Alle reden über die Ultra 3 – aber ich finde, die SE 3 ist Apples cleverster Schachzug bisher
Die Apple Watch SE 3 vereint die entscheidenden Upgrades in Apples bislang funktionsreichster und gleichzeitig erschwinglichster Smartwatch
Kerstin Findeisen
Die Apple Watch Ultra 3 hat bei Apples jährlichem iPhone-Event letzte Nacht zwar alle Schlagzeilen gemacht – für mich ist sie aber nicht der eigentliche Star.
Die Top-Smartwatch punktet mit größerem Display, Satelliten-SOS und tagelanger Akkulaufzeit – genau der Typ Uhr, der auf einer Keynote-Folie beeindruckt. Für alle, die jedoch nicht jede zweite Woche Berge erklimmen oder Ultramarathons laufen (also die meisten von uns), ist sie im Alltag aber nicht die entscheidende Wahl.
Deshalb glaube ich: Der wahre Deal des Apple-Launches in diesem Jahr ist nicht die Ultra 3 für 899 Euro, sondern, wenn ich es so sagen darf, die Apple Watch SE 3 für 269 Euro.
Über Jahre hinweg war die SE die „good enough“-Option – günstiger, leichter, aber oft ohne die großen Super-Features. Dieses Jahr hat Apple der SE 3 jedoch ein dringend nötiges Upgrade verpasst – mit Funktionen, die sie tatsächlich interessant machen.
Erschwinglich, aber funktionsreich
Die SE 3 fühlt sich endlich wie ein richtiges Upgrade an. Diesmal wurde ihr ein Always-On-Display (zum ersten Mal bei einem SE-Launch) gegeben, was sie sofort hochwertiger erscheinen lässt. Sie hat auch denselben S10-Chip, den man in der Serie 10 findet, was bedeutet, dass sie genauso schnell ist wie das Flaggschiff vom letzten Jahr.
Außerdem kannst du jetzt die smarten Double-Tap-Gesten und Handgelenksbewegungen nutzen, die früher nur den teureren Modellen vorbehalten waren.
Auch in Sachen Gesundheit und Fitness legt die SE 3 noch eine Schippe drauf: Apple hat Features wie Sleep Scoring, Schlafapnoe-Erkennung, Handgelenk-Temperaturtracking und retrospektive Ovulationsschätzungen hinzugefügt. Früher waren diese Features den teureren Modellen vorbehalten – jetzt bringt Apple sie offenbar zu den Massen. Zusammen mit den üblichen Sicherheitsfunktionen wie Sturzerkennung, Unfallerkennung, Notruf SOS und Check-In deckt die SE 3 damit die wichtigsten Bereiche für die meisten Nutzer*innen ab.
Die Akkulaufzeit hat sich kaum verändert – nach wie vor nur etwa 18 Stunden (an einem guten Tag, schätze ich) – das war aber bei allen Apple Watches so.
Bei gerade einmal 269 Euro lässt sich das jedoch kaum kritisieren. Wer seine erste Smartwatch kauft oder von einer älteren SE aufrüstet, sollte die SE 3 definitiv auf dem Wunschzettel haben.
Die Ultra 3 ist vielleicht besser für Extrem-Abenteurer geeignet, und die Series 11 bringt ihre eigenen Verbesserungen mit, doch angesichts der zahlreichen Premium-Features zu einem so günstigen Einstiegspreis ist die SE 3 meiner Meinung nach Apples wichtigste Uhr der letzten Jahre.
AirPods erhielten ebenfalls ein heimliches Upgrade
Bei all dem Hype um die neuen Watches hat Apple heimlich auch die AirPods Pro 3 aktualisiert. Auf der Keynote bekamen sie kaum Aufmerksamkeit – vermutlich, weil es kein auffälliges Redesign gab. Das ist etwas enttäuschend, war aber auch zu erwarten.
Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch: Das Case der AirPods Pro 3 hat still und leise eines der nützlichsten Upgrades überhaupt bekommen. Mit präzisem Find My direkt integriert funktioniert das jetzt wie ein AirTag – du kannst also genau nachverfolgen, wo sich die Box befindet, falls sie etwa hinter dem Sofa verschwindet.
Dazu gibt es einen lauteren Signalton, der das Auffinden deutlich erleichtert, eine robustere Oberfläche und ein Design, das weniger leicht verkratzt oder aus der Tasche rutscht. Insgesamt ein Redesign, das in der Praxis richtig sinnvoll ist.
Ganz ehrlich: Ein Upgrade wie dieses macht meiner Meinung nach einen viel größeren Unterschied als ein paar zusätzliche Stunden Akkulaufzeit oder ein minimal glänzenderes Display.

Lee Bell is a freelance journalist and copywriter specialising in all things technology, be it smart home innovation, fit-tech and grooming gadgets. From national newspapers to specialist-interest titles, Lee has written for some of the world’s most respected publications during his 15 years as a tech writer. Nowadays, he lives in Manchester, where - if he's not bashing at a keyboard - you'll probably find him doing yoga, building something out of wood or digging in the garden.