Nothing will bei künftigen Smartphones ohne Android auskommen – und verspricht etwas „deutlich anderes“
Nothings nächstes Smartphone könnte eine völlig neue Richtung einschlagen
Kurze Zusammenfassung
Nothing stellt sich eine Zukunft vor, in der seine Smartphones ein KI-basiertes Betriebssystem nutzen, das von der:dem Besitzer:in lernt und im Namen der Person handelt.
Sein ehrgeiziger Gründer entwirft dabei eine Vision für Software, die deutlich über das aktuelle Android-Angebot hinausgeht.
Nothing hat sich in die Welt der Verbrauchertechnologie gewagt und versprochen, anders zu sein. Auf den ersten Blick sollte der Spaß an Alltags-Technologie zurückkommen – dahinter stand aber ein größeres Ziel: Technik sollte in den Hintergrund treten.
Und das schließt auch das Betriebssystem ein, falls Nothing-Gründer Carl Pei seinen Willen durchsetzt.
In einem Blogpost zur jüngsten Finanzierungsrunde hat Pei über seine Ambitionen für Nothing gesprochen. Sein Fokus liegt jetzt auf Geräten, die technologisch ganz anders funktionieren.
Und das ist nicht das erste Mal, dass diese Anspielung auftaucht: Schon früher gab es Diskussionen über ein Handy ohne Apps.
Eine neue Art, Smartphones zu betrachten
Es liegt nicht daran, dass Nothing etwas gegen Apps hat – das Unternehmen hat vielmehr die Vision einer Zukunft, in der das KI-basierte Betriebssystem auf deinen Geräten all diese Dienste für dich zugänglich macht und erledigt.
Es geht um die Idee einer wirklich personalisierten KI, etwas, wovon wir heute noch weit entfernt sind. Alle Hersteller reden zwar über ihre KI-Funktionen, doch bei echter Personalisierung kratzen sie kaum an der Oberfläche. Ja, du kannst manchmal ein Datum aus einer Nachricht in deinen Kalender übernehmen, aber das klappt eher unzuverlässig.
Die persönlichen Zusammenfassungen wie Samsungs Now Brief, das als KI-Funktion vermarktet wird, zeigen meistens nur das Wetter und was in deinem Kalender steht. Das wirkt etwas künstlich und nicht besonders intelligent.
Nothing sieht dagegen eine Zukunft, in der das KI-basierte Betriebssystem ständig von dir lernen kann, um Aufgaben in deinem Namen zu übernehmen. So verbringst du deine Zeit nicht mit dem Öffnen von Apps oder dem Kopieren und Einfügen von Infos, sondern vieles läuft einfach im Hintergrund.
Wie Carl Pei sagt: „Das System wird das Unwesentliche für uns erledigen, sodass wir uns auf das konzentrieren können, was wirklich wichtig ist, was für jede Person unterschiedlich sein wird.“
Dies ist nicht nur auf Smartphones beschränkt, auch wenn sie am Anfang die treibende Kraft sein werden. Nothing sieht eine Zukunft, in der eine allgegenwärtige KI, die persönlich auf dich zugeschnitten ist, all deine Geräte verbindet. Im Grunde will Nothing ein System wie Tony Starks JARVIS.
Obwohl die Vision spannend klingt, ist es im Grunde eine Weiterentwicklung von dem, was wir schon von großen Technologiemarken kennen. Gemini, Siri und Alexa laufen zwar auf verschiedenen Geräten und bringen Infos zu dir, passen sich aber trotz Lernfähigkeit kaum an.
Nothings Vision ist ehrgeizig: Ein KI-basiertes Betriebssystem, das die Nutzung von Phones grundlegend verändert, ohne Funktionen einzuschränken, wäre spannend. Die Frage ist nur, ob Nothing dieses Ziel zuerst erreicht – oder ob die großen Rivalen ihren Kurs ändern und Geräte entwickeln, die deutlich stärker im Namen der:des Besitzer:in arbeiten.
Chris has been writing about consumer tech for over 15 years. Formerly the Editor-in-Chief of Pocket-lint, he's covered just about every product launched, witnessed the birth of Android, the evolution of 5G, and the drive towards electric cars. You name it and Chris has written about it, driven it or reviewed it. Now working as a freelance technology expert, Chris' experience sees him covering all aspects of smartphones, smart homes and anything else connected. Chris has been published in titles as diverse as Computer Active and Autocar, and regularly appears on BBC News, BBC Radio, Sky, Monocle and Times Radio. He was once even on The Apprentice... but we don't talk about that.
