Smart Home Hubs: Was sind sie und wie funktionieren sie?

Mit einem Hub holst du noch mehr aus deinem Smart Home raus – und verbindest alle Geräte miteinander.

Smart home hubs by Tapo, Apple and Amazon.
(Bildnachweis: Future / Alistair Charlton)

Viele Smart-Home-Geräte – von Lichtern und Steckdosen bis hin zu Sensoren, Kameras, Schlössern und Thermostaten – funktionieren über ihre eigenen Apps. Möchtest du aber alles zentral steuern oder Automatisierungen einrichten, die Geräte verschiedener Marken verbinden, benötigst du einen Hub.

Einige der besten Smart Speaker und Displays, wie Amazons Echo-Reihe, können zwar als Hubs dienen. Echte, dedizierte Smart-Home-Hubs sind jedoch komplett auf die Gerätesteuerung ausgelegt: Sie unterstützen mehr Standards, reagieren schneller und bleiben in der Regel neutral, statt eine Plattform oder einen Anbieter zu bevorzugen.

In diesem Artikel geht es um solche dedizierten Smart-Home-Hubs. Sie haben meist keine Bildschirme und legen keinen Wert auf Audiofunktionen, sondern setzen auf Plattformen wie Matter und Thread sowie andere drahtlose Technologien, um sich mit möglichst vielen Smart-Home-Geräten zu verbinden.

Smart-Home-Hubs gibt es schon seit Jahren, doch sie galten lange als die anspruchsvollere – und für manche herausfordernde – Seite des Smart-Home-Ökosystems. Vor allem Fans, die gerne mit Automatisierungen experimentieren, nutzten sie, um das Maximum aus ihrem Zuhause herauszuholen, während andere eher Plug-and-Play bevorzugten.

Doch das ändert sich gerade: TP-Link Tapo hat jetzt den Matter-fähigen H500 im Programm, IKEAs Dirigera Hub unterstützt ebenfalls Matter für die nahtlose Integration verschiedener Marken, und selbst Apple soll an einem Hub arbeiten, der ein iPad mit einem HomePod kombiniert.

Wofür ist ein Smart-Home-Hub und warum brauche ich einen?

Amazon Echo Show 21

(Image credit: Amazon)

Smart Speaker wie der Amazon Echo, Apple HomePod oder Nest Audio leisten gute Arbeit, wenn es darum geht, sich mit Smart-Home-Geräten anderer Hersteller zu verbinden. Perfekt sind sie aber nicht. Apples HomeKit-Plattform unterstützt längst nicht so viele Geräte wie Amazons Alexa, und jede:r, der:die sich kürzlich mit dem Smart-Home-System des Einzelhandelsriesen auseinandergesetzt hat, weiß, wie unübersichtlich und kompliziert es geworden ist.

Das Schlüsselwort lautet Interoperabilität. Damit ist gemeint, dass Smart-Home-Geräte verschiedener Hersteller, die unterschiedliche drahtlose Technologien nutzen, problemlos zusammenarbeiten. Eigentlich sollte das von Anfang an Standard sein – so wie Wi-Fi-Produkte sich mit jedem Router verbinden oder Bluetooth-Kopfhörer die gleiche Grundtechnologie nutzen. Stattdessen gingen die Hersteller von Smart-Home-Geräten eigene Wege: Einige nutzen Bluetooth, andere setzen auf neue drahtlose Standards wie Zigbee oder Z-Wave.

Hier kommen dedizierte Home-Hubs ins Spiel. Sie unterstützen mehrere drahtlose Technologien und Plattformen wie Matter, die dafür sorgen, dass alle Smart-Home-Geräte die gleiche „Sprache“ sprechen.

Beispiele dafür sind der Samsung SmartThings Hub, der mit Zigbee, Thread und Matter kompatibel ist, sowie der Aqara Hub M3, der sich mit Apple HomeKit und Siri Shortcuts versteht.

Da diese Hubs nicht versuchen, gleichzeitig als Lautsprecher oder Display zu dienen, eignen sie sich oft besser, um ein Smart Home zu betreiben, als Echo, Nest oder HomePod. Sie bieten einen zentralen Ort zur Steuerung aller Geräte, sodass man nicht ständig zwischen verschiedenen Apps wechseln muss, um Lichter, Kameras, Steckdosen oder Thermostate zu bedienen. Im Gegensatz dazu funktionieren Echo-Produkte am besten mit Amazons Streaming-Diensten, und der HomePod zeigt seine Stärken vor allem in Kombination mit Apple-Hardware und -Diensten.

Eine weitere interessante Option ist der Ikea Dirigera Hub, der 2024 aktualisiert wurde, um den Matter-Standard zu unterstützen. Ursprünglich war er nur mit Ikea-Smart-Produkten über Zigbee kompatibel, doch mit Matter lassen sich jetzt auch Geräte anderer Hersteller einbinden. Ikea erklärte damals: „Wir wollen, dass Smart Home einfach und für alle zugänglich ist. Benutzer müssen sich keine Gedanken mehr über Kompatibilität machen – alles funktioniert nahtlos zusammen.“

Zuletzt hat TP-Link mit seiner Tapo-Submarke die H500 Smart HomeBase vorgestellt. Sie dient als Hub und Speicherzentrum für Tapos Sicherheitskameras, kann dank Matter aber auch mit Geräten anderer Hersteller kommunizieren. Die Base bietet 16 GB verschlüsselten Speicher für Kameraaufnahmen, lässt sich per HDD oder SSD erweitern, verfügt über eine Alarmsirene, ein Mikrofon für Videotürklingeln und einen HDMI-Ausgang, um Sicherheitsfeeds auf Fernseher oder Tablets zu streamen.

Stellt man ein Tablet auf die H500, entsteht ein komplettes Smart-Home-Kommandozentrum – inklusive Live-Video-Feeds mit KI-gestützter Gesichtserkennung und einer App zur Steuerung von Smart-Beleuchtung, Steckdosen, Reinigungsrobotern und mehr. Auf dem Papier klingt das nach einem cleveren System, und ich bin gespannt, wie es sich in der Praxis schlägt.

Launcht Apple einen Smart-Home-Hub?

Apple Home App

(Image credit: Apple)

Wenn man den Gerüchten Glauben schenkt, arbeitet Apple an einem Smart-Home-Hub. Zwar gibt es bisher keine offiziellen Angaben, doch offenbar plant das Unternehmen ein Gerät, das einen HomePod-Lautsprecher mit einem iPad kombiniert – ein potenzieller Konkurrent zu Amazons Echo Show-Reihe.

Erwartet wird, dass das Gerät Ende 2025 oder Anfang 2026 erscheint und es einfacher macht, ein HomeKit-System einzurichten. Bisher benötigt man dafür entweder einen HomePod oder eine Apple TV-Box, damit das System als Hub fungiert. Es ist zwar unwahrscheinlich, dass Apple eigene Sicherheitskameras, Kontaktsensoren oder Alarmsysteme herausbringt, doch das neue Produkt soll mit allen HomeKit-kompatiblen Geräten anderer Hersteller kommunizieren.

Bis dahin kannst du bereits die HomeKit-Plattform und die Home-App nutzen, um eine Vielzahl von Smart-Home-Geräten zu steuern – von Kameras und Türschlössern über Klimaanlagen, Lichter und Schalter bis hin zu Sprinklern und mehr.

Alistair is a freelance automotive and technology journalist. He has bylines on esteemed sites such as the BBC, Forbes, TechRadar, and of best of all, T3, where he covers topics ranging from classic cars and men's lifestyle, to smart home technology, phones, electric cars, autonomy, Swiss watches, and much more besides. He is an experienced journalist, writing news, features, interviews and product reviews. If that didn't make him busy enough, he is also the co-host of the AutoChat podcast.

Mit Unterstützung von