Das könnte das beste Mercedes-Elektrofahrzeug aller Zeiten werden – und die Technik ist nicht von dieser Welt
Der beliebteste Mercedes-Benz wird elektrisch, mit einem neuen, technikgeladenen Modell
Kerstin Findeisen
Nach dem neuen Mercedes-Benz CLA, der Anfang des Jahres vorgestellt wurde, hat der Autobauer gerade seinen ersten neuen Mittelklasse-SUV auf Basis seiner neuesten Elektroplattform präsentiert. Der Mercedes-Benz GLC mit EQ-Technologie verpasst dem beliebtesten Modell des Unternehmens ein elektrisches Makeover.
Er ersetzt den mittlerweile eingestellten EQC und bringt einen riesigen Sprung bei Features und Ausstattung – von Ladefunktion und Reichweite bis hin zum Infotainment. Er tritt als direkter Konkurrent des neuen BMW iX3 an (der ebenfalls auf einer neuen Plattform basiert) und leiht sich sogar ein Feature von einem Luxusmodell.
Der neue GLC ist etwas größer als die Vorgängerversion mit Verbrennungsmotor, allerdings nur um wenige Millimeter. Das sorgt für ein wenig mehr Bein- und Kopffreiheit. Dank des neuen Electric-First-Designs hat er jetzt aber auch einen zusätzlichen Kofferraum vorne – das sind 128 Liter Stauraum unter der Motorhaube für kleine Taschen, zusätzlich zu den 570 Litern im Heck.
Die 94-kWh-Batterie kann dank der 800-V-Architektur mit bis zu 360 kW geladen werden, was eine Gesamtreichweite von bis zu 713 km ermöglicht. Mit DC-Schnellladern können in nur 10 Minuten bis zu 303 km nachgeladen werden. Das System erlaubt auch bidirektionales Laden, sodass das Fahrzeug Energie an dein Zuhause oder ins Netz zurückgeben kann.
Im Innenraum des GLC findest du den bisher größten Bildschirm, der je in einem Mercedes verbaut wurde. Der neue Hyperscreen ist 39,1 Zoll groß und schafft eine Art Raumschiff-Cockpit mit Matrix-Hintergrundbeleuchtung und bis zu 11 wählbaren Designs. Er läuft auf dem neuesten MB.OS, das künstliche Intelligenz von Google und Microsoft kombiniert, um die Vorlieben des Fahrenden zu lernen und eine natürliche Konversation zu ermöglichen.
Für das MBUX-System sind jetzt über 40 Apps verfügbar, darunter Videostreaming von Disney+ und Microsoft Teams für Videokonferenzen. Diese können genutzt werden, wenn das Fahrzeug geparkt ist, oder Beifahrer*innen während der Fahrt. Für den Fahrenden sind Anrufe während der Fahrt nur als Audio möglich (Kamera und Video bleiben deaktiviert).
Das Hyperscreen-Infotainment kann mit einem optionalen Burmester 4D Surround-Soundsystem für das ultimative Kinoerlebnis kombiniert werden. Dolby Atmos ist sowohl über die integrierten Apps als auch bei der Nutzung von CarPlay verfügbar.
Eine Sky Control Panoramadach-Option bietet eine große Glasfläche, die nicht nur in neun wählbaren Zonen von transparent zu undurchsichtig wechseln kann, sondern auch einen Sternenhimmel-Effekt erzeugt. Dafür sind 162 Mercedes-Stern-Logos in das Glas integriert. Rolls-Royce ist für ein eher manuelles sternförmiges Panoramadach bekannt, bei dem Hunderte von Lichtern in das Dach eingenäht werden. Die Mercedes-Version ist definitiv technischer, aber genauso beeindruckend.
Für die Innenausstattung gibt es eine komplett vegane Option für den GLC, bei der alle weichen Materialien von der Vegan Society zertifiziert sind. Alternativ kannst du aus einer Auswahl an Nappaleder und Softtorino-Leder mit feiner Narbung wählen.
Zur Gewährleistung eines ruhigen Fahrverhaltens nutzt der GLC die Airmatic intelligente Luftfederung, die auch in den Mercedes S-Klasse Modellen verbaut ist. Zudem sorgt eine Hinterachslenkung für mehr Agilität in der Stadt. Ein neues Ein-Box-Bremssystem bietet mit bis zu 300 kW maximale Energierückgewinnung, entweder durch manuelles Bremsen oder eine der Widerstandsoptionen. Eine Wärmepumpe verbessert das Wärmemanagement im Winter und sorgt für eine effizientere Heizung und Batteriekonditionierung.
Die Fahrassistenzsysteme nutzen 10 externe Kameras, fünf Radarsensoren und 12 Ultraschallsensoren, um autonomes Fahren auf Level 2 zu ermöglichen, inklusive Spurwechselassistent. Ein Assist Plus-System ist für eine spätere Veröffentlichung in diesem Jahr geplant und soll den Spurwechsel auch im Stadtverkehr ermöglichen. In den USA und China ist außerdem eine Assist Pro-Option geplant, die ein Fahren von Punkt zu Punkt ermöglicht – also vollständiges autonomes Fahren auf Level 3.
C-Klasse Teaser
Ebenfalls heute Abend angeteasert wurde die kommende elektrische C-Klasse, die der gleichen elektrischen Architektur wie der GLC folgen wird. Diese soll eine noch beeindruckendere Reichweite von 800 km (497 Meilen) bieten.
As T3's Editor-in-Chief, Mat Gallagher has his finger on the pulse for the latest advances in technology. He has written about technology since 2003 and after stints in Beijing, Hong Kong and Chicago is now based in the UK. He’s a true lover of gadgets, but especially anything that involves cameras, Apple, electric cars, musical instruments or travel.
