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Honor Magic 8 Pro Test: Potenzial für Großes

Ein fokussierteres Flaggschiff mit kleinen, aber sinnvollen Verbesserungen

Honor Magic 8 Pro Test T3 Handheld Hinten abgewinkelt
T3 Recommends Award
(Bildnachweis: Future | Alex Walker-Todd)
T3 Fazit

Am Honor Magic 8 Pro gibt es viel zu mögen, von seinem raffinierten Design bis hin zu seiner Spitzenleistung. Das Kamerasystem hält, was es verspricht: hervorragende Telefunktionen bei schwachem Licht, und die stark erweiterten KI-Funktionen des Telefons bieten –größtenteils– einen echten Mehrwert. Das Beharren des Unternehmens auf kleineren Batterien und langsamerem Laden in einigen Regionen wird für einige Käufer*innen schmerzhaft sein, während MagicOS als Benutzererlebnis gewöhnungsbedürftig ist – und stellenweise unverhohlen unoriginell ist.

Pro
  • +

    Spitzenleistung

  • +

    Beeindruckend funktionsreiches Display

  • +

    Schnelles Aufladen und solide Langlebigkeit

  • +

    Beeindruckende Telekamera bei schwachem Licht

Kontra
  • -

    Unoriginelle und manchmal komplizierte Benutzererfahrung

  • -

    Schwerfällige Kameraverarbeitung

  • -

    Regionale Batterieunterschiede benachteiligen Käufer*innen aus Großbritannien und der EU

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Nach dem ersten Auftritt in China im Oktober hat das Honor Magic 8 Pro eine Art Weltreise hingelegt – mit einem gestaffelten, globalen Rollout, der Anfang Januar 2026 in Europa seinen Abschluss fand.

Fans der Marke, die auf einen echten Rivalen für die neuesten und besten Snapdragon 8 Elite Gen 5-Smartphones gewartet haben – wie das OnePlus 15 und die kommende Samsung Galaxy S26-Serie – bekommen jetzt ihre*n Champion.

Auf den ersten Blick sieht es seinem Vorgänger ähnlich. Je mehr Zeit man jedoch mit ihm verbringt, desto deutlicher wird, dass Honor zwischen den Magic-Generationen zahlreiche feine Änderungen und Upgrades gemacht hat.

Preis & Verfügbarkeit

Das Magic 8 Pro startete zunächst exklusiv in China am 15. Oktober 2025. Der globale Rollout begann erst Ende November, erreichte Märkte wie die VAE bis Mitte Dezember und kam schließlich ab dem 8. Januar 2026 nach Europa und in das Vereinigte Königreich.

Während es in China und anderen internationalen Märkten diverse Speicher-Varianten gibt, kommt es – wie schon bei den letzten zwei Generationen des Honor-Flaggschiffs – in Europa in einer einzigen RAM-/Speicher-Kombination, zum gleichen Preis wie zuvor: 1.299 €.

Honor Magic 8 Pro vs 7 Pro: Was ist neu?

  • Magic 8 Pro hat ein kleineres Display
    • 6,71 Zoll (1.256 x 2.808, 120 Hz) vs. 6,8 Zoll (1.280 x 2.800, 120 Hz)
  • Display des Magic 8 Pro ist heller
    • 6.000 Nits Spitzenhelligkeit (stark für HDR-Content) und flächendeckend hohe Helligkeit von 1.800 Nits (zuvor 5.000 Nits bzw. 1.600 Nits).
  • Magic 8 Pro mit aktuellem Snapdragon 8 Elite Gen 5
    • anstelle des Qualcomm Snapdragon 8 Elite (4. Generation)
  • Magic 8 Pro mit größerem Si-C-Akku
    • 7.200 mAh vs. 5.850 mAh (China) | 7.100 mAh vs. 5.270 mAh (Global) | 6.270 mAh vs. 5.270 mAh (EU & UK)
    • Jetzt 15 % Si-C, zuvor 10 %

Honor will mit dem Magic 8 Pro nicht das Rad neu erfinden, bringt aber kleine Änderungen, die man zwischen den verschiedenen Generationen bemerkt sind.

Der Rückgang der Displaygröße wirkt auf den ersten Blick wie ein Downgrade. Zusammen mit dem größeren Kameramodul, kompakteren Abmessungen und geringerem Gewicht liegt dieses Flaggschiff jedoch deutlich besser in der Hand und ist im Alltag angenehmer.

Der neue 200-MP-Tele-Sensor verspricht bessere Low-Light-Performance, während Honors KI-gestütztes Bildbearbeitungs-Toolset für diese Generation deutlich ausgebaut wurde.

Wie gehabt variiert Honor die Akkukapazität je nach Region: Das chinesische Modell erhält den größten Silizium-Kohlenstoff-Akku, die globale Version liegt in der Mitte, und die EU-/UK-Variante kommt mit der kleinsten Zelle (vermutlich zur Vermeidung bestimmter regionaler Abgaben).

Im Generationenvergleich verzeichnet das globale Modell den größten Sprung gegenüber dem 7 Pro (von 5.270 mAh auf 7.100 mAh), während die europäische Version nur um 1.000 mAh zulegt. Es ist immer noch ein großer Akku – nur nicht auf dem Level des OnePlus 15 oder des Oppo Find X9 Pro.

Design & Display

  • Maße: 161,15 x 75 x 8,4 mm
  • Gewicht: 219 Gramm
  • 6,71-Zoll-LTPO-OLED-Display
    • 1.256 x 2.808 Auflösung (458 ppi Pixeldichte)
    • Bis zu 6.000 Nits Spitzenhelligkeit
    • Bis zu 120 Hz Bildwiederholrate
    • HDR10+ & Dolby Vision Support
  • Farben: Sunrise Gold, Sky Cyan, Black

Honor Magic 8 Pro TEST T3 schräg von hinten

(Image credit: Future | Alex Walker-Todd)

Weniger OnePlus, mehr Samsung: Das Honor Magic 8 Pro setzt beim Design auf Wiederholung statt Revolution.

Wie schon angesprochen sorgt der verkleinerte Bildschirm für ein angenehmeres Handgefühl – unterstützt durch die weiterhin unkonventionellen Mikro-Kurven an der Vorder und Rückseite.

Das größere schwarze Kameramodul wirkt auf der Rückseite imposanter und stimmiger proportioniert als beim 7 Pro. Je nach Griffhaltung steigt jedoch das Risiko, mit dem Finger die unteren beiden Kameras zu verwischen.

In diesem Test ist die Farbe Sunrise Gold zu sehen. In den meisten Lichtverhältnissen trifft „warmes Silber“ die Optik allerdings besser, da der Goldton extrem dezent ist – ebenso wie der Schmelzmetall-Effekt, der beim 7 Pro noch deutlich präsenter war.

International gibt es außerdem ein ebenso dezentes Sky Cyan und ein geschmackvolles Matt-Schwarz. In China ist zusätzlich eine weiße Variante erhältlich.

Honor Magic 8 Pro TEST T3 Clous de Paris Makro

(Image credit: Future | Alex Walker-Todd)

Ein dezentes Detail, aber gelungen: der Clous-de-Paris-Guilloché-Ring rund um die Kamera – die von einer feinen Uhr inspiriert wurden.

Honor springt zudem auf den gleichen Trend wie Oppo auf und ergänzt eine neue „KI-Taste“ (Oppo nennt sie „Quick Button“), die tief auf der rechten Rahmenseite platziert ist. In beiden Fällen sieht sie aus und funktioniert wie das Camera Control des iPhones – mit physischem Klick, kapazitivem Druck und Wischgesten.

Vom Namen abgesehen habe ich sie deutlich öfter als Kamera-Shortcut benutzt als für die KI-Funktionen des Magic 8 Pro. Insgesamt bringt sie dem Nutzererlebnis aber keinen großen Mehrwert.

Trotz der eleganten Optik hat Honor offenbar nicht an der Robustheit gespart. Auch wenn das Micro-Curve-Display Sorge bereitet, schützt erneut das hauseigene „NanoCrystal Shield“, das laut Honor zehnmal sturzresistenter sein soll als konventionelles Smartphone-Deckglas und zusätzlich dazu mit SGS-5-zertifiziertem Fallschutz kommt.

Auch wenn mir das 8 Pro noch nicht heruntergefallen ist: Mein Honor Magic 7 Pro – mit derselben NanoCrystal-Shield-Technik – zeigt nach einem Jahr keine nennenswerten Abnutzungen, Absplitterungen oder Mikrokratzer an der exponierten Kante. Beide Pro-Generationen kommen zudem mit vorinstallierter Displayschutzfolie aus Kunststoff.

Honor hat außerdem den IP-geschützten Staub- und Wasserschutz ausgebaut: Erst bekam das 7 Pro zusätzlich zur IP68 die IP69-Zertifizierung, jetzt bietet das 8 Pro IP69K.

Honor Magic 8 Pro TEST T3 Eye-Comfort-Display-Einstellung

(Image credit: Future | Alex Walker-Todd)

Manche mögen den verkleinerten Bildschirm kritisieren. Für Streaming, Gaming und Multitasking ist er immer noch absolut groß genug; am auffälligsten ist, dass manche Webseiten etwas komprimierter wirken.

Schon das Magic 7 Pro hatte ein hervorragendes Display. Das 8 Pro hält am 19,5:9-Format fest und legt bei der Helligkeit nach – 6.000 Nits Spitze sorgen für großartigen HDR-Content (High Dynamic Range).

Augenschutz ist seit einigen Generationen ein fester Bestandteil des Honor-Erlebnisses – inzwischen mit eigenem Menüpunkt in den Einstellungen. Geboten werden automatische Farb- und Tonanpassung an die Umgebung, kombinierte PWM-Dimmung (bis 4.320 Hz) und DC-Dimming sowie neue Farb- und Kontrast-Sehtests direkt in den Einstellungen des 8 Pro.

Die Full-HD+-Auflösung in Kombination mit dem kleineren Screen sorgt für etwas mehr Schärfe als beim Vorgänger und liegt auf dem Niveau von Rivalen wie dem iPhone 17 Pro Max. Googles und Samsungs aktuelle Topmodelle bieten auf dem Papier deutlich schärfere Displays, aber im konkreten Vergleich machte der Unterschied von rund 50 ppi praktisch keinen spürbaren Effekt.

Auflösung und Bildwiederholrate (dank LTPO) skalieren dynamisch – für mehr Effizienz von 1 Hz bis 120 Hz. OnePlus treibt das Thema weiter und boostet in kompatiblen Games auf 144 Hz bzw. 165 Hz. Das ist zwar ein technischer Vorteil, doch passende Titel sind aktuell rar – das 8 Pro wirkt hier also keineswegs abgehängt.

Honor Magic 8 Pro TEST T3 Fingerabdrucksensor Nahaufnahme

(Image credit: Future | Alex Walker-Todd)

Hut ab auch vor der Biometrie: Der ultraschnelle, zuverlässige Ultraschall-Fingerabdrucksensor ist gut platziert und funktioniert sogar bei komplett ausgeschaltetem Display.

Honor ist zudem einer der wenigen Hersteller jenseits von Apple, die neben der Frontkamera ein IR-System nutzen. Das sorgt für schnelles, aber sichereres Face-Unlock als die reinen RGB-Lösungen der meisten Android-Phones.

Außerdem werden Features wie Blickerkennung (Screen bleibt an, solange du hinschaust) bis hin zu Eye-Tracking geboten, mit dem sich Apps aus Benachrichtigungen öffnen oder Anrufe mit den Augen wegwischen lassen. Schade, dass Honor diese Technologie seit dem 7 Pro nicht weiter gepusht hat – das Potenzial ist groß, das Erlebnis aber praktisch identisch.

Performance & Akku

  • Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 Prozessor
    • CPU: 2x 4,6 GHz, 6x 3,62 GHz / GPU: Adreno 840
  • Nur 12 GB RAM + 512 GB Speicher (EU/UK)
    • LPDDR5X RAM + UFS 4.1 Speicher
  • 6.270 mAh Akkukapazität
    • 100 W kabelgebundenes Laden (EU/UK)
    • 80 W kabelloses Laden

Honor Magic 8 Pro TEST T3 Gaming

(Image credit: Future | Alex Walker-Todd)

Der Hauptgrund für die Existenz des Magic 8 Pro: im Gespräch rund um Flaggschiff-Phones relevant bleiben. Kaum ein Chip passt besser als Qualcomms aktuelles Top-SoC für Mobile: Snapdragon 8 Elite Gen 5.

Dazu gibt’s 12 GB LPDDR5X-RAM (wie hier getestet; in manchen Märkten 16 GB) und 512 GB Speicher (mancherorts auch 1 TB).

Neben besserer Effizienz und minimal schnelleren Lesezeiten bedeutet der Schritt zu UFS 4.1 auch bessere Optimierung für KI-Features (Stichwort Zoned UFS bzw. „ZUFS“).

In synthetischen Tests lieferte der 8 Elite Gen 5 rund 20 % mehr Multi-Core-Performance als der Prozessor des Vorgängers. Gegen ähnlich bestückte Rivalen auf dem Markt – inklusive dem kraftvollen OnePlus 15 – liegt das 8 Pro auf Augenhöhe.

Honor Magic 8 Pro TEST T3 in der Hand Nahaufnahme

(Image credit: Future | Alex Walker-Todd)

Mit der Galaxy-S26-Serie, die (zum Zeitpunkt des Schreibens) in Kürze erwartet wird, bleibt spannend, ob Samsungs „for Galaxy“-Tuning des 8 Elite Gen 5 einen spürbaren Vorteil gegenüber Rivalen wie dem Magic 8 Pro bringt.

Im Alltag bedeutet das alles: Das Phone meistert praktisch jede Aufgabe mit reichlich Reserven.

Damit ist man für Jahre gerüstet – passend dazu hat Honor sein Software-Versprechen im März von 5 auf 7 Jahre OS- und Sicherheitsupdates erhöht, auch für Geräte wie das Magic 8 Pro.

Das liegt jetzt auf dem Niveau der Branchenbesten wie Google und Samsung. Langjährige Honor-Nutzer*innen bestätigen zudem, dass Updates zügig ausgeliefert werden – man wartet also nicht ewig auf neue Features.

Honor Magic 8 Pro TEST T3 USB

(Image credit: Future | Alex Walker-Todd)

Der größte Wermutstropfen für Nutzer*innen wie mich ist die Akkukapazität. Die 6.270 mAh sind zwar beeindruckend groß, aber deutlich kleiner als in den chinesischen und internationalen Varianten.

Ganz zu schweigen von den neuen XL-Akkus großer Android-Rivalen, etwa im OnePlus 15 (7.300 mAh mit 120 W kabelgebunden) und Oppo Find X9 Pro (7.500 mAh mit 80 W kabelgebunden).

Die Akkulaufzeit des Honor Magic 8 Pro ist dennoch keineswegs schlecht – ganz im Gegenteil. Im PCMark Battery 3.0-Test erzielte der 6.270-mAh-Akku 16 Stunden und 45 Minuten – rund ein Drittel mehr als das entsprechende EU-Magic 7 Pro.

Im Alltag ist das etwas weniger beeindruckend und entspricht in etwa dem Vorgänger: rund 10 Stunden Screen-on-Time pro Ladung. Damit sind zwei Tage drin, selbst mit etwas High-Fidelity-Gaming oder anderer intensiver Nutzung.

Das 100-W-Schnellladen per Kabel (und 80 W kabellos) ist außerdem ausgesprochen flott. Ein Netzteil liegt nicht bei – außer man hat eines in einem Honor-Bundle mitgenommen – daher muss man sich vermutlich eines separat besorgen.

Ich habe zwar kein 100-W-SuperCharge-Netzteil von Honor, aber ein 80-W-Modell. Selbst damit war der große Akku in unter 50 Minuten voll – nach 30 Minuten waren es 60 %. Nutzer*innen mit passendem 100-W-Aufladekabel berichten von einer Vollladung in knapp unter 40 Minuten.

Der Haken: Das chinesische Modell unterstützt schnellere 120 W per Kabel – ein Generationen-Upgrade, auf das internationale Käufer*innen verzichten müssen.

Software

  • MagicOS 10 zum Start (auf Android 16)
  • 7 Jahre OS- & Sicherheitsupdates

Honor Magic 8 Pro TEST T3 Schnelleinstellungen

(Image credit: Future | Alex Walker-Todd)

Einer der großen Software-Gewinne zwischen Magic 7 Pro und 8 Pro ist Honors Alpha Plan – inklusive der verlängerten Update-Zusage von 7 Jahren für OS und Security. Das zieht mit den Branchenführern gleich und rechtfertigt den Preis.

Das ist das erste Honor-Phone in meinen Händen mit MagicOS 10 (mit dem aktuellen – zum Zeitpunkt des Schreibens – Android 16).

Natürlich nicht der einzige, dennoch scheinen Optik, Haptik und Features vom MagicOS – wie bei vielen – sich spürbar einiges vom Apples iOS zu leihen. Neben Magic Capsule im Dynamic-Island-Stil und AirDrop-ähnlichen, plattformübergreifenden Datei-Transfers mit iPhone und Mac (wirklich stark) verpasst MagicOS 10 der UI einen „gläsernen“ Look, der deutlich nach iOS 26 aussieht.

Der Effekt lässt sich auf Homescreen, App-Ordnern und Widgets justieren. Die User Interface (UI) reagiert hochwertig – etwa erhalten die gläsernen Controls im Quick-Settings-Swipe ein Akzentlicht dort, wo der Finger den Bildschirm berührt. Honors visuelle Sprache wirkt jedoch teils inkonsistent.

Die globale MagicOS-Version mischt diverse First-Party-Apps mit Googles Apps & Services. Wer – wie ich – im Google-Ökosystem zuhause ist, wird viele Honor-Apps kaum brauchen (Kalender, Notizen, Honor Docs usw.). Zum Glück lässt sich fast alles stummschalten, deaktivieren oder deinstallieren.

Damit hat man auch Zugriff auf Features wie Google Gemini (inkl. Gemini Live), zusätzlich zu Honors KI-Bemühungen. Wenn es einen Bereich gibt, in dem Honor am meisten zugelegt hat, dann ist es das erweiterte KI-Toolset des Magic 8 Pro im Vergleich zum Vorgänger.

Standardmäßig liefert ein langes Drücken der neuen KI-Taste kontextbewusste Aktionen – etwa Zusammenfassungen der aktuellen Webseite oder das Speichern von Inhalten in die neue KI Memories Experience (alternativ per Drei-Finger-Wisch nach unten).

Honor Magic 8 Pro TEST T3 AI Button

Die neue AI-Taste des Magic 8 Pro

(Image credit: Future | Alex Walker-Todd)

Ähnlich wie Nothings Essential Space, Oppos/OnePlus’ Mind Space oder Googles Pixel Screenshots-App lassen sich Screenshots, Webseiten, YouTube-Links und Bilder in KI Memories speichern. Nach der Analyse gibt es Zusammenfassungen oder zumindest eine Sortierung der Inhalte in Ordner.

Wie bei konkurrierenden Diensten hat KI Memories als digitales Scrapbook durchaus Charme. Unverzichtbar ist es aber noch nicht. Mehr Funktionen für weitere Inhaltstypen sowie dynamischere, automatisierte Aktionen der Honor-KI würden die Nützlichkeit steigern.

Neben einem weiteren Zugang zu KI Memories bietet die neue Honor-KI-App auf dem Homescreen zwei KI-Agenten: einen zum Ändern von Einstellungen – per Sprache oder natürlicher Texteingabe – und den KI Photos Agent für Fotos.

Das fühlt sich wie das sinnvollste Upgrade des KI-Feature-Sets an: viele neue Bildbearbeitungstools wie Objekt-/Personenentfernung, Spiegelungs-Entfernung, Upscaling, Out-Painting, Rahmen-/Kompositionsvorschläge u. a., plus Generative-KI-Styles wie Cartoon, Aquarell oder Bleistift.

Wie bei den meisten Smartphone-KI-Features schwankt die Ergebnisqualität. Honors Out-Painting ist allerdings erfreulich solide. Kreative Tools in mehr Händen sind immer gut – schade nur, dass praktisch alle KI-Funktionen des Magic 8 Pro eine aktive Internetverbindung benötigen (offenbar ohne reine On-Device-KI).

Verwirrend wird es zudem, wenn einige – aber nicht alle – Features des KI Photos Agent auch direkt im nativen Galerie-App des Magic 8 Pro zu finden sind.

Kameras

  • Dreifach-Kamera hinten:
    • Hauptkamera (23 mm): 50 MP, ƒ/1.6-Blende, 1/1,3-Zoll-Sensor, PDAF (Phasenerkennungs-AF), CIPA-5,5-zertifizierte OIS (optische Bildstabilisierung)
    • Ultraweitwinkel (12 mm): 50 MP, ƒ/2.2, 1/2,88 Zoll, PDAF, 122° FoV (Sichtfeld)
    • Tele (85 mm): 200 MP, ƒ/2.6, 1/1,4 Zoll, PDAF, CIPA-5,5-zertifizierte OIS, 3,7-fach optischer Zoom
  • Frontkamera (21 mm): 50 MP, ƒ/2.0, 1/2,93 Zoll, Fixfokus + 3D-Depth-Kamera

Honor Magic 8 Pro TEST T3 Kameramodul schräg

(Image credit: Future | Alex Walker-Todd)

Honor bewirbt Haupt- und Tele-Sensor auf der Rückseite als „Ultra Night Cameras“. Hardware-seitig ähnelt dem Setup des Magic 7 Pro, es gibt aber erwähnenswerte Tweaks.

Die variable Blende der Hauptkamera des 7 Pro entfällt. Der 50-MP-Hauptsensor des 8 Pro setzt auf eine konventionelle feste ƒ/1.6-Blende. Im Low-Light-Vergleich zeigen Sensor und Verarbeitung des 8 Pro sichtbar bessere Farbtiefe und mehr Dynamik bei deutlich niedrigeren ISO-Werten (geringeres Rauschen/Grain). Einzig: Das 7 Pro hält teils mehr Feindetail – in meinen Tests jedoch inkonsistent.

Konsistent ist die Farbabstimmung und Bildverarbeitung in Low-Light über alle Sensoren hinweg – inklusive der neuen ISOCELL HP9 Telekamera mit 3,7x (statt 3x beim 7 Pro). So gelingen wirklich schöne Ergebnisse, auch wenn Feinheiten unter der Lupe nicht immer halten und Lichter in kontrastreichen Szenen teils ausbrennen.

Trotz schärferer Konkurrenz gebührt dem CIPA-zertifizierten Stabi-System Lob: Damit gelangen mir hervorragende, verwacklungsfreie Tele-Nachtshots aus der Hand, bei denen ich bezweifle, dass Rivalen mit längeren Belichtungen mithalten.

Bei gutem Licht liefert das Kamerasystem satte Farben, ordentliche Dynamik und saubere Korrektur der Linsenverzerrung – selbst mit einem der weitesten Ultraweitwinkel am Markt (12 mm äquivalent, stark auch für Makros).

Wo die Farbkonsistenz bricht, ist es kurioserweise bei gutem Licht zwischen den Brennweiten. Die Beispielfotos des Sonnenuntergangs (Galerie oben) zeigen kühlere Töne beim Ultraweit, während höhere Zoomstufen wärmer/mauve getönt wirken.

Apropos Farbe: Schon bisher bot Honor ein kreatives Toolset in der Kamera-App, das beim Magic 8 Pro erweitert wurde. Es gibt drei Haupt-Profile: Leuchtend (Standard und hier für die Beispielfotos genutzt), Natur und Authentisch (angelehnt an Street-Fotografie).

Dazu kommen Profile, die klassischen Filmstock nachahmen, sowie der neue Magic Colour Mode. Ähnlich zu Samsungs Custom-Filtern (eingeführt mit der Galaxy-S25-Serie und One UI 7) extrahiert er die Farb-DNA eines Bildes und färbt neue Shots entsprechend ein.

Auf der Habenseite ist das ein starkes Phone für Porträts: Portrait Mode überzeugt mit sauberer Kantenerkennung (sprich Trennung von Motiv und Hintergrund) und erlaubt Porträts in mehr Brennweiten als jedes andere Phone (1x, 2x, 3,7x, 5,9x und 7,4x).

Beim Video zeigt sich die größte Schwäche der Bildverarbeitung – ein Honor-Thema seit Längerem. Clips wirken blasser als Fotos, Low-Light ist sichtbar schwächer. Dennoch gibt es gut stabilisierte, schnell fokussierende Aufnahmen, inklusive 4K mit 120 fps.

Das vielseitige Sensor-Setup mit vielen Brennweiten macht das Magic 8 Pro zu einem der besten Kamera-Phones aktuell. Aber die Diskrepanz bei der Videoqualität, Artefakte durch KI Super Zoom bei hohen Zoomstufen und Honors teils aggressive, kontrastreiche Foto-Verarbeitung verhindern die Konstanz von Apples aktuellen iPhones.

Honor Magic 8 Pro Test: Unser Testurteil

Honor Magic 8 Pro TEST T3 Logo Nahaufnahme

(Image credit: Future | Alex Walker-Todd)

Das Honor Magic 8 Pro erfüllt seinen Auftrag: Es ist Honors Aushängeschild zum Start ins Jahr 2026.

Es bietet Spitzen-Performance, ein abgerundetes – wenn auch optisch wenig originell – Nutzererlebnis mit starkem KI-Fokus und ein verbessertes Kamerasystem, das zentrale Schwächen des Vorgängers anspricht (statt nur neue Features hineinzuquetschen).

Honors neue KI-Funktionen sind aus meiner Sicht noch keine Game-Changer, auch wenn manche echten Mehrwert bringen. MagicOS bleibt zudem eine wenig originelle Neuverkleidung von Android – mit einer verwirrenden Mischung aus ausgefeilten und unausgereiften Tools.

Die verlängerte Software-Unterstützung und der ausdauernde, schnell ladende Akku verbessern jedoch das Preis-Leistungs-Angebot gegenüber früheren Modellen. Schade bleibt, dass UK-/EU-Käufer*innen nicht die absolut beste Hardware-Variante bekommen.

Weitere Optionen

Es gibt einige Flagships der Rivalen, über die wir mehrere Male in dieser Bewertung gesprochen haben. Das OnePlus 15 übertrumpft das Magic 8 Pro im Sinne von Leistung, bietet aber nicht dessen Kamera-Vielfalt – hier ist das Oppo Find X9 Pro näher dran.

OnePlus und Oppo liefern zudem ungezügelte Akku-Performance in Märkten, in denen Honors Ausdauer bewusst begrenzt wurde.

Mit vielen iOS-Anleihen und der überlegenen Kamera-Konstanz sind auch das iPhone 17 Pro (und das 17 Pro Max) passende Alternativen – trotz schwächerer KI-Umsetzung.

Und wenn es um Android-Flaggschiffe geht, darf das aktuelle „Everything Phone“ nicht fehlen: das Samsung Galaxy S25 Ultra (zumindest bis das S26 Ultra erscheint).

Alex Walker-Todd
Phones Expert
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