Bilal Fahmi
Mit der Einführung der Insta360 X4 hat die Marke ihre Dominanz im Markt für 360°-Actionkameras weiter ausgebaut. Aber ist die neue Kamera wirklich gut genug, um ein Upgrade zu rechtfertigen? Wir haben die Insta360 X4 mit der Insta360 X3 verglichen, um das herauszufinden.
Die Insta360 X3, die im September 2022 auf den Markt kam, wurde zur meistverkauften Actionkamera des Herstellers – über eine Million Stück wurden seitdem verkauft. Sie gehört immer noch zu den besten Actionkameras überhaupt, was für das clevere Design und die hohe Verarbeitungsqualität spricht.
Aber in der Welt der Actionkameras sind 18 Monate eine lange Zeit. Insta360 weiß das und hat deshalb mit der X4 den Nachfolger der X3 vorgestellt. Das neue Modell behält viele wichtige Features seines Vorgängers, bietet aber höhere Auflösung und schnellere Bildraten in den meisten Aufnahmemodi.
Reichen diese Updates aus, um dich zum Upgrade zu bewegen? Und welches Modell ist besser, wenn du noch nie eine 360°-Kamera benutzt hast? Zeit, die beiden Kameras auf die Probe zu stellen und herauszufinden, wer im Kampf um die beste 360°-Actionkamera vorne liegt.
Preis und Verfügbarkeit
Die Insta360 X3 kam im September 2022 für einen empfohlenen Verkaufspreis von 449 $/459 £/799 AU$ (etwas mehr als 400 €) auf den Markt. Kürzlich hat die Marke den Preis dauerhaft auf 399,99 $/408,99 £/711,99 AU$ (ca. 360 €) gesenkt – wahrscheinlich, weil der Nachfolger bald startet.
Die Insta360 X4 wurde im April 2024 veröffentlicht und kostet jetzt 499,99 $ (etwa 470 €). Der Preis ist also wie erwartet um rund 10 % gegenüber dem ursprünglichen X3-Preis gestiegen. Aktuell müsstest du für das neue Modell sogar noch mehr bezahlen.
Beide sind über die Insta360-Website und Drittanbieter erhältlich.
Gewinner: Durch die Preissenkung ist die Insta360 X3 auf jeden Fall günstiger als die X4 und bietet jede Menge coole Features für Content Creator:innen.
Technische Daten
| Header Cell - Column 0 | Insta360 X4 | Insta360 X3 |
|---|---|---|
Maximale 360° Videoauflösung | 8k bei 30fps | 5,7k bei 30fps |
Maximale 360° Zeitlupe | 4k bei 100fps | 3k bei 100fps |
Maximale Fotoauflösung | 72MP | 72MP |
Maximale Zeitraffer-Auflösung | 11k | 8k |
Maximale Timeshift-Auflösung | 8k | 5,7k |
Maximale Bullet-Time-Auflösung | 5,7k bei 120fps und 3k bei 240fps | 4k bei 120fps und 3k bei 180fps |
Akkukapazität | 2.290 mAh | 1.800 mAh |
Laufzeit | 135 Minuten | 81 Minuten |
Gestensteuerung | Ja | Nein |
Touchscreen | 2,5 Zoll | 2,29 Zoll |
Gewicht | 203 g | 180 g |
Abmessungen | 46 x 123,6 x 37,6 mm | 46 x 114,0 x 33,1 mm |
Design und Verarbeitungsqualität
Die X4 (links) ist höher und schwerer als die X3 (links)
Stellst du die Insta360 X4 und die X3 nebeneinander, fällt der Unterschied sofort auf: Die X4 ist dicker, länger und schwerer als die X3. Vielleicht ist dir das schon aufgefallen, als die Insta360 GO 3 rauskam – das Gehäuse der GO 3 ist deutlich größer als das der Insta360 GO 2.
Die maximale Blendenöffnung und die 35mm-äquivalente Brennweite sind gleich geblieben (f1.9 bzw. 6,7mm). Wir können also nur vermuten, dass das extra Gewicht und Volumen für den größeren Akku und die (vermutlich) aufwändigere Elektronik drinsteckt.
Die bessere Batterie merkt man auf jeden Fall. Die Kapazität ist von 1.800 mAh auf beeindruckende 2.290 mAh gewachsen, was der Insta360 X4 eine um 67 % längere Laufzeit bringt als ihrem Vorgänger. Genauer gesagt kannst du 135 Minuten aufnehmen (verglichen mit 81 Minuten bei der X3).
Ein Vorteil vom größeren Gehäuse ist, dass jetzt auch ein größerer Touchscreen Platz findet. Die X4 hat ein 2,5-Zoll-Corning-Gorilla-Glass-Panel, während die X3 vorne nur ein gehärtetes Glasobjektiv hat.
Das Tastenlayout ist ähnlich, aber nicht ganz gleich – die Schnellaktionstaste ist jetzt weniger hervorgehoben. Ein auffälliger Unterschied ist das gemusterte Rückpanel der X4. Die X3 hatte eine glatte Kunststoffrückseite, die X4 ist gerillt, wahrscheinlich damit die Kamera bei längeren Aufnahmen besser gekühlt wird (mehr Oberfläche = mehr Kühlung).
Beide Kameras sind bis zu 10 Meter (33 Fuß) wasserdicht und eignen sich für Unterwasseraufnahmen.
Endlich gibt’s auch ein Zubehör-Upgrade: Die Insta360 kommt jetzt mit Linsenschutzabdeckungen im Lieferumfang. Für einen kleinen Aufpreis kannst du auch einen Premium-Objektivschutz dazu holen, aber es ist super, dass du direkt ein Paar gratis mitbekommst.
Gewinner: Unentschieden. Die Insta360 X3 ist kleiner und leichter, aber die X4 hat eine längere Akkulaufzeit, einen größeren und widerstandsfähigeren Touchscreen und wird mit zusätzlichen Extras geliefert, die im Preis inbegriffen sind.
Features
Die X4 (links) ist dicker als die X3 (rechts)
Die Insta360 X4 ist zwar etwas größer als die X3, aber alle Funktionen wurden nochmal verbessert. Die Software bietet ungefähr den gleichen Umfang wie beim Vorgänger, aber die maximale Auflösung und Bildrate sind höher.
Die X4 schafft 360° Videos in bis zu 8k bei 30fps, 5,7k bei 60fps und sogar 4k mit satten 100fps. Die X3 konnte „nur“ 5,7k bei 30fps und 3k bei 100fps, was schon gut ist, aber nicht ganz an die X4 herankommt.
Die Fotoauflösung ist gleich geblieben, aber die X4 kann jetzt PureShot-Fotos direkt auf der Kamera bearbeiten, ohne dass du die Insta360-App brauchst.
Der Me-Modus, bei dem dich die Kamera automatisch verfolgt, ist etwas besser geworden. Die maximale Auflösung bleibt bei 4k und 30fps, aber jetzt kannst du in 1080p mit 120fps filmen – die X3 schaffte nur 60fps.
Im Zeitraffer-Modus ist die maximale Auflösung von 8k auf 11k hochgegangen. Und der Timeshift-Modus unterstützt jetzt auch 8k.
Die X4 (links) hat ein größeres und robusteres Touchscreen-Display als die X3 (rechts)
Der Single-Lens-Modus, der die Insta360 X3 in eine traditionelle Actionkamera verwandelt, ermöglicht jetzt Aufnahmen in 4k bei 60fps mit einem 170° Sichtfeld. Die X3 konnte nur bis zu 4k bei 30fps aufnehmen, deshalb bekommst du mit der neuen Kamera flüssigere Bewegungen und die Möglichkeit, Aufnahmen zu verlangsamen, ohne die Bildrate zu beeinträchtigen.
Die X4 hat die Gestensteuerung der brillanten Insta360 Ace Pro übernommen, die beim X3 nicht verfügbar ist. Diese Funktion ermöglicht dir, Videoaufnahmen zu starten und zu stoppen, indem du deine Hand hochhältst (✋). Du kannst auch Fotos machen, indem du das Peace-Zeichen (✌️) machst.
Und da die X4 ein 360°-Sichtfeld hat, kannst du aus jedem Winkel jedes Handzeichen geben, und die Kamera wird es erkennen. Das eröffnet viele kreative Möglichkeiten fürs Fotografieren.
Gewinner: Es gibt vielleicht nicht viele neue Aufnahmemodi (brauchen wir überhaupt mehr?), aber man kann nicht leugnen, dass die Insta360 X4 der X3 in Sachen Funktionen überlegen ist.
Fazit
Beide Kameras haben die gleiche optische Einheit
Insta360 X4 vs. Insta360 X3: Lohnt sich das Upgrade?
Die neue Kamera hat das Game definitiv verbessert und bietet höhere Auflösungen und Bildraten in den meisten Aufnahmemodi. Die Akkulaufzeit wurde ebenfalls verlängert und die Gestensteuerungsfunktion ist eine spannende neue Ergänzung der X-Serie.
Daher sind die Auflösung und die Bildrate der X3 mehr als ausreichend für die meisten Content Creator:innen, die auf Plattformen wie YouTube und Instagram/TikTok arbeiten. Obwohl 8k und Zeitlupe in 5.7k ein fantastisches Angebot sind, können die meisten Streaming-Plattformen nur 4k bei 60fps verarbeiten, was die verbesserten Spezifikationen der X4 fast überflüssig macht.
Zumindest vorerst! Ein Kauf der Insta360 X4 macht deinen Content-Erstellungsprozess zukunftssicher. Dank schnellerer Internetverbindungen wird es sehr bald möglich sein, Inhalte in höherer Auflösung zu streamen. Wenn das passiert, wird 8k schnell zur Norm werden und 4k-Aufnahmen werden im Vergleich ziemlich schlecht aussehen.
Wir können uns sicherlich eine Zukunft vorstellen, in der die Insta360 X4 genauso beliebt ist wie ihr Vorgänger. Es ist eine äußerst leistungsfähige, wenn auch derzeit etwas überdimensionierte Actionkamera.

Matt Kollat is a journalist and content creator who works for T3.com and its magazine counterpart as an Active Editor. His areas of expertise include wearables, drones, fitness equipment, nutrition and outdoor gear. He joined T3 in 2019. His byline appears in several publications, including Techradar and Fit&Well, and more. Matt also collaborated with other content creators (e.g. Garage Gym Reviews) and judged many awards, such as the European Specialist Sports Nutrition Alliance's ESSNawards. When he isn't working out, running or cycling, you'll find him roaming the countryside and trying out new podcasting and content creation equipment.