Apples zukünftige Pläne könnten Siri in Konkurrenz zu ChatGPT bringen
Es wurde sogar über eine eigenständige App gemunkelt
Kerstin Findeisen
Kurze Zusammenfassung
Apple sucht gerade neue Leute für ein ganz bestimmtes Team – und ein Bericht von Mark Gurman lässt vermuten, dass etwas viel Größeres geplant ist.
Angeblich arbeitet Apple an einer neuen, ChatGPT-ähnlichen Suchfunktion, die sogar als eigene App erscheinen könnte.
Apple hat seine eigene Version von künstlicher Intelligenz – Apple Intelligence – bereits 2024 auf der Worldwide Developers Conference vorgestellt. Einige der angekündigten Features sind inzwischen auf kompatiblen Geräten verfügbar, aber längst nicht alle. Vor allem auf das versprochene, intelligentere und kontextbezogenere Siri warten Nutzer*innen noch immer.
Laut Bloomberg-Reporter Mark Gurman könnte das personalisierte Siri frühestens mit iOS 27 kommen. In seinem aktuellen Power On Newsletter liefert Gurman aber noch ein paar weitere spannende Hinweise darauf, was Apple sonst noch plant.
Wie MacRumors berichtet, hat Gurman entdeckt, dass auf Apples Karriere-Website mehrere Stellenanzeigen für Ingenieur*innen ausgeschrieben sind – konkret für das Team „Answers, Knowledge, and Information“. Laut dem Power On Newsletter könnte das nur der Anfang von etwas Größerem sein.
Was könnte Siri in Zukunft noch bieten?
Laut Mark Gurman arbeitet Apple aktuell an einer „neuen ChatGPT-ähnlichen Such-Erfahrung“ – und denkt sogar über eine eigenständige App nach. In seinem Newsletter schreibt er: „Auch wenn das Projekt noch in den Anfängen steckt, entwickelt das Team derzeit eine sogenannte 'Answer Engine' – ein System, das das Web durchforstet, um allgemeine Wissensfragen zu beantworten.“
Außerdem wird laut Gurman nicht nur eine eigene App geprüft, sondern auch eine komplett neue Backend-Infrastruktur, die künftig die Suche in Siri, Spotlight und Safari verbessern soll.
Unter den aktuellen Stellenanzeigen auf Apples Karriere-Website wird auch ein Staff Machine Learning Engineer gesucht – mit dem Ziel, Siris Fähigkeiten bei persönlichen Fragen deutlich zu verbessern. Wie MacRumors berichtet, ist diese Stelle Teil eines Teams, das große Sprachmodelle (LLMs) entwickelt, die Nutzer*innen Fragen basierend auf ihren persönlichen Dokumenten beantworten können – selbstverständlich mit Fokus auf Datenschutz.
Bislang hat Apple offiziell nur eine personalisiertere Version von Siri angekündigt. Die soll deinen persönlichen Kontext besser verstehen – zum Beispiel erkennen, wer deine Mutter ist, wenn du sagst: „Ruf meine Mama an.“ Außerdem soll Siri künftig wissen, was gerade auf deinem Bildschirm passiert, und dir gezielter bei der App-Steuerung helfen. All das soll für ein deutlich nützlicheres User Experience sorgen.
Doch wir können davon ausgehen, dass da noch mehr kommt: Nicht nur die Jobanzeigen und Gurmans Aussagen deuten auf größere Pläne hin – CEO Tim Cook selbst hat Interesse an Übernahmen bekundet, die Apples KI-Roadmap beschleunigen könnten. Es sieht ganz so aus, als würde Apple weit über ein „smartes Siri“ hinausdenken.
Britta is a freelance technology journalist who has been writing about tech for over a decade. She's covered all consumer tech from phones, tablets and wearables to smart home and beauty tech, with everything in between. She has a fashion journalism degree from London College of Fashion and previously did a long stint as deputy editor of Pocket-lint, but you’ll now find her byline on several titles including GQ, the Express, the Mirror, TechRadar, Stuff and iMore. You'll never find her without her Apple Watch on, aiming to complete her rings so she can justify the extra bar of chocolate and she loves a good iPhone trick.
