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Sony Inzone M10S im Test: So gut kann Desktop-Gaming sein

Ein OLED-Monitor, der Gaming brillanter aussehen lässt

T3 Recommends Award
Sony Inzone M10S Monitor im Test
(Bildnachweis: Future)
T3 Fazit

Der Sony Inzone M10S ist ein absolut starker Gaming-Monitor – wenn du das Budget dafür hast. Du bekommst alles, was OLED so gut macht, tiefe, satte Schwarztöne, kein Halo-Effekt, kombiniert mit einer extrem hohen Bildwiederholrate, damit du so kompetitiv wie möglich zocken kannst. Er bietet allerdings kein natives 4K, falls dir das wichtig ist, und der Preis macht ihn eher zu einer luxuriösen Wahl für angehende Pro-Gamer*innen.

Pro
  • +

    Überragende OLED-Bildqualität

  • +

    Vielleicht das beste Design überhaupt

  • +

    Sehr hohe Bildwiederholrate

Kontra
  • -

    Nur zwei HDMI-Ports

  • -

    Ganz schön teuer

  • -

    Auf 1440p limitiert

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Die Welt der Gaming-Monitore dreht sich oft nur um Specs und „je größer, desto besser“ – besonders bei der Bildwiederholrate. Aber je höher das Maximum, desto mehr Spielraum hast du tatsächlich. Sonys Spitzenmodell, der Inzone M10S, zeigt genau, was das für dich bedeutet.

Das ist erstklassige OLED-Technik und für manche Hardcore-Gamer*innen vielleicht sogar perfekt – auch wenn der Preis ihn eher zum Luxusgerät macht. Ich habe ihn in den letzten Wochen intensiv genutzt und werde ihn definitiv vermissen. Wer mehr Auflösung sucht, sollte einen Blick in unseren Guide zu den besten 4K Monitoren werfen.

Preis und Verfügbarkeit

Der Sony Inzone M10S ist schon eine Weile auf dem Markt, seit Ende 2024. Ich hatte aber erst jetzt die Gelegenheit, ihn selbst auszuprobieren. Er ist mittlerweile bei zahlreichen Händlern erhältlich.

Der Monitor startete damals zu einem aggressiven Preis von 1.199,99 Euro in der EU. Das war schon damals am oberen Ende für 1440p-OLED-Monitore und das gilt auch heute noch. Schau dir gern das Shopping-Widget oben an – vielleicht gibt’s ein paar nette Rabatte.

Design, Features und Specs

Sony Inzone M10S Monitor im Test

(Image credit: Future)

Ich schreibe in Reviews ja meistens früh über das Design von Technik, die ich teste. Bei einem Monitor gibt es oft nicht viel zu sagen, außer wie dünn er ist und wie groß der Standfuß ausfällt. Beim Inzone M10S kann ich da aber deutlich begeisterter sein.

Das ist einer der schönsten Gaming-Monitore, die ich je getestet habe – und ehrlich, dass ein Monitorständer solche Gefühle auslösen kann, hätte ich nie gedacht. Der M10S steht auf einer kleinen Metallplatte auf deinem Schreibtisch, mit einem Arm (inklusive leichter Kabelkanäle), der den Monitor trägt. Das Display selbst hat einen großen zentralen Bereich und dann eine extrem dünne Bildschirmfläche.

Der Standfuß erlaubt ein Kippen, und du kannst den Monitor sogar um 360 Grad drehen, was die Positionierung unterwegs super einfach macht. Der kleine Fuß spart klar Platz auf dem Schreibtisch und sorgt für Ordnung, aber warum der Monitor für mich so gut aussieht, ist schwer zu greifen – es ist das Gesamtergebnis. Aus jedem Blickwinkel wirkt er clean, elegant und stellt andere Gaming-Monitore richtig in den Schatten.

Eingänge sind bei Monitoren wie diesem natürlich ein großer Faktor. Auf der Rückseite des M10S findest du zwei HDMI 2.1-Anschlüsse sowie einen einzelnen DisplayPort 2.1-Anschluss und einige USB-Ports (plus einen 3,5-mm-Klinkenanschluss für Kopfhörer).

Das ist ein recht ordentliches Anschlussangebot, aber ich vertrete die Auffassung, dass es nie zu viele Eingangsoptionen geben kann. Ich habe meinen Arbeits-Laptop, die PS5 Pro, die Switch 2 und einen Gaming-PC alle am selben Schreibtisch und konnte nur drei davon gleichzeitig anschließen, was lästig war. Es ist auch ein HDMI-Problem, das die meisten TVs plagt.

Bei den technischen Daten ist der M10S ein OLED-Panel mit nativer Auflösung 2560 x 1440 und misst diagonal 27 Zoll. Ich halte diese Größe seit langem für die beste für nahezu jeden, der Desktop-Gaming sucht, und das trifft auch hier zu. Die variable Bildwiederholrate erreicht derweil riesige 480 Hz, was ihn zu einem Kracher fürs kompetitive Gaming macht.

Der Monitor bietet außerdem eine beeindruckende Reaktionszeit von 0,03 ms, um das Gefühl von Reaktionsschnelligkeit zu verstärken, und verfügt über eine Reihe gängiger Kompatibilitäten. Dazu gehören Nvidia G-Sync und Vesa-zertifiziertes Adaptive Sync, sodass die Grundlagen abgedeckt sind. Seine HDR-Fähigkeiten erfüllen außerdem die Anforderungen für DisplayHDR True Black 400 für bessere Farbgenauigkeit.

Abseits der reinen Specs hat Sony noch ein paar spannende Features eingebaut. Eines davon lässt dich das Bild mit schwarzen Balken verkleinern – runter auf 24,5 Zoll, also genau die typische Turniergröße, wie sie viele Pro-Gamer*innen nutzen, um zu trainieren.

Dazu kommt ein Set an Optionen, das vor OLED-Burn-in schützen soll, darunter automatische Dimmfunktionen für statische Bildbereiche. Wenn dich das stört: Du kannst alles auch komplett abschalten, denn manche Effekte fallen stärker auf als andere.

Gesteuert wird das Monitor-Menü über einen kleinen Steuerstick auf der Rückseite, durch den du superleicht navigierst. Direkt darunter sitzt der Power-Button, den du genauso einfach ertastest.

Leistung

Sony Inzone M10S Monitor im Test

(Image credit: Future)

Wenn du von einem Monitor mit 144 Hz auf dieses 480-Hz-Monster wechselst, erwartest du eigentlich, dass du ab einem gewissen Punkt keinen Unterschied mehr spürst. Und ja, da ist definitiv etwas dran – aber es ist fast schon frustrierend zuzugeben, dass sich die unfassbare Geschmeidigkeit des M10S trotzdem sofort bemerkbar macht. Das Ding steuert sich einfach butterweich.

Wenn du ein kompetitives Spiel spielst, das so ausgelegt ist, dass du die Frame-Rate maximieren kannst, wie Counter-Strike 2 oder Valorant, wirst du auf diesem Monitor atemberaubende Leistungen genießen können, und eine mögliche Ausrede weniger haben, wenn du trotzdem verlierst. Die Tatsache, dass du das mit den satten Schwarztönen und kräftigen Farben seines OLED-Panels bekommst, macht es noch attraktiver.

Variable Bildwiederholrate (VRR) ist hier ebenfalls ein riesiger Pluspunkt – und zwar nicht nur am PC, sondern auch an Konsolen wie der PS5 Pro, die ich angeschlossen habe. Dadurch bekommst du ein deutlich smootheres Gameplay, selbst wenn deine Framerate eigentlich gerade munter rauf- und runterspringt.

Apropos PS5 Pro: Das bringt mich zur einen Hauptbegrenzung des M10S – es ist ein 1440p-Monitor, kein 4K-Gerät. Das bedeutet, dass du von deinen Konsolen keine native 4K-Ausgabe bekommst, aber es spart deinem PC eine Menge Leistung bei Betrachtungsdistanzen, bei denen natives 4K im Grunde nicht wirklich nötig ist.

Ich denke, die Kompromisse lohnen sich hier, aber es ist zu überlegen, ob du 4K nur haben möchtest für gelegentliche Filme, Konsolenspiele oder andere Anwendungsfälle, denn der M10S kann das einfach nicht liefern. In ähnlicher Weise gibt es hier überhaupt keine eingebauten Lautsprecher.

Ich fand den Monitor bei allem, was ich darauf spielte, außerordentlich attraktiv, von den explosiven Online-Matches von Battlefield 6 bis zur unheimlichen Beklemmung von Silent Hill f – alles kam zur Geltung. Die 1300 Nits Spitzenhelligkeit sorgten außerdem dafür, dass ich den Monitor selbst bei hellen Bedingungen nie ausgewaschen empfand, obwohl einige seiner automatisch einstellenden Helligkeitsfunktionen ablenkend waren, bis ich sie deaktivierte.

Fazit

Sony Inzone M10S Monitor im Test

(Image credit: Future)

Es besteht kein Zweifel, dass dies ein Luxusmonitor von Sony ist, aber glücklicherweise rechtfertigt er seinen Preis ausreichend.

Wenn du auf dem Markt für ein 1440p-OLED-Panel bist, findest du vermutlich günstigere Modelle – aber nur wenige werden das Bündel an Features und Vorteilen bieten, das der M10S vorweisen kann.

Sein Design ist das beste, das ich im Feld erlebt habe, und obwohl ich mir mehr HDMI-Ports wünschen würde, ist das abgesehen von dieser Beschwerde ein sehr gelungenes Gaming-Gerät für diejenigen mit einem üppigen Budget und dem Wunsch, wirklich wettbewerbsfähig zu werden.

Interessante Alternativen

Der Monitor-Markt ist – ganz ehrlich – nicht gerade ein Schnäppchenparadies, wenn du in die Nähe der Specs des Inzone M10S kommen willst. Wer aber bereit ist, noch mehr Geld auszugeben, hat definitiv reichlich Auswahl. Bestes Beispiel: der LG UltraGear GX9, den es in 39-Zoll oder 45-Zoll gibt – beide absolut beeindruckend.

Die 39-Zoll-Version ist sogar günstiger als der M10S, während das 45-Zoll-Modell teurer ist. Beide verändern aber komplett, wie du zockst: ultrabreite Formate, die Games einfach irre aussehen lassen, plus jede Menge Features, mit denen du auch problemlos nur auf einem Teil des Screens spielen kannst.

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Max Freeman-Mills
Staff Writer, Tech

Max is T3's Staff Writer for the Tech section – with years of experience reporting on tech and entertainment. He's also a gaming expert, both with the games themselves and in testing accessories and consoles, having previously flexed that expertise at Pocket-lint as a features editor.

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