Die Apple Watch bekommt vielleicht endlich einen Sleep Score – aber warum hat das so lange gedauert?

Eine der größten Lücken beim Schlaftracking der Apple Watch wird bald behoben

Apple Watch Series 10
(Bildnachweis: Matt Kollat/T3)

Es ist (halb) offiziell: Apple fügt der Apple Watch endlich einen Sleep Score hinzu – ein Feature, das trotz der jahrelangen Verfügbarkeit bei fast allen großen Konkurrenten überraschend lange gefehlt hat.

Wie MacRumors berichtet, wird das Update, das möglicherweise mit iOS 26 und watchOS 11 kommt, jede Nacht eine einzelne Zahl vergeben, die deine Schlafqualität anhand von Dauer, Regelmäßigkeit und Zeit in den verschiedenen Schlafphasen bewertet.

Kommt dir das bekannt vor? Garmin, Fitbit, WHOOP, Oura, Polar und Samsung bieten das schon lange an.

Manche gehen sogar noch weiter, mit Recovery Scores, Readiness Ratings oder sogar tierisch inspirierten Chronotypen.

Samsung hat sich besonders auf das „Schlaf-Gamification“-Konzept eingelassen und du bist je nach Schlafverhalten ein Löwe, Bär oder Delfin. Warum hat Apple also so lange gebraucht?

Warum Apple Sleep-Score-Features bisher vermied, und warum sich das jetzt ändert

Apples Umgang mit Gesundheitsdaten war schon immer vorsichtig. Statt Nutzer*innen mit vielen Kennzahlen und Gamification zu überfordern, setzt das Unternehmen lieber auf Einfachheit und ein klares Design.

(Tatsächlich sorgt das neueste Update dafür, dass das Design für alle praktisch transparent bleibt.)

Da Schlaftracking immer wichtiger für Smartwatches wird – besonders mit dem Fokus auf Erholung und Leistungsbereitschaft im Fitnessbereich – scheint Apple nun einzuräumen, dass ein einzelner Sleep Score genau das ist, was viele Nutzer*innen erwarten.

Auch leistungsorientierte Marken wie Garmin (siehe auch: beste Garmin-Uhren) und Polar bieten schon länger eine Form von Schlafbewertung oder Erholungsanalyse an.

Apple-Watch-Nutzer*innen mussten sich bisher durch Grafiken und Durchschnittswerte kämpfen, um ihren Schlaf zu verstehen. Drittanbieter-Apps wie AutoSleep oder Pillow haben diese Lücke gefüllt.

Jetzt holt Apple mit einer eigenen Schlafbewertung nach: Der Score reicht von 0 bis 100 und basiert auf wichtigen Faktoren wie Schlafdauer, Regelmäßigkeit und Zeit in REM-, Kern- und Tiefschlaf.

Welche Schlaf-Funktionen sollte Apple als nächstes hinzufügen?

Die Einführung eines Sleep Scores ist ein willkommener Schritt, doch Apple hinkt bei fortschrittlichen Schlaf-Insights weiterhin hinterher.

Ich würde mir mehr Coaching-Funktionen wünschen, wie etwa einen Erholungs-Score ähnlich dem von WHOOP oder Garmins Body Battery, eine Chronotyp-Analyse à la Samsungs Sleep Animal System oder die Funktion zur zirkadianen Rhythmus-Anpassung des Oura Ring 4.

Weitere mögliche Verbesserungen wären intelligente Wecker, die auf Schlafphasen basieren, eine bessere Erkennung von Nickerchen und vor allem umsetzbare Empfehlungen zur langfristigen Verbesserung der Schlafqualität – nicht nur eine reine Punktzahl.

Mit watchOS 11, das zudem Trainingsbelastung und Vitaldaten einführt, scheint Apple bereit zu sein, leistungsorientierte Gesundheitsmetriken stärker zu integrieren.

Das ist ein kluger Schritt. Wenn Apple tatsächlich die Health Company werden will, die Tim Cook anstrebt, müssen sie über die Basics hinausgehen – und endlich erhält der Schlaf die Aufmerksamkeit, die er verdient.

[via MacRumors]

Matt Kollat
Section Editor | Active

Matt Kollat is a journalist and content creator for T3.com and T3 Magazine, where he works as Active Editor. His areas of expertise include wearables, drones, action cameras, fitness equipment, nutrition and outdoor gear. He joined T3 in 2019.

His work has also appeared on TechRadar and Fit&Well, and he has collaborated with creators such as Garage Gym Reviews. Matt has served as a judge for multiple industry awards, including the ESSNAwards. When he isn’t running, cycling or testing new kit, he’s usually roaming the countryside with a camera or experimenting with new audio and video gear.

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