Bilal Fahmi
Wenn du schon mal nach den besten Earbuds gesucht hast, weißt du, wie teuer das werden kann. Guter Sound kostet eben, und Premium-Modelle gehen oft für mehrere hundert Euro über den Tresen.
Ich hab das Glück, bei T3 viele Kopfhörer testen zu können – die Crème de la Crème, wie die Sony WF-1000XM5, Devialet Gemini II oder die Bose QuietComfort Ultra Earbuds.
Dann kamen die CMF by Nothing Buds Pro 2 auf meinen Tisch. Die Farbe? Radioaktive Mandarine. Der Regler auf dem Case? Schon ein bisschen seltsam. Der Preis? 59 £ (!) Können die da überhaupt mithalten? Ich hab sie ein paar Wochen getestet, um das herauszufinden.
CMF von Nothing Buds Pro 2 im Test: Spezifikationen
Kommen wir schnell zu den wichtigsten Specs: Die Earbuds wiegen nur 4,9 Gramm pro Stück – ziemlich leicht, vor allem wenn man bedenkt, dass da ein Lautsprecher drinsteckt. Verbaut ist ein 11-mm-Basstreiber, dazu ein 6-mm-Planar-Hochtöner für die hohen Töne.
Außerdem gibt’s IP55-Schutz gegen Wasser und Staub. Für Earbuds in dieser Preisklasse echt stark, das sorgt dafür, dass sie den Alltag gut mitmachen.
Bei der Akkulaufzeit kann man auch nicht meckern: Mit ANC aus halten sie bis zu 43 Stunden durch, dank Ladecase. Die meisten werden ANC wohl eher anlassen – dann sind es immer noch solide 6,5 Stunden mit einmal Aufladen und insgesamt 26 Stunden.
CMF von Nothing Buds Pro 2 im Test: Design
Das Design sorgt für Diskussionsstoff, also schauen wir uns das mal genauer an. Die Buds kamen zusammen mit dem CMF Phone 1 raus, und Kreise sind hier das große Thema.
Was sofort auffällt, ist der Regler am Ladecase. Der kann gedrückt und gedreht werden und dient dazu, verschiedene Einstellungen vorzunehmen.
Lohnt sich das? Naja, vielleicht. Ehrlich gesagt habe ich ihn kaum genutzt. Ich hab das Case selten in der Tasche, deshalb macht der Regler für mich nicht so viel Sinn. Aber wenn man ihn benutzt, funktioniert er gut und fühlt sich angenehm an.
Ansonsten ist das Case ziemlich klassisch: eine quadratische Box mit schön abgerundeten Ecken und softem Griff. Die orange Farbe meines Testgeräts sieht aus, als wäre sie aus den Trümmern eines nuklearen Unfalls – aber die weißen, schwarzen und blauen Varianten sehen zum Glück viel besser aus.
Die Earbuds selbst sind unauffällig: ein schlanker Plastik-Stiel und ein rundes Ohrteil. Sehr bequem, aber eben nicht besonders aufregend.
CMF von Nothing Buds Pro 2 im Test: Leistung
Und jetzt haltet euch fest, denn dieses Spiel hat zwei Halbzeiten. Fangen wir mit dem guten Teil an – der Klangqualität. Mal ehrlich, wenn du Earbuds kaufst, ist das am Ende der entscheidende Faktor.
Glücklicherweise spielt der Sound dieser Buds locker in einer höheren Liga als ihr Preis vermuten lässt. Ich war von Anfang an richtig beeindruckt. Der Bass klingt super und ist schön detailliert – genau zwei Sachen, bei denen günstige Geräte oft schwächeln.
Ist der Sound perfekt? Nein, andere Earbuds lösen feiner auf, und die Mitten wirken hier manchmal etwas schwammig. Aber zum Glück ist die Nothing X App richtig gut und bietet dir viele Einstellmöglichkeiten. Die solltest du auf jeden Fall nutzen, um das Maximum aus den Ohrhörern rauszuholen.
Was den Sound angeht, gehören sie zu den besten Earbuds, die du aktuell kaufen kannst.
Bei der aktiven Geräuschunterdrückung (ANC) schneiden sie allerdings etwas schwächer ab. Andere Earbuds schaffen es, dich komplett von der Außenwelt abzuschirmen – diese hier leider nicht.
Als ich das erste Mal zwischen dem Transparenzmodus und der stärksten ANC-Stufe gewechselt habe, dachte ich wirklich, der Knopf wäre kaputt. Bei weiteren Tests war ein kleiner Unterschied hörbar, aber wirklich deutlich ist der Effekt nicht.
CMF von Nothing Buds Pro 2 im Test: Fazit
Die einfache Frage lautet: Sollte man die CMF by Nothing Buds Pro 2 kaufen? Die Antwort ist eigentlich auch recht einfach: wahrscheinlich ja.
Für nur 59 £ gibt es kaum Gründe dagegen, besonders wenn du gerade nichts Teureres kaufen willst oder kannst. Bei der Geräuschunterdrückung wurde zwar gespart, aber besser dort als bei der Klangqualität, oder?
Rein vom Sound her können sie problemlos mit Earbuds mithalten, die zwei- oder sogar dreimal so viel kosten. Wenn du also guten Klang zum günstigen Preis suchst, wirst du kaum etwas Vergleichbares finden.
CMF von Nothing Buds Pro 2 im Test: Ebenfalls eine Überlegung wert
Das Nothing-Sortiment ist so unübersichtlich, dass es kaum überrascht, dass es Konkurrenz aus dem eigenen Haus gibt. Ich persönlich würde die Nothing Ear (a) eher meiden, aber die Nothing Ear sind ein lohnendes Upgrade – wenn man bereit ist, den doppelten Preis zu zahlen.
Ansonsten sind die OnePlus Buds 3 eine solide Wahl. Sie überraschen zwar wenig, bieten aber eine bessere Geräuschunterdrückung und eine klassische Touch-Steuerung direkt am Ohrhörer.
Wer einen bekannteren Namen sucht, ist mit den Sony WF-C700N gut beraten. Cleveres Design, gute Allround-Leistung und eine der besten Apps. Was spricht dagegen?

Sam is an award-winning journalist with over six years of experience across print and digital media. As T3’s Senior Staff Writer, Sam covers everything from new phones and EVs to luxury watches and fragrances. Working across a range of different social media platforms alongside his written work, Sam is a familiar face for fans of T3. When he’s not reviewing snazzy products or hunting for stellar deals, Sam enjoys football, analog photography and writing music.