eufyCam S4 im Test: motorisierte 4K-Sicherheitskamera mit Triple-Lens-Design
Von Solar und 4K bis 3x-Zoom und KI: Diese Sicherheitskamera fürs Zuhause ist vermutlich die einzige, die du je brauchst
Die Eufy S4 ist eine Outdoor-Sicherheitskamera mit jeder Menge Features. Sie setzt auf Solarbetrieb, 4K-Auflösung, 3x-Zoom sowie motorisiertes Schwenken und Neigen, um Personen oder Fahrzeuge automatisch zu verfolgen. Die Videoqualität ist stark, vor allem die Farbnachtsicht fällt positiv auf. Dank lokalem Speicher fallen keine laufenden Abo-Kosten an. Im Bundle mit der S380 HomeBase bekommst du zusätzlich KI-gestützte Personenerkennung, eine Alarmfunktion und erweiterbaren Speicher mit bis zu 16 TB.
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Hohe Videoqualität
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Beeindruckende Farbnachtsicht
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Solarladung
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Motorisiertes Schwenken und Neigen
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Lokaler Speicher ohne Cloud-Abo
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Der High-End-Anspruch hat seinen Preis
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Klobig
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Für den vollen Funktionsumfang ist die S340 HomeBase erforderlich
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Bilal Fahmi
Von Sicherheitskameras und Alarmsystemen bis hin zu den besten Saugrobotern und Wischern: Eufy gehört für mich zu den spannendsten Smart-Home-Marken. Ich nutze Eufy-Geräte täglich, um mein Zuhause sauber zu halten und zu schützen.
Deshalb war ich gespannt auf die neue Outdoor-Kamera des Unternehmens, die S4. Wenn du eine Liste aller Features machen würdest, die du dir von einer Kamera wünschst, bringt die S4 sie garantiert mit. Dazu kommen sogar ein paar Funktionen, an die du vermutlich noch gar nicht gedacht hast.
Natürlich gibt’s 4K-Auflösung und Wetterfestigkeit für den Außeneinsatz. Dazu kommen ein Solarpanel für quasi unbegrenzte Power – je nach Position und Wetter –, motorisiertes Schwenken und Neigen für eine 360-Grad-Sicht, starke Nachtsicht sowie mehrere Linsen mit unterschiedlichen Auflösungen und Zoomstufen. Obendrauf setzt Eufy auf ein abonnementfreies Speicherkonzept, bei dem Videos lokal und nicht in einem Cloud-Abo gespeichert werden.
All das hat natürlich seinen Preis. Wenn du aber nach den aktuell besten Sicherheitskameras auf dem Markt suchst, erfüllt die Eufy S4 viele Kriterien. Ob sie die richtige Kamera für dich ist, erfährst du in meinem Test.
eufyCam S4 im Test: Preis und Verfügbarkeit
Angesichts der vielen High-End-Features ist die Eufy S4 eine teure Sicherheitskamera. Sie kommt im November 2025 auf den Markt und kostet in Deutschland rund 299 Euro pro Kamera oder etwa 699 Euro im 2er-Kit mit Eufys HomeBase S380, die erweiterbaren Speicher und zusätzliche KI-Features bietet.
Das Bundle, das ich hier teste, ist günstiger, als zwei Kameras und den Hub einzeln zu kaufen. Teuer bleibt das Paket trotzdem, zumal einfachere Outdoor-Kameras deutlich weniger kosten.
eufyCam S4 im Test: Design und Setup
Wer eine kleine, kompakte und unauffällige Sicherheitskamera sucht, sollte weiterstöbern. Die vielen Features der S4, insbesondere das rotierende Kameramodul und das Solarpanel, machen sie nämlich ziemlich klobig. Die Eufy S3 Pro könnte für alle Nutzer*innen, die eine kompaktere Kamera bevorzugen und auf motorisierte Bewegung verzichten können, die bessere Wahl sein.
Zurück zur neuen S4: Das Solarpanel lässt sich entweder direkt an der Kamera anbringen oder auf einer ebenen Fläche wie einer nahegelegenen Wand, einem Zaun oder einem Fensterbrett montieren und über das beiliegende Kabel verbinden. Es liefert bis zu 5,5 Watt und soll die S4 laut Eufy schon mit einer Stunde direkter Sonneneinstrahlung pro Tag zuverlässig betreiben.
Das obere der beiden Kameramodule ist nicht motorisiert, lässt sich aber vertikal von Hand ausrichten, um den gewünschten Blickwinkel einzustellen. Das untere Modul ist motorisiert und kann gedreht sowie geneigt werden, sodass seine beiden Kameras eine 360-Grad-Sicht abdecken.
Das Setup der S4 ist in ein paar Minuten über die Eufy-Smartphone-App erledigt. Dort lässt sich die Kamera entweder direkt mit dem WLAN verbinden oder mit der Eufy HomeBase koppeln, falls bereits eine vorhanden ist oder man zum 2er-Bundle mit der enthaltenen S380 greift. Bei einer WLAN-Verbindung zeichnet die S4 auf ihren 32 GB großen internen Speicher auf, der sich per microSD-Karte (nicht enthalten) auf bis zu 256 GB erweitern lässt. Ist die S4 mit einer HomeBase verbunden, werden die Aufnahmen dort gespeichert. Die HomeBase bietet standardmäßig 16 GB Speicher, lässt sich aber mit einer kompatiblen HDD oder SSD auf bis zu 16 TB erweitern.
Auch die Montage der S4 ist unkompliziert und erfordert nur ein paar Schrauben sowie optional die mitgelieferten Dübel. Das verstellbare Solarpanel rastet nach dem Ausrichten sicher ein, und die Kamera selbst wird über integrierte Schrauben an der Wandhalterung befestigt.
Kurz ein Hinweis zur Transparenz: Eufy hat mir das S4-Zweierbundle bereits vor Marktstart zur Verfügung gestellt. Diese Kameras ließen sich allerdings wegen eines Firmware-Problems nicht mit meiner S380 HomeBase verbinden. Nach dem offiziellen Verkaufsstart erhielt ich ein zweites S4-Bundle, das von Anfang an problemlos funktionierte. Offenbar war die Vorab-Firmware nicht mit der Software meiner rund sechs Monate alten S380 kompatibel.
eufyCam S4 im Test: Performance und Features
Wie man es bei dem Preis erwarten darf, funktioniert die Kamera richtig gut. Die Aufnahmen aller drei Linsen sind bei Tag und Nacht hell, scharf und detailreich. In der App gibt es One-Tap-Shortcuts, mit denen du beim unteren Modul zwischen 1x- und 3x-Zoom wechseln und die Kamera nach oben, unten, links oder rechts bewegen kannst. Vier Standardansichten lassen sich speichern, sodass du sie mit einem Tipp schnell abrufen kannst.
Standardmäßig folgt die Kamera erkannten Bewegungen, zoomt bei Bedarf heran und schwenkt bzw. neigt sich, um Personen oder Fahrzeuge zu verfolgen. Hast du mehrere Kameras, können sie ein Objekt nahtlos weiterverfolgen, wenn es von einer Kamera zur nächsten wechselt. Stell zum Beispiel eine Kamera in die Einfahrt und eine in den Garten: Geht jemand von der Straße in die Einfahrt und weiter in den Garten, entsteht ein einzelner Clip aus dem Material beider Kameras.
Vieles vom Feature-Set der S4 teilt sie mit der Eufy S3 Pro. Die größten Unterschiede sind die motorisierte Bewegung und der 3x optische Zoom der S4. Dazu kommt eine radarbasierte Bewegungserkennung, die per KI zwischen Menschen, Fahrzeugen und Haustieren unterscheidet. In Kombination mit der S380 HomeBase kommt zusätzlich Gesichtserkennung hinzu. Du kannst dich, deine Familie sowie häufige Besucher*innen wie Kurierfahrer*innen oder Postzusteller*innen markieren, um Ereignisse und Aufnahmen besser zu organisieren.
Wie bei der Eufy S3 Pro ist die Farbnachtsicht der S4 besonders beeindruckend und liefert selbst bei sehr wenig Licht detailreiche Aufnahmen. Zusätzlich gibt es eine infrarote Nachtsicht in Graustufen sowie vier LED-Strahler. Durchgängige 24/7-Aufnahmen sind ebenfalls möglich, allerdings nur bei direkter Stromversorgung und nicht im Solar- oder Batteriebetrieb.
Meine bevorzugte Stromversorgung ist das beiliegende Solarpanel. Das integrierte Panel der Eufy S3 Pro sorgt zwar für ein kompakteres, aufgeräumteres Design, das separate Panel der S4 ist aber deutlich größer und lässt sich so ausrichten, dass es mehr Sonnenlicht einfängt.
Ein Dashboard in der Eufy-App zeigt genau, wie viel Energie das Solarpanel erzeugt und wie viel die Kamera verbraucht, inklusive Akkustand. So erkennst du schnell, ob die Kamera komplett mit Solarstrom auskommt. In meinem Fall meldete die S4 täglich einen Verbrauch von etwa 100 bis 200 mAh bei bis zu 270 mAh Solarladung. Theoretisch müsste der Akku also nie an die Steckdose. Das hängt aber natürlich davon ab, wie oft die Kamera aufnimmt und sich bewegt. Trotzdem ist das ein gutes Zeichen und eine klare Verbesserung gegenüber den zwei S3-Pro-Kameras, die ich seit ein paar Monaten nutze.
Wie andere Eufy-Kameras reagiert die S4 schnell auf Bewegung, informiert dich auf Wunsch per Push-Benachrichtigung und folgt dem Objekt per motorisiertem Schwenken und Neigen. Sie zoomt sogar mit der 3x-Linse für einen näheren Blick heran. Ich bin überzeugt: Nach ein paar Tagen wirst du feststellen, dass das die Sicherheitskamera ist, die du brauchst.
Im Paket mit der S380 HomeBase bekommst du zusätzliche Funktionen wie KI-gestützte Gesichtserkennung und kannst Aufnahmen direkt auf dem Hub statt auf der Kamera speichern. Die HomeBase verfügt standardmäßig über 16 GB Speicher, lässt sich aber mit einer kompatiblen HDD oder SSD auf bis zu 16 TB erweitern.
Mein einziger wirklicher Kritikpunkt (und der ist wirklich klein) betrifft die Eufy-App, die gelegentlich mit Bugs und UI-Fehlern nervt. Manche Funktionen, wie die Übersichtsseite des Sicherheitsberichts, brauchen zu lange, bis sie geladen sind, und manchmal fehlt der Zurück-Button, um zum vorherigen Menü zu gelangen. Zudem ist die App recht komplex und bietet sehr viele Einstellmöglichkeiten. Die hohe Konfigurierbarkeit ist grundsätzlich positiv, könnte aber übersichtlicher umgesetzt sein. Aktuell wirkt das Ganze ein wenig nach Feature-Creep.
eufyCam S4 im Test: Unser Testurteil
Ich habe es ja bereits erwähnt, aber es lohnt sich, nochmal zu wiederholen: Die Eufy S4 ist wahrscheinlich die einzige Sicherheitskamera, die du je brauchst. Sie deckt alles ab – von 4K-Video und Solarladung über motorisierte Bewegung, KI-gestützte Gesichtserkennung und erweiterbaren, abonnementsfreien Speicher bis hin zu optionaler 24/7-Aufnahme. Dazu kommen zwei gleichzeitige Ansichten mit 1x- und 3x-Zoom.
Zugegeben: Sie ist nicht die kleinste, hübscheste oder unauffälligste Sicherheitskamera – und auch nicht gerade die günstigste. Dafür steckt sie voller Funktionen und arbeitet sehr zuverlässig: Sie reagiert schnell auf Bewegungen und liefert Aufnahmen in hoher Qualität. Das Solarpanel hält den Akku zuverlässig geladen, die Nachtsicht ist beeindruckend und liefert selbst mitten in der Nacht Farbbilder. Außerdem fügt sich die Kamera nahtlos in Eufys bestehendes Sicherheits- und Alarmsystem ein.
Alistair is a freelance automotive and technology journalist. He has bylines on esteemed sites such as the BBC, Forbes, TechRadar, and of best of all, T3, where he covers topics ranging from classic cars and men's lifestyle, to smart home technology, phones, electric cars, autonomy, Swiss watches, and much more besides. He is an experienced journalist, writing news, features, interviews and product reviews. If that didn't make him busy enough, he is also the co-host of the AutoChat podcast.
