OnePlus 15R im Test: Spart genau an den richtigen Stellen
OnePlus’ Mittelpreis-Flaggschiff überzeugt fast überall – solange dir die Kamera egal ist
Wenn dir Kameras nicht besonders wichtig sind und du etwas Geld sparen willst, ist das OnePlus 15R eine starke Wahl. Als günstigere Alternative zum Topmodell OnePlus 15 spart es genau an den richtigen Stellen, wobei Akku und Performance klar zu den größten Stärken zählen. Wenn du deine Kamera-Erwartungen etwas zurückschraubst, wirst du mit dem 15R definitiv happy sein.
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Riesige Akkulaufzeit, die gefühlt ewig hält
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Starker Prozessor für eine durchgehend flüssige Performance
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Flaggschiff-Design und hochwertiges Finish zum Mittelklasse-Preis
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Keine Telekamera für Zoom – und auch die Ultraweitwinkel-Kamera überzeugt nicht
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Weniger OS- und Sicherheitsupdates als bei der Konkurrenz
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Schwaches, unangenehmes Haptik- bzw. Vibrationsfeedback
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Bilal Fahmi
Als OnePlus sein Flaggschiff für 2025/26, das OnePlus 15, vorgestellt hat, war ich überraschend begeistert von der Performance. Das Finish habe ich damals sogar als das beste bezeichnet, das ich in den letzten 12 Monaten bei einem Android-Phone gesehen habe (konkret in Sand Storm).
OnePlus war damit aber noch nicht fertig und hat eine „Dual-Flaggschiff“-Strategie gestartet. Hier im Test ist das OnePlus 15R – das weltweit erste Phone mit Qualcomms Snapdragon 8 Gen 5 – als günstigere Option der Marke für dieses Jahr.
Ich rede dabei nicht von riesigen Abstrichen zwischen den beiden Modellen. Die Kompromisse treffen bei dieser R-Generation gefühlt genau die richtigen Punkte. Die dezenten Einschnitte bei den Specs spiegeln sich im niedrigeren Preis wider. Hat OnePlus damit das ultimative Mittelklasse-Android gebaut?
Preis & Verfügbarkeit
Das OnePlus 15R ist je nach Region ab dem 15. Januar erhältlich. Bis zum 21. Januar bekommst du auf das 512-GB-Modell einen frühen Promo-Rabatt von 100 £ bzw. 100 €. Alle Details zu den Preisen außerhalb Europas findest du unten in der Preistabelle.
OnePlus 15R | UK | Europa | USA | Australien |
12 GB + 256 GB | 649 £ | 699 € | 699,99 $ | Bestätigung folgt |
12 GB + 512 GB | 729 £ | 799 € | 799,99 $ | Bestätigung folgt |
Auch wenn der Einstiegspreis bei 649 £/699 € liegt, ist die Variante mit mehr Speicher eigentlich ein No-Brainer (zusätzlichen RAM wie beim voll ausgestatteten OnePlus 15 gibt es hier allerdings nicht). Der Aufpreis fällt hier kaum ins Gewicht.
Damit spielt das 15R in einer eigenen Mittelklasse-Liga, mit Geräten wie dem Xiaomi 15T Pro und dem Nothing Phone 3 als engste Konkurrenten. Beide Modelle sind inzwischen etwas älter und günstiger auf dem Markt erhältlich.
OnePlus 15R vs. OnePlus 13R: Was ist neu?
- 15R mit minimal größerem Display und schnellerer Bildrate
- 6,83 Zoll (1.272 x 2.800, 165 Hz) vs. 6,78 Zoll (1.264 x 2.780, 120 Hz)
- 15R mit neuestem Snapdragon 8 Gen 5 statt Gen 3
- Nur 12 GB RAM – keine 16-GB-Option wie beim älteren Gerät
- 15R mit größerer Akkukapazität
- 7.400 mAh vs. 6.000 mAh
- 15R verzichtet auf Telefoto-Kamera
- 13R bietet 2x Zoom
Das OnePlus 15R wirkt für mich eher wie eine abgespeckte Version des OnePlus 15 als ein echtes Update des OnePlus 13R.
Denn das 15R kommt ganz ohne Zoom-Kamera. Wenn dir das wichtig ist, bist du hier definitiv falsch. Auch der digitale Zoom überzeugt ehrlich gesagt nicht.
An anderer Stelle ist das 15R ziemlich nah am besser ausgestatteten OnePlus 15. Beim Display gibt’s zwar einen anderen Typ, Größe, Auflösung und Bildrate sind aber identisch, und es ist sogar minimal größer als beim vorherigen R-Modell.
Bei der R-Serie gibt’s mit jeder Generation einen stärkeren Qualcomm-Prozessor und spürbar mehr Akkukapazität.
Kurz gesagt: Wenn du mehr Wert auf Gaming als auf Fotografie legst und weniger ausgeben willst, passt du perfekt zur Zielgruppe des 15R.
Design & Display
- 6,83-Zoll-OLED-Display
- 1.272 x 2.800 Auflösung (450 ppi Pixeldichte)
- HDR10+ bis 3.600 Nits Peak
- Bis zu 165 Hz Bildwiederholrate
- Farben: Charcoal Black, Mint Breeze
- Maße: 8,1 mm dünn; Gewicht: 213 g
Wie du in meinen Testfotos siehst, ist das hier das OnePlus 15R in Charcoal Black. Mir gefällt dieses Finish deutlich besser als die Option Mint Breeze (Grün), die ich letztes Jahr auf einem OnePlus-Preview-Event gesehen habe.
Unterm Strich wirkt und fühlt sich das 15R wie ein echtes Flaggschiff an. Ganz so schick wie das voll ausgestattete OnePlus 15 ist es aber nicht, denn dessen fingerabdruck- und kratzfestes Sand-Stone-Modell sticht klar heraus.
Das 15R macht dennoch eine gute Figur: Fingerabdrücke fallen auf der Rückseite kaum auf, dafür sieht man hin und wieder Spuren von Fingernägeln oder leichte Kratzer. Die kleine Kamera-Insel und das geprägte „1+“-Logo in der Mitte wirken dagegen sehr hochwertig.
Vor diesem Test habe ich das OnePlus 15 über einen Monat lang genutzt, weil mich dessen Performance und Feinschliff so überzeugt haben – auch wenn mich das teurere Oppo Find X9 Pro wegen seiner besseren Kameras gereizt hat.
Beim Wechsel auf das 15R für diesen Test habe ich ehrlich gesagt kaum einen Unterschied gespürt.
Das Display ist ein gutes Beispiel dafür: Auflösung und Bildrate sind identisch. Standardmäßig greift „Auto auswählen“, um Leistung und Akku zu schonen, du kannst aber app-spezifisch auch 165 Hz einstellen.
Der entscheidende Unterschied: Es ist kein LTPO-Display und passt sich daher nicht dynamisch an. Statt feiner 1–165-Hz-Abstufungen gibt es je nach Nutzung und Einstellung 60 Hz, 120 Hz oder 165 Hz. Kein großer Rückschritt, aber insgesamt weniger akkusparend.
Die Standardfarbpalette wirkt im Modus „Natürlich“ etwas zurückhaltend, doch „Pro“ und „Lebhaft“ holen mehr raus. Ich nutze Letzteren: die satteren Farben sehen meiner Meinung nach mehr nach Flaggschiff aus!
Wie schon beim OnePlus 15 finde ich auch beim 15R das 19,5:9-Format ideal für ein 6,78-Zoll-Panel. Der Rand ist schlank, die Front flach. Der Curved-Display-Trend ist gefühlt vorbei, nur Honor macht noch weiter. Das Gerät liegt dadurch fast perfekt in der Hand.
Performance & Akku
- Qualcomm Snapdragon 8 (Gen 5) Prozessor
- 2x 3,8 GHz, 6x 3,32 GHz; Adreno 840 GPU
- Nur 12 GB RAM; 256/512 GB Speicher
- 7.400 mAh Akkukapazität
- 80 W kabelgebundenes Laden
- Kein kabelloses Laden
Ein wichtiger Unterschied zwischen dem OnePlus 15 und 15R: Ersteres nutzt die Top-„Elite“-Variante von Qualcomms Snapdragon-8-Chipsatz, während im 15R die neue „Basis“-Version steckt (ausgeschrieben: Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5). Zudem ist es das erste Smartphone mit diesem Chip.
Auf dem Papier ist der Unterschied klar: Der Elite-Chip taktet trotz gleicher Kernanzahl höher. Im Alltag fällt der Unterschied zur Basis-Gen-5-Variante aber kaum ins Gewicht.
Ich habe für den Test meine üblichen Games durchprobiert – egal ob polygonlastige 3D-Last oder nicht – und die Performance ist durchweg stark. Störende Ruckler habe ich dabei keine bemerkt, trotz der Unterschiede beim Chip.
Wenn überhaupt, könnte das feste 12-GB-RAM-Setup des 15R im Vergleich minimal bremsen, gerade beim Multitasking. Beim OnePlus 15 gibt es in der 512-GB-Version immerhin 16 GB RAM.
In meinen zwei Wochen mit dem 15R bin ich sehr happy mit der Performance. Zum Testzeitpunkt lief allerdings noch Vorserien-Software, weshalb das Google-Sicherheitsupdate für Google Pay und ähnliche Funktionen noch fehlte. Bis zum Verkaufsstart sollte das aber nachgereicht sein.
Ein großes Plus des OnePlus 15R ist einer der kapazitätsstärksten Akkus in einem Smartphone. Er ist sogar minimal größer als der ohnehin starke Akku des OnePlus 15, wobei ich in der Praxis ähnliche Laufzeiten sehe. Der fehlende LTPO-Screen im R-Modell dürfte den Unterschied wieder ausgleichen.
Nichtsdestotrotz bringt mich der 7.400-mAh-Akku locker durch mehr als einen Tag, selbst mit WLAN-Hotspot-Tethering. Zwei Tage sind absolut drin, wenn du etwas vorsichtiger bist.
Beim Laden sind 80 W nach wie vor extrem schnell – nur eben nicht ganz so High-End wie die 120 W des OnePlus 15 oder mancher Konkurrenz. Schneller als ein Samsung Galaxy S25 Ultra ist es aber allemal. Wireless Charging fehlt, was in diesem günstigeren Segment ehrlich gesagt zu erwarten ist.
Software
- OxygenOS 16 (über Google Android 16)
Softwaretechnisch ist OnePlus’ OxygenOS 16 auf dem 15R identisch mit dem des OnePlus 15. Das gilt trotz unterschiedlicher Namen auch für Oppos ColorOS 16 auf dem Find X9 Pro.
Heißt: Im Grunde ein leichtes Reskin von Googles Android 16 mit ein paar Unterschieden. Manche davon sind gut, andere aus meiner Sicht eher fragwürdig.
Die KI-„Mind Space“-Taste zum Beispiel (links oben auf dem Display) öffnet den KI-Bereich der Marke, in dem Inhalte gespeichert und kontextualisiert werden.
Dieser „Space“ sammelt Daten, Bilder und Sprachnotizen – ähnlich wie Nothings Essential Space. Ich finde, er kann nützlich sein, um Kontext zu liefern, etwa mit Fragen wie „Was ist das?“ bei einem Bild, aber viel mehr ist es (noch) nicht.
Ich vermute, dass sich das mit der Zeit verbessert. Allerdings musst du damit regelmäßig interagieren, um den vollen Nutzen zu ziehen.
Abseits von KI läuft die Software von OnePlus sehr geschmeidig. Du kannst die Homescreen-Skalierung und das Layout anpassen, Animationen hinzufügen, App-Icon-Stile ändern und mehr. Das gefällt mir!
Weniger mag ich den fehlenden Feinschliff. Für eine so „KI-fokussierte“ Software überrascht mich, wie wenig mitgedacht wird. Ein Beispiel: Du machst ein Foto, willst es teilen, wählst WhatsApp aus, aber es gibt keinen Schnellzugriff auf deine letzten Kontakte. Dadurch dauert alles länger als nötig.
Andererseits gibt es tolle Features, die aber noch Feinschliff brauchen, um wirklich zu glänzen. Das schwebende Pop-up-Fenster fürs Multitasking, das Apps miniaturisiert, lässt sich nicht pro App steuern. Es funktioniert nicht immer zuverlässig und kommt dem, was man gerade tun will, manchmal in die Quere.
Kameras
- Dual-Kamera hinten:
- Hauptkamera (24 mm): 50 Megapixel, f/1.8 Blende, 1/1,56 Zoll Sensor (Sony IMX906), Autofokus (PDAF), optische Stabilisierung (OIS)
- Ultraweit (16 mm): 8 MP, f/2.2, 1/4,0 Zoll, PDAF
- Frontkamera für Selfies:
- 25 mm: 32 MP, f/2.0
Trotz der generell starken Performance macht das OnePlus 15R bei den Kameras die größten Kompromisse.
Anders als beim 13R gibt es hier keinerlei Tele – das „2x“ in der Kamera-App ist nur digital und die Qualität oft mäßig.
Auch die Ultraweitwinkel-Kamera bietet nur eine niedrige Auflösung und ist bei Details und Klarheit spürbar limitiert.








Die Hauptkamera liefert hingegen ein deutlich besseres Erlebnis und erinnert stark an das OnePlus 15 – beide nutzen denselben Sony-Sensor.
OnePlus trommelt zwar laut für seine DetailMax Engine – die Hasselblad-Partnerschaft ist ja Geschichte. Für mich ist das aber noch kein Android-Topniveau.
Gerade bei wenig Licht ist die Kamera eher schwach, wechselt standardmäßig auf lange Belichtungen und liefert selten überzeugende Ergebnisse.
Ohne Zoom und Ultraweitwinkel sind die Resultate bei Tageslicht und in gut beleuchteten Szenen aber ordentlich.
Unterm Strich sind die Kameras jedoch die größte Schwäche des 15R – sowohl im Vergleich zum besseren Modell der Marke als auch zum restlichen Markt.
OnePlus 15R im Test: Unser Testurteil
Wenn du keinen großen Wert auf Kameras legst und dir den Aufpreis fürs OnePlus 15 sparen willst, ist das 15R ein starkes Smartphone zu einem fairen Preis.
Ich bin vom Topmodell der Marke auf diese vermeintliche „Abstufung“ gewechselt und habe im Alltag kaum einen Unterschied gemerkt. Optisch wie funktional fühlt sich das 15R in fast allen Bereichen wie ein echtes Flaggschiff an.
Unterm Strich sind das elegante Design, die lange Akkulaufzeit und die flüssige Performance das Erfolgs-Trio, das das OnePlus 15R zu einem richtig guten Smartphone macht.
Erwarte bei der Kamera einfach nicht zu viel – dann wirst du mit dem 15R sehr zufrieden sein.
Weitere Optionen
Bei Mittelklasse-Modellen schwanken die Preise stark. Die wichtigsten Konkurrenten des 15R von Nothing und Xiaomi liegen inzwischen bereits unter ihren ursprünglichen Preisen.
Nothings Phone 3 setzt auf ein auffälliges Display-Panel auf der Rückseite, das Benachrichtigungen visualisiert. Das Design sticht zwar heraus, die Akkulaufzeit ist aber deutlich schwächer als beim OnePlus.
Xiaomis „T“-Modell ist aktuell deutlich günstiger als beide. Für Sparfüchse interessant, auch wenn die Software nicht ganz mithalten kann.

Mike is T3's Tech Editor. He's been writing about consumer technology for 15 years and his beat covers phones – of which he's seen hundreds of handsets over the years – laptops, gaming, TV & audio, and more. There's little consumer tech he's not had a hand at trying, and with extensive commissioning and editing experience, he knows the industry inside out. As the former Reviews Editor at Pocket-lint for 10 years where he furthered his knowledge and expertise, whilst writing about literally thousands of products, he's also provided work for publications such as Wired, The Guardian, Metro, and more.