ragen etwa ein Viertel in die Standfläche hinein. Dadurch steht das Gerät leicht erhöht, sodass ein kleiner Spalt unter dem Fernseher entsteht. Eine variable Höhenposition gibt es nicht. Nötig ist sie dank des integrierten Soundsystems von Bowers & Wilkins ohnehin kaum, sofern du keine zusätzliche Soundbar planst.
Da die Füße nicht drehbar sind, lässt sich die Rückseite nicht einfach nach vorn drehen, um an die Anschlüsse zu kommen. Das ist aber kein großes Problem. Man zieht den TV einfach ein Stück nach vorn, und schon sind die HDMI-Ports erreichbar. Philips ist mit zwei vollwertigen HDMI-2.1-Anschlüssen übrigens kein Einzelfall. Auch der Sony Bravia 8 II bietet nur zwei, während der LG OLED G5 vier davon hat.
Zum Lieferumfang gehört die bekannte Philips-Fernbedienung, die seit mehreren Generationen nahezu unverändert ist, aber zuverlässig funktioniert. Sie bietet Shortcuts für die wichtigsten Funktionen wie Ambilight, Einstellungen, Menüs und die gängigen Streaming-Apps sowie separate Lautstärke- und Kanalwippen mit gutem Druckpunkt.
Als Betriebssystem kommt Google TV zum Einsatz. Die britischen Catch-up-Apps wie BBC iPlayer sind nicht nativ vorinstalliert, aber Netflix, Amazon Prime und die großen Streaming-Plattformen sind problemlos verfügbar.
Falls nötig, lässt sich das leicht mit einer günstigen Lösung wie der Netgem Pelio Streaming-Box oder einem der besten Streaming-Geräte ausgleichen. Andere TVs holen aus ihrem Betriebssystem etwas mehr heraus, wie zum Beispiel die FireOS-Integration beim Panasonic Z95B. Ein Dealbreaker ist das beim Philips aber nicht.
Bildqualität
Am Ende zählt beim TV-Kauf vor allem die Bildqualität. Genau hier überzeugt der Philips OLED 910 dank seines neuen META-OLED-Panels.
Beim Thema HDR zeigt sich Philips flexibel: Dolby Vision, HDR10 und HDR10+ werden alle unterstützt. Wie beim Panasonic Z95B stimmt die Bildqualität dabei unabhängig vom Format.
Helligkeit ist ein wichtiger Faktor, aber nicht alles. Nur weil der OLED 910 extrem hell werden kann (Spitzenwerte bis zu 3.700 Nits, Vollbildhelligkeit rund 350 Nits), heißt das nicht, dass er das ständig ausreizt. Einige Bildmodi, wie zum Beispiel Home Cinema oder Filmmaker Mode, setzen stattdessen stärker auf eine ausgewogene Abstimmung.
Beim Vorgänger OLED 909 zeigte sich in sehr dunklen Szenen gelegentlich ein leichtes „Black Crush“. Der OLED 910 umgeht dieses Problem.
Deshalb fällt der Schwarzwert möglicherweise nicht ganz so tief aus. Aus unserer Sicht ist das allerdings eher ein Vorteil. Von „Grau“ kann hier keine Rede sein – die Unterschiede sind minimal, liefern aber weiterhin den satten Look, für den OLED so geschätzt wird.
Für den Test kamen 4K-Blu-rays und die großen Streamingdienste zum Einsatz, um zu sehen, wie sich der OLED 910 schlägt. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Kräftige Farben und eine Schärfe, die bis ins kleinste Detail überzeugt – und trotzdem wirkt alles harmonisch.
Bei der heutigen TV-Helligkeit ist Spider-Man: Into the Spider-Verse ein idealer Praxistest. Der Film ist nicht nur ein brillanter Animationsfilm, sondern auch extrem lebendig und farbenfroh. Der OLED 910 lässt dabei keinen Zweifel aufkommen: sattes Grün, knalliges Rot. Zusammen mit Ambilight ergibt sich ein echtes visuelles Fest, und auch Bewegungen werden sehr souverän dargestellt.
Apropos Bewegung: Die Standardeinstellung für schnelle Action, besonders bei Sport, überzeugt sofort. Selten gelingt es einem Fernseher, Bewegungen in Filmen so sauber zu glätten, ohne dass der gefürchtete Soap-Opera-Effekt entsteht. Der OLED 910 schlägt sich hier bemerkenswert gut.
Dazu kommen zahlreiche weitere Anpassungsoptionen. In den Bildeinstellungen finden sich Kontrast, Farbe, Schärfe, Bildrauschen und Bewegung. Das sind nicht nur einfache Schieberegler – je nach Bildmodus lässt sich vieles detailliert anpassen. Wenn dir die Bewegungsdarstellung also nicht ganz passt, kannst du problemlos nachjustieren.







Es gibt sogar Ambient-Intelligence-Optionen, die das Bild an die Umgebungshelligkeit anpassen. Light Level Optimisation, Dark Detail Optimisation, Colour Temperature Optimisation und HDR Optimisation lassen sich einzeln aktivieren. Auf den ersten Blick könnte man denken, alles eingeschaltet zu lassen sei am sinnvollsten. Für Filme haben wir die Funktionen allerdings deaktiviert, um abrupte Helligkeitssprünge zu vermeiden.
Auch fürs Gaming ist der TV bestens gerüstet, sofern die Konsole am passenden HDMI-Port hängt. Bis zu 120 Hz sorgen für flüssiges Gameplay, wie unser Test mit der PlayStation 5 im Game-Modus zeigt.
Unterm Strich übertrifft der Philips OLED 910 die Bildleistung seines Vorgängers deutlich. Das liegt nicht nur an der höheren Helligkeit, sondern auch an feineren Verbesserungen in der Verarbeitung: kein Black Crush, kräftige Farben (typisch Philips) sowie eine sehr gute Schärfe- und Bewegungsdarstellung. Mit Ambilight wird das Heimkino zusätzlich zum echten Event.
Soundqualität
Viele moderne Fernseher klingen leider ziemlich schwach. In den dünnen Gehäusen ist schlicht wenig Platz, entsprechend dünn und blechern fällt der Sound aus.
Beim Philips OLED 910 sieht das anders aus. Das integrierte 3.1-Soundsystem von Bowers & Wilkins setzt auf Center-, Links- und Rechtskanal in der Frontleiste sowie einen zentralen Woofer auf der Rückseite für den Bass.
Besonders beeindruckend sind Bühnentiefe und -höhe. Vor allem Stimmen wirken präzise dort verortet, wo sie auf dem Bildschirm entstehen.
Manchmal betont das Preset „AI Mode“ die Höhen etwas zu stark. Dafür gibt es reichlich Sound-Styles (Original, Entertainment, Music, Spatial Music, Dialogue, Personal). Hier findet jede*r etwas Passendes.
Der Bass ist zwar nicht wuchtig oder besonders tief – das Preset „Music“ legt hier etwas nach –, bringt aber eine angenehme Fülle in den Sound. Eine zusätzliche Soundbar kann das natürlich noch übertreffen. Wer darauf verzichten möchte, bekommt hier dennoch eine Klangqualität, an die nur wenige Fernseher heranreichen.
Der Panasonic Z95B bietet ein noch umfassenderes räumliches Soundsystem direkt im Gerät, kostet allerdings auch deutlich mehr. Wer bewusst auf eine Soundbar verzichten möchte, sollte das Modell ebenfalls im Blick behalten.
Philips OLED 910 im Test: Unser Testurteil
Schlicht verblüffend – so lässt sich der Philips OLED 910 am besten zusammenfassen. Viel Leistung zu einem Preis, der die wichtigsten Konkurrenten unterbietet.
Dass Philips seinen Top-OLED 909 aus dem Vorjahr so deutlich übertrifft, ist bemerkenswert. Das Bild ist nicht nur heller, sondern dank feinerer Verarbeitung auch besser abgestimmt und vermeidet den teils vorhandenen Black Crush. Ein echtes OLED-Meisterstück von Philips – knackige Farben und beeindruckende Schärfe inklusive.
Wenn du bewusst auf eine Soundbar verzichten möchtest und Wert auf guten Klang legst, gehört der OLED 910 dank der Zusammenarbeit mit Bowers & Wilkins zu den bestklingenden Fernsehern.
Zusammen mit Ambilight, vollständiger HDR-Unterstützung und einem starken Preis-Leistungs-Verhältnis gehört der Philips OLED 910 klar zu den besten OLED-Fernsehern 2025.
Weitere Optionen
Wenn du noch mehr Sound willst und etwas Kleingeld übrig hast, bleibt der Panasonic Z95B die beste Wahl für ein Setup ohne separate Soundbar. Das Kernpanel stammt, wie beim Philips, ebenfalls von LG.
Für reine OLED-Bildqualität ist der Sony Bravia 8 II kaum zu schlagen. Eine Soundbar empfiehlt sich hier allerdings. Wenn er ins Budget passt, gehört er zu den besten Optionen.
Beide oben genannten Modelle sind auch in 55 Zoll erhältlich und schließen damit eine Lücke, die Philips im Markt bislang offenlässt.

Mike is T3's Tech Editor. He's been writing about consumer technology for 15 years and his beat covers phones – of which he's seen hundreds of handsets over the years – laptops, gaming, TV & audio, and more. There's little consumer tech he's not had a hand at trying, and with extensive commissioning and editing experience, he knows the industry inside out. As the former Reviews Editor at Pocket-lint for 10 years where he furthered his knowledge and expertise, whilst writing about literally thousands of products, he's also provided work for publications such as Wired, The Guardian, Metro, and more.
- Bilal FahmiGerman editor