Meine 9-stündige Zugfahrt hat bewiesen: Sonys XM6-Kopfhörer sind unschlagbar

Der perfekte Reisebegleiter

Sony WH-1000XM6 Review
(Bildnachweis: Future)

Zur Einordnung vorab: Das hier ist kein Clickbait oder irgendein Ablenkungsmanöver – diese Woche habe ich tatsächlich die längste Zugfahrt meines Lebens ohne Schlafwagen gemacht. Von Edinburgh ging es runter bis nach Bodmin Parkway in Cornwall. Alles in allem waren das rund neuneinhalb Stunden – und es war im Grunde die einzige halbwegs bezahlbare Möglichkeit, so weit in den Süden zu kommen.

War also ein ordentliches Stück Strecke, und schon bei der Planung war klar: Ich muss mir gut überlegen, welches Tech ich für die Reise einpacke – getrennt vom restlichen Gepäck. Zum Glück habe ich noch mein Paar Sony WH-1000XM6, und ich wusste: Die könnten auf so einer Tour die perfekten Begleiter sein.

Ich hab sie direkt ganz oben in den Rucksack gepackt – da gehören Noise-Cancelling-Kopfhörer im Zug schließlich hin. Und kaum rollte der Zug los, waren sie auch schon auf dem Kopf – und blieben da auch. Wer schon mal einen Sitzplatz im Ruhebereich irgendeines britischen Zugs gebucht hat, weiß: Noise Cancelling kann man trotzdem gut gebrauchen.

Und was das betrifft, gehören die XM6 aktuell zu den besten Kopfhörern, die du bekommen kannst. Sony hat beim Launch zwar nicht genau angegeben, wie viel besser das Noise Cancelling im Vergleich zum Vorgänger XM5 ist – Klangwahrnehmung ist ja immer auch etwas subjektiv – aber der Unterschied ist definitiv spürbar.

Tatsächlich war das Noise Cancelling so gut, dass ich nicht mal immer Musik oder Podcasts gehört habe – allein der „Cocoon“-Effekt des Tragens, wenn man nichts hört, reicht oft schon aus, um eine Reise deutlich entspannter zu machen. Wenn etwa das Motorbrummen oder der plaudernde Sitznachbar ausgeblendet wird, ist das Gold wert.

Die neunstündige Fahrt teilte sich übrigens auf in siebeneinhalb Stunden im ersten Zug und zwei weitere in einem anderen. Spaß hat das nicht unbedingt gemacht – aber es hat schon auch was Meditatives, sich einfach so lange selbst beschäftigen zu müssen. Fast wie auf einem Langstreckenflug.

In der zweiten Hälfte der Reise kamen die XM6 dann besonders zur Geltung. Mein hochgestecktes Ziel, möglichst viel zu lesen, geriet langsam ins Wanken – also hab ich meine Nintendo Switch 2 ausgepackt und ein paar Stunden Donkey Kong Bananza gezockt. Mit den Kopfhörern war’s nochmal einfacher, richtig einzutauchen.

Dank Nintendos neuem 3D-Audio-Support wirkt das Sounddesign in einem nativen Switch-2-Titel wie Bananza nochmal eindrucksvoller – und die XM6 liefern die Qualität, die man dafür braucht. Auch der Soundtrack kommt auf gutem Equipment richtig zur Geltung.

Komfort spielt natürlich auch eine Rolle – und da sind die XM6 ebenfalls top. Sie gehören zu den leichtesten Kopfhörern, die ich über längere Zeit getragen habe. Klar, nach sieben Stunden am Stück wollte ich sie trotzdem loswerden – aber das gilt ehrlich gesagt für jedes Modell, das ich je getestet habe.

In ein paar Tagen steht die gleiche Strecke nochmal an – diesmal in umgekehrter Richtung. Perfekt für einen zweiten, ausgiebigen Test. Aber eins ist jetzt schon klar: Wenn’s um Reise-Kopfhörer geht, führen für mich aktuell keine Wege an den XM6 vorbei. Die Dinger liefern einfach in allen Bereichen – und ich freu mich fast schon drauf, wieder neun Stunden am Stück mit ihnen zu verbringen.

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Max Freeman-Mills
Staff Writer, Tech

Max is T3's Staff Writer for the Tech section – with years of experience reporting on tech and entertainment. He's also a gaming expert, both with the games themselves and in testing accessories and consoles, having previously flexed that expertise at Pocket-lint as a features editor.

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