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Honor Magic 8 Lite im Test: Der Akku-König der Budget-Klasse?

Honors günstigeres Magic-8-Modell kommt mit einem riesigen Akku

Honor Magic 8 Lite
T3 Recommends Award
(Bildnachweis: Future / Chris Hall)
T3 Fazit

Das Honor Magic 8 Lite setzt vor allem auf seinen großen Akku und die starke Ausdauer. Dazu kommen hohe Schutzklassen, was das Gerät insgesamt recht robust macht. Auch das große und hochwertige Display spricht für das Smartphone. Trotzdem bleibt es ein klassisches Mittelklasse-Gerät – und das merkt man auch an der Leistung. Schwächen gibt es bei der Software, die nicht ganz rund läuft. Zwar verspricht Honor 7 Jahre Updates, zum Start kommt das Gerät aber noch mit dem inzwischen veralteten Android 15.

Pro
  • +

    Ausgezeichnete Akkulaufzeit

  • +

    Robustes Gehäuse

  • +

    Starkes Display

Kontra
  • -

    Viel vorinstallierte Software

  • -

    Schwache Kameras

  • -

    Mittelklasse-Performance

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Honor bleibt im Smartphone-Markt aktiv: mit einem der schlanksten Foldables, einem Kamera‑Flagschiff als Konkurrenz zu den Top-Modellen und neuen Konzepten, die in den nächsten Monaten kommen sollen.

Die Marke steht weiter für viel Technik zum vergleichsweise fairen Preis. Das Honor Magic 8 Lite ist 2026 das günstigere Modell der Reihe und hat nur wenig mit dem gleichzeitig vorgestellten Magic 8 Pro gemeinsam.

Mit IP69K-Zertifizierung bringt es eine hohe Staub- und Wasserresistenz mit. Dazu kommen ein großer Akku, ein großes Display und ein Preis, der klar in die Mittelklasse zielt. Bleibt die Frage, wie gut das Gesamtpaket ist.

Preis & Verfügbarkeit

Das Honor Magic 8 Lite wurde am 8. Dezember 2025 vorgestellt und ist inzwischen breit verfügbar. Preislich liegt das Modell mit 8 GB RAM und 512 GB Speicher in Europa bei 399,99 Euro. In den USA ist es nicht erhältlich.

Beim Direktkauf auf Honor.com gibt es je nach Region Aktionen wie Gutscheine oder Gratis-Zubehör. Falls du noch kein Schnellladegerät hast, lohnt sich ein 66-W-Netzteil. Die Angebote unterscheiden sich aber je nach Markt.

Honor Magic 8 Lite: Was ist neu?

  • Neues, kantigeres Design
  • Größerer Akku mit 7.500 mAh
  • Aufgerüsteter Snapdragon 6 Gen 4‑Chip

Honor Magic 8 Lite

(Image credit: Future / Chris Hall)

Das Honor Magic 8 Lite löst das Honor Magic 7 Lite ab und bekommt ein neues Design mit kantigerem Rahmen statt der früheren Rundungen. Die große Kameraeinheit auf der Rückseite bleibt und orientiert sich optisch am Honor Magic 8 Pro.

Größe und Gewicht bleiben fast gleich, genauso Display-Größe, -Typ und -Auflösung. Neu sind bis zu 6.000 Nits Helligkeit. Auch die Einordnung bleibt ähnlich, nur der Prozessor wechselt vom Snapdragon 6 Gen 1 auf den Snapdragon 6 Gen 4.

Die größte Änderung ist der Akku mit jetzt 7.500 mAh statt 6.600 mAh. Beide sind groß, das neue Modell legt aber nochmal nach. Die Ladeleistung bleibt bei maximal 66 W.

Außerdem startet das Honor Magic 8 Lite noch mit dem älteren Magic OS 9, verspricht aber 7 Jahre Updates. Damit ist es lange versorgt.

Design & Display

  • 6,79‑Zoll‑AMOLED‑Display
    • 2.640 x 1.200 Pixel (427 ppi)
    • Bis zu 6.000 Nits Spitzenhelligkeit
    • 120-Hz-Bildwiederholrate

Honor Magic 8 Lite

(Image credit: Future / Chris Hall)

Das Honor Magic 8 Lite besteht zwar größtenteils aus Kunststoff, der Rahmen wirkt aber stabil. Die Rückseite fühlt sich etwas einfacher an. Insgesamt geht das aber in Ordnung.

Es bietet zudem eine der höchsten Schutzklassen, die man aktuell bei Smartphones findet. Obwohl es nicht als Rugged-Phone vermarktet wird, soll es Stürze aus bis zu 2,5 m überstehen und ist bis IP69K zertifiziert. Das übertrifft viele Flaggschiffe.

Im Test musste es einiges mitmachen, unter anderem Wasser und Kratztests. Das hat es ohne Probleme überstanden.

Ab Werk ist außerdem eine Displayschutzfolie angebracht. Die ist relativ weich und kann schneller verkratzen, was leicht mit dem eigentlichen Display verwechselt werden kann.

Honor Magic 8 Lite

(Image credit: Future / Chris Hall)

Optisch ist das Phone kein echtes Highlight. Die große Kameraeinheit auf der Rückseite wirkt etwas überdimensioniert, vor allem weil die Kamera selbst eher Mittelklasse ist.

Am Display gibt es dagegen wenig auszusetzen: groß, hohe Auflösung, 120 Hz und ordentlich hell. Die Farben sind kräftig und angenehm abgestimmt, dazu gibt es Optionen, den Farbraum anzupassen.

Honor gibt eine Spitzenhelligkeit von 6.000 Nits an, die aber nur bei HDR-Inhalten erreicht wird. Im Vergleich zum Pixel 10 Pro mit seinen 3.300 Nits fiel der Unterschied im Alltag nicht besonders groß aus.

Unterstützt werden HDR10 und HLG (Hybrid Log-Gamma), HDR10+ oder Dolby Vision fehlen allerdings. Dabei könnten gerade diese Formate von der hohen Helligkeit profitieren.

Honor nennt bis zu 1.800 Nits im normalen Betrieb, was locker reicht. Wann die vollen 6.000 Nits tatsächlich erreicht werden, bleibt allerdings unklar.

Performance & Akku

  • Snapdragon 6 Gen 4
  • 8 GB RAM; 512 GB Speicher
  • 7.500-mAh-Akku
    • 66-W-Schnellladen (kabelgebunden)

Honor Magic 8 Lite

(Image credit: Future / Chris Hall)

Der Snapdragon 6 Gen 4 ist klar Mittelklasse und nicht die größte Stärke des Magic 8 Lite. Im Alltag merkt man den Unterschied zu stärkeren Chips, manches läuft etwas langsamer.

Dazu kommen 8 GB RAM. Im Vereinigten Königreich gibt es das Modell nur mit 512 GB Speicher, in anderen Regionen auch mit anderen Varianten. Für den Preis ist das aber eine großzügige Ausstattung.

Das große Thema beim Honor Magic 8 Lite ist der 7.500-mAh-Akku. Bei mir hielt das Gerät mehr als zwei Tage durch, ein dritter Tag war ebenfalls drin. Für diese Klasse ist das eine starke Leistung.

Geladen wird mit bis zu 66 W. Das ist schneller als bei vielen großen Marken wie Google, Apple oder Samsung. Mit dem passenden Netzteil ist der Akku in etwa einer Stunde voll, nach rund 30 Minuten sind etwa 50 Prozent erreicht. Das reicht hier schon locker für mehr als einen Tag.

Zur guten Laufzeit trägt nicht nur der große Akku bei, sondern auch die sparsame Hardware. Bei intensiver Nutzung sinkt der Akkustand aber erwartungsgemäß schneller. Auf einer vierstündigen Fahrt mit einem AAWireless-Adapter für kabelloses Android Auto lag der Verbrauch zum Beispiel höher als gedacht.

Unterm Strich ist die Leistung nichts Besonderes. Wer aber ein Smartphone sucht, das lange durchhält, ist hier richtig. Honor verspricht außerdem, dass der Akku auch langfristig zuverlässig bleibt.

Software

  • Android 15 mit Magic OS 9
    • 7 Jahre Software-Updates

Honor Magic 8 Lite

(Image credit: Future / Chris Hall)

Honor verspricht für das Magic 8 Lite 7 Jahre Updates und stellt den Software-Support klar in den Fokus. 2025 hatte das Unternehmen zunächst 6 Jahre angekündigt und später nochmal erhöht – ein starkes Signal.

Das sorgt für langfristige Software-Sicherheit und passt gut zum robusten Gehäuse und der langen Akkulaufzeit. Ein Smartphone, das auf lange Nutzung ausgelegt ist.

Weniger überzeugend war die Einrichtung. Ich wechsle regelmäßig zwischen Android-Geräten, wobei der Umzug normalerweise problemlos läuft. Vom Honor Magic 8 Pro aufs Magic 8 Lite lief es diesmal aber nicht ganz rund.

So wurden zum Beispiel meine WhatsApp-Chats nicht korrekt übernommen. Ich musste das Backup erst auf ein Pixel übertragen und von dort erneut aufs Magic 8 Lite spielen. Das zeigt auch, dass die Software hier und da noch etwas unausgereift wirkt.

Honor Magic 8 Lite

(Image credit: Future / Chris Hall)

Zuerst das Offensichtliche: Im Test lief das Gerät mit Android 15 und MagicOS 9 und damit eine Software-Generation hinter dem gleichzeitig gestarteten Honor Magic 8 Pro. Kein idealer Start. Dazu kommt, dass sich die Software bei Honors Flaggschiffen und den günstigeren Modellen teilweise unterscheidet.

Ständige Hinweise auf Apps, vorinstallierte Zusatzsoftware und doppelte Apps können nerven. Insgesamt wirkt das nicht so sauber wie etwa beim Pixel 9a, auch wenn das etwas teurer ist.

Außerdem hat das Backup vom Honor Magic 8 Pro einige Einstellungen auf dem Magic 8 Lite blockiert. Erst nach einem Werksreset hatte ich wieder Zugriff auf Optionen wie das „Circadian Night Display“, das die Farbtemperatur des Displays anpasst. Auch hier zeigt sich wieder, dass die Software hier und da noch etwas unausgereift wirkt.

Honor Magic 8 Lite

(Image credit: Future / Chris Hall)

Honor greift stark ins Stock-Android ein und ergänzt viele eigene Optionen. Daran kann man sich gewöhnen, man muss aber erst einiges anpassen, bis sich alles stimmig anfühlt.

KI-Features gibt es ebenfalls einige. Sie stehen aber weniger im Vordergrund als beim Magic 8 Pro mit eigener KI-Taste. Wie so oft bin ich am Ende bei Googles Gemini geblieben, weil die Integration in Googles Apps und Dienste für meinen Alltag völlig ausreicht.

In der Honor-Galerie gibt es zwar ein paar KI-Bearbeitungsfunktionen, meine bevorzugte Funktion zum Entfernen von Spiegelungen fehlt aber. Das wäre sonst ein Grund gewesen, eher die Honor-Galerie statt Google Fotos zu nutzen. Vielleicht kommt das noch mit MagicOS 10.

Kameras

  • Doppelkamera hinten:
    • Hauptkamera: 108 Megapixel, f/1,75 Blende, Autofokus (AF), optische Bildstabilisierung (OIS)
    • Ultraweitwinkel: 5 MP, f/2,2 Blende
  • Einzelne Front‑Selfie‑Kamera:
    • 16 MP, f/2,45

Honor Magic 8 Lite

(Image credit: Future / Chris Hall)

Bei den Kameras hat sich im Vergleich zum Vorgänger wenig getan. Sie erfüllen ihren Zweck, gehören aber nicht zu den Highlights des Magic 8 Lite.

Die 108 Megapixel der Hauptkamera klingen auf dem Papier beeindruckend, in der Praxis bleibt die Bildqualität aber hinter den Erwartungen zurück.

Klartext: Die 5-MP-Ultraweitwinkelkamera ist eher schwach. Sie liefert zwar den gewünschten Bildwinkel, überzeugt aber nur bei gutem Licht. Bei wenig Licht lässt die Qualität deutlich nach. Dazu kommt eine sichtbar andere Farbabstimmung im Vergleich zur Hauptkamera, wodurch Fotos teilweise wirken, als wären sie unter ganz anderen Bedingungen entstanden.

Auch die Selfie-Kamera ist nichts Besonderes. Sie reicht für Selfies, mehr aber auch nicht. Der Bokeh-Effekt im Porträtmodus fällt so dezent aus, dass man ihn leicht übersieht – hier würde ich eher nachträglich mit KI nachhelfen.

Die Hauptkamera ist insgesamt okay, vom Zoomen würde ich trotz der 108 Megapixel aber eher absehen. Manche Smartphones nutzen solche Sensoren für besseren Crop-Zoom, hier funktioniert das nicht wirklich. Schon bei 3x lässt die Qualität sichtbar nach.

Bis zu 10x digitaler Zoom ist zwar möglich, die Ergebnisse lohnen sich aber kaum.

Die f/1,75-Blende soll bei wenig Licht helfen, trotzdem wirken Fotos bei schwachem Licht oft rauschig, teilweise sogar in Innenräumen bei Tageslicht. Die große Blende sorgt außerdem für eine geringe Schärfentiefe, was man gut am Foto mit dem abgeplatzten Lack in der Galerie sieht.

Kurz gesagt: Die Kamera des Magic 8 Lite passt zur Positionierung des Geräts und bewegt sich eher am unteren Ende der Mittelklasse.

Honor Magic 8 Lite im Test: Unser Testurteil

Das Honor Magic 8 Lite punktet mit extrem langer Akkulaufzeit – gemessen am Preis ist das außergewöhnlich.

Dazu kommen die hohe Schutzklasse und der lange Software-Support. Wer ein Smartphone sucht, das lange halten soll, findet hier ein passendes Gesamtpaket. Auch das schnelle Laden und das Display gehören zu den Pluspunkten.

Es bleibt aber ein Mittelklasse-Gerät, und das merkt man an der Leistung. Die Kamera erfüllt ihren Zweck, sticht aber nicht besonders hervor. Dazu kommt der Start mit einer älteren Softwareversion und kleineren Schwächen.

Konkurrenz gibt es in dieser Klasse genug, beim Akku setzt das Honor Magic 8 Lite aber ein echtes Ausrufezeichen. Wenn dir mehr Leistung oder eine bessere Kamera wichtiger sind, solltest du dich trotzdem anderweitig umsehen.

Weitere Optionen

Das Google Pixel 9a ist eine gute Wahl, wenn dir in dieser Preisklasse vor allem die Kamera wichtig ist. Mit 499 Pfund ist es etwas teurer als das Honor Magic 8 Lite, durch Rabatte kann sich das aber relativieren. Es bietet wie Honor 7 Jahre Software-Updates, dazu mehr Leistung und eine sehr saubere Software. Bei der Akkulaufzeit kommt es allerdings nicht an das Magic 8 Lite heran.

Das Nothing Phone (3a) Pro ist ebenfalls eine spannende Alternative. Es setzt auf ein auffälliges Design, eine eigenständige Software, mehr Leistung und eine zusätzliche Telekamera. Preislich liegt es etwa auf dem gleichen Niveau.

Chris Hall
Freelance contributor

Chris has been writing about consumer tech for over 15 years. Formerly the Editor-in-Chief of Pocket-lint, he's covered just about every product launched, witnessed the birth of Android, the evolution of 5G, and the drive towards electric cars. You name it and Chris has written about it, driven it or reviewed it. Now working as a freelance technology expert, Chris' experience sees him covering all aspects of smartphones, smart homes and anything else connected. Chris has been published in titles as diverse as Computer Active and Autocar, and regularly appears on BBC News, BBC Radio, Sky, Monocle and Times Radio. He was once even on The Apprentice... but we don't talk about that.

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