TCL C805 im Test: Dieser 4K Mini-LED-Fernseher bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis

Der Mini-LED-4K-Fernseher von TCL ist in einer Vielzahl von Größen erhältlich – und das zu äußerst konkurrenzfähigen Preisen

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TCL C805K im Test
(Bildnachweis: TCL)
T3 Fazit

Wenn du einen großen Bildschirm mit viel Ausstattung suchst, der dabei aber richtig günstig ist, solltest du dir den TCL C805 auf jeden Fall mal anschauen. Klar, es gibt ein paar Schwächen, aber die musst du gegen das abwägen, was der Fernseher richtig gut kann – und natürlich gegen seinen fairen Preis.

Pro
  • +

    Strahlende, ausdrucksstarke Bildqualität

  • +

    Gute Kontraste und Details

  • +

    Tolle Ausstattung für diesen Preis

Kontra
  • -

    Probleme mit Bewegung, Reflexionsvermögen und Betrachtungswinkel

  • -

    Google TV ist für britische Catch-up-TV-Dienste nicht optimal

  • -

    Schlechte Klangqualität (eine Soundbar ist empfehlenswert)

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Wenn du denkst, der Konkurrenzkampf um die besten Fernsehern sei hart, dann hast du das untere Preissegment noch nicht gesehen. Marken wie Amazon, Sharp oder Toshiba liefern hier und da richtig gute Geräte – aber der eigentliche Wettstreit um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis läuft zwischen Hisense und TCL.

Ich habe den Hisense U7N Mini-LED-Fernseher bereits getestet – und war ziemlich angetan. Jetzt ist der TCL C805 an der Reihe: ebenfalls ein Mini-LED-Fernseher, zusätzlich mit Quantum-Dot-Technologie – und er wirkt sogar noch günstiger als der U7N. Aber wenn mir mein Job eines beigebracht hat, dann dass „billiger“ selten auch „besser“ heißt. Gilt das auch hier – oder ist der TCL C805 die Ausnahme von der Regel?

TCL C805 im Test: Preis & Verfügbarkeit

Der TCL C805 4K Mini-LED-Fernseher ist aktuell im Angebot. Ich habe das 55-Zoll-Modell getestet, das im Vereinigten Königreich unter dem Namen 55C805K läuft – dort kostet es rund 649 £. Das Gerät ist aber auch in mehreren anderen Größen erhältlich, von 50 bis hin zu beeindruckenden 98 Zoll (die Preise für alle Varianten solltest du oben im Einkaufs-Widget finden).

Fernseher unterscheiden sich regional deutlich stärker als viele andere Geräte, die auf T3.com vorgestellt werden. Ein direkter Vergleich mit anderen Märkten ist also nicht ganz einfach. In den USA bekommst du einen 55-Zoll-4K-Mini-LED-Fernseher von TCL für 999 US-Dollar, in Australien starten die 55-Zöller bei 2499 AU$.

Aber egal, wo du kaufst und welche Modellnummer du im Auge hast: Du kannst davon ausgehen, dass der Preis im Vergleich zu ähnlich ausgestatteten Geräten von Marken wie Hisense ziemlich konkurrenzfähig ist.

TCL C805 im Test: Features & Neuheiten

TCL C805K im Test

(Image credit: Future)

Der C805 ist ein Mini-LED-Fernseher. Das bedeutet, dass er für die Hintergrundbeleuchtung seines VA-LCD-Panels eine riesige Anzahl winziger LEDs nutzt. Diese LEDs sind beim 55-Zoll-Modell in fast 400 einzelne Zonen unterteilt (bei anderen Größen ist das etwas unterschiedlich). Das soll eine präzisere, gezieltere Ausleuchtung und einen besseren Kontrast ermöglichen.

Außerdem setzt der C805 auf Quantum-Dot-Technologie, um hellere und realistischere Farben darzustellen. Er unterstützt alle wichtigen HDR-Standards, darunter HLG, HDR10, HDR10+ und Dolby Vision IQ – und ist sogar IMAX Enhanced-zertifiziert. So eine Ausstattung zu diesem Preis gibt’s wirklich fast nur bei TCL.

Du kannst Inhalte auf verschiedene Arten auf den TCL bringen. Es gibt zwei TV-Tuner, Dual-Band-Wi-Fi und eine Ethernet-Buchse. Zahlreiche Streaming- und Catch-up-Dienste sind verfügbar, ebenso wie Apple AirPlay 2.

Alle vier HDMI-Anschlüsse entsprechen dem 2.1-Standard. Zusätzlich gibt’s HDMI-eARC, 4K/120Hz an Port 2 – und HDMI 1 unterstützt sogar 4K/144 Hz, was für PC-Gamer:innen interessant ist. Wenn du noch USB-A und einen CI-Steckplatz dazuzählst, bist du bei den Eingängen gut aufgestellt. Die Ausgänge umfassen einen digitalen optischen Anschluss und eine 3,5-mm-Kopfhörerbuchse.

TCL C805K im Test

(Image credit: Future)

Zusätzlich zu diesen Bildwiederholraten können Gamer:innen von ALLM, VRR und AMD Freesync Premium Pro profitieren. Keine Ahnung, wofür das gut ist? Dann klick einfach auf die passenden Links bei T3, um mehr zu erfahren. Die Eingangsverzögerung im Spielemodus liegt unter 14 ms – das ist auf jeden Fall ordentlich, wenn auch nicht absolute Spitzenklasse.

Nach dem Empfang wird der Inhalt von TCLs AiPQ 3.0 Bildverarbeitungs-Engine analysiert. Unterstützt wird das Ganze von etwas, das TCL als „KI-Deep-Learning“ bezeichnet. Das Unternehmen macht keinen Hehl daraus, dass der Fernseher bei Bewegungsschärfe, Farbmanagement und Rauschunterdrückung einiges leisten soll.

TCL C805K im Test

(Image credit: Future)

Der Sound wird von Onkyo bereitgestellt (daher das kleine „Onkyo“-Logo auf der rechten Seite des unteren Rahmens). Es handelt sich um eine Zweikanalanordnung mit einer Gesamtleistung von 30 Watt. Der C805 ist mit Dolby Atmos und DTS:HD kompatibel – allerdings nur insoweit, dass er diese Signale empfangen und dekodieren kann. Die nach unten gerichtete Anordnung mit zwei Lautsprechern ist für räumlichen Klang natürlich nicht optimal, oder?

TCL C805 im Test: Leistung

TCL C805K im Test

(Image credit: Future)

Es ist nur fair, diesen Abschnitt mit einer klaren Erwartungshaltung zu beginnen: In dieser Preisklasse darf man keine absolute Spitzenleistung in jeder Disziplin erwarten. Und dennoch gelingt es dem C805 in manchen Bereichen, seine Preisklasse deutlich hinter sich zu lassen.

Mit hochwertigen 4K-Inhalten – idealerweise mit Dolby Vision – zeigt der TCL, was in ihm steckt: Die Bilder sind kontrastreich, lebendig und detailreich. Die Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung sorgt für starke Helligkeit, was besonders in helleren Umgebungen von Vorteil ist. Die Quantenpunkt-Technologie bringt satte Farben hervor, ohne sie künstlich wirken zu lassen – insbesondere Hauttöne werden sehr natürlich und differenziert dargestellt.

Auch die Bildschärfe weiß zu überzeugen. Feine Texturen, Muster und Kontraste werden sauber wiedergegeben, und gerade bei Gaming-Inhalten kann der TCL mit Tiefe und plastischer Darstellung punkten – das Bild wirkt angenehm dreidimensional.

Auch bei Full-HD-Inhalten schlägt sich der Fernseher ordentlich. Die Farben bleiben kräftig, der Kontrast ist stabil, und das Hochskalieren funktioniert solide – sofern die Vorlage nicht allzu schlecht ist. Bei sehr alten oder niedrig aufgelösten Inhalten stößt der C805 allerdings an seine Grenzen: Hier wird es schnell etwas weichgezeichnet und unruhig. Trotzdem: Für einen Fernseher dieser Preisklasse zeigt der TCL 55C805, wie viel heute schon für vergleichsweise wenig Geld möglich ist.

TCL C805K im Test

(Image credit: Future)

Allerdings bringt der TCL 55C805 auch einige klare Schwächen mit, die man nicht ignorieren sollte. Das VA-Panel ist extrem reflektierend – der Bildschirm spiegelt nahezu jede Lichtquelle im Raum wider. Das macht ihn zu einem Fernseher, der in abgedunkelten Räumen seine Stärken am besten ausspielen kann. Auch die Blickwinkelstabilität lässt zu wünschen übrig: Schon bei leicht schrägem Blick wirkt das Bild deutlich blasser, und die zuvor überzeugenden Schwarztöne neigen zu einem grauen Schleier.

Das größte Manko ist aber die Bewegungsdarstellung. Selbst bei geringem Tempo auf dem Bildschirm gehen Details an den Kanten schnell verloren, und bei rasanteren Szenen wirkt das Bild deutlich instabil. Das macht gerade Sportübertragungen zu einer eher anstrengenden Angelegenheit – für Zuschauer wie für das Panel gleichermaßen.

Wenig überraschend ist auch der Klang nicht gerade ein Highlight. Das einfache 2-Kanal-System strahlt nach unten ab und liefert zwar alle wesentlichen Frequenzen (tiefe Bässe ausgenommen), klingt insgesamt aber recht flach und wenig dynamisch. Eine günstige Soundbar kann hier bereits eine deutliche Verbesserung bringen – und ist absolut zu empfehlen, wenn du ein rundes TV-Erlebnis suchst.

TCL C805 im Test: Design & Benutzerfreundlichkeit

TCL C805K im Test

(Image credit: Future)

Der TCL 55C805 sieht zwar im Grunde wie jeder andere Fernseher aus, präsentiert sich aber als etwas hochwertigeres Gerät, als der Preis vermuten lässt. Die Verarbeitungsqualität ist absolut solide: Der Bildschirm ist von einem schmalen Rahmen aus gebürstetem Titan eingefasst, was dem Gerät einen dezenten Premium-Look verleiht. Die Displayränder sind sehr schlank, und der zweiteilige zentrale Standfuß ist praktisch – er benötigt nur wenig Platz und bringt sogar eine einfache Kabelführung mit.

In Sachen Bedienung konzentriert sich TCL auf das Wesentliche, und macht das richtig gut. Die Fernbedienung ist angenehm schmal, aber nicht zu klein, sodass sich alle Tasten gut bedienen lassen. Es gibt Direktzugriffe auf Netflix, Prime Video und YouTube sowie auf ein paar TCL-eigene Funktionen. Mit der Mikrofontaste kannst du per Sprachbefehl auf Alexa oder Google Assistant zugreifen. Auch die TCL Home Control App ist einfach gehalten – oder, positiv formuliert: aufs Wesentliche reduziert. Trotzdem deckt sie alle wichtigen Funktionen ab und ist übersichtlich aufgebaut.

TCL C805K im Test

(Image credit: Future)

Die intelligente Benutzeroberfläche wird von Google TV bereitgestellt, mit all den Vor- und Nachteilen, die damit einhergehen.

Positiv ist, dass sie übersichtlich, benutzerfreundlich und inhaltsorientiert gestaltet ist. Dank Mehrbenutzerkonten bekommst du nur Empfehlungen, die zu deinem Profil passen – und wirst nicht mit Kinderserien oder Dokus deiner Mitbewohner:innen überschwemmt.

Der Nachteil ist jedoch, dass es nach wie vor Einschränkungen bei britischen Mediatheken gibt – und das betrifft nicht nur TCLs Umsetzung. Aktuell ist nur My5 als UK-Catch-up-Service verfügbar. BBC iPlayer, ITVX oder All4 fehlen – auch wenn die iPlayer-App kurioserweise auf dem Startbildschirm auftaucht, dann aber beim Öffnen direkt abstürzt. Wenn du darauf nicht verzichten möchtest, brauchst du eine Alternative, z. B. über eine Konsole oder externe Streaming-Box.

TCL C805 im Test: Fazit

TCL C805K im Test

(Image credit: TCL)

Alles ist relativ. Also müssen die klaren Schwächen des TCL C805 gegen seine Stärken und vor allem gegen seinen ausgesprochen günstigen Preis abgewogen werden.

Wenn du also einen großen Fernseher mit viel Ausstattung zum kleinen Preis suchst, ist dieser TCL auf jeden Fall eine Überlegung wert.

Ebenfalls eine Überlegung wert

Der Hisense 55U7N ist zwar etwas teurer, aber die zusätzlichen Kosten könnten sich durchaus lohnen. Die Smart-TV-Oberfläche ist zwar weniger schick, dafür aber durchdachter, und bei der allgemeinen Bildqualität liegt er vor dem TCL. Auch klanglich hat er etwas mehr Wumms – auch wenn eine zusätzliche Soundbar definitiv nicht verkehrt wäre.

Simon Lucas is a freelance technology journalist and consultant, with particular emphasis on the audio/video aspects of home entertainment. Before embracing the carefree life of the freelancer, he was editor of What Hi-Fi? magazine and website – since then, he's written for titles such as Wired, Metro, the Guardian and Stuff, among many others. Should he find himself with a spare moment, Simon likes nothing more than publishing and then quickly deleting tweets about the state of the nation (in general), the state of Aston Villa (in particular) and the state of his partner's cat.

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