Kerstin Findeisen
Seit die Switch 2 herauskam, habe ich eine Menge Hüllen ausprobiert. Von der smarten, aber sperrigen Ladehülle von Belkin, über die fast großartige Filz-Hülle Sleeper Case von Genki, eine unglaublich schlanke und einfache von TomToc, bis hin zur offiziellen Nintendo-Hülle, jede hat mich auf unterschiedliche Weise beeindruckt. Dennoch, jetzt, wo ich mich auf die lange Nutzung der Konsole einstelle, ist es an der Zeit, zu entscheiden, welche ich tatsächlich im Alltag verwenden werde.
Der Gewinner hat mich ein wenig überrascht, sich in meinen Tests der letzten Wochen aber schnell als klarer Favorit herauskristallisiert – besonders nachdem ein kleiner Designfehler behoben wurde. Das Dbrands Killswitch-System macht einfach Spaß in der Nutzung.
Der Killswitch ist nicht einfach nur eine Hülle, sondern eine Schutzschale, die sich auf verschiedene Teile anwenden lässt. Kern des Systems sind ein Paar Joy-Con-Protektoren, in die die Controller eingeklipst werden, sowie eine Hülle für den mittleren Bereich der Switch 2. Das macht die Konsole etwas klobiger, sorgt aber dafür, dass sie im Handheld-Modus deutlich ergonomischer zu halten ist und das Spielen angenehmer wird.
Wenn du die Switch verstauen oder transportieren willst, kannst du einfach eine milchige Kunststoffabdeckung aufsetzen, die die Konsole samt neuer Hülle sicher umschließt und mit einem elastischen Riemen festhält. In dieser Abdeckung ist außerdem ein magnetisch befestigter Halter für bis zu zehn Ersatzspiele integriert.
Das letzte Element kommt ins Spiel, wenn du deine Switch 2 andocken willst. Da die Hülle die Konsole dicker macht, passt sie nicht mehr in die Standard-Dockingstation. Dbrand liefert deshalb auch einen Docking-Aufsatz mit, der in die Station geschoben wird und es erlaubt, die Konsole außen anzubringen – nicht die eleganteste Lösung, aber sie funktioniert.
Um kurz auf die kleinen Probleme einzugehen: Als die ersten Nutzer*innen ihre Killswitch-Hüllen erhielten, traten zwei Dinge auf. Erstens konnte sich in manchen Situationen der Joy-Con leichter lösen, wenn man die Switch 2 im Handheld-Modus einhändig hielt, was ein erhöhtes Risiko für Stürze darstellte.
Zweitens fühlte sich der erste Docking-Aufsatz nicht immer besonders geschmeidig an, und das Andocken oder Abnehmen der Konsole einhändig war umständlicher. Beides wurde inzwischen behoben: Dbrand hat ein Nachrüst-Kit verschickt, das alle bestehenden Kund*innen nutzen können.
Das Kit enthält Reibungspads, die den Docking-Aufsatz stabiler auf der Originalhalterung halten, sowie neue Joy-Con-Griffe, die magnetisch besser mit der Hauptkonsole der Switch 2 verbunden werden – das Problem ist damit weitgehend gelöst.
Um ehrlich zu sein, habe ich den Docking-Aufsatz selbst kaum genutzt. Da ich die Switch 2 fast immer im Handheld-Modus nutze, ist es für mich einfacher, die Hülle einfach abzunehmen, wenn ich andocken will. So spare ich Platz neben dem Fernseher und verzichte auf den zusätzlichen Aufsatz. Mit den ursprünglichen Griffen hatte ich überhaupt keine Probleme, die überarbeite Version ist langfristig aber trotzdem eine nette Verbesserung.
Es ist gut zu sehen, dass Dbrand weiterhin daran arbeitet, die Probleme zu beheben, aber ich bin vom Killswitch-System ohnehin überzeugt. Der größte Gewinn liegt im Komfort. Ich fand die Switch 2 (oder die Switch davor) nie umständlich in der Nutzung, aber viele Nutzer*innen kritisieren die vergleichsweise geringe Ergonomie.
Die zusätzliche Griffigkeit durch die Hülle ist klasse, und mittlerweile bin ich so an den verbesserten Komfort gewöhnt, dass sich die Konsole ohne Hülle etwas seltsam anfühlt. Besonders gefallen mir die kleinen Stick-Kappen, die die Steuersticks etwas griffiger machen.
Jetzt fühlt sich die Switch 2 ohne Killswitch etwas weniger komfortabel an. Bei anderen Hüllen fällt das zusätzliche Volumen beim Verstauen kaum ins Gewicht. Daher kann ich sagen: Die Killswitch-Hülle ist meine klare Empfehlung zum Schutz der Switch 2 – mit dem kleinen Hinweis, dass der Versand außerhalb der USA recht teuer ist.

Max is T3's Staff Writer for the Tech section – with years of experience reporting on tech and entertainment. He's also a gaming expert, both with the games themselves and in testing accessories and consoles, having previously flexed that expertise at Pocket-lint as a features editor.