Cozyla Calendar+ 2 im Test: Praktisch für den Familienalltag
Ein digitaler Familienkalender, der Alltag, Mahlzeiten und Aufgaben organisiert, aber nicht immer reibungslos synchronisiert
Der Cozyla Calendar+ 2 ist der flexibelste digitale Wandkalender im Test: Er organisiert den Familienalltag und kann gleichzeitig als Entertainment-Hub dienen. So praktisch die Zusatzfunktionen sind, die teils unzuverlässige Kalendersynchronisation sorgt für Zweifel daran, ob er seine wichtigste Aufgabe immer zuverlässig erfüllt.
-
+
Clevere Funktionen für die Essensplanung
-
+
Macht Hausarbeit spielerischer
-
+
Streaming- und andere Apps lassen sich installieren
-
+
Go-Version auch als Videotelefonie-Gerät nutzbar
-
+
Keine laufenden Abo-Kosten
-
-
Probleme bei der Kalendersynchronisation trüben den Gesamteindruck deutlich
Warum können Sie T3 vertrauen?
Kerstin Findeisen
Einen Familienalltag zu organisieren ist kein Kinderspiel. Wenn zwei Erwachsene, ein neunjähriges Kind und sechsjährige Zwillinge mit Terminen wie Tanzunterricht, Basketball, Fußball, Pfadfindern und allem, was sonst noch spontan dazukommt, unter einen Hut gebracht werden müssen, wirkt ein digitaler Wandplaner wie der Cozyla Calendar+ 2 ausgesprochen verlockend.
Solche Familienplaner gibt es inzwischen einige – günstig ist keiner davon. Cozyla hebt sich dabei dadurch ab, dass deutlich mehr Apps unterstützt werden und für die wichtigsten Funktionen kein Abo nötig ist.
Cozyla Calendar+ 2 im Test: Preis und Verfügbarkeit
Der Cozyla Calendar+ 2 ist im Cozyla US Online Shop in verschiedenen Größen, Auflösungen und mit tragbarem Akku-Standfuß erhältlich. Die Preise reichen von 349,99 US-Dollar für die 15,6-Zoll-Version bis zu 1.299,99 US-Dollar für die 32-Zoll-4K-Version mit Rollständer. Das sind umgerechnet je nach Größe etwa 300 Euro für die kleine Version und rund 1.100 Euro für das große 32‑Zoll‑Modell (jeweils ohne Versand und mögliche Import‑ oder Zollkosten).
In Deutschland ist der Kalender generell bei Amazon erhältlich, auch wenn er zum Zeitpunkt des Schreibens nicht verfügbar war.
Cozyla Calendar+ 2 im Test: Design und Verarbeitungsqualität
Getestet wurde die 32-Zoll-1080p-Version des Cozyla Calendar+ 2 mit Rollständer und Akku. Das Produkt ist sehr schön gestaltet und hochwertig verarbeitet. Der Kalender selbst besitzt einen soliden Rahmen mit einem 0,7-Zoll-Display-Rand. In Weiß passt er eigentlich in jedes Umfeld, auch an die Wand.
Das Display ist matt und wirkt nicht ganz so edel wie die Produkte mancher Konkurrenten, etwa Skylight, das mit seiner Glasfront einen hochwertigeren Eindruck macht. Der Vergleich erinnert an frühe iPads (Skylight) versus Android-Tablets (Cozyla). Das heißt nicht, dass Cozyla schlecht verarbeitet ist – es leidet nur im direkten Vergleich.
Der Rollständer steht sehr stabil. Die Rollen sind allerdings recht klein, daher rollt er auf Hartböden deutlich besser als auf niedrigflorigem Teppich. Für die 24-Zoll-Version gibt es magnetische Rahmen-Add-ons in Anthrazit oder Roségold, die jedoch zusätzlich 129,99 US-Dollar kosten.
Cozyla Calendar+ 2 im Test: Leistung
Im Kern ist der Cozyla ein Familienkalender – und den Job macht er gut. Du siehst auf einen Blick die von dir eingerichteten Kalender mit Tages-, Wochen- oder Monatsansicht. Events sind farblich markiert, je nachdem, zu welchem Kalender sie gehören.
Probleme gab es bei der Synchronisierung: Einige Termine wurden nicht automatisch übernommen und angezeigt. Das schien sich auf Einladungen eines bestimmten Drittanbieters zu beschränken, ließ aber die Sorge aufkommen, dass noch mehr fehlen könnte. Lösen ließ sich das nur, indem die Cozyla-App geöffnet wurde – dann hat sich sofort alles perfekt synchronisiert.
Das ist leicht behoben, vor allem, wenn du Cozyla als primäre Kalender-App nutzt. Es ist aber ein zusätzlicher Schritt im Alltag und reduziert das Vertrauen, dass wirklich alles gelistet ist – was, ehrlich gesagt, der Kern des Produkts ist. Auf Nachfrage teilte Cozyla mit, dass das Team aktiv an einer zuverlässigeren Synchronisierung arbeitet.
Die Aufgaben-Funktion ist gelungen. Du kannst Routinen anlegen (zum Beispiel anziehen, Zähneputzen) oder Hausarbeiten, sie für jeden Morgen oder Abend planen und bestimmten Profilen zuweisen. Sterne lassen sich ebenfalls vergeben und Belohnungen definieren, die eine bestimmte Anzahl Sterne erfordern.


Im Familien-Test hat das tatsächlich neues Interesse geweckt, das Bett zu machen – aber auch Streit darüber, wer zuerst die Katze füttern oder die Post reinholen darf, um die Sterne einzusacken.
Ob das langfristig positiv ist, würde ich einer/einem Kinderpsycholog*in überlassen – vor allem in Kombination mit Belohnungen, was wir als Familie nicht ausprobiert haben. Die spielerische Ebene für langweilige Aufgaben ist aber ein guter Weg, um Kooperation zu fördern. Der Kalender belohnt das Abhaken mit einer netten Animation. Wer die gesamte Tagesliste schafft, bekommt digitales Konfetti und Ballons.
Auch die Essensplanung ist super. Es gibt viele vorinstallierte Rezepte und die Möglichkeit, eigene zu importieren. Wählst du Rezepte aus, kannst du alle Zutaten direkt zu geteilten Einkaufslisten hinzufügen.
Ein Merkmal, das den Cozyla gegenüber Konkurrenten wie Skylight hervorhebt, ist, dass er im Grunde ein großes Android-Tablet ist, auf dem man Apps aus dem Google Play Store herunterladen kann. Das bedeutet, dass er auch als Streaming-Gerät funktioniert, indem man Apps wie Netflix oder Disney+ installiert, mobile Spiele spielt oder praktisch alles andere machen kann, was man auf einem Tablet tun kann.
Das verleiht ihm eine enorme Flexibilität, besonders in Kombination mit dem Akku-Standfuß. Man kann ihn beispielsweise in die Küche rollen, um beim Kochen ein Video-Rezept abzuspielen. Außerdem verfügt die Standfuß-Version über eine Kamera, die man anbringen kann, sodass man Videotelefonate führen kann – definitiv praktischer, als ein Handy zu benutzen, wenn die ganze Familie am Gespräch teilnimmt.
Cozyla Calendar+ 2 im Test: App
Die App fürs Smartphone und die App direkt auf dem Kalender sind beide gut gemacht, angenehm simpel und leicht zu bedienen. Aufgaben und Essensoptionen lassen sich bequem am Handy ändern. Die App bleibt fokussiert und überfrachtet nichts.
Der Kalender nutzt eine Android-Version, sodass du zusätzliche Apps laden kannst. Gleichzeitig bleibt alles stark auf die Kernfunktionen ausgerichtet, sodass du nicht lange suchen musst, um wieder beim Kalender zu landen.


Cozyla Calendar+ 2 im Test: Akkulaufzeit
Wenn du die Version mit dem Rollständer nimmst, kommt ein 7.500-mA-Akku dazu, damit du ihn auch ohne Netzteil nutzen kannst. Die Akkulaufzeit ist beeindruckend: Bei mir waren es knapp 4 Stunden Videowiedergabe (ohne aktivierte Energiesparfunktionen), bevor das Gerät leer war. Damit lässt sich der Cozyla Calendar+ 2 gut als portabler Screen für einen Film nutzen.
Cozyla Calendar+ 2 im Test: Unser Testurteil
Der Cozyla Calendar+ 2 ist ein vielseitiger Familienplaner, der hilft, alles unter einen Hut zu bekommen – und gleichzeitig Android-Apps ausführen kann, etwa für Browser oder Streaming. Der Akku-Standfuß der Go-Version macht das Gerät noch flexibler in der Handhabung und lässt sich problemlos durchs ganze Zuhause rollen.
So beeindruckend die Funktionen und verlockend die Extras gegenüber Skylight auch sind, die Synchronisation des Kalenders bereitete mir ein paar Probleme: Ich konnte meinen Kalender nur aktualisieren, indem ich die App auf dem Smartphone öffnete. Das ist ärgerlich – besonders, wenn andere Familienmitglieder auf den Kalender zugreifen, ohne zu wissen, ob er gerade synchronisiert wurde.
Cozyla Calendar+ 2 im Test: Alternativen
Die großen Namen bei digitalen Wandkalendern sind Skylight und Hearth. Beide sind günstiger als Cozyla, setzen aber auf Abos, um Premium-Features wie Essensplanung freizuschalten, etwas, das bei Cozyla bereits enthalten ist. Rechnet man das für ein Jahr Mitgliedschaft aus, landet man preislich ungefähr gleich.
Der Skylight Smart Calendar war bei mir zuverlässiger beim Synchronisieren und wirkt insgesamt hochwertiger und feiner abgestimmt. Dafür verzichtest du auf den App-Download für andere Funktionen und holst dir laufende Abo-Kosten ins Haus – teilweise sogar, wenn du Fotos als Screensaver weiter nutzen willst.
Tim Gee has been professionally testing products since 2008 covering robots for cleaning houses, pools and lawns as well as a wide variety of other things from running shoes to mobile phones. He has also written reviews for titles including Which?, Tech Radar and the Daily Mail.
