Apple MacBook Air 13-Zoll (M3, 2024) im Test: Leichtgewicht mit Schlagkraft
Mit zusätzlicher M3-Leistung ist das neueste 13-Zoll MacBook Air ein idealer, tragbarer Laptop
Das Redesign des MacBook Air war eine echte Offenbarung. Mit dem neuen M3-Prozessor von Apple bekommt der Laptop noch mehr Power. Und die sinkenden Preise von Generation zu Generation machen ihn für alle, die einen tragbaren 13-Zoll-Laptop suchen, noch attraktiver. Er ist leise, leistungsstark, langlebig. Kurz gesagt: Das MacBook Air M3 hat kaum Schwächen.
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Lüfterloses Design sorgt für geräuschlosen Betrieb
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M3-Prozessor liefert richtig Power, wenn es drauf ankommt
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Tolle Akkulaufzeit
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Der Notch im Bildschirm wird weiter kontrovers diskutiert
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Schnelleres 70-W-Ladegerät ist nicht im Lieferumfang enthalten
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Bei voller Leistung kann das Gerät ziemlich heiß werden
Warum können Sie T3 vertrauen?
Bilal Fahmi
Wenn es um die besten MacBooks geht, ist das MacBook Air dank seines ausgewogenen Verhältnisses von Leistung und Portabilität schon lange der Favorit der meisten Leute. Seit Apple Intel zugunsten der eigenen Prozessoren aufgegeben hat, ist dieser Vorteil nur noch größer geworden – genau wie die Akkulaufzeit. Und jetzt, mit dem MacBook Air 2024, bekommst du den neuesten M3-Chip in einem lüfterlosen und daher komplett geräuschlosen Design.
Ich habe das 13-Zoll MacBook Air M3 eine ganze Woche lang getestet, nachdem Apple die neue interne Version vorgestellt hatte. Als jemand, der jedes aktuelle MacBook nutzt und zwei davon im Alltag verwendet – eines für die Arbeit und eins privat, beide MacBook Airs mit M-Chip – bin ich von M1 über M2 bis jetzt zum M3 mitgegangen.
Während das MacBook Air 2024 mit M3 dasselbe Design wie das vorherige Air von 2022 hat – jenes Modell, das als erstes bedeutende Designänderungen in die Serie brachte – ist es der interne Schub bei der SSD-Geschwindigkeit und der Rechenleistung, der hier wirklich überzeugt. Wie erwartet ist das M3 schneller als mein altes M1 Air. Klar, an die Leistung eines MacBook Pro kommt es nicht ganz heran, aber das passt perfekt zu dem, was diese Laptop-Klasse leisten soll. Ist das MacBook Air also immer noch der beste Laptop für die meisten Nutzer:innen auf der Welt?
MacBook Air M3 im Test: Preis und Verfügbarkeit
Entgegen dem Trend der jährlichen Preiserhöhungen startet das MacBook Air M3 bei 1.099 £ / 1.099 $ / 1.799 AU$ – also weniger als das vorherige M2 Air bei seiner Veröffentlichung (damals bei 1.249 £ / 1.199 $ / 1.899 AU$).
Beide Modelle sind aber weiterhin erhältlich (jeweils nur in der 13-Zoll-Variante): Der Preis des M2 wurde jetzt auf 999 £ / 999 $ / 1.599 AU$ gesenkt, sodass du die Wahl hast. Das ist ein fairer Preis für eines der besten leichten Laptops auf dem Markt. Designtechnisch gibt es keinen Unterschied, es hängt also vor allem davon ab, ob du die schnellere SSD und den Leistungszuwachs der neueren M3-Version möchtest.
MacBook Air M3 im Test: Was ist neu?
Als das vorherige MacBook Air rauskam, war das ein großer Schritt für die Reihe – mit dem neuen 13,6-Zoll-Display inklusive Notch, kleinerem Gehäuse und Gewicht, besserer Webcam, verbesserten Features und neuen Farben. Das kam super an.
Das M3 MacBook Air behält all die oben genannten Merkmale bei, nur sind diese Funktionen diesmal offensichtlich nicht neu. Tatsächlich sind die einzigen bemerkenswerten Unterschiede die Einführung des M3-Chips für mehr Rechenleistung, mit zusätzlichen Funktionen als Ergebnis – du kannst jetzt zum Beispiel bis zu zwei 5K-Monitore unterstützen, es gibt Wi-Fi 6E (nicht nur „normales“ 6) für schnellere Konnektivität – sowie erhöhte SSD-Lese- und Schreibgeschwindigkeiten. Das war’s aber auch schon.
MacBook Air M3 im Test: Display & Sound
Ein großer Teil dieser Rezension spiegelt wohl meine Eindrücke vom vorherigen MacBook Air wider. Aber das ist wirklich positiv gemeint, denn der 5-Sterne-Laptop hat einfach so vieles richtig gemacht. Und dass der M3 in einem ähnlichen Verkaufszeitraum sogar günstiger geworden ist, macht das Angebot nur noch attraktiver.
Ich beziehe mich hier auf das 13-Zoll MacBook Air, aber es gibt ja auch die neuere 15-Zoll-Variante, die das 15-Zoll MacBook Air von 2023 ersetzt. Die beiden sind sich ziemlich ähnlich, aber wenn du etwas portableres und insgesamt günstigeres suchst, würde ich zur kleineren Version raten. Lustigerweise hat das kleinere Modell laut meinen Tests auch die bessere Akkulaufzeit.
Apropos Display: Das 13,6-Zoll-Panel hier ist etwas kleiner und nicht ganz so hell wie das 14-Zoll-Panel des MacBook Pro, aber immer noch richtig gut. Mit 500 Nits ist es hell genug für drinnen und draußen, ganz egal, wie die Sonne gerade steht.
Ein kleiner Minuspunkt ist der Notch oben in der Mitte – der schwarze Bereich, in dem Webcam und Sensoren sitzen. Optisch ist das nicht so elegant wie ein vollflächiges Display, aber genau wie beim Vorgänger wirst du ihn ziemlich schnell kaum noch wahrnehmen. Viele Apps „verstecken“ ihn sogar, indem sie einen schwarzen Balken über die ganze Bildschirmbreite ziehen. Da das LCD-Panel schön kontrastreich ist, funktioniert das überraschend gut.
Es ist auch erwähnenswert, dass das Air weiterhin ein 60-Hz-Display nutzt (Apple nennt das „Liquid Retina“ für das LCD-Panel), also nicht die doppelte Bildwiederholrate von 120 Hz wie beim MacBook Pro mit dem „Liquid Retina XDR“ und Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung. Das ist aber kein Nachteil, denn selbst bei richtig actionreichen YouTube-Videos war ich von den flüssigen Bildern echt beeindruckt.
Meiner Meinung nach hat Apple das Display vom Air super ausbalanciert: hell, hochauflösend, kontrastreich und farbenfroh, ohne dass es das Pro-Modell dabei schlechter aussehen lässt. Ich hatte nie das Gefühl, dass beim Air-Bildschirm irgendwas fehlt. Es ist einfach ein sehr gutes Panel für diese Klasse.
Hier passt auch ein Wort zu der Lautsprecheranordnung Die sind quasi gleich geblieben zum Vorgänger, der damals mit vier Lautsprechern für Aufsehen gesorgt hat. Der Sound ist echt breit und dreidimensional. Klar, das 13-Zoll-Modell kommt nicht ganz an das 15-Zoll-Modell ran, aber mit Unterstützung für Apple 3D-Audio und Dolby Atmos klingt das Ganze auch ohne die besten Kopfhörer richtig kraftvoll – für einen Laptop echt beeindruckend.
MacBook Air M3 im Test: Leistung & Spezifikationen
Das MacBook Air M3, das ich getestet habe, ist tatsächlich das Topmodell aus der Reihe von drei sofort verfügbaren Varianten. Das Einstiegsmodell hat eine 8-Kern-CPU und eine 8-Kern-GPU. Eine Stufe höher wird die GPU auf 10 Kerne aufgestockt – das ist das Maximum bei der Grafikleistung. Beim nächsten Upgrade verdoppelt sich der Arbeitsspeicher von 8 auf 16 GB, was die letzte Option direkt ab Werk ist.
Wenn du richtig viel Power willst und Geld keine Rolle spielt, kannst du den RAM sogar auf 24 GB erweitern und die SSD auf beeindruckende 2 TB hochschrauben. Allerdings steigt damit auch der Preis schnell an – an dem Punkt lohnt es sich wahrscheinlich, eher ein MacBook Pro in Betracht zu ziehen. Für die meisten reicht das Einstiegsmodell aber locker aus.
Das Air 2024 bringt auf jeden Fall einen spürbaren Leistungsschub. Meine Benchmark-Tests zeigen auf dem Papier einen Multi-Core-Anstieg von rund 43 % im Vergleich vom M1 zum M3. Am deutlichsten merkt man die Verbesserungen aber im Alltag: Ich konnte viele Aufgaben problemlos auf MacBook Pro-Niveau erledigen, von Videobearbeitung bis hin zu großen Photoshop-Dateien – genau die Power, die man vom M3 erwartet.
Um das klarzustellen: Der M3 im lüfterlosen MacBook Air ist zwar super leise, muss aber im Vergleich zum lüftergekühlten Pro-System gedrosselt werden. Das Air ist also zwar leistungsstark, kommt aber nicht ganz an den Pro ran. Mir ist aufgefallen, dass das Gerät bei intensiver Nutzung schon spürbar warm wird, aber die Wärme wird gut genug abgeführt, sodass es unterwegs nicht unangenehm wird.
Wie viel besser ist der M3 im Vergleich zum M2? Ich habe Geekbench 5 getestet und das M3 MacBook Air erreicht etwa 2370 Punkte im Single-Core und 10.810 im Multi-Core – das sind rund 26 % mehr als beim M2 mit 1880 beziehungsweise 8535 Punkten. Wenn dir die Grafikleistung wichtig ist, liegt das M3 Air mit etwa 34.000 (Apple Metal) und 32.000 (OpenCL) Punkten nur leicht über dem Vorgänger.
MacBook Air M3 im Test: Akkulaufzeit & Ladegerät
Als Apple 2022 das Notch-Design beim MacBook Air eingeführt hat, kam auch MagSafe zurück, zusätzlich zu den zwei USB-C-Anschlüssen. Im Lieferumfang ist ein 35-Watt-Netzteil enthalten, das zum normalen Laden reicht. Wer schneller laden will, kann sich ein 70-Watt-Netzteil dazu kaufen.
Ich finde es cool, dass das MagSafe-Ladekabel farblich zum Finish vom MacBook Air passt – bei der Mitternachtsvariante ist das Kabel schön dunkel. Was mich aber stört: Der Netzadapter ist immer noch knallweiß. Das wirkt ein bisschen unpassend, eine einheitliche Optik wäre schon schöner, auch wenn das nur ein kleines Detail ist. Mir ist aufgefallen, dass sich das Kabel manchmal ziemlich leicht verheddert, aber insgesamt fühlt es sich robust genug für den Alltag an.
Die Akkulaufzeit kann sich echt sehen lassen. In meinem Test – YouTube-Stream über WLAN, volle Helligkeit, halbe Lautstärke – hat der Akku pro Stunde rund 10 % verloren. Heißt: Du kannst locker 10 Stunden lang Netflix bingen, und wenn du die Helligkeit runterdrehst, sogar noch länger.
Für den Alltag sieht’s noch besser aus. Bei einer einstündigen Zugfahrt mit Surfen und Schreiben für diesen Test hat das Air nur 7 % Akku eingebüßt. Hochgerechnet komme ich also auf gut 13 Stunden Laufzeit. Ja, das ist einen Tick weniger als bei der letzten Generation, aber immer noch absolut solide.
Klar, wenn du das Ding für schwere Jobs wie Videobearbeitung oder Zocken quälst, schrumpft die Laufzeit auf vielleicht vier Stunden. Aber ich mag, wie das Air kurzzeitig richtig Gas gibt und danach wieder entspannt durch den Arbeitstag kommt.
MacBook Air 13-Zoll M3 im Test: Fazit
Das Redesign des MacBook Air war ein echter Gamechanger – und jetzt legt Apple noch einen drauf. Mit dem M3-Prozessor bekommt das Air frischen Schwung, ohne seine Leichtigkeit zu verlieren. Dazu kommt: Der Preis ist im Vergleich zu den Vorgängern noch attraktiver, was das Air für alle spannend macht, die einen kompakten 13-Zoll-Laptop suchen.
Klar, es gibt kleine Macken: Der Notch ist nicht jedermanns Sache und bei richtig fordernden Aufgaben wird das Gehäuse warm. Aber das ist kein Drama. Man sollte nur wissen, dass der M3 im lüfterlosen Air nicht ganz die Power des MacBook Pro bringt.
Trotzdem bleibt das Fazit gleich: Das MacBook Air ist für die meisten der beste Laptop, den du kaufen kannst. Die 2024er Edition mit M3 zeigt das einmal mehr – leise, stark, ausdauernd und fast makellos.
Ebenfalls eine Überlegung wert
Da sich am Design nichts geändert hat, lohnt sich vielleicht ein Blick auf das ältere M2 MacBook Air. Du sparst Geld, musst aber mit etwas weniger Rechenleistung, einer langsameren SSD und Wi-Fi 6 statt 6E leben. Für viele aber trotzdem ein guter Deal.
Wer mehr Power braucht, greift besser zum MacBook Pro mit 14 Zoll.
Wenn dir ein größerer Bildschirm wichtiger ist, könnte das 15-Zoll MacBook Air interessant sein – auch wenn die Akkulaufzeit in meinen Tests etwas schwächer war als beim 13-Zoller.
Und falls du wirklich alles willst, bleibt das 16-Zoll MacBook Pro die Königsklasse in Sachen Größe, Leistung und, klar, Preis.

Mike is T3's Tech Editor. He's been writing about consumer technology for 15 years and his beat covers phones – of which he's seen hundreds of handsets over the years – laptops, gaming, TV & audio, and more. There's little consumer tech he's not had a hand at trying, and with extensive commissioning and editing experience, he knows the industry inside out. As the former Reviews Editor at Pocket-lint for 10 years where he furthered his knowledge and expertise, whilst writing about literally thousands of products, he's also provided work for publications such as Wired, The Guardian, Metro, and more.