Samsung spricht über Project Moohan – und über den versteckten Trick, den sein XR-Headset auf Lager haben könnte

Im Gespräch mit T3 deutet Samsung an, dass das Headset Gaming-Technologien der Galaxy-Smartphones nutzen könnte

Samsung's Project Moohan XR Headset
(Bildnachweis: Future / Mike Lowe)
Kurze Zusammenfassung

Samsungs Cloud-Gaming-Technologie könnte in absehbarer Zeit über Smartphones und Tablets hinausgehen. Ein Unternehmensvertreter sagte gegenüber T3, dass sie sogar im XR-Headset Project Moohan zum Einsatz kommen könnte.

Darüber hinaus ist denkbar, dass die Technik nicht nur für Spiele genutzt wird.

Als Samsung vergangene Woche auf der Gamescom ankündigte, dass seine eigene Cloud Gaming Platform in Großbritanninen und Deutschland startet, wurde klar: Alle Galaxy-Nutzer*innen mit installiertem Mobile Gaming Hub können darauf zugreifen – unabhängig vom Alter oder den technischen Fähigkeiten ihres Smartphones.

Das brachte mich zu der Frage, auf welche weiteren Geräte der Service ausgeweitet werden könnte. Wird man künftig dieselben Mobile Games auf einem Samsung-TV streamen können? Und was ist mit Project Moohan, dem XR-Headset, das Samsung derzeit gemeinsam mit Qualcomm und Google entwickelt? Könnte die Cloud-Gaming-Technologie des Unternehmens auch im virtuellen Raum nutzbar sein?

Wie sich herausstellt, hat Samsung genau darüber bereits nachgedacht – und die Technologie muss nicht einmal auf Spiele beschränkt sein.

„Project Moohan eröffnet viele spannende Möglichkeiten rund um Inhalte und deren sofortige Verfügbarkeit“, erklärte Jong Hyuk Woo, Samsungs globaler Vizepräsident für Services, Developer und Marketing, exklusiv gegenüber T3.

„Es muss nicht einmal auf Games begrenzt sein. Die Fähigkeit, Nutzer*innen sofort Erlebnisse bereitzustellen, wird für die Zukunft von Moohan entscheidend sein.

Wir sprechen über das Metaverse, über die Möglichkeit, nahtlos von einem Erlebnis zum nächsten zu springen – gemeinsam mit Freund*innen oder Kolleg*innen – ohne warten zu müssen, bis sie eine Software heruntergeladen haben. Für diese Technologie gibt es weit mehr Anwendungsmöglichkeiten, als wir heute absehen können.“

Aktuell ist Samsungs Cloud-Gaming-Plattform noch auf ausgewählte Mobile Games beschränkt. Doch der Vorteil liegt auf der Hand: Spiele müssen nicht mehr heruntergeladen oder installiert werden, man kann sie direkt starten – solange eine Internetverbindung besteht. Project Moohan wirkt da wie der logische nächste Schritt.

Spiele auf dem Kühlschrank spielen?

Tatsächlich kommt für Samsung jedes Gerät mit Bildschirm infrage – wie Jong weiter erklärte, ist die Technologie skalierbar: „Wir haben weltweit über eine Milliarde aktive Galaxy-Nutzer*innen. Wir sind der größte Hersteller von Smart-TVs. Wir produzieren Odyssey-Monitore. Und mittlerweile haben sogar Kühlschränke Displays.

Da wir all diese Bildschirme haben, glauben wir an eine Zukunft, in der Inhalte nahtlos und überall auf ihnen verfügbar sein werden.

Die größte Einschränkung liegt derzeit nicht bei der Technik, sondern beim Content selbst. Welcher Inhalt ist wirklich plattformübergreifend nutzbar? Ein Spiel wie Red Dead Redemption 2 oder GTA funktioniert großartig im Wohnzimmer mit Controller – aber eher weniger auf einem 6-Zoll-Display mit Touch-Steuerung.

Doch immer mehr Publisher, mit denen wir sprechen, denken inzwischen plattformübergreifend und beziehen das direkt in ihre Entwicklungsstrategien ein. Sobald Inhalte stärker in diese Richtung gehen – mit Controller-Mapping und ähnlichen Ansätzen – sind wir mit unserer Technologie dafür bereit.“

Samsungs mobile Cloud-Gaming-Plattform ist schon jetzt im Samsung Gaming Hub auf unterstützten Galaxy-Geräten in Deutschland und Großbritannien verfügbar. In den USA läuft sie bereits seit fast einem Jahr in einer Beta-Phase.

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Rik Henderson
News Editor

Rik is T3’s news editor, which means he looks after the news team and the up-to-the-minute coverage of all the hottest gadgets and products you’ll definitely want to read about. And, with more than 35 years of experience in tech and entertainment journalism, including editing and writing for numerous websites, magazines, and newspapers, he’s always got an eye on the next big thing.

Rik also has extensive knowledge of AV, TV streaming and smart home kit, plus just about everything to do with games since the late 80s. Prior to T3, he spent 13 years at Pocket-lint heading up its news team, and was a TV producer and presenter on such shows as Channel 4's GamesMaster, plus Sky's Games World, Game Over, and Virtual World of Sport.

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