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ROG Xbox Ally X im Test: Ist die teuerste Xbox aller Zeiten ihr Geld wert?

Die teurere Xbox Ally ist ein Biest

T3 Recommends Award
ROG Xbox Ally X im Test
(Bildnachweis: Future)
T3 Fazit

Die stärkere Xbox Ally ist ein echtes tragbares Biest. Daran gibt es keinen Zweifel. Ob sie für dich sinnvoll ist, hängt von deinen eigenen Bedürfnissen ab. Wenn du auf der Suche nach einem PC Gaming Handheld bist, gehört sie auf jeden Fall in die engere Auswahl. Ihre Leistung spricht für sich.

Pro
  • +

    Hervorragende Leistung

  • +

    Sehr gute Ergonomie

  • +

    Ziemlich runde Benutzeroberfläche

Kontra
  • -

    Extrem teuer

  • -

    Etwas träge und absturzanfällig

  • -

    Gleiches Display wie die Standard Xbox Ally

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In dem Moment, als Xbox die ROG Xbox Ally ankündigte, wurde klar, dass fast jede:r, der:die ihre:n Xbox-gebrandeten Spiele unterwegs zocken möchte, vor dem Kauf eine Entscheidung treffen muss. Greifst du zur „Basis“-Xbox Ally oder investierst du in die deutlich teurere Xbox Ally X?

Nachdem ich die Xbox Ally bereits ausführlich getestet habe, hatte ich nun Zeit, auch die Xbox Ally X genauso gründlich zu prüfen. Welche ist also besser? Die Antwort hängt stark von deinem Budget ab. Lies weiter, um zu erfahren, was ich von Microsofts hochgerüstetem Handheld halte.

Preis & Verfügbarkeit

Diesen Schlag kann man nicht beschönigen: Die Xbox Ally X liegt preislich im höheren Segment und kostet in Deutschland 899 Euro.

Theoretisch ist sie seit einigen Wochen verfügbar, aber im Gegensatz zur günstigeren Version war es ziemlich schwer, überhaupt Lagerbestände zu finden.

Die Xbox Ally dagegen liegt bei 599 Euro. Aufmerksame Beobachter:innen haben bemerkt, dass die Preisdifferenz in den USA am größten ist. Unabhängig vom Standort lässt sich der deutliche Aufpreis jedoch nicht leugnen.

Design, Technik und Features

ROG Xbox Ally X im Test

(Image credit: Future)

Die detaillierten ergonomischen Eindrücke der Xbox Ally habe ich in meinem Test dieser Konsole beschrieben. Die Kurzfassung meiner Beobachtungen gilt genauso für die Xbox Ally X, die exakt gleich groß ist. Ihr Design wirkt auf den ersten Blick ehrlich gesagt etwas ungewöhnlich, aber in der Hand zahlt es sich aus.

Vor allem dadurch, dass die Griffe eines Xbox-Controllers direkt ins Handheld integriert wurden, haben Xbox und Asus dafür gesorgt, dass das Gerät auch über längere Spielsitzungen hinweg bequem in der Hand liegt. Das trifft nicht auf jedes Handheld zu, das ich getestet habe. Manche Spieler:innen empfinden das nicht einmal beim Switch 2 so.

Eine kleine Änderung besteht darin, dass die Trigger der Ally X „Impulse Triggers“ sind. Sie können in Spielen mit haptischem Feedback und Spannung abgestimmt werden, ähnlich wie bei einem echten Xbox Wireless Controller. Das fehlt der Xbox Ally.

Es gibt jedoch einen großen Designunterschied zwischen der Xbox Ally und der Ally X – und zwar in der Farbauswahl. Die günstigere Version ist weiß, während die X-Version schwarz ist. Vermutlich soll das ihr leistungsorientiertes Pro-Paket unterstreichen.

Abgesehen davon sind die Abmessungen identisch, einschließlich des 7-Zoll-Displays, das hier nicht aufgerüstet wurde. Das ist schade, trotz des sehr soliden 120-Hz-IPS-Panels. Bei diesem deutlichen Aufpreis hätten sich viele vermutlich ein OLED gewünscht.

Xbox hat diesen Preisanstieg jedoch anders eingesetzt, denn das eigentliche Upgrade steckt in der Hardware. Dieses Handheld verwendet das AMD Ryzen AI Z2 Extreme Chipset, im Vergleich zum Ryzen Z2 A, der die Standard-Xbox Ally antreibt. Außerdem gibt es mehr RAM, 24 GB LPDDR5x statt 16 GB, und die doppelte SSD-Kapazität mit 1 TB statt 512 GB.

Das Gerät läuft wie sein Schwestermodell unter Windows, allerdings mit einigen wichtigen Änderungen. Es nutzt eine Xbox-Softwareoberfläche, die einen Teil der Hintergrundfunktionen abschaltet, die Windows auf anderen Handhelds ineffizient machen können. Dadurch verringert sich der Abstand zu SteamOS ein Stück weit.

Das Setup bleibt trotzdem umständlich und du wirst deutlich häufiger auf Dialogfelder und Updates stoßen als bei einer SteamOS Maschine wie dem ausgezeichneten Lenovo Legion Go S.

Ob das Hardwareupgrade ausreichend wirkt, ist schwer zu sagen. Dieses Gerät ist eindeutig als Luxusprodukt positioniert, noch mehr als die Standard Xbox Ally.

Ich kann nicht genau einordnen, ob die Xbox Ally X als zweite Version gedacht war. Es gibt einige offensichtliche Anpassungen, aber wohl keine großen Änderungen in der Fertigung im Vergleich zur Xbox Ally. Möglich ist auch, dass der Prozess eigentlich andersherum geplant war.

Wie dem auch sei. Das lässt das stärkere Gerät ein wenig wie eine Pflichtübung wirken, um eine teurere Version für alle anzubieten, die das möchten. Trotzdem bekommst du, wenn du dich dafür entscheidest, eine Menge rohe Leistung für dein Geld.

Leistung

ROG Xbox Ally X im Test

(Image credit: Future)

Die große Frage zur Xbox Ally X lautet: Ist der Leistungssprung durch den AMD Ryzen AI Z2 Extreme den Aufpreis wert? In meinen Tests kann ich auf jeden Fall sagen, dass du den Vorteil deutlich spürst.

Der Leistungszuwachs wird erst sichtbar, wenn du etwas Anspruchsvolleres spielst. Ich habe einige Passagen von Hollow Knight: Silksong auf beiden Geräten ausprobiert und die Leistung war praktisch identisch, genauso bei BallxPit. Diese Indie Spiele fordern die Hardware kaum. Es lohnt sich deshalb zu überlegen, wie viele der Spiele, die du zocken willst, überhaupt viel Leistung benötigen.

Beim Laden von Titeln wie Forza Horizon 5 bekam ich jedoch ohne größere Anpassungen an den Einstellungen rund 25 Prozent höhere Frameraten. Auf dem Papier klingt das vielleicht nicht nach einem riesigen Upgrade. Wenn es aber den Unterschied zwischen mittleren 40ern und stabilen 60 fps ausmacht, wirkt es ziemlich erheblich.

ROG Xbox Ally X im Test

(Image credit: Future)

Das Gleiche galt für Doom: The Dark Ages. Das Spiel lief auf der Basis Xbox Ally zwar spielbar, wirkte wegen der nötigen niedrigen Auflösung aber ziemlich matschig. Auf der Xbox Ally X erreichte es zwar nicht die Konsolenschärfe, aber ich hatte deutlich mehr Spielraum, ein paar Einstellungen von Handheld auf höhere Presets zu setzen und so etwas Bildqualität zurückzugewinnen, während ich trotzdem nah an 60 fps blieb.

Wie ich schon erwähnt habe, ist der gleiche Bildschirm wie bei der Xbox Ally hier schwer zu rechtfertigen. Er ist okay, aber für die Größe des Handhelds wirkt das Display etwas klein. Auch Helligkeit und Farbgenauigkeit gehören nicht zur Spitzenklasse. Bei der Standard Xbox Ally fand ich das völlig in Ordnung. Für den höheren Preis der X wirkt es aber deutlich zu wenig.

Ein positiver Abschluss. Der Z2 Extreme ist beeindruckend effizient, sodass du zwar mehr Leistung bekommst, ich aber keinen spürbaren Rückgang der Akkulaufzeit zwischen den beiden Geräten bemerkt habe. Bei weniger anspruchsvollen Spielen kam ich auf rund drei Stunden, bei anspruchsvolleren Titeln eher auf etwa 90 Minuten.

ROG Xbox Ally X im Test: Fazit

ROG Xbox Ally X im Test

(Image credit: Future)

Microsofts leistungsstarke Handhelds bleiben ein wenig rätselhaft. In mancher Hinsicht sind sie richtig gut gelungen, aber ihre Preisgestaltung macht sie fast zwangsläufig zu Nischenprodukten, wenn man auf die Gesamtverkäufe schaut. Die Xbox Ally X zeigt das sehr deutlich.

Es ist ein großartiges Gerät, wenn du es dir leisten kannst. Tatsächlich ist es derzeit die beste ROG Ally und auf dem Papier eines der besten Windows Handhelds überhaupt.

Allerdings geht es auch ganz schön ins Geld. Die Gebrauchtpreise für das Asus ROG Ally X zum Beispiel machen den Weiterverkauf zu einer schwierigen Entscheidung. Ich finde, dieses Xbox Gerät ist besser als die Standard Xbox Ally, weil es dank des stärkeren Chips länger zeitgemäß bleibt. Aber ich weiß auch nicht, wie viele Menschen im Moment bereit sind, so viel Geld auszugeben. Besonders ohne ein Upgrade auf ein OLED Display.

Ich denke, Käufer:innen der Xbox Ally X werden von der reinen Leistung kaum enttäuscht sein. Ob das am Ende ein gutes Preis Leistungs Verhältnis ergibt, ist aber eine andere Frage. Auf jeden Fall bleibt sie eines der interessantesten Handhelds, die ich getestet habe.

Ebenfalls eine Überlegung wert

Die offensichtliche Option für alle, die beim Preis der Xbox Ally X zögern, ist die normale Xbox Ally. Sie ist deutlich günstiger und bietet die gleiche Softwareerfahrung. Klar, neue oder besonders anspruchsvolle Spiele laufen nicht ganz so flüssig. Wenn du aber bereit bist, deine Spieleauswahl etwas bewusster zu treffen, muss das kein Problem sein.

Alternativ ist das beste Handheld neben der Switch 2, das ich getestet habe, das Lenovo Legion Go S (SteamOS). Es zeigt sehr gut, wie rund SteamOS inzwischen ist. Es ist zwar deutlich weniger leistungsstark als die Xbox Ally X, fühlt sich im Alltag aber großartig an und bietet ein ansprechendes Design sowie gute Ergonomie.

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Max Freeman-Mills
Staff Writer, Tech

Max is T3's Staff Writer for the Tech section – with years of experience reporting on tech and entertainment. He's also a gaming expert, both with the games themselves and in testing accessories and consoles, having previously flexed that expertise at Pocket-lint as a features editor.

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