TCL P8K im Test: Viel Ausstattung für kleines Geld
Wenn du viel Ausstattung für wenig Geld suchst, ist der TCL P8K eine solide Wahl
Der TCL P8K bringt vieles mit, was man sich von einem günstigen Fernseher wünscht, und bietet dazu eine ganze Reihe an Funktionen. Durch die frühen Rabatte nach dem Start stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis richtig. Als 4K-HDR-Modell ist er für Gamer:innen, Streamer:innen und ganz normale TV-Fans gleichermaßen attraktiv.
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Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
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Breite Unterstützung von HDR-Formaten
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Gute Ausstattung für Gamer:innen
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Design hat kleine Schwächen
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Blickwinkel ist etwas eingeschränkt
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Schwarz wirkt gelegentlich etwas grau
Warum können Sie T3 vertrauen?
Bilal Fahmi
TCL hat zusammen mit Hisense in den letzten Jahren den TV-Markt ordentlich aufgemischt, vor allem in puncto Preis-Leistungs-Verhältnis. Das zeigt sich unter anderem bei den besten TVs unter 1000 Euro. Im High-End-Bereich beeindrucken große TCL Mini-LED-Modelle, und auch im günstigeren Segment kann die Marke überzeugen.
TCL hat den Ruf, seine TVs mit vielen Funktionen auszustatten. Wenn du also beim Kauf des besten Fernsehers ein prall gefülltes Datenblatt suchst, könnte TCL also genau richtig für dich sein. Das gilt besonders für den P8K, einen Fernseher, der in der Mitte von TCLs 2025er-Reihe steht.
Der P8K ist ein Full-Array-LED-Fernseher mit Quantum Dots für kräftigere Farben. Er bietet 4K-Auflösung, unterstützt alle wichtigen HDR-Formate und läuft mit Google TV. Insgesamt steckt er voller Funktionen, und obwohl er ein neues 2025er-Modell ist, ist der Preis schon gefallen. Dadurch wirkt er insgesamt sehr attraktiv.
Wie viel kostet der TCL P8K?
Den TCL P8K gibt es in drei Größen: 55, 65 und 75 Zoll. Das 55-Zoll-Modell ist in Deutschland für 479,99 Euro erhältlich.
In anderen Regionen sind auch 85- und 98-Zoll-Modelle erhältlich. Sie haben jedoch eine etwas andere Ausstattung und lassen sich deshalb nicht direkt mit dem hier getesteten 55-Zoll-Modell vergleichen.
TCL P8K im Test: Was ist neu?
- Standfuß bietet keine Zentralposition mehr
- 2.1 Onkyo-Soundsystem
Bei TV-Bezeichnungen bleibt es nie einfach. TCL hat seine Modellreihen daher etwas umgestellt. 2025 gibt es im Wesentlichen zwei Ebenen. Die C-Modelle mit Mini-LED sind die Premiumgeräte. Die P-Modelle setzen auf LED-Displays.
Damit ersetzt der P8K den C745K, der 2023 auf den Markt kam. Der P8K ist das am besten ausgestattete P-Modell und damit praktisch TCLs bester LED-TV, bevor es zu den Mini-LED-Modellen geht. Er bietet direkte LED-Hintergrundbeleuchtung, nutzt Quantum Dots und Local Dimming und läuft weiterhin mit Google TV.
Das Soundsystem wurde auf ein 2.1-Kanal-Format umgestellt, mit einem Onkyo-gebrandeten Subwoofer, der auf der Rückseite des Fernsehers sitzt. Auch der Standfuß wurde geändert. Der P8K hat Füße an den Enden des Fernsehers, sodass du ein breiteres Möbelstück brauchst. Beim C745K war der Standfuß zentraler, was die Platzierung etwas flexibler machte.
Design & Einrichtung
- Einfaches Standfußdesign
- Google TV betrieben
Kommen wir zurück zu den Füßen. Bei Fernsehern gibt es zwei Optionen. Entweder hast du einen zentralen Standfuß, sodass du kein breites Möbelstück zum Aufstellen brauchst. Oder du hast breitere Füße, dann brauchst du ein entsprechend breites Möbelstück. Typischerweise haben günstigere Fernseher diese Anordnung, und das gilt auch für den P8K.
Es besteht immer die Möglichkeit, ihn an der Wand zu montieren. Auf der Rückseite findest du die üblichen VESA-Schraubenlöcher. Der Fernseher ist etwas dicker, was bei direkter Beleuchtung normal ist, da hinter dem Bildschirm Platz für die LEDs benötigt wird. An der dicksten Stelle ist er etwa 60 mm tief.
Die Blende ist schlank genug, und die Rückseite des Geräts verjüngt sich und besteht aus Kunststoff. Der große Onkyo-Subwoofer ist das auffälligste Element des Designs. Durch die Verjüngung wirkt der Fernseher bei einer Wandmontage nicht zu klobig. Er ist also kein Klotz wie zum Beispiel die Sky Glass 2.
Seltsam am Design ist TCLs Entscheidung, oben rechts ein kleines silbernes Schild mit der Aufschrift „Premium OLED“ anzubringen. Eine Art Branding ist bei Fernsehern nicht ungewöhnlich, aber hier wirkt es wie ein visueller Makel. Es verdeckt den Bildschirm nicht, stört bei Tageslicht aber trotzdem ein bisschen.
Das Aufstellen des Fernsehers ist unkompliziert. Du schraubst zuerst die Füße an, schließt das Netzkabel und das Zubehör an und schaltest das Gerät ein. Danach wirst du aufgefordert, dein Netzwerk zu verbinden und dich in dein Google Konto einzuloggen, weil es sich um einen Google TV betriebenen Fernseher handelt.
Anschließend kannst du die Apps herunterladen, die du möchtest, und den Antennenempfang einstellen, falls du eine Antenne nutzt. Wie so oft bei Fernsehern gibt es auch hier eine gewisse Schichtung in der Benutzeroberfläche. Eine Taste auf der großen Plastikfernbedienung öffnet ein Banner mit Schnellzugriffen zu Einstellungen wie Bildkontrollen.
Das geht schneller, als erst in Googles Einstellungen zu wechseln. Hältst du die Home-Taste länger gedrückt, kommst du auch direkt dorthin. Das lohnt sich, weil du so mehr aus dem Bild herausholst.
Als Google TV bekommst du Zugriff auf alles, was du mit Google Home verbunden hast. Das umfasst auch die Steuerung von Smart-Home-Geräten und die Vorschau von Kameras auf dem Fernseher. Es gibt außerdem Unterstützung für den Google Assistant, der bald sicher durch Gemini ersetzt wird. Du kannst ihn über eine Taste auf der Fernbedienung oder per freihändiger Bedienung nutzen.
Das kann bei der Suche nach Inhalten helfen und auch bei anderen Anfragen an Google, etwa zum Wetter oder zu allgemeinen Fragen. Wenn es nicht versteht, wie du sagst, erhältst du oft einfach eine YouTube-Suche nach dem Begriff.
Die mitgelieferte Fernbedienung ist groß und bietet viele Direktkontrollen. Besonders schätze ich die i-Taste für Informationen, die in einigen Apps die Qualität des Streams anzeigt.
Was ich allerdings wirklich vermisse, ist eine Play/Pause-Taste. Stattdessen musst du die ok-Taste in der Mitte des Vierwegecontrollers drücken. Das ist immer etwas unsicher, weil man nie genau weiß, was in einer bestimmten App passieren wird.
Bildqualität
- 4K HDR mit Dolby Vision
- Direkte Hintergrundbeleuchtung mit Local Dimming
Da die LEDs direkt hinter dem Bildschirm sitzen, ist dieser Fernseher leistungsfähiger als günstigere Modelle, die oft Edge-Lighting nutzen.
Diese direkte Beleuchtung ermöglicht mehr Kontrolle über das Dimming, allerdings nicht so präzise wie bei einem Mini-LED-Gerät. Für diese Preisklasse ist das trotzdem eine starke Lösung. Direkte LED-Beleuchtung war vor ein paar Jahren noch ein echtes Premium-Feature.
Das hier ist ein HVA-Panel, also eine LCD-Technologie, die auf höheren Kontrast ausgelegt ist. Das sorgt für ein kräftigeres Bild, kann aber die Betrachtungswinkel etwas einschränken.
Das trifft auch auf den P8K zu. Wer seitlich sitzt, bemerkt Einbußen bei Farbe und Helligkeit. Auch die Reflexionen fallen dann stärker auf, weil die Helligkeit bei Tageslicht nicht ganz gegen die Spiegelungen ankommt. Das ist völlig typisch für Fernseher in dieser Preisklasse.
Lass dich von der Helligkeitsdiskussion aber nicht abschrecken. Für Inhalte in Standard Dynamic Range hat der Fernseher genug Punch. Im Standardmodus solltest du allerdings auf die Einstellung „dynamic brightness“ achten, denn sie kann die Helligkeit begrenzen. Oft lohnt es sich, sie auszuschalten, damit der Fernseher gleichmäßiger arbeitet.
Eines der Dinge, die mir an diesem Fernseher besonders gefallen, ist die kleine Anzeige oben links, die den Inhaltstyp zeigt. HDR10, HDR10+, Dolby Vision und HLG bekommen alle ein Badge, sobald du etwas startest. Das gilt auch für Audioformate wie Dolby Atmos oder DTS:X. Dazu später im Soundabschnitt mehr.
Die Farben des TCL P8K sind wirklich stark. Und auch wenn er beim Dimming und Kontrast nicht mit Mini-LED oder OLED mithalten kann, machen dunklere Szenen immer noch eine gute Figur. Die Schwarzwerte sind zwar nicht ganz so tief und manches wirkt etwas grau, aber das liegt in der Natur dieser Technik.
Er spielt seine Stärken klar bei helleren Inhalten aus. Und auch wenn die Unterstützung für Dolby Vision und HDR10+ super ist, kann das Bild manchmal etwas zu dunkel wirken. Dolby Vision gibt es in einer hellen und einer dunklen Variante, aber sobald du im Dolby-Vision-Modus bist, kannst du ihn nicht mehr verlassen. Das kann bei Tageslicht frustrieren, wenn alles zu dunkel aussieht. Beim Anschauen von The Lincoln Lawyer war Dolby Vision am Tag zum Beispiel spürbar zu dunkel.
Der Filmmaker Mode ist ebenfalls eher dunkel, aber du musst ihn nicht nutzen, wenn du das nicht möchtest. Wenn dir kreative Genauigkeit wichtig ist, findest du sie dort. Der Punkt ist: Für die meisten Inhalte kannst du einfach den Standardmodus wählen, um ein etwas helleres Bild bei Tageslicht zu bekommen. Startest du The Batman (liegt auf Netflix nicht in HDR vor), wirkt der Film trotz seiner sehr dunklen Optik in SDR richtig gut.
Ich habe ein paar Schwächen bei der Bewegungsdarstellung festgestellt und die Motion-Einstellungen etwas angepasst, um das abzufangen. Die Eröffnungsszenen von The Dark Knight ruckeln gern mal, aber mit den richtigen Anpassungen kommt der TCL P8K gut genug damit klar.
Es gibt zwei HDMI 2.1-Ports. Wenn du eine Soundbar per eARC anschließt, bleibt also noch ein 2.1-Anschluss für deine Konsole übrig, inklusive 120-Hz-Dolby-Vision-Gaming. Der Fernseher geht sogar noch weiter und unterstützt 144 Hz für PC-Nutzung. Das funktioniert allerdings nur an HDMI 1, also genau dem Port, der auch eARC nutzt. Dadurch kann es zu Konflikten kommen.
Tonqualität
- 35 W 2.1-Kanal-Lautsprechersystem
- Dolby-Atmos- und DTS:X-Unterstützung
Im Vergleich zum früheren C745K gibt es jetzt ein 2.1-Soundsystem mit zwei nach unten gerichteten Lautsprechern und einem Subwoofer auf der Rückseite, der von Onkyo stammt. Das sorgt für mehr Körper im Sound, sodass der Fernseher insgesamt ziemlich ordentlich klingt.
Es gibt Unterstützung für Dolby Atmos und DTS:X, und die entsprechenden Logos erscheinen, sobald diese Formate erkannt werden. Erwarte aber kein immersives Erlebnis wie bei einem deutlich besseren Soundsystem.
Mit den begrenzten Lautsprechern kann er die Klangbühne nicht so breit aufziehen wie beispielsweise der Samsung S95F, aber er klingt eindeutig besser als TVs ohne Subwoofer.
Letztlich lässt sich dieser Fernseher mit einer der besten Soundbars noch deutlich aufwerten. Und dafür musst du nicht einmal viel ausgeben, um einen spürbaren Unterschied zu bekommen.
TCL P8K im Test: Fazit
Der TCL P8K erfüllt viele Anforderungen für diejenigen, die bestimmte Funktionen in einem erschwinglicheren Fernseher suchen. Einige werden vom Google-TV-System angezogen, weil sie das vertraute Android-Setup möchten, das sich gut in ihr Google-Ökosystem einfügt (einschließlich früher gekaufter Filme) und eine große Auswahl an TV-Apps bietet.
Andere werden von der breiten Formatunterstützung angezogen, weil so die kreative Intention möglichst gut erhalten bleibt. Wieder andere greifen einfach wegen des Preises zu. Klar ist: Dieser Fernseher wird besonders attraktiv, wenn er im Preis reduziert ist. Dann kann er es leistungsmäßig sogar mit Modellen wie dem Amazon Fire TV Omni QLED aufnehmen.
Wenn du viel für dein Geld bekommen möchtest, behalte den TCL P8K im Auge und warte auf einen Preisrutsch. Dann wird er zu einem echten Schnäppchen für einen Fernseher, der ordentlich Unterhaltung bietet.
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Der Amazon Fire TV Omni QLED ist ein klarer Konkurrent zum TCL P8K. Er liegt in einem ähnlichen Preisbereich und bietet viele der gleichen Funktionen, allerdings rund um Fire TV und Alexa. Ich finde, der Fire TV Omni ist heller, aber die Tonqualität ist nicht so robust wie beim TCL.
Der Samsung Q70D kommt der Ausstattung des P8K am nächsten. Als Samsung-Fernseher fehlt ihm die Dolby-Vision-Unterstützung, aber er hat einen zentralen Standfuß, was praktisch ist.
Chris has been writing about consumer tech for over 15 years. Formerly the Editor-in-Chief of Pocket-lint, he's covered just about every product launched, witnessed the birth of Android, the evolution of 5G, and the drive towards electric cars. You name it and Chris has written about it, driven it or reviewed it. Now working as a freelance technology expert, Chris' experience sees him covering all aspects of smartphones, smart homes and anything else connected. Chris has been published in titles as diverse as Computer Active and Autocar, and regularly appears on BBC News, BBC Radio, Sky, Monocle and Times Radio. He was once even on The Apprentice... but we don't talk about that.
