Die Ferrari Testarossa ist zurück – als neuer Hybrid-Supersportwagen

Ferraris Nachfolger des SF90 ist da und trägt einen legendären Namen

Ferrari 849 Testarossa
(Bildnachweis: Ferrari)
KURZE ZUSAMMENFASSUNG

Ferrari hat den Nachfolger seines SF90 Hybrid-Supercars vorgestellt. Der neue 849 Testarossa trägt einen der legendärsten Namen der Marke, legt die Leistung des SF90 noch mal drauf und bringt es auf über 1.000 PS – verpackt in ein komplett neu designtes Karosseriekleid.

Der Preis startet bei 460.000 Euro, Marktstart ist 2026 – sowohl als Coupé als auch als Cabrio.

Ferrari spielt nicht in der Facelift-Liga. Stattdessen bekommen die Supersportwagen der Marke in der Regel ein komplettes Makeover – frisches Design, mehr Leistung und dazu noch einen neuen Namen.

Im Fall des SF90-Nachfolgers ist es nicht irgendein Name: Ferrari hat tief in den Geschichtsbüchern geblättert und einen der legendärsten überhaupt zurückgeholt – Testarossa.

Italienisch für „Rotschopf“, tauchte der Name Testarossa erstmals 1956 auf, als Ferraris Prototyp-Rennwagen 500 Testa Rossa (damals noch zwei Wörter) mit rot lackierten Ventildeckeln an den Start ging. 1984 wurde der Name erneut verwendet – diesmal für einen straßenzugelassenen, von Pininfarina gezeichneten Supersportwagen, der den Berlinetta Boxer ablöste.

Berühmt wurde der Testarossa vor allem durch seine markanten seitlichen Lufteinlässe und die breiten Hüften – und natürlich durch seinen Auftritt in der TV-Serie Miami Vice sowie im Sega-Videospiel Out Run von 1986.

Ferrari 849 Testarossa

(Image credit: Ferrari)

Springen wir ins Jahr 2025: Der neue 849 Testarossa hat große Fußstapfen zu füllen. Er basiert auf derselben Fahrzeugbasis wie der SF90 – mit einem hybridunterstützten, doppelt aufgeladenen V8, Doppelkupplungsgetriebe und einer kleinen, rein elektrischen Reichweite. Wie beim SF90 kommen insgesamt drei Elektromotoren zum Einsatz, zwei treiben die Vorderräder an, der dritte sitzt zwischen Motor und Achtgang-Getriebe.

Die kombinierte Gesamtleistung aus V8 und E-Motoren liegt bei 1.035 PS – 49 PS mehr als beim Vorgänger. Der Sprint von 0 auf 100 km/h fällt jetzt unter die 2,5-Sekunden-Marke und wird mit 2,35 Sekunden angegeben. Die Höchstgeschwindigkeit soll bei über 330 km/h liegen. Das Hybridsystem bezieht seine Energie aus einer kompakten 7,5-kWh-Batterie, die eine elektrische Reichweite von bis zu 29 km ermöglicht.

Ferrari 849 Testarossa

(Image credit: Ferrari)

Den neuen 849 Testarossa gibt es sowohl als Coupé mit geschlossenem Dach als auch als offene Spider-Variante – und er ist der bislang stärkste Serien-Ferrari aller Zeiten. Auf Ferraris hauseigener Teststrecke in Fiorano soll er pro Runde 1,2 Sekunden schneller sein als der SF90 und liegt damit nur 0,2 Sekunden hinter dem streng limitierten SF90 XX Stradale.

Optisch geht der Testarossa völlig neue Wege im Vergleich zu seinem Vorgänger. Die Front erinnert mit ihrem visierartigen Look an Modelle wie Ferrari’s 12Cilindri oder den F80, während das Heck von zwei weit auskragenden Spoilern geprägt wird – eine Hommage an die Rennwagen der 1970er-Jahre.

Ferrari 849 Testarossa

(Image credit: Ferrari)

Im Innenraum setzt Ferrari weiter auf eine Rückkehr zu physischen Knöpfen statt Touchpads. Besonders auffällig ist das beim Lenkrad des 849, das nun wieder einen echten Startknopf bietet – während der SF90 noch über ein leuchtendes Touchpanel verfügte.

Für Großbritannien und die USA gibt es noch keine offiziellen Preise, in Europa beginnt der 849 Testarossa bei 460.000 Euro für das Coupé und 500.000 Euro für den Spider.

Optional ist das Assetto Fiorano-Paket erhältlich, das leichte Schalensitze, Carbonräder und weitere Gewichtseinsparungen umfasst – für zusätzliche 52.500 Euro. Die Auslieferungen starten im Frühjahr für das Coupé und im Herbst für den Spider.

Alistair is a freelance automotive and technology journalist. He has bylines on esteemed sites such as the BBC, Forbes, TechRadar, and of best of all, T3, where he covers topics ranging from classic cars and men's lifestyle, to smart home technology, phones, electric cars, autonomy, Swiss watches, and much more besides. He is an experienced journalist, writing news, features, interviews and product reviews. If that didn't make him busy enough, he is also the co-host of the AutoChat podcast.

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