Apple MacBook Air 15-Zoll (M3, 2024) im Test: Der große Mac legt bei der Leistung zu
Nur neun Monate nach der Einführung bekommt das 15-Zoll-MacBook Air bereits ein Hardware-Upgrade – und zwar mit dem neuen M3-Prozessor
Mit seinem 15,3-Zoll-Display hat das „Big Air“ aus der MacBook-Reihe von Apple ein klares Verkaufsargument: Es ist ein MacBook Air mit all den typischen Eigenschaften – schlank, leicht und einfach mitzunehmen. Nur eben mit größerem Bildschirm. Dank des M3-Chips in der 2024er-Version bekommst du jetzt auch spürbar mehr Leistung. Wenn du also kein MacBook Pro brauchst, dir aber schon immer ein größeres Display gewünscht hast, ist das hier vielleicht das MacBook deiner Träume.
-
+
Für einen 15-Zoll-Laptop dünn und leicht
-
+
M3 ist extrem leistungsstark, wenn es darauf ankommt
-
+
Geräuschloser Betrieb, da kein Lüfter vorhanden ist
-
-
Akkulaufzeit in unseren Tests kürzer als beim Vorgänger
-
-
Ja, der Bildschirm hat eine Aussparung
Warum können Sie T3 vertrauen?
Bilal Fahmi
Als Apple das 15-Zoll MacBook Air vorgestellt hat, war das eine große Sache – und das nicht nur im wörtlichen Sinne. Das war erst im Sommer letzten Jahres. Es hat also nicht lange gedauert, bis Apples „großes Air“ ein internes Hardware-Upgrade bekommen hat: den neuen M3-Prozessor, der auch in diesem Testgerät steckt.
Die besten MacBooks bieten mittlerweile eine richtig gute Auswahl für alle Bedürfnisse. Ich selbst nutze seit Langem das 13-Zoll MacBook Air und halte es für die meisten Nutzer:innen nach wie vor für den besten Laptop. Aber das 15-Zoll-Air mit größerem Bildschirm ist die perfekte Ergänzung für alle, die sich einfach mehr Display wünschen. Damit füllt es die Lücke zwischen dem 14-Zoll- und dem 16-Zoll-MacBook Pro und rundet die Modellfamilie mit noch mehr leistungsstarken Optionen ab.
Was mich am ursprünglichen 15-Zoll-MacBook Air so beeindruckt hat – und was auch beim 2024er-Modell gilt – ist, wie dünn und leicht es trotz seines 15,3-Zoll-Bildschirms ist. Tatsächlich ist es immer noch der dünnste und leichteste Laptop mit einem Display dieser Größe. Aber heißt das, dass du hier in Kombination mit dem neuen, noch leistungsstärkeren M3-Chip das ultimative Nutzer:innenerlebnis bekommst? Oder bringt die Mehrleistung vielleicht auch gewisse Kompromisse mit sich?
Apple MacBook Air 15-Zoll (M3, 2024) im Test: Preis & Verfügbarkeit
Im Gegensatz zum 13-Zoll-MacBook Air, das du weiterhin in M2- und M3-Varianten zu gestaffelten Preisen bekommst, schlägt das 15-Zoll-MacBook Air 2024 ein komplett neues Kapitel auf – es wird nämlich nur noch mit dem M3-Chip angeboten. Im Vergleich zum 2023er-Modell ist es dabei sogar etwas günstiger: Im Vereinigten Königreich kostet es rund 100 £ weniger, während der Preis in den USA und Australien gleich geblieben ist.
Das MacBook Air 15-Zoll mit M3 ist ab sofort erhältlich zum Einstiegspreis von £1.299 / $1.299 / AU$2.199. Anders als beim 13-Zoll-Einstiegsmodell bekommst du beim 15-Zöller direkt die Variante mit 10-Core-GPU. Außerdem kannst du je nach Bedarf Arbeitsspeicher (RAM) und Speicherplatz flexibel konfigurieren – dank der Staffelpreise hast du hier verschiedene Optionen.
Apple MacBook Air 15-Zoll (M3, 2024) im Test: Was ist neu?
Das ursprüngliche 15-Zoll-MacBook Air war ein völlig neues Unterfangen. Und das Update 2024? Das Design sieht genauso aus – es gibt also keine Änderungen beim Look oder der äußeren Ausstattung. Im Inneren dreht sich alles um den M3.
Das Upgrade auf den M3-Chip bringt ein paar neue Funktionen mit sich: Du bekommst spürbar mehr Rechenleistung, kannst jetzt bis zu zwei externe 5K-Monitore anschließen (aber nur einen, wenn der Deckel des MacBooks geöffnet ist), und auch Wi-Fi 6E ist an Bord – nicht nur das „einfache“ Wi-Fi 6 – für schnellere und stabilere Verbindungen.
Apple MacBook Air 15-Zoll (M3, 2024) im Test: Display & Sound
Der Hauptgrund, warum du dir das 15-Zoll-MacBook Air holen solltest, ist ganz klar das Display. Es handelt sich um ein 15,3-Zoll-Display – also etwas kleiner als das marktübliche 15,6-Zoll-Format. Ich finde, das ist genau die richtige Größe und bietet genug Abstand zum größeren 16-Zoll-MacBook Pro.
Das Display teilt sich viele Eigenschaften mit dem des 13-Zoll-Air. Klar, das 15-Zoll-Modell hat mehr Pixel, um die größere Fläche auszufüllen, aber die Pixeldichte bleibt gleich (224 ppi). Du bekommst also ein gestochen scharfes, brillantes Bild.
Mit einer maximalen Helligkeit von 500 Nits eignet sich das Display auch für Inhalte mit hohem Dynamikumfang (HDR) und deckt den DCI-P3-Farbraum ab. Außerdem ist Apples True-Tone-Technologie mit dabei, die die Farbtemperatur automatisch an das Umgebungslicht anpasst – das macht das Arbeiten angenehmer. Und weil das Display nicht allzu stark spiegelt, ist es für mich perfekt, wenn ich unterwegs arbeite – selbst bei direkter Sonneneinstrahlung.
Das soll nicht heißen, dass das Display des 15-Zoll-MacBook Air in jeder Hinsicht perfekt ist. Es hat die gleiche Aussparung wie das 13-Zoll-Modell, obwohl du sie wahrscheinlich schnell vergisst, weil die meisten Apps sie mit einem schwarzen Balken „verstecken“. Ich nehme sie jedenfalls gar nicht mehr wahr.
Die Bildwiederholrate liegt – genau wie die maximale Helligkeit – unter dem, was du in der Pro-Reihe bekommst. Aber das ist völlig okay: Das 60Hz-LCD-Panel des 15-Zoll-Air stellt Inhalte immer noch flüssig dar, auch wenn es nicht an die 120Hz-Marke heranreicht. Klar, viele Windows-Laptops bieten höhere Bildwiederholraten, schaffen es aber trotzdem oft nicht, die gleiche visuelle Klarheit zu erreichen, die Apple hier so sauber umsetzt.
Und wenn’s um den Sound geht, ergänzt das MacBook Air 15 das Bild mit richtig gutem Klang. Dank des Sechs-Lautsprecher-Systems bekommst du beeindruckendes 3D-Audio beim Abspielen von Dolby-Atmos-Inhalten – das sorgt für ein überzeugendes Raumgefühl. Egal, ob du zockst, Musik hörst oder Videos schaust: Der Sound ist breit, ausgewogen und wirklich angenehm.
Apple MacBook Air 15-Zoll (M3, 2024) im Test: Leistung & Spezifikationen
Das MacBook Air 15-Zoll M3, das ich gerade teste, ist das Top-Modell unter den drei Standardvarianten, die Apple aktuell verkauft. Die Einstiegsversion kommt mit 8 GB RAM. In der nächsten Stufe verdoppelt sich der Speicher auf 512 GB. Noch eine Stufe höher bekommst du dann 16 GB RAM und zusätzlich eine größere SSD.
Wenn du besondere Anforderungen hast, lässt sich das Gerät auch individuell anpassen: Der Arbeitsspeicher kann auf bis zu 24 GB erweitert werden, bei der SSD sind sogar bis zu 2 TB drin. Allerdings steigt damit natürlich auch der Preis – da solltest du dir gut überlegen, ob nicht vielleicht gleich ein MacBook Pro die bessere Wahl ist. Für die meisten Nutzer:innen dürfte aber schon das Einstiegsmodell mehr als ausreichen (es ist wirklich beeindruckend, was diese MacBooks selbst mit nur 8 GB RAM leisten können).
Der aktualisierte M3-Chip im 15-Zoll-Air bringt auf jeden Fall einen willkommenen Leistungsschub – auch wenn du keine deutlich bessere Performance oder Grafikleistung erwarten solltest als beim 13-Zoll-Modell. Der einzige Unterschied ist, dass die kleinere Einstiegsversion mit einer 8-Core-GPU statt einer 10-Core-GPU ausgestattet ist. Trotzdem liefert das 15-Zoll-Air starke Werte: In meinem Geekbench-5-Test kam es auf 2360 Punkte im Single-Core- und 10.760 im Multi-Core-Bereich – das entspricht rund 26 % mehr Leistung im Vergleich zur vorherigen Generation.
Wenn dir Grafikleistung besonders wichtig ist: Die Punktzahlen des 15-Zoll-MacBook Air mit M3 liegen bei rund 34.750 (Apple Metal) und 32.500 (OpenCL) – also ebenfalls etwas höher als beim Vorgängermodell mit M2. Noch wichtiger ist aber, wie sich das in der Praxis anfühlt. Mein Einstiegstest war eine Runde „Death Stranding“. Das Spiel läuft wunderbar flüssig, mit stabilen Bildraten – allerdings merkt man dabei auch, dass der Akku etwas stärker beansprucht wird als im Alltagsbetrieb.
Da der M3-Chip lüfterlos arbeitet, wird die Wärme über das Gehäuse abgeführt. Ich finde das großartig – klar, er kann bei längerer Last warm oder sogar heiß werden, aber die völlige Stille ohne Surren oder Brummen ist einfach himmlisch. Natürlich bedeutet das auch, dass der Chip bei Bedarf etwas gedrosselt wird – du wirst also nicht ganz die gleiche Spitzenleistung bekommen wie bei einem MacBook Pro mit aktiver Kühlung. Am Ende ist es eine Frage, was für dich besser passt – viele Nutzer:innen werden mit dem Ansatz des Air völlig zufrieden sein.
Schon beim Vorgängermodell habe ich gesagt: „Zahlen sind nicht alles – entscheidend ist, wie sich die Leistung im Alltag anfühlt.“ Und genau das zeigt sich hier wieder: Der M3 lädt große Dateien blitzschnell, ist perfekt für 4K-Videobearbeitung mit mehreren Streams geeignet, und selbst wenn du zig Browser-Tabs offen hast, bleibt alles leise und reaktionsschnell. Und das Beste: Alles wird auf dem größeren Bildschirm noch angenehmer dargestellt.
Apple MacBook Air 15-Zoll (M3, 2024) im Test: Akkulaufzeit & Ladegerät
Das MacBook Air 15-Zoll M3 hat eine Akkukapazität von 66,5 Wh. Der Akku ist damit größer und leistungsfähiger als das 52,6-Wh-Modell im 13-Zoll-M3. Ich dachte zunächst, das würde automatisch zu besseren Laufzeiten führen. Aber überraschenderweise gab es bei meinen ersten Tests ein paar unerwartete Ergebnisse.
Ein 2160p-Videostream auf YouTube bei voller Helligkeit leerte den Akku in nur sieben Stunden – deutlich weniger als beim kleineren Modell. Genau deshalb ist es aber so wichtig, ein Gerät über längere Zeit zu testen und nicht vorschnell zu urteilen. Ein paar Tage später, nach ein paar Software-Updates und einem Absturz in der Zwift-App, sah das schon ganz anders aus.
Zwar komme ich immer noch nicht ganz auf die 18 Stunden, die Apple angibt, aber immerhin auf über 13 Stunden beim selben YouTube-Test. Das ist ein gutes Ergebnis – auch wenn es unter dem liegt, was manche andere Tester:innen berichten konnten. Und ja, der M2-Vorgänger hat im gleichen Test sogar etwas länger durchgehalten. Trotzdem: Für einen Laptop mit dieser Leistung und diesem Bildschirmformat ist die Laufzeit mehr als solide.
Ein weiteres praktisches Feature ist das MagSafe-Laden – eingeführt mit dem Redesign der Air-Reihe. Es ergänzt die zwei vorhandenen USB-C-Anschlüsse. Du kannst frei wählen, ob du über MagSafe oder USB-C laden willst – oder beides gleichzeitig nutzt. Im Lieferumfang ist ein 35-Watt-Dual-Port-Netzteil enthalten. Wer schneller laden möchte, kann gegen Aufpreis den kompatiblen 70-Watt-Adapter dazukaufen.
Apple MacBook Air 15-Zoll (M3, 2024) im Test: Fazit
Mit seinem 15,3-Zoll-Display hat das „große Air“ aus Apples MacBook-Reihe ein klares Verkaufsargument: Es ist ein MacBook Air – also schlank, leicht und mobil – nur eben mit einem deutlich größeren Bildschirm. Und dank des M3-Chips in der 2024er-Version bringt es nun auch deutlich mehr Leistung mit.
Natürlich gibt es auch ein paar Kompromisse. Klar, das 15-Zoll-Modell ist teurer als das 13-Zoll-Pendant. In meinen Tests zeigte sich zudem eine etwas geringere Akkulaufzeit im Vergleich zum Vorgänger. Und ja, die Display-Aussparung – auch „Notch“ genannt – wird sicher nicht alle Geschmäcker treffen.
Aber je mehr ich das 15-Zoll-Modell benutze, desto mehr überzeugt es mich als echter Desktop-Ersatz. Als langjähriger Nutzer des kleineren Air bin ich beeindruckt, wie Apple es schafft, trotz größerem Display das Gerät so kompakt und leicht zu halten. Es trägt den Namen „Air“ also nach wie vor zurecht.
Schon bei der Einführung war das 15-Zoll-MacBook Air ein echtes Highlight – und das bleibt es auch mit dem M3-Upgrade. Wenn du kein MacBook Pro brauchst, dir aber schon immer ein größeres Display gewünscht hast, dann ist dieses Modell womöglich genau das MacBook, auf das du gewartet hast.
Ebenfalls eine Überlegung wert
Du möchtest in der Familie bleiben? Dann sind die logischen Alternativen das 13-Zoll MacBook Air – entweder mit M2 oder M3. Damit musst du zwar mit einem kleineren Bildschirm leben, sparst aber auch etwas Geld.
Der entgegengesetzte Weg: Wenn du mehr Leistung brauchst und bereit bist, dafür tiefer in die Tasche zu greifen, kommen das 14-Zoll- oder 16-Zoll-MacBook Pro infrage. Beide bieten noch mehr Power – aber eines geht dabei verloren: die lautlose Nutzung. Genau das ist nämlich einer der größten Pluspunkte des 15-Zoll-Air.

Mike is T3's Tech Editor. He's been writing about consumer technology for 15 years and his beat covers phones – of which he's seen hundreds of handsets over the years – laptops, gaming, TV & audio, and more. There's little consumer tech he's not had a hand at trying, and with extensive commissioning and editing experience, he knows the industry inside out. As the former Reviews Editor at Pocket-lint for 10 years where he furthered his knowledge and expertise, whilst writing about literally thousands of products, he's also provided work for publications such as Wired, The Guardian, Metro, and more.