Meta Quest 4 könnte das bislang realistischste Stück Cyberpunk in unserer Welt sein
Könnten wir den nächsten großen Schritt in AR und VR von Meta erleben?
Kerstin Findeisen
Kurze Zusammenfassung
Forschende bei Meta Reality Labs haben Prototypen mit einem erweiterten Sichtfeld von 180 Grad vorgestellt.
Auch das Passthrough-Feature soll deutlich verbessert worden sein – ein möglicher Vorgeschmack auf die Meta Quest 4.
Von all den Geräten, die bisher in die AR- oder VR-Welt eingestiegen sind, hat Meta mit seinem Quest-Headset den größten Einfluss gehabt. Deutlich günstiger als das Apple Vision Pro und mit überzeugenden Inhalten ausgestattet, ist es die Plattform, die man im Blick behalten sollte, wenn es um die nächste Generation immersiver Realität geht.
Dank neuer Informationen von Forschenden bei Meta Reality Labs (via Tom's Guide) wissen wir jetzt, was als Nächstes kommen könnte – und das bringt uns so nah an die Welt von Cyberpunk 2077 wie nie zuvor.
Kern des veröffentlichten Materials ist ein Headset mit einem Sichtfeld von 180 Grad. Das bedeutet: Was du im Headset siehst, deckt einen deutlich größeren Bereich ab als bei bisherigen Geräten, die in der Regel rund 110 Grad bieten.


Laut den Forschenden umfasst das menschliche Sichtfeld typischerweise rund 200 Grad – das neue Headset kommt dieser Realität also deutlich näher. Und das Besondere: Trotz des weiten Sichtfelds ist das Gerät nicht übermäßig klobig – anders als die ultrabreiten Pimax-Headsets, die wir bisher gesehen haben.
Das ist entscheidend, denn es erweitert das Sichtfeld, ohne dass du den Kopf bewegen musst. Deine Augen haben mehr zu entdecken, wodurch das Gefühl verschwindet, nur auf eine Szene zu schauen – stattdessen fühlst du dich mittendrin.




Bei Mixed Reality bedeutet das auch, dass das Passthrough-Erlebnis dem normalen Sehen deutlich näherkommt – was Overlays realistischer wirken lässt, fast wie Bio-Implantate aus einem Sci-Fi-Film oder -Game.
Außerdem geben die Forschenden an, dass ihre Prototyp-Headsets über Passthrough-Kameras mit mehr als 80 Megapixeln und einer Bildrate von 60 fps verfügen. Die reale Welt soll damit so lebensecht wie nie zuvor ins Headset übertragen werden.
Was hat das mit dem Meta Quest 4 zu tun?
Die Forschenden haben einen direkten Vergleich mit der Meta Quest 3 gezeigt, der verdeutlicht, wie viel größer das Sichtfeld ist. Es ist wahrscheinlich, dass diese Technologie in einem Next-Gen-Headset zum Einsatz kommt, möglicherweise der Meta Quest 4 oder einem Quest Pro-Modell.
Für die Meta Quest 4 wird ein Launch in den Jahren 2026 oder 2027 gemunkelt, wobei vermutet wird, dass Meta sich zunächst stärker auf Smart Glasses konzentrieren wird, was die Veröffentlichung der Quest 4 etwas verzögern könnte.
Die von Meta Reality Labs gezeigten Geräte haben ein schlankes Design und, auch wenn sie noch nicht so ansprechend wie ein Konsumentenprodukt wirken, deuten sie darauf hin, dass die Miniaturisierung voranschreitet.
Da ein Launch wohl erst 2027 erwartet wird, bleibt noch viel Zeit für weitere Verbesserungen. Ein System mit besserem Passthrough und erweitertem Sichtfeld bringt uns jedoch schon jetzt einen großen Schritt näher an eine neue Form virtueller Realitäten.
Chris has been writing about consumer tech for over 15 years. Formerly the Editor-in-Chief of Pocket-lint, he's covered just about every product launched, witnessed the birth of Android, the evolution of 5G, and the drive towards electric cars. You name it and Chris has written about it, driven it or reviewed it. Now working as a freelance technology expert, Chris' experience sees him covering all aspects of smartphones, smart homes and anything else connected. Chris has been published in titles as diverse as Computer Active and Autocar, and regularly appears on BBC News, BBC Radio, Sky, Monocle and Times Radio. He was once even on The Apprentice... but we don't talk about that.
