Halt dich gut fest – der Sinclair C5 hat jetzt einen spirituellen Nachfolger, der bis zu 75 mph schafft
Du willst mit legalem Tempo auf der Autobahn radeln? Genau das ist die Idee
Bilal Fahmi
Kurze Zusammenfassung
Ein französisches Unternehmen steht kurz davor, ein elektrisches Dreirad auf den Markt zu bringen, das angeblich bis zu 75 mph erreicht.
Dabei trittst du im Inneren des Fahrzeugs in die Pedale, während der Akku deine Energie aufnimmt und für zusätzlichen Schub sorgt.
Sir Clive Sinclair war Mitte der 80er-Jahre äußerst erfolgreich. Mit dem ZX Spectrum hatte er die Heimcomputerszene revolutioniert und schien nichts falsch machen zu können. Doch dann kam der Sinclair C5.
Das batteriebetriebene Dreirad – bekannt für seine kompakte Größe, seine geringe Geschwindigkeit und den hohen Kunststoffanteil – wurde zum Desaster für den renommierten Erfinder und sein Unternehmen. Sinclair Research erholte sich davon nie wirklich.
Doch vielleicht war Sir Clive seiner Zeit einfach 40 Jahre voraus. Wie Marty McFly in Zurück in die Zukunft sagte: „Ich schätze, ihr seid noch nicht bereit dafür, aber eure Kinder werden es lieben!“
Jetzt tritt das französische Unternehmen Cixi mit einem Modell auf, das stark an den Sinclair C5 erinnert. Der Vigoz sieht zwar anders aus, ist komplett geschlossen und erreicht bis zu 75 mph, bleibt aber ebenfalls ein elektrisches Dreirad. Und wie beim C5 lässt sich auch hier zusätzlich Pedalkraft einsetzen – tatsächlich ist das sogar vorgeschrieben.
Wie TechRadar berichtet, nutzt der Vigoz ein PERS-System (Pedalling Energy Recovery System) mit kettenlosem Antrieb. Der:die Fahrer:in tritt innerhalb der Kabine in die Pedale und gibt damit vor, wie viel Batterieleistung an den Antriebsstrang übertragen wird: Tritt man schneller, beschleunigt das Dreirad, lässt man locker, wird es langsamer.
Hört man ganz auf zu treten, rollt es natürlich aus und kommt schließlich zum Stillstand.
Das Ganze funktioniert mit elektrischer Unterstützung – die eigene Tretkraft wird also stark verstärkt. Über das Bordsystem lässt sich außerdem einstellen, wie viel Eigenleistung nötig ist, um bestimmte Geschwindigkeiten zu erreichen.
Im Grunde ist das eine clevere Möglichkeit, ein bisschen Training in die tägliche Fahrt einzubauen.
Zu den weiteren Features des Vigoz gehören zwei Räder vorne und eins hinten, außerdem neigt sich die gesamte Kabine beim Abbiegen. Innen ist es beheizt, sodass es bei verschiedenen Wetterbedingungen genutzt werden kann, während der:die Fahrer:in durch das Chassis geschützt ist. Es gibt sogar Platz für eine:n Passagier:in – beide sind mit Sicherheitsgurten ausgestattet.
Das einzige Problem ist, dass es weder einen Zeitrahmen für den vollständigen Marktstart noch einen Preis gibt. Laut der Website des Unternehmens soll es eine Vorregistrierungsphase geben, doch die wurde bisher nicht angekündigt.
Dennoch lohnt es sich, den Vigoz als eines der interessantesten Transportkonzepte der letzten Jahre im Auge zu behalten.
Und falls das Fahrzeug tatsächlich auf unsere Straßen kommen sollte, könnte es dem legendären 80er-Jahre-EV des verstorbenen Sir Clive Sinclair vielleicht doch noch späte Wiedergutmachung verschaffen.

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