OnePlus 15 im Test
Das OnePlus-Flaggschiff 2025 ist kein Underdog. Es spielt nicht nur auf Augenhöhe mit der Konkurrenz, in manchen Bereichen legt es sogar vor.
Das OnePlus 15 gehört zu den am besten verarbeiteten Android-Phones des Jahres, vor allem in der Sand-Storm-Variante. Dazu kommt eine Akkulaufzeit, die der Konkurrenz deutlich voraus ist – von einem Außenseiter kann hier keine Rede sein. Es spielt klar auf Augenhöhe mit den wichtigsten Wettbewerbern. Die Kamera ist zwar der schwächste Punkt und das Oppo Find X9 mit seinem stärkeren Kamera-Setup eine ernstzunehmende Alternative. Im Verhältnis zum niedrigeren Preis liefert OnePlus aber ein insgesamt sehr starkes Gesamtpaket und ein klares 5-Sterne-Android-Phone.
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Eines der besten Finishes unter den Android-Phones 2025 (vor allem Sand Storm)
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Sehr starke Performance dank Qualcomms Top-Chip
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Lange Akkulaufzeit mit bis zu zwei Tagen Nutzung
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Zoom-Kamera eher Durchschnitt – das Oppo Find X9 Pro mit Hasselblad ist hier deutlich stärker
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Weniger OS- und Sicherheits-Updates als bei wichtigen Konkurrenten
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Einige Software-Features wirken nicht ganz durchdacht
Warum können Sie T3 vertrauen?
Bilal Fahmi
In mancher Hinsicht überrascht das OnePlus 15 kaum. Nach dem China-Launch und mehreren Teasern vor dem internationalen Start waren die meisten Details ohnehin schon bekannt.
Trotzdem hat das OnePlus 15 noch ein paar Überraschungen parat. In vielen Bereichen geht die Ausstattung über das hinaus, was die besten Android-Phones bieten, wobei besonders die starke Akkulaufzeit heraussticht. Dazu kommt das Finish in Sand Storm, das es wirklich einzigartig macht.
Die langjährige Partnerschaft mit Hasselblad ist zwar vorbei, und beim Zoom sowie der neuen DetailMax Engine reicht es nicht ganz an das Oppos Find X9 Pro heran. Abgesehen davon macht das OnePlus 15 aber vieles richtig und ist eine ernstzunehmende Alternative zu den großen Flaggschiffen – oft sogar zu einem etwas niedrigeren Preis.
Preis & Verfügbarkeit
Das OnePlus 15 ist ab sofort in Großbritannien und ganz Europa erhältlich. Bis zum 12. Dezember 2025 gibt's noch einen Early-Bird-Rabatt für Schnellentschlossene. Die Preise nach Region und Variante stehen in der Tabelle unten:
OnePlus 15 | Vereinigtes Königreich | Europa | USA | Australien |
12 GB + 256 GB | £849 | 949 € | $899.99 | Noch unbestätigt |
16 GB + 512 GB | £979 | 1099 € | $999.99 | Noch unbestätigt |
Promo (16 +512) – bis 12. Dezember | £879 | 999 € | Noch unbestätigt | Noch unbestätigt |
Auch wenn der Startpreis bei 949 Euro liegt, ist die Version mit mehr RAM und Speicher im Rahmen der Early-Promo fast ein No-Brainer.
In den USA wird ein Preis von 899 Dollar erwartet, ein Termin steht aber noch nicht fest. Grund sind laut OnePlus „Marktbedingungen“ und die noch ausstehende FCC-Zertifizierung.
Ein Hinweis noch: Das Oppo Find X9 Pro ist ebenfalls schon erhältlich. Es bietet einen größeren Akku und bessere Kameras, ist ansonsten aber sehr ähnlich, nur mit anderem Finish.
OnePlus 15 vs. OnePlus 13: Was ist neu?
- Hasselblad-Partnerschaft fällt weg, Triple-Kamera mit 50 MP
- Hauptsensor: Sony IMX906, laut OnePlus 60 % lichtempfindlicher
- Tele: 3,5x Periskop-Zoom, zuvor 3x
- Kleineres, niedriger auflösendes Display mit schnellerer Bildrate
- 6,78 Zoll (1272 x 2772, 165 Hz) vs. 6,82 Zoll (1440 x 3168, 120 Hz)
- Neuster Snapdragon 8 Elite (Gen 5 statt „Gen 4“)
- 12 GB RAM Standard, 16 GB verfügbar
- Größere Akkukapazität (neues Si/C Gen 3):
- 7.300 mAh vs. 6.000 mAh
- Neues, schlankeres Design:
- 8,1 mm vs. 8,9 mm
Erst kurz der Blick zurück: Das OnePlus 13 war schon ein starkes Smartphone. Es war günstiger als viele Konkurrenten und gleichzeitig sehr leistungsstark. Was also bringt das OnePlus 15 neu?
Eine ganze Menge. Das neue Modell ist etwas kleiner und dünner, das Display minimal geschrumpft und die Auflösung leicht reduziert. In der Praxis fällt das aber kaum auf, von einem echten Downgrade kann keine Rede sein.
Auch das Design wurde überarbeitet. Das Kamera-Modul ist nicht mehr rund, sondern ein abgerundetes Quadrat und wirkt dadurch frischer.
Besonders auffällig ist das Sand-Storm-Finish. Die Fiberglas-Rückseite fühlt sich kühl an und fast wie Keramik. Möglich macht das die Micro-Arc-Oxidation (MAO), die das Material zusätzlich härten soll. Laut OnePlus ist es 3,4-mal härter als Aluminium und 1,3-mal härter als Titan.
Dazu kommt der deutlich größere Akku, eines der wichtigsten Upgrades. Trotz der höheren Kapazität bleibt schnelles Laden dank Dual-Cell-Design möglich. Das gehört klar zu den größten Pluspunkten des OnePlus 15.
Design & Display
- 6,78 Zoll OLED-Display
- 1272 x 2772 Auflösung (450 ppi Pixeldichte)
- LTPO mit bis zu 165 Hz Bildwiederholrate
- Dolby Vision und HDR10+
- 19,5:9 Seitenverhältnis
- Infinite Black, Sand Storm, Ultra Violet
- Maße: 8,1 mm dünn; Gewicht: 215 g
Den 5‑Sterne‑Test des Oppo Find X9 Pro habe ich nur wenige Wochen vor diesem OnePlus-15-Test gemacht. Beide Geräte waren also parallel im Einsatz – was sich auch bei Specs und Software widerspiegelt. Deshalb wollte ich dem OnePlus etwas mehr Zeit geben, statt einfach zum Embargo mit den ersten Tests zu gehen.
Der Wechsel zwischen beiden Geräten fiel ehrlich gesagt nicht besonders auf. Das Display ist identisch und auch die Software fühlt sich sehr ähnlich an. Abgesehen von vorinstallierten Apps, anderen Bezeichnungen und kleineren Design-Unterschieden bekommt man am Ende ein sehr vergleichbares Nutzererlebnis.
Die Farbabstimmung ist leicht anders, vor allem bei der Sättigung, und die automatische Helligkeit wirkt beim OnePlus nicht ganz so fein abgestimmt. Trotzdem ist das 6,78-Zoll-Panel ein echtes Top-Display und absolut auf Flaggschiff-Niveau.
Format, Größe und Breite passen für mich sehr gut. Die Ränder sind extrem schmal, sodass das flache OLED fast die komplette Front einnimmt.
Das Sand-Storm-Finish bleibt für mich eines der Highlights. In Sachen Color, Material, Finish setzt es sich angenehm ab, ohne zu auffällig zu wirken (die Ultra-Violet-Version mal ausgenommen). Die Soft-Touch-Oberfläche zieht kaum Fingerabdrücke an und auch nach Wochen sieht der Rahmen noch wie neu aus.
Performance & Akku
- Qualcomm Snapdragon 8 Elite (Gen 5) Prozessor
- 2× 4,6 GHz + 6× 3,6 GHz; Adreno 840 GPU
- 12 GB RAM; 256 oder 512 GB Speicher
- 7.300 mAh Akkukapazität
- 120 W kabelgebunden
- 50 W kabellos
Hier wird’s richtig spannend. Beim Oppo Find X9 mit MediaTeks Dimensity 9500 liefen einige meiner Standard-Games wie South Park: Phone Destroyer nicht wirklich flüssig, egal was Game-Mode oder Display angezeigt haben.
Das OnePlus 15 setzt dagegen auf Qualcomms Top‑Chip 2025/26, den Snapdragon 8 Elite (Gen 5). Und der macht sich im Alltag bemerkbar. Alles läuft sehr flüssig, auch das genannte Spiel. Offenbar harmonieren Hardware und OxygenOS hier besser.
Mit der Performance des OnePlus 15 könnte ich kaum zufriedener sein. Auch unter Last bleibt das Gerät gut im Griff und wird nicht übermäßig warm. Hinter dem Prozessor sitzt eine Schicht aus weißem Graphit (hexagonales Bornitrid), bekannt für seine starke Wärmeableitung. Das Material ist teuer und wird deshalb nur gezielt eingesetzt.
Dazu kommt eine großzügig dimensionierte Vapor Chamber mit 5.731 mm², die die Wärme effektiv ableitet. Sie besteht aus weichem Stahl und verhindert, dass sich die Fiberglasrückseite zu stark aufheizt. Wirklich warm wird es nur beim Laden, aber auch dann bleibt alles im grünen Bereich.
Beim Laden kannst du entspannt bleiben. Der 7.300-mAh-Akku gehört zu den größten Akkus aktuell. Ich habe oft nicht über Nacht geladen und bin trotzdem problemlos durch den Tag gekommen. Zwei Tage Nutzung sind realistisch, in einem reinen Streaming-Test waren sogar über 40 Stunden drin. Power-User*innen dürften den zweiten Abend aber knapp verpassen.
Interessant ist auch: Die etwas kleinere Kapazität gegenüber dem Oppo Find X9 Pro macht in der Praxis kaum einen Unterschied. Beide liegen fast gleichauf. Das spricht dafür, dass Qualcomms Hardware hier einen kleinen Effizienzvorteil hat.
Software
- OxygenOS 16 (auf Basis von Google Android 16)
Softwareseitig ist OxygenOS 16 von OnePlus weitgehend identisch mit Oppos ColorOS 16. Wie schon erwähnt, liegen die Unterschiede vor allem bei Design-Details, Bezeichnungen und vorinstallierten Apps. Ansonsten ist es im Kern ein Reskin von Android 16 mit seinen typischen Stärken und Schwächen.
KI spielt auch hier eine große Rolle, wie aktuell überall. Über die Plus-Taste oben links am Displayrand kommt man zu OnePlus’ KI-Feature „Mind Space“. Ich habe es gelegentlich genutzt, etwa um Screenshots einordnen zu lassen oder schnell Kontext zu bekommen.
Ein guter Ort, um Bilder und Sprachnotizen zu sammeln, ähnlich wie Nothings Essential Space. Das dürfte mit der Zeit noch ausgebaut werden. Da sich die Taste auch für andere Funktionen belegen lässt – etwa Übersetzung, Sound/DND, Kamera, Taschenlampe, Recorder, Screenshot oder auch komplett deaktiviert – nutzt du sie vielleicht lieber so.
OnePlus’ Software läuft insgesamt sehr flüssig. Positiv ist auch, wie viele Anpassungen möglich sind: vom Homescreen über Animationen bis zu Größe und Stil der App-Icons. Das trägt viel zum eigenen Look bei.
Wie schon bei Oppos Pendant gilt auch hier: An einigen Stellen fehlt noch der letzte Feinschliff. Für ein so KI-fokussiertes Gerät wirkt manches nicht ganz durchdacht. Wenn ich zum Beispiel ein Foto über WhatsApp teile, werden mir nicht automatisch meine letzten Kontakte vorgeschlagen. Stattdessen muss ich die App manchmal erst in der Liste suchen, obwohl ich sie ständig nutze.
Auf der anderen Seite gibt's auch starke Features, denen nur noch ein paar Optionen fehlen. Dazu gehören etwa schwebende Mini-Fenster für bestimmte Apps, die beim Multitasking helfen können. Schön wäre aber, wenn sich das pro App steuern ließe. Aktuell geht das nicht, und ein Mini-WhatsApp über anderen Apps kann eher stören als helfen.
Kameras
- Dreifach‑Kamera hinten:
- Main (24 mm): 50 MP, f/1.8, 1/1,56 Zoll (Sony IMX906), Autofokus (PDAF), optische Stabilisierung (OIS)
- Tele (85 mm; 3,5x Periskop‑Zoom): 50 MP, f/2.8, 1/2,75 Zoll (Samsung S5KJN5), PDAF, OIS
- Ultraweit (16 mm): 50 MP, f/2.0, 1/2,88 Zoll (OmniVision OV50D), PDAF
- Einzelne Front‑Selfie‑Kamera:
- 21 mm (am weitesten): 32 MP, f/2.4, 1/2,74 Zoll (Sony IMX709), PDAF
Ende Oktober, noch vor diesem Test, konnte ich die Triple-50-MP-Kamera beim Europa‑Event von OnePlus in Prag ausprobieren. Der erste Eindruck war überwiegend positiv. Eine Auswahl der Bilder von der Tour findest du unten.






Das OnePlus 15 steht bei der Kamera zwangsläufig etwas im Schatten von Oppo. Oppo führt die Hasselblad-Partnerschaft fort und setzt auf deutlich modernere Sensoren, sowohl bei der Auflösung als auch bei der Größe. Im direkten Vergleich gibt's hier einen klaren Sieger.
Ein ausführlicher Vergleich folgt noch. Ich habe viel parallel mit dem OnePlus 15 und dem Oppo Find X9 Pro fotografiert, was die Unterschiede gut sichtbar macht. Für diesen Test will ich das OnePlus aber nicht zu hart bewerten – es ist schließlich das günstigere Gerät.




Das OnePlus 15 bietet drei Brennweiten: Ultraweitwinkel, Hauptkamera und 3,5x Periskop-Zoom. In der Kamera-App stehen 0,6x, 1x, 2x, 3,5x und 7x zur Wahl. Die zusätzlichen Stufen entstehen per Crop und sind brauchbar, zeigen aber sichtbar weniger Details.
OnePlus stellt die DetailMax Engine als Ersatz für die frühere Hasselblad-Partnerschaft in den Vordergrund. In der Praxis überzeugt sie aber noch nicht überall. Gerade beim Zoom fehlt es oft an wirklich feinen Details. 7x ist brauchbar, gehört aber nicht zur Spitze.
Am besten schlägt sich die Hauptkamera. Die Beispielbilder unten, aufgenommen in Mexiko im Rahmen des Oppo-Vergleichs, zeigen eine solide Detailwiedergabe, auch bei Nahaufnahmen. Bei gutem bis durchschnittlichem Licht liefert die Kamera eine verlässliche Basis.







Bei wenig Licht gehört die Kamera nicht zu den Stärken. Oft setzt das Phone auf längere Belichtungen, was vor allem bei höheren Zoomstufen problematisch ist. Diese Schwäche lässt sich hier kaum kaschieren.
Gemessen am Preis ist das Kamera-Setup trotzdem ordentlich. Auch weil Samsungs Ultra-Flaggschiff zuletzt nur in kleinen Schritten zugelegt hat, liegt OnePlus hier nicht weit zurück.
Im direkten Vergleich mit dem Oppo Find X9 Pro bleibt aber: Oppo hat insgesamt die Nase vorn. Dafür ist es teurer und bietet nicht das markante Finish des OnePlus.
OnePlus 15 im Test: Unser Testurteil
Das OnePlus 15 ist eine echte Überraschung. Für mich eines der am besten aussehenden und hochwertigsten Android-Phones des Jahres. Dazu kommt eine Akkulaufzeit, die klar über dem Klassendurchschnitt liegt. Insgesamt ein sehr rundes Gesamtpaket.
Auch der Preis ist im Vergleich zu anderen Flaggschiffen attraktiv. Die Kamera ist zwar der schwächste Punkt und könnte für manche ein Ausschlusskriterium sein, gemessen am Preis bleibt das Angebot aber fair. Wo erhältlich, ist Oppos Find X9 mit seinem stärkeren Kamera-Setup trotzdem eine Alternative.
OnePlus gilt oft als Underdog. Mit dem OnePlus 15 zeigt die Marke aber, dass sie locker mit den großen Namen mithalten kann, mit sehr guter Performance, starker Akkulaufzeit und einem Finish, das aktuell heraussticht.
Weitere Optionen
Die großen Namen bleiben natürlich gesetzt: Samsungs Galaxy S25 Ultra mit S Pen als Alleinstellungsmerkmal und Googles Pixel 10 Pro XL mit seinem sauber abgestimmten Android-16-Erlebnis sind die naheliegenden Alternativen.
Wo erhältlich, wirkt das Oppo Find X9 Pro fast wie ein „OnePlus 15 Ultra“, vor allem wegen des deutlich stärkeren Kamera-Setups. Das Finish gefällt mir persönlich aber weniger, und MediaTeks Plattform wirkt im Alltag nicht ganz so effizient wie Qualcomms Chip im OnePlus.
Auch der Preis spricht für das OnePlus 15. Es ist günstiger als alle genannten Konkurrenten. Wie schon beim Vorgänger gilt damit: viel Leistung zum vergleichsweise niedrigeren Preis.

Mike is T3's Tech Editor. He's been writing about consumer technology for 15 years and his beat covers phones – of which he's seen hundreds of handsets over the years – laptops, gaming, TV & audio, and more. There's little consumer tech he's not had a hand at trying, and with extensive commissioning and editing experience, he knows the industry inside out. As the former Reviews Editor at Pocket-lint for 10 years where he furthered his knowledge and expertise, whilst writing about literally thousands of products, he's also provided work for publications such as Wired, The Guardian, Metro, and more.
- Bilal FahmiGerman editor