Peloton Cross Training Bike+ im Test: das beste Fitnessbike für alle Sportler*innen, die es sich leisten können
Besser wird Home-Fitness nicht, aber lohnt sich das Upgrade für bestehende Peloton-Nutzer*innen?
Pelotons Cross Training Bike+ ist das umfangreichste Home-Fitness-Gerät, das ich bisher getestet habe. Das Fahrgefühl ist hervorragend, die Hardware-Upgrades wirken durchdacht statt nur schick, und Peloton IQ liefert sinnvolles Coaching fürs Krafttraining. Ventilator, Soundsystem und der neu designte Sattel machen den Alltag spürbar besser und sorgen insgesamt für ein echtes Premium-Erlebnis. Klar, der Spaß hat seinen Preis. Doch als All-in-one-Lösung für Radfahren und Krafttraining ist das Bike aktuell kaum zu schlagen.
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Ein echtes Premium-Erlebnis von Anfang bis Ende
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KI-gestütztes Peloton IQ liefert hilfreiches Coaching beim Krafttraining
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Von Sonos abgestimmtes Soundsystem, Kühlventilator und neu designter Sattel sind echte Upgrades
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Schönes Design und erstklassige Verarbeitungsqualität
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Hochwertige Kurse mit riesiger Auswahl und großem Mehrwert
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Weiterhin sehr teuer, dazu kommt ein vergleichsweise teures Monatsabo
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Die Peloton-IQ-Features sind vor allem für Kraftsport-Fans wirklich sinnvoll
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Braucht viel Platz und lässt sich nicht zusammenklappen
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Gewichte und Schuhe kosten extra
Warum können Sie T3 vertrauen?
Bilal Fahmi
Ein paar Jahre zurückgedacht war Peloton das Aushängeschild der Pandemie-Fitness: das glänzende Fitnessbike, das alle wollten, schon hatten oder für das sie monatelang auf Wartelisten standen.
Seit der Pandemie hat sich der Markt deutlich gedreht. Peloton musste durch raueres Fahrwasser und mehrere Verlustquartale, während sich das Unternehmen neu aufstellte.
Trotzdem gibt Peloton weiter Gas, um wieder nach oben zu kommen. Ein wichtiger Schritt dabei ist der Start der neuen Cross Training Series im Oktober, die deutlich mehr ist als nur ein simples Update für Bikes, Laufbänder und Rudergeräte.
Beim Cross Training Bike+ gibt’s ein paar saftige Hardware-Updates: einen integrierten Ventilator für schweißtreibende Rides im Beyoncé-Style, einen neu gestalteten Sattel, der den Hintern spürbar schont, und eine praktische Smartphone-Ablage für alle, die ihr Handy im Blick behalten wollen.
Der größte Sprung kommt allerdings mit Peloton IQ.
Reichen diese Updates, um bestehende Nutzer*innen zum Upgrade zu bewegen und potenzielle Käufer*innen von günstigeren Alternativen wegzulocken? Das ursprüngliche Peloton Bike+ war ein herausragendes Stück Technik – 2022 gab ich dafür 5 von 5 Sternen. Erstklassige Hardware traf hier auf eine ziemlich süchtig machende Streaming-Plattform. Als aktuelles Top-Bike der Marke unterscheidet sich die Cross-Training-Version im Design allerdings nicht allzu stark.
Ich lebe jetzt seit mehreren Wochen mit dem Cross Training Bike+. Davor habe ich Monate mit dem originalen Bike+ verbracht, um zu sehen, ob es wirklich ein Next-Gen-Upgrade ist oder am Ende doch nur dasselbe Bike mit schicker Kamera obendrauf. Egal, ob du neu bei Peloton bist oder schon länger dabei: Schauen wir, ob sich das neue Bike wirklich lohnt.
Peloton Cross Training Bike+ im Test
Preis und Verfügbarkeit
Das Peloton Cross Training Bike+ ist das neue Flaggschiff im Peloton-Line-up. In Deutschland und der EU liegt der Preis meist bei rund 2.899 Euro, je nach Händler und Aktion auch etwas darüber oder darunter. Das All-Access-Abo kommt jeweils noch obendrauf.
Das ist unterm Strich eine Menge Geld. Es gibt dafür ein paar Möglichkeiten, den Preis etwas abzufedern. In Deutschland wird das Cross Training Bike+ je nach Händler teilweise mit Ratenzahlung angeboten. Dazu kommen Bundle-Angebote mit Schuhen, Gewichten, Matten und Resistance-Bands zum günstigeren Paketpreis.
Peloton verkauft das Cross Training Bike+ entweder einzeln, als Starter-Paket mit Basis-Zubehör oder als Ultimate-Paket für ein komplettes Home-Gym-Setup. Schade nur, dass zumindest ein Teil des Zubehörs nicht standardmäßig dabei ist. Bei dem Grundpreis hätte man zumindest ein Basis-Set erwarten können.
Wie schon zuvor bleibt es nicht beim Einmalpreis fürs Bike. Für das volle Erlebnis auf dem Cross Training Bike+ brauchst du ein All-Access-Membership, das inzwischen bei 45 Euro pro Monat liegt. Eine kleine, aber spürbare Preiserhöhung. Dafür gibt’s Zugriff auf die komplette Kursbibliothek und alle neuen Peloton-IQ-Features.
Wenn das Budget fürs neue Modell nicht reicht, gibt es günstigere Wege ins Peloton-Ökosystem. Peloton verkauft weiterhin das Basis-Bike, bietet generalüberholte originale Bike+-Modelle an und hat auch Mietoptionen im Programm. Das ergibt vor allem dann Sinn, wenn du einfach ein starkes Spinning-Bike suchst und dir KI-gestütztes Kraftcoaching egal ist. Suchst du dagegen das neueste und beste Peloton-Erlebnis in einem einzigen Gerät, führt am Cross Training Bike+ kaum ein Weg vorbei.
Außerdem ist bei jedem Bike+-Kauf die Lieferung inklusive Aufbau zu Hause dabei, genauso wie eine 30-tägige risikofreie Testphase und 12 Monate eingeschränkte Garantie auf Rahmen, Touchscreen und die meisten Komponenten. Wer möchte, kann den Schutz mit einem optionalen Serviceplan verlängern.
Aufbau
Eines kann Peloton besonders gut: das Out-of-the-Box-Erlebnis – und genau das liefert auch das Cross Training Bike+.
Bereits vor der Lieferung gab es ein Zeitfenster und eine kurze Info, was uns erwartet. Am Liefertag stand das Peloton-Team vor der Tür, trug das Bike die Treppe hoch in den Abstellraum, baute es auf und erklärte kurz die Basics – das Ganze in etwa 20 Minuten. Keine Flatpack-Alpträume, keine Kartonberge für die Papiertonne und ganz ohne YouTube-Tutorials.




Nach dem Einschalten führt ein schicker Setup-Assistent auf dem Touchscreen durch die wichtigsten Schritte. Peloton-Account anlegen oder einloggen, WLAN verbinden, Herzfrequenzgurt oder Kopfhörer per Bluetooth koppeln und ein paar Basiswerte festlegen – alles geht schnell und unkompliziert.
Danach folgen die neuen Peloton-IQ-Fragen: Welche Ziele du verfolgst (Kraft, Ausdauer, Gewichtsmanagement und mehr), wie viele Trainingstage für dich realistisch sind und welche Musik du hörst.
Die Anpassung an Körpergröße und Fahrstil ist so einfach wie eh und je. Wer schon mal ein Spinning-Bike im Studio eingestellt hat, fühlt sich sofort zu Hause. Und falls nicht, helfen die Onscreen-Guides. Eine halbe Stunde nach Abfahrt des Lieferwagens saß ich schon im Sattel.
Design
Peloton musste das Rad hier nicht neu erfinden – und hat es auch nicht. Auf den ersten Blick sieht das Cross Training Bike+ fast genauso aus wie das ursprüngliche Bike+, und das ist keineswegs negativ. Optisch fällt es durch sein schickes Design auf: schlanker schwarzer Rahmen, dezentes Branding, wenig Schnickschnack. Es passt genauso gut in ein Boutique-Studio wie ins High-End-Wohnzimmer.
Der Rahmen besteht aus hochwertigem, pulverbeschichtetem Kohlenstoffstahl und wirkt – wie schon beim alten Bike+ – hochwertig und extrem robust. Mit 137 cm Länge, 56 cm Breite und 152 cm Höhe braucht es ungefähr so viel Platz wie eine Yogamatte. Zusammenklappen lässt es sich allerdings nicht, ein fester Standort ist also sinnvoll.
Zwei kleine Transportrollen vorne helfen beim Verschieben im Raum. Das Bike jeden Tag aus dem Schrank zu holen und wieder wegzustellen, macht aber auf Dauer keinen Spaß.
Wer das Bike+ kennt, wird beim Cross Training Bike+ ein paar Verfeinerungen entdecken. Im Mittelpunkt steht der etwas größere 23,8-Zoll-Touchscreen statt der bisherigen 21,5 Zoll, montiert am bekannten 360-Grad-Schwenkarm.
Das Plus an Bildschirmgröße ist willkommen, fällt im Training selbst aber gar nicht so stark auf. Was ich mir eher gewünscht hätte, ist eine höhere Auflösung. Es bleibt beim Full-HD-Panel mit 1080p. Da man beim Fahren sehr nah am Bildschirm sitzt, wäre eine 2K-Auflösung sinnvoll gewesen.
Trotzdem überzeugt das Panel mit hoher Helligkeit, scharfer Darstellung und flotter Reaktion. Es kippt und rotiert butterweich, lässt sich fürs Fahren perfekt ausrichten und danach für Krafttraining, Yoga oder Stretching nach vorne schwenken.
Über dem Screen sitzt der neue Star des Setups: eine Bewegungstracking-Kamera. Sie bildet die Hardware-Basis für Peloton IQ, eine Kombination aus KI und Computer Vision. Beim Bike+ zählt sie Wiederholungen in Echtzeit, analysiert Gelenkpositionen und erkennt unsaubere Ausführungen – allerdings nur in Kraft-Sessions. Mehr dazu später im Performance-Teil.
Auch beim Audio gab’s ein ordentliches Upgrade. Das Cross Training Bike+ kommt mit von Sonos abgestimmten Speakern, inklusive des ersten integrierten Subwoofers auf einem Peloton-Bike. Das Ergebnis ist ein deutlich druckvollerer, satterer Sound als beim originalen Bike+. Tracks haben mehr Tiefe und die Stimmen der Instructor*innen setzen sich klar durch. Insgesamt wirkt das Ganze sehr „studiohaft“, besonders, wenn du bei langen Anstiegen gern aufdrehst.
Eines meiner Lieblingsdetails am Cross Training Bike+ ist der neue, integrierte Ventilator oberhalb des Monitors. Eine kleine Änderung mit großem Effekt. Der Lüfter ist leise, lässt sich per Tasten oder über den Screen steuern und bringt genug Power mit, um die Hitze während des Kurses spürbar zu reduzieren. Sogar beim Krafttraining auf dem Boden vor dem Bike kommt noch genug Luft an. Mehr dazu gleich.
Außerdem gibt’s, wie erwähnt, eine Smartphone-Ablage direkt unter dem Screen. Sie unterstützt Hoch- und Querformat und bietet Platz für größere Phones oder sogar ein kleines Tablet.
Auch der Sattel wurde überarbeitet, mit Fokus auf bessere Gewichtsverteilung und mehr Komfort. Sattelgefühl ist extrem individuell, aber auf längeren Rides empfand ich den neuen spürbar verzeihender als den alten, gerade bei mehrtägigen Streaks. Höhe sowie Vor- und Zurück-Verstellung sind wie gewohnt vorhanden, damit die Sitzposition passt.
Ansonsten ist vieles so geblieben, wie ich es mochte. Der große Widerstands-Drehknopf über dem Schwungrad ist geblieben, inklusive Auto-Resistance in kompatiblen Kursen. Die Alu-Pedale lassen sich mit Delta-kompatiblen Radschuhen nutzen. Der Lenker ist verstellbar, bietet viel Grip und bleibt auch dann sicher, wenn der Schweiß tropft. Dazu kommen ein USB-C-Port zum Laden von Phone oder Tablet während der Fahrt sowie Bluetooth 5.2 für Herzfrequenzgurte und kabellose Kopfhörer.
Performance
In Sachen Performance ist das Cross Training Bike+ mindestens auf dem Niveau des Vorgängers – in einigen Punkten sogar besser.
Das magnetische Widerstandssystem und das schwere Schwungrad sorgen für ein extrem smoothes, leises Fahrgefühl. Bei niedrigem Widerstand sind absurd hohe Trittfrequenzen möglich, ganz ohne Ruckler. Am oberen Ende ist genug Power da, um brutale Anstiege realistisch zu simulieren.
Der Rahmen bleibt selbst im Wiegetritt, beim Sprinten oder unter hoher Last beeindruckend stabil. Das ist bei Konkurrenz-Bikes nicht immer der Fall.
Der bekannte rote Peloton-Widerstandsknopf arbeitet weiterhin präzise und reaktionsschnell. Eine kleine Drehung reicht für spürbar mehr oder weniger Widerstand, und man lernt schnell, fein nach Gefühl zu justieren. Der Party-Trick bleibt die Auto-Resistance: Aktivierst du sie in kompatiblen Kursen, passt das Bike+ den Widerstand automatisch an die Ansagen der Instructor*innen an. Übersetzt: Eine Ausrede weniger, die anstrengenden Workout-Parts zu skippen.
Der neue Ventilator ist für mich eines der sinnvollsten Design-Updates – und tatsächlich ein größeres Performance-Upgrade als erwartet.
Ich würde sogar sagen: ein echter Game-Changer. Bei längeren Rides macht der stetige Luftstrom Richtung Brust und Gesicht das Pushen deutlich angenehmer, ohne dass man sofort überhitzt. Ich ließ den Lüfter meist auf Low oder Medium laufen und brauchte insgesamt seltener das Handtuch. Herrlich.
Dann wäre da noch Peloton IQ. Hier zeigt die „Cross Training“-Idee, was sie kann.
Runter vom Bike, weiter mit dem Krafttraining – die Kamera legt leise los. Laut Peloton erkennt das System rund 120 verschiedene Bewegungen, zählt Wiederholungen und bewertet die Ausführung in Echtzeit. Bei Kurzhantel-Kniebeugen lag das Zählen bei mir sehr genau und es gab Hinweise wie „Brust aufrichten“. Bei Overhead Presses meldete das System, wenn ich die Übungen mit Schwung statt Muskelkraft ausführte.
Unterm Strich war das Rep-Counting überraschend genau, sobald man korrekt im Bild ist – das braucht ein bisschen Justage. Auch die Form-Hinweise waren meist hilfreich. Einen echten Coach ersetzt das Ganze allerdings nicht.
Da das System (noch) nicht weiß, mit wie viel Gewicht du trainierst, legst du beim Setup deine leichten, mittleren und schweren Kurzhanteln fest. Das lässt sich unterwegs per Touch oder Sprachbefehl anpassen („Hey Peloton, ich wechsle auf 10 Kilo“). Schaffst du zum Beispiel mehr Wiederholungen als vorgegeben, schlägt das System beim nächsten Mal mehr Gewicht vor.
Selbstgesteuerte Strength-Kurse sind ein weiteres starkes Add-on. Statt an feste Instructor-Zeiten gebunden zu sein, arbeitest du die Sätze in deinem eigenen Tempo ab. Das Bike+ springt automatisch weiter, sobald du die Ziel-Wiederholungen erreicht hast.
Gerade bei AMRAP-Workouts ist das ein echter Game-Changer: Jede Bewegung, jedes Rep-Ziel und jede Runde sind klar auf dem Screen sichtbar – inklusive automatischem Rep-Counter. So bleibst du deutlich leichter on track, ohne mitzuzählen oder dir Notizen machen zu müssen.
Insgesamt wirkt das System gut integriert, ist aber nicht perfekt. Die Kamera tut sich zum Beispiel recht schwer damit, wenn du zu nah, zu weit weg oder halb außerhalb des Bildes bist. Auch die Form-Hinweise können gelegentlich etwas generisch ausfallen. Wer beim Gewichtheben erfahren ist, wird hier keine großen Aha-Momente erleben. Als Motivationstool funktioniert es aus meiner Sicht aber gut.
Kurse und App
Die Peloton-Plattform bleibt eines der größten Verkaufsargumente – und mit dem Cross Training Bike+ bekommst du die beste Version davon.
Günstig ist das Ganze nicht, dafür bekommst du mit dem All-Access-Membership Zugriff auf Tausende Live- und On-Demand-Kurse. Cycling steht dabei klar im Mittelpunkt – von schnellen 10-Minuten-Rides bis hin zu langen Ausdauerfahrten.
Dazu kommt Krafttraining in allen Varianten: Ganzkörper, Upper-/Lower-Body-Splits, nur mit Körpergewicht oder mit schweren Kurzhanteln. Bootcamp-Kurse kombinieren Einheiten auf dem Bike mit Übungen am Boden. Außerdem gibt’s Yoga, Pilates, Stretching und Mobility sowie Outdoor-Audio-Runs und -Walks. Mit der passenden Hardware sind auch Rowing- und Treadmill-Workouts dabei.
Als passionierte*r Yogi muss ich sagen: Die Yoga-Kurse treffen meinen Geschmack nicht ganz. Alles, was ich ausprobiert habe, wirkte eher fitness- und recovery-orientiert als wie authentische Klassen aus einem Yoga-Studio.
Suchanfragen nach „Rocket Yoga“ oder „Ashtanga Yoga“ blieben in der riesigen Datenbank überraschenderweise ohne Treffer. Yogi*innen sollten ihre Erwartungen also etwas dämpfen: Peloton richtet sich klar stärker an die Fitness-Crowd.




Ganz anders sieht es im Kraftbereich aus. Mit Peloton IQ gab’s hier den größten Glow-up. Es gibt sogar einen Strength+-Workout-Generator, der dir individuelle Sessions nach Zielmuskeln, verfügbarer Zeit und gewünschter Intensität zusammenstellt.
Du kannst dein Hantel-Setup hinterlegen, damit das System deine Fortschritte trackt und dich daran erinnert, wenn es Zeit für mehr ist. Das wirkt angenehm personalisiert. Wöchentliche Zusammenfassungen zeigen deine PBs, wie ausgewogen dein Training war, und schlagen Anpassungen vor, wie zum Beispiel mehr Recovery oder andere Sessions.
Auf der Cardio-Seite gibt’s weiterhin Live- und On-Demand-Rides mit allen Filtern: Instructor, Musikgenre, Länge und Schwierigkeit. Leaderboards, High-Fives, Personal Records, Streak-Badges und Themenprogramme sorgen dafür, dass man wiederkommt. Es fühlt sich an, als hätte Peloton an vieles gedacht, was Nutzer*innen wollen.
Okay, manche Instructor*innen sind etwas cheesy – reichlich Americanisms inklusive. Das gilt aber längst nicht für alle, und dank der großen Auswahl lässt sich das easy umgehen, wenn’s mal stören sollte.
Dazu kommt eine der besten UIs im Business. Sie wirkt hochwertig, bleibt aber angenehm einfach zu bedienen: viele Daten, ohne zu überfrachten. Die Post-Workout-Summaries sind übersichtlich und motivierend, und die Integration mit Apple Health, Garmin und Fitbit sammelt deine Aktivitäten auch außerhalb des Sattels an einem Ort.
Der offensichtliche Elefant im Raum ist die Abo-Gebühr. Sie gehört zu den teuersten – on top zu einem ohnehin teuren Bike, versteht sich. Verglichen mit Boutique-Spin-Klassen oder separaten Kraft- und Yoga-Mitgliedschaften bleiben die Kosten aber konkurrenzfähig. Vorausgesetzt, du nutzt es regelmäßig.
Wenn dich nur Cycling interessiert und At-Home-Strength für dich keine Rolle spielt, reicht das günstigere Basis-Bike wahrscheinlich aus. Suchst du dagegen ein Membership und eine Maschine, die den Großteil deines Trainings abdeckt, ergeben das Cross Training Bike+ und Peloton IQ deutlich mehr Sinn.
Fazit
Beim Cross Training Bike+ gibt’s einiges abzuwägen: hohe Anschaffungskosten, laufendes Abo sowie der Platzbedarf. Dazu kommt die Frage, ob du von all den Features wirklich Gebrauch machen wirst. Wie schon beim originalen Bike+ relativieren sich viele dieser Punkte, sobald du es regelmäßig verwendest.
Das Workout-Erlebnis ist top und schwer zu kritisieren. Kleine, aber wirkungsvolle Upgrades machen das Cross Training Bike+ zum besten Fitnessbike, das ich bisher getestet habe. Die Hardware fühlt sich in jedem Detail hochwertig an – vom extrem soliden Rahmen über das verbesserte Soundsystem bis hin zum integrierten Cooling-Fan.
Der überarbeitete Sattel und die Smartphone-Ablage verbessern einige Punkte des alten Modells spürbar. Und Pelotons Kurse bleiben absolute Spitzenklasse – spaßig, abwechslungsreich und wirklich motivierend, auch wenn die gelegentlichen Cringe-Momente nicht für alle etwas sind.
Den Unterschied macht hier Peloton IQ. Bewegungskamera, Rep-Counting und Form-Hinweise sind keine Spielereien, sondern helfen wirklich dabei, neben den Rides eine saubere Kraftsport-Routine aufzubauen und dranzubleiben. Selbstgesteuerte Strength-Sessions, Custom-Workouts und smarte Wochenübersichten sorgen dafür, dass der Trainingsplan ausgewogen bleibt.
Lohnt sich das Upgrade?
Wenn du bereits ein Bike+ besitzt, sind die Upgrades stark, aber aus meiner Sicht nicht stark genug für einen Neukauf. Wer allerdings viel Krafttraining macht und die Peloton-IQ-Features unbedingt haben will, findet im Cross Training Bike+ ein echtes Upgrade.
Wenn du noch ein reguläres First-Gen-Bike nutzt, sieht die Sache anders aus. Du bekommst alle ursprünglichen Bike+-Verbesserungen, etwa den schwenkbaren Bildschirm für Floor-Workouts oder den größeren, besseren Screen. Die neuen Cross-Training-Optimierungen gibt's obendrauf. Also definitiv eine Überlegung wert.
Und wenn du noch nie ein Peloton hattest und ernsthaft darüber nachdenkst, dann ist am Hype durchaus etwas dran. Das Cross Training Bike+ ist aktuell die beste Allround-Home-Fitness-Maschine. Vorausgesetzt, du bist bereit, dafür tief in die Tasche zu greifen.

Lee Bell is a freelance journalist and copywriter specialising in all things technology, be it smart home innovation, fit-tech and grooming gadgets. From national newspapers to specialist-interest titles, Lee has written for some of the world’s most respected publications during his 15 years as a tech writer. Nowadays, he lives in Manchester, where - if he's not bashing at a keyboard - you'll probably find him doing yoga, building something out of wood or digging in the garden.