TCL C8K im Test: Mini‑LED‑Meisterklasse zum „Mini“-Preis

TCLs Fokus auf Mini-LED zahlt sich aus – mit beeindruckender Flaggschiff-Performance

TCL C8K im Test
T3 Platinum Award
(Bildnachweis: Future)
T3 Fazit

Der TCL C8K ist ein gutes Beispiel dafür, was mit Mini-LED möglich ist. Hohe Helligkeit, kräftige Farben und ein starker Kontrast profitieren von der großen Anzahl an Dimming-Zonen. Dazu kommen ein gelungenes Design, eine ordentliche Soundqualität und Google TV als Smart-TV-Plattform. Für die beste Bildqualität empfiehlt sich etwas Feintuning in den Einstellungen. Gamer*innen könnten sich allerdings an den überschaubaren HDMI-2.1-Anschlüssen stören. Unterm Strich bietet er dennoch ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Pro
  • +

    Hohe Spitzenhelligkeit

  • +

    Ordentliche Soundqualität

  • +

    Starkes Preis-Leistungs-Verhältnis

Kontra
  • -

    Einige Bildverarbeitungs-Algorithmen verschlechtern das Bild eher

  • -

    Nur zwei vollwertige HDMI-2.1-Anschlüsse (von insgesamt vier)

  • -

    Reicht nicht an OLED-Niveau heran (kostet dafür aber weniger)

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TCL mag in der TV-Welt vielen noch unbekannt sein, zählt aber längst zu den Schwergewichten der Branche. Zusammen mit Hisense fordern die chinesischen Hersteller die etablierte Konkurrenz wie Sony, Samsung und LG heraus – und sind dabei weit mehr als reine Preisbrecher.

TCL lässt OLED links liegen und setzt erfolgreich auf Mini-LED. Von riesigen Screens bis zu preiswerten Sets mit umfangreicher Ausstattung zeigt die Marke, was möglich ist. Der hier getestete C8K gehört zu den besten Mini-LED-Modellen, die du derzeit kaufen kannst.

Der TCL C8K heißt in den USA QM8K, ist aber weitgehend identisch – und für die gebotene Technik überraschend günstig. Damit ist er ein echter Mainstream-Kandidat für alle, die Top-Bildqualität ohne großes Preisschild suchen.

Preis & Verfügbarkeit

Der TCL C8K wurde im März 2025 angekündigt und kam kurz darauf in Europa in den Handel. In Großbritannien war er erst ab September 2025 breiter verfügbar.

Das 65-Zoll-Modell startete bei 1.999 Euro, sank preislich aber relativ schnell. Damit ist der C8K für ein Flaggschiff-TV sehr attraktiv positioniert, beachtet man, dass viele – teils schlechter ausgestattete – Konkurrenten deutlich mehr kosten.

Falls dir das getestete 65-Zoll-Modell zu klein ist, gibt es den C8K auch in 75, 85 und 98 Zoll. Richtig gelesen: Das 65-Zoll-Modell ist hier der „kleine“ Einstieg.

Neuheiten

  • „ZeroBorder“-Design
  • Höhere Helligkeit
  • Mehr Dimming‑Zonen

TCL C8K

(Image credit: Future / Chris Hall)

Mit dem C8K löst TCL den C855 als Flaggschiff ab. Neu kommen ein ZeroBorder-Design sowie ein klarer Fokus auf Dimming und Helligkeit hinzu.

Beides gilt als eine Art Heiliger Gral bei Mini-LED: mehr Helligkeit für besseres HDR (High Dynamic Range), weniger Reflexionen und mehr Dimming-Zonen für eine präzisere Darstellung.

Genau hier setzt der C8K mit dem neuen AiPQ-3.0-Prozessor an. Er bringt mehr Rechenleistung für die anspruchsvolle Bildverarbeitung und sorgt dafür, dass das Bild möglichst sauber und ausgewogen aussieht.

Design

  • Zentraler Standfuß

TCL C8K

(Image credit: Future / Chris Hall)

Kern des Designs der Premium-Modelle von TCL ist das sogenannte ZeroBorder-Display. Der Name kann zunächst irritieren, da der Bildschirm sichtbar von einer schmalen Metallblende umgeben ist.

Gemeint ist damit allerdings nicht der Rahmen selbst, sondern die Bildkante. Während bei den meisten TVs zwischen Bild und Rahmen noch ein schmaler schwarzer Rand bleibt, verzichtet der TCL C8K darauf. Ein Detail, das man nicht mehr übersehen kann, wenn man es einmal bemerkt hat.

Ansonsten fällt das Design eher kräftig aus. Das ist bei Mini-LED-TVs bauartbedingt, da hinter dem Panel mehr Technik sitzt als bei OLED. Im direkten Vergleich ist er deutlich dicker als der Samsung QN90F, was unter anderem an den rückseitigen Woofern des Bang-&-Olufsen-Soundsystems liegt.

TCL C8K

(Image credit: Future / Chris Hall)

Alle Anschlüsse sitzen auf der rechten Seite (von vorn betrachtet), das Netzkabel links. Die Kabel lassen sich durch den Standfuß führen, was für ein aufgeräumteres Gesamtbild sorgt.

Der TCL C8K steht auf einem zentralen Standfuß. Dadurch passt er leichter aufs Möbel und vermeidet das auffällig breite Bein-Setup des Sony Bravia 8 II.

Die beiliegende Fernbedienung ist kompakt, übersichtlich gestaltet und beleuchtet. Sie macht in der Nutzung richtig Spaß.

Bildqualität

  • 4.500 Nits Spitzenhelligkeit
  • 1.680 Dimming‑Zonen (65 Zoll)
  • Dolby Vision und HDR10+ Support

TCL C8K

(Image credit: Future / Chris Hall)

Praktischerweise hatte ich den TCL C8K parallel zum Sony Bravia 8 II im Test, Sonys aktuellem OLED-Flaggschiff. Schon beim Einschalten fällt auf, dass die Google-TV-Oberfläche auf dem TCL deutlich heller strahlt als beim Sony. Das setzt sofort ein Statement: Dieser Fernseher zieht die Aufmerksamkeit auf sich und gibt sie nicht so schnell wieder her.

Das 4K-Quantum-Dot-Mini-LED-Panel zeigt, wie stark diese Technik die Helligkeit pusht. TCL gibt 3.500 Nits Spitzenhelligkeit an. Das bedeutet hier keine unangenehme Blendung, sondern die nötige Power, damit HDR-Szenen richtig knallen.

Es gibt Dolby Vision IQ, HDR10+ und HLG. Wer Dolby Vision als zu dunkel empfindet, kann auf Dolby Vision Bright umschalten – meine bevorzugte Wahl.

Das harmoniert perfekt mit den 1.680 Dimming-Zonen des 65-Zoll-Modells, die Blooming effektiv reduzieren und die Präzision in dunklen Szenen steigern. Im Vergleich zu den besten OLED‑TVs schmilzt der Unterschied rasant.

Klar, beim Schwarzwert bleibt OLED die Referenz und vermeidet das leichte Blooming, das beim TCL in Extremsituationen mal aufblitzen kann. Dafür spielt der TCL bei der Leuchtkraft seine Muskeln aus: Dieser Mini-LED lässt in Sachen Helligkeit so gut wie jeden OLED alt aussehen.

TCL C8K

(Image credit: Future / Chris Hall)

Helligkeit hat manchmal auch Schattenseiten – gelegentlich wirkt es, als ob der TCL etwas zu sehr drückt. Im Standard-Modus wirken manche Farben dadurch etwas blass, da sie förmlich überstrahlt werden.

Hier zeigt sich auch, wie die Bildverarbeitung mehr schaden als nützen kann – es sind teils Artefakte in den Texturen sichtbar. Ein Wechsel auf den Filmmaker Mode (FMM) und voilà: die Unschönheiten sind weg.

Die Ursache lag bei den Motion-Clarity-Einstellungen. Ich habe sie deaktiviert, was ich generell allen Nutzer*innen empfehle.

Mein Fazit zur Bildqualität des TCL C8K: hell, schön, sehr kompetent – doch die Software greift teils zu massiv ein. Ein bisschen Feintuning holt hier die beste Performance heraus.

Obendrauf unterstützt das Display 144 Hz für Gamer*innen. Allerdings sind nur zwei der vier HDMI-Ports vollwertige HDMI 2.1-Anschlüsse. Davon dient einer zugleich als eARC. Das schränkt die Flexibilität ein, vor allem wenn man eine der besten Soundbars anschließen möchte.

Soundqualität

  • Bang & Olufsen Beosonic‑System
  • Dolby Atmos und DTS Virtual:X Support

TCL C8K

(Image credit: Future / Chris Hall)

TCL wirbt beim C8K mit großen Sound-Versprechen wie „besser als Hi-Fi“. Davon sollte man sich nicht blenden lassen, die Klangqualität ist aber dennoch überzeugend.

Die Bauform eines TVs setzt dem Klang natürlich Grenzen. Als Standalone-Gerät dürften jedoch viele mit dem Sound des C8K auch ohne Soundbar zufrieden sein. Das spart zunächst Geld oder lässt Raum für ein späteres Upgrade.

Dolby Atmos und DTS Virtual:X werden unterstützt, entsprechende Marker erscheinen bei der Wiedergabe im Display. Das sorgt vor allem für mehr Fülle, ersetzt aber kein echtes Surround-System oder eine Soundbar mit Rear-Kanälen.

Das 6.2.2-Kanal-System liefert seine 90 Watt mit Elan. Die rückseitigen Woofer sorgen für Substanz und Tiefe – kein wuchtiger Bass, aber deutlich mehr als bei vielen Fernsehern. Auch die Bühne fällt durch die Lautsprecherplatzierung etwas breiter aus als üblich.

Für mehr Kino-Feeling lässt sich die Lautstärke problemlos aufdrehen. Mit einer externen Anlage ist der Sprung nach oben allerdings deutlich größer. Unterm Strich: solide umgesetzt, aber kein Ersatz für ein separates Soundsystem.

Benutzeroberfläche

  • Google TV
  • Freeview‑Tuner

TCL C8K

(Image credit: Future / Chris Hall)

TCL setzt bei seinen TVs auf unterschiedliche Plattformen, beim C8K kommt jedoch Google TV zum Einsatz. Sie überzeugt mit einer aufgeräumten Oberfläche, breitem App-Support und einer engen Verzahnung mit dem Google-Ökosystem.

Damit ist er kompatibel mit Google Home und Google Assistant für die Sprachsteuerung. Google TV lief im Test meist schnell und flüssig. Auch die Oberfläche überzeugt, besonders die „Weiterschauen“-Reihe, die Inhalte aus verschiedenen Streaming-Apps bündelt.

Was diesem TV fehlt, ist Freely. Stattdessen gibt es einen normalen Freeview-Tuner – ohne den Komfort von kabellosem Broadcast-TV.

Die Menüs sind geschichtet: Google TV übernimmt den Großteil der Steuerung, für Bild und Ton geht es in die TCL-eigenen Einstellungen. Über die Fernbedienung lassen sich diese Menüs jederzeit schnell aufrufen.

TCL C8K im Test: Unser Testurteil

TCL C8K

(Image credit: Future / Chris Hall)

Der TCL C8K bietet Flaggschiff-Mini-LED-Performance zu einem attraktiven Preis. Da er nun schon eine Weile auf dem Markt ist und die Preise weiter sinken, wird er damit zum echten Geheimtipp.

Der Star ist klar die Bildperformance: Dank enormer Helligkeit und präziser Dimming-Kontrolle rückt Mini-LED spürbar näher an OLED heran. Ergänzt wird das Ganze durch ein starkes Datenblatt mit 144 Hz, lückenlosem HDR-Support und einem soliden Sound-Setup.

Der C8K dürfte bald ein Update bekommen, ein konkreter Marktstart ist aber noch unklar. Mit etwas Feintuning bei den Einstellungen ist er dennoch eine klare Empfehlung.

Auch eine Überlegung wert

Als direkter Konkurrent positioniert sich der Hisense U8Q. Er bietet ebenfalls enorme Helligkeit und viel Gegenwert, punktet mit Freely-Support (UK) und einem wuchtigen, von Devialet abgestimmten Soundsystem. Auf dem Papier bietet Hisense mit 165 Hz und drei HDMI-2.1-Anschlüssen zwar stärkere Specs. Er ist jedoch teurer und kommt bei der Bildqualität nicht ganz an die natürliche Darstellung des TCL heran.

Der Samsung QN90F erweist sich als starke Mainstream-Alternative. Als bestes Mini-LED-Modell unterhalb der 8K-Reihe punktet er mit einer herausragenden Entspiegelung und 144 Hz an allen vier HDMI-2.1-Anschlüssen, was ihn besonders für Gamer*innen interessant macht. In puncto Helligkeit, Dimming-Zonen und Dolby-Vision-Support muss er jedoch zurückstecken. Entsprechend wirkt das Bild insgesamt etwas weniger souverän.

Chris Hall
Freelance contributor

Chris has been writing about consumer tech for over 15 years. Formerly the Editor-in-Chief of Pocket-lint, he's covered just about every product launched, witnessed the birth of Android, the evolution of 5G, and the drive towards electric cars. You name it and Chris has written about it, driven it or reviewed it. Now working as a freelance technology expert, Chris' experience sees him covering all aspects of smartphones, smart homes and anything else connected. Chris has been published in titles as diverse as Computer Active and Autocar, and regularly appears on BBC News, BBC Radio, Sky, Monocle and Times Radio. He was once even on The Apprentice... but we don't talk about that.

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