Apple Studio Display im Test – endlich ein idealer Mac-Monitor

Der 27-Zoll-Monitor von Apple ist der ideale Home-Office-Bildschirm für alle, die einen Mac nutzen – und er hätte kaum passender erscheinen können

T3 Platinum Award
Apple Studio Display
(Bildnachweis: Future)
T3 Fazit

Das Apple Studio Display ist weit mehr als nur ein Monitor: Es kombiniert ein atemberaubendes 5K-Display mit einer 12-MP-Webcam, sechs Lautsprechern für beeindruckenden Surround Sound und einem Thunderbolt-Anschluss zur Stromversorgung des Laptops. Es ist die ideale Wahl für alle, die ein MacBook Pro verwenden – und ebenso die perfekte Ergänzung zu einem Mac mini oder Mac Studio.

Pro
  • +

    Außergewöhnliche Qualität

  • +

    Elegantes Design

  • +

    Eingebaute Lautsprecher und Kamera

Kontra
  • -

    Höhenverstellung nicht im Lieferumfang enthalten

  • -

    Noch deutlich teurer als günstige Alternativen

  • -

    Unterstützt keine 120-Hz-Bildwiederholrate

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Das Apple Studio Display ist ein Produkt, das ich mir von Apple schon lange gewünscht habe. Seit der Einstellung des 27-Zoll Thunderbolt Displays im Jahr 2016 – das selbst erst 2011 auf den Markt kam – habe ich nicht verstanden, warum Apple keinen eigenen Monitor anbietet, der perfekt mit den anderen Geräten des Herstellers harmoniert.

Bislang war die Wahl meist klar: Wer mobil arbeiten wollte, griff zum MacBook, wer einen Desktop suchte, zum iMac. Mit dem Mac mini kamen zwar kompakte Desktop-Optionen hinzu, aber die Auswahl an passenden Bildschirmen war auf Drittanbieter beschränkt. Zwar gab es das Pro Display XDR, doch mit einem Preis von fast 5000 Euro war es für die meisten MacBook- und Mac mini-Nutzer*innen unerschwinglich.

Mit dem Apple Studio Display, das zeitgleich mit dem Mac Studio erschien, hat Apple diese Lücke geschlossen und eine vergleichsweise erschwingliche Monitorlösung geschaffen. Dabei handelt es sich um weit mehr als einen einfachen Bildschirm: Das Studio Display bringt eine integrierte 12-Megapixel-Webcam, ein Mikrofon-Array sowie ein beeindruckendes Audiosystem mit sechs Lautsprechern mit.

Ich nutze das Studio Display seit einigen Monaten zusammen mit einem Mac mini M2 und meinem MacBook Pro. Diese Kombination hat mich nicht nur daran zweifeln lassen, ob Apple einen weiteren 27-Zoll-iMac braucht, sondern regt mich auch dazu an, mein MacBook Pro eventuell zu ersetzen.

Apple Studio Display

Die im Studio Display integrierte Kamera

(Image credit: Future)

Design und Funktionen des Studio Display

Der Grund, warum viele Nutzer*innen einen Monitor der Marke Apple als Teil ihrer Heimausstattung bevorzugen würden, ist das Design. Das Studio Display erfüllt dieses Bedürfnis durch sein elegantes Erscheinungsbild. Es sieht dem neuesten 24-Zoll-iMac sehr ähnlich, jedoch ohne den verlängerten unteren Rand oder die leuchtenden Farben. Es ist in einem klassischen gebürsteten Aluminium ausgeführt, mit relativ großen schwarzen Rändern an allen Seiten.

Der größere Rahmen am oberen Bildschirmrand enthält die integrierte Webcam und das Mikrofon-Array für Video-Calls. Ich kann nicht sagen, dass mich die Größe der Ränder bei der Benutzung des Bildschirms gestört hat, aber sie sind sicherlich größer als bei einigen Monitoren – allerdings nicht bei denen mit eingebauter Webcam.

Das hier ist keine einfache Webcam. Es handelt sich um eine 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera, die mit der Centre Stage-Technologie von Apple ausgestattet ist, um dein Gesicht zu verfolgen und es so zuzuschneiden, dass es den Rahmen ausfüllt. Natürlich nutzt man durch das Hereinzoomen nicht den gesamten 12-MP-Sensor, und die Spezifikationen geben nicht an, welche Videoauflösung die Kamera hat. Ich vermute, dass dies eher 1.080p sind, anstatt der 4K, die ein 12-MP-Sensor potenziell liefern könnte. Das ist zwar nicht so beeindruckend wie die Verwendung des iPhones als Webcam im Continuous-Kamera-Modus, aber immer noch besser als die standardmäßig eingebaute Laptop-Webcam.

Das Drei-Mikrofon-Array verwendet gerichtetes Beamforming, um den Schall auf die sprechende Person und nicht auf Hintergrundgeräusche zu fokussieren. Die sechs Lautsprecher, bestehend aus vier Tieftönern und zwei Hochtönern, liefern einen beeindruckenden Klang, der mit Dolby Atmos/Spatial Audio kompatibel ist. Auf jeden Fall eine Verbesserung im Vergleich zu jedem Laptop-Lautsprecher.

Auf der Rückseite des Displays befinden sich drei USB-C-Anschlüsse und ein Thunderbolt-Anschluss für den Anschluss an den Mac. Außerdem liefert das Display genügend Strom, um ein MacBook Pro aufzuladen. Ich hätte mir einen SDXC-Kartenslot auf der Rückseite gewünscht, wie bei den alten iMacs, aber der ist beim Mac Studio und den 14/16 Zoll MacBook Pros vorhanden, also wird ihn nicht jeder brauchen.

Der Standfuß des Studio Displays hat das gleiche Design mit verstellbarem Neigungswinkel wie die iMac Modelle. Wenn eine Höhenverstellung gewünscht wird, kann der Ständer für einen Aufpreis von 400 Euro in eine höhen- und neigungsverstellbare Version umgebaut werden, die eine vertikale Verstellung von 105 mm ermöglicht. Für mich mit einem 27-Zoll-Bildschirm war es nicht notwendig, die Höhenverstellung zu erhöhen, aber für diejenigen, die einen hohen Bildschirm bevorzugen, ist dies eine Option – wenn auch keine besonders günstige.

Apple Studio Display

Die hinteren USB-C- und Thunderbolt-Anschlüsse des Studio Display

(Image credit: Future)

Bildschirmqualität

Nun zum wichtigen Teil – dem Bildschirm selbst. Dies ist ein 5K-Display mit einer Auflösung von 5.120 x 2.880 Pixeln und einem Seitenverhältnis von 16:9. Das reicht aus, um 4K-Videos ordnungsgemäß zu bearbeiten (oder anzusehen), ohne den Vollbildmodus verwenden zu müssen. Für den allgemeineren Gebrauch sieht es einfach unglaublich klar und detailliert aus und auch hell. Mit 600 Nits ist das Studio Display deutlich heller als jeder andere Bildschirm in unserem Guide der besten 4K-Monitore.

Das Display verwendet Apples True Tone-Technologie und unterstützt 1 Milliarde Farben sowie den breiten P3-Farbraum. Was ihm jedoch fehlt, ist die ProMotion-Technologie, die dem iPad Pro und dem iPhone 14 Pro Max ihre 120-Hz-Bildwiederholrate verleiht. Stattdessen hat es eine maximale Bildwiederholfrequenz von 60 Hz, also ist es nicht wirklich ein Monitor fürs Gaming.

Sowohl Standbilder als auch Videos sehen auf diesem Bildschirm unglaublich aus. Es lässt sogar Webseiten wirklich glänzen. Der Bildschirm ist dem des 27-Zoll iMac sehr ähnlich und wenn man ihn einmal benutzt hat, weiß man, wie gut er ist. Aber dieses Display ist um 100 Nits heller, daher sieht es noch besser aus.

Wenn Sie man Nano-Texturglas wünscht, das die Blendwirkung bei hellen Lichtverhältnissen noch weiter reduzieren kann, kostet das zusätzlich 300 Euro. Für normale Arbeitsbedingungen zu Hause ist die Standardglasoption mehr als ausreichend.

Apple Studio Display

Das Studio Display passt gut zu einem MacBook oder Mac mini – oder zu beiden!

(Image credit: Future)

Sollte ich ein Apple Studio Display kaufen?

Das Apple Studio Display ist mehr als nur ein weiterer Desktop-Monitor. Webcam, Mikrofone und Lautsprecher machen das Gerät und jeden angeschlossenen Mac zu einem iMac. Wenn du ein MacBook verwendest, ist dies der perfekte Monitor für deinen Schreibtisch zu Hause, für die Arbeit oder zum Spielen. Es ist auch die perfekte Ergänzung zum Mac mini und für diejenigen, die einen großen Bildschirm wünschen, eine weitaus bessere Wahl als die aktuelle iMac-Reihe.

Der 5K-Bildschirm sieht umwerfend aus und das Design ist etwas, auf das du stolz sein wirst, wenn du es auf deinem Schreibtisch stehen hast. Es ist vielleicht nicht der billigste Monitor auf dem Markt, aber die zusätzlichen Funktionen machen ihn sein Geld wert.

Ich würde gerne eine größere Auswahl an Apple Displays sehen, einschließlich eines kleineren Modells und eines höherwertigen Modells – mit Pro Motion – direkt darüber. Da es derzeit immer noch einen großen Unterschied zwischen dem Studio Display und dem Pro Display XDR gibt.

Apple Studio Display

(Image credit: Future)

Ebenfalls eine Überlegung wert

Der 27-Zoll-Monitor 27GP950-B von LG ist mit rund 899 Euro deutlich günstiger als das Apple Studio Display und bietet beim Gaming den Vorteil einer Bildwiederholrate von 144 Hz. Allerdings gibt es hier keine eingebaute Webcam oder Lautsprecher und nur eine 4K-Auflösung.

Eine weitere großartige 4K-Option ist der Dell U2723QE. Dieser 27-Zoll-Monitor verfügt über einen USB-C-Hub und einen KVM-Switch, um dieselbe Tastatur und Maus auf mehreren Geräten zu verwenden. Er kostet nur 625 Euro, hat jedoch auch keine Webcam und Lautsprecher und bietet zudem die gleiche 60-Hz-Aktualisierungsrate.

LG bietet auch einen 5K 27-Zoll-Bildschirm an. Der LG 27MD5KL-B bietet ein 5K-Display mit 99 % des P3-Farbraums und kostet dennoch weniger als das Studio Display. Es gibt keine Webcam oder Lautsprecher, aber es gibt drei Thunderbolt 3-Anschlüsse auf der Rückseite und einen USB-C-Anschluss auf der Vorderseite.

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Mat Gallagher

As T3's Editor-in-Chief, Mat Gallagher has his finger on the pulse for the latest advances in technology. He has written about technology since 2003 and after stints in Beijing, Hong Kong and Chicago is now based in the UK. He’s a true lover of gadgets, but especially anything that involves cameras, Apple, electric cars, musical instruments or travel.