Ich habe jahrelang eine Apple Watch getragen, und jedes Mal, wenn ein neues Modell erscheint, bin ich wieder in Versuchung. Sie sieht toll aus, fühlt sich super hochwertig an und die Apps sind immer perfekt poliert. Kurz gesagt: Sie funktioniert einfach.
Doch die anfängliche Begeisterung verfliegt leider schnell. Denn mit der Zeit wird die Uhr immer langsamer und überhäuft mich mit Infos, ohne klare Anleitung. Und weil der Akku jeden Abend leer ist, muss ich sie ständig laden. Das nervt auf Dauer.
Deshalb tendiere ich dieses Mal mehr zur neuen Garmin Venu 4. Wenn ich mir die Informationen zum Launch anschaue, scheint Garmin im Moment die bessere Wahl zu sein. Hier ein paar Gründe, warum.
Umfassenderes Gesundheits-Tracking
Der wichtigste Grund, warum ich diesmal die Venu 4 der Apple Watch Series 11 vorziehe, ist das spezielle Gesundheits-Tracking. Garmin erklärt mir einfach besser, warum bestimmte Werte wichtig sind. Mit der neuen Lifestyle Logging-Funktion kannst du Kleinigkeiten wie eine späte Tasse Kaffee, ein Glas Wein oder ein Nickerchen am Nachmittag festhalten – und später sehen, wie sich das auf deine Gesundheitstrends auswirkt.
Egal ob HRV-Dips, Schwankungen der Hauttemperatur oder Veränderungen der Ruheherzfrequenz – die Venu 4 zeigt dir die Zusammenhänge, statt dir nur ein Diagramm anzuzeigen. Apples neuer Schlafscore klingt zwar spannend, aber eine einzelne Zahl ohne Kontext bringt mir auf Dauer weniger.
Die Venu 4 geht noch einen Schritt weiter mit Schlafausrichtung und zirkadianen Einblicken. Übersetzt heißt das: Sie unterstützt dich dabei, eine bessere Schlafenszeit zu finden, damit sich die frühen Stunden nicht ganz so schwer anfühlen.
Kleine Details, die den Unterschied machen
Kleine Details machen oft den größten Unterschied – und von denen hat die Venu 4 eine ganze Menge. Genau das begeistert mich mehr als die Apple Watch Series 11.
Zum Beispiel hat die Venu 4 eine richtige LED-Taschenlampe mit rotem Modus. Klingt erst mal unspektakulär, bis du im Dunkeln nach Schlüsseln suchst oder joggen gehst. Für mich ist das deutlich nützlicher, als wenn einfach nur der weiße Bildschirm hell wird.
Außerdem gibt es Lautsprecher und Mikrofon für schnelle Anrufe, Sprachnotizen oder den Sprachassistenten. Dazu kommen Barrierefreiheits-Funktionen wie ein gesprochenes Zifferblatt und Farbfilter. Alleine sind das keine riesigen Features, aber zusammen macht es die Uhr zu etwas, das ich gerne trage und auch zeige.
Ein Akku, der Tage statt Stunden hält
Einer der größten Gründe, warum ich die Venu 4 der neuen Apple Watch vorziehen würde? Ganz einfach: die Akkulaufzeit.
Garmin verspricht bis zu 12 Tage im Smartwatch-Modus. Selbst wenn das bei ständig eingeschaltetem Display und intensiver Nutzung weniger wird, kommst du immer noch auf mehrere Tage statt nur Stunden. Das heißt: Schlaftracking über Nacht, ohne vorher um 22 Uhr noch schnell laden zu müssen. Und insgesamt weniger Stress, wenn der Akku mal runtergeht. Die Apple Watch Series 11 schafft dagegen weiterhin „bis zu 24 Stunden“. Das ist okay, bedeutet aber eben auch häufigere Ladepausen.
Versteh mich nicht falsch: Die Apple Watch Series 11 ist keineswegs schlecht. Sie sieht großartig aus und macht im Alltag Spaß. Aber wenn es dir darum geht, fitter zu werden, besser zu schlafen und deinen Körper besser zu verstehen, ist die Venu 4 für mich langfristig die deutlich passendere Smartwatch.

Lee Bell is a freelance journalist and copywriter specialising in all things technology, be it smart home innovation, fit-tech and grooming gadgets. From national newspapers to specialist-interest titles, Lee has written for some of the world’s most respected publications during his 15 years as a tech writer. Nowadays, he lives in Manchester, where - if he's not bashing at a keyboard - you'll probably find him doing yoga, building something out of wood or digging in the garden.