Denon PerL Pro im Test: Klangqualität, die nicht von dieser Welt ist

Mit ihren Personalisierungs- und 3D-Audiofunktionen klingen die Denon PerL Pro Ohrhörer wirklich erstaunlich gut

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Denon PerL Pro
(Bildnachweis: Denon)
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Die Denon PerL Pro Ohrhörer liefern eine Klangqualität, die durch Personalisierung und 3D-Audiofunktionen wirklich beeindruckend und fast schon außergewöhnlich klingt. Der Preis ist zwar hoch, und die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) ist solide, aber nicht überragend. Deshalb sind sie nicht für jeden die perfekte Wahl, doch für Hi-Fi-Enthusiasten sind sie definitiv ein 5-Sterne-Produkt.

Pro
  • +

    Hervorragende Klangqualität

  • +

    Einzigartiges und stilvolles Design

  • +

    Effektive Personalisierungsfunktion

Kontra
  • -

    Hoher Preis

  • -

    Fühlen sich teilweise etwas klobig an

  • -

    ANC bietet nur grundlegende Einstellungen

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Die hier getesteten Denon PerL Pro sind eindeutig Premium-Earbuds und stechen aus der Masse hervor. Aber genau zu beschreiben, was sie so besonders macht, ist gar nicht so einfach – dafür müsste man sich wirklich Zeit nehmen und gründlich darüber nachdenken.

Ich habe die Earbuds nun schon seit mehreren Wochen im Einsatz, parallel zu einigen anderen Modellen. Und immer wieder greife ich zu den Denon PerL Pro, ohne genau sagen zu können, warum.

Die Personalisierungsfunktion ist dabei zwar sehr leistungsstark und kein bloßes Gimmick, aber auch nicht einzigartig. Vielleicht liegt es an dem Hi-Res-Frequenzbereich, vielleicht an den vielen anderen Features: Die Denon PerL Pro liefern jedenfalls starke Argumente dafür, zu den besten kabellosen Kopfhörern auf dem Markt zu gehören.

Der Preis ist sicher nicht niedrig, vor allem, weil es viele tolle Alternativen für weniger Geld gibt. Trotzdem finde ich, dass die Denon PerL Pro ihr Geld wert sind. Warum genau, erzähle ich dir jetzt.

Denon PerL Pro im Test: Preis & Veröffentlichungsdatum

Die Denon PerL Pro sind seit Anfang September 2023 erhältlich – zusammen mit den nicht-Pro PerL. Die Pro-Version ist ziemlich robust, aber auch teuer: Mit 299 £/349 $ liegen sie über dem Preis der meisten anderen Earbuds auf dem Markt, darunter beliebte Modelle wie die Sony WF-1000XM5, die für 259 £/299 $ zu haben sind.

Die Denon PerL (ohne Pro) sind mit 189 £/199 $ günstiger, verzichten jedoch auf 3D-Audio und den aptX Lossless-Codec. Außerdem ist die Akkulaufzeit mit sechs Stunden pro Earbud kürzer als die acht Stunden der PerL Pro. Dafür bieten sie dieselben Personalisierungsfunktionen. Wer Musik hauptsächlich über Spotify hört, das kein Hi-Res-Audio unterstützt, kann mit den günstigeren PerL eine gute Wahl treffen.

Denon PerL Pro im Test: Design & Funktionen

Denon Perl Pro Test

(Image credit: Future)

Das Design der Denon PerL Pro ist ungewöhnlich, weil sie große Kugeln haben, die über dem Teil schweben, der ins Ohr passt. Optisch sind sie ziemlich attraktiv, aber von außen sehen sie so aus, als würden sie vielen Menschen nicht passen. Tatsächlich sitzen sie jedoch recht gut.

Trotzdem können sie sich etwas klobig anfühlen, denn jeder Earbud wiegt 8,6 Gramm. Zum Vergleich: Die Jabra Elite 10 wiegen nur 5,7 Gramm – und das erklärt, warum die Denon PerL Pro etwas schwerer wirken können.

Das Gewicht ist aber immer noch gut machbar, und ich fand sie angenehm zu tragen. Sie sitzen fest, ohne unangenehm zu drücken oder zu verrutschen. Außerdem gibt es zwei Flügelaufsätze und fünf verschiedene Ohrstöpselgrößen, sodass du den Komfort anpassen kannst.

Neben dem hochwertigen Look fühlen sich die Earbuds auch wirklich wertig an. Ein Aluminium- oder Metallring umgibt die hervorstehende Kugel und sorgt für einen schicken Touch, während die Außenseite mit dem Denon-Logo kapazitive Bedienelemente versteckt.

Ich persönlich bevorzuge physische Tasten, und hier ist es nicht anders: Wenn du dich stark bewegst, zum Beispiel beim Joggen, reagieren die Earbuds nicht immer zuverlässig auf Berührungen. Zumindest haben sie eine IPX4-Zertifizierung, damit Schweiß beim Sport ihnen nichts anhaben kann.

Denon PerL Pro im Test: Leistung

Denon Perl Pro Test

(Image credit: Future)

Bevor ich dir meine Eindrücke teile, hier ein paar technische Fakten zum Denon PerL Pro: Die Earbuds decken einen Frequenzbereich von 20 Hz bis 40 kHz ab und setzen auf sogenannte „Ultra low-distortion triple-layer titanium diaphragm dynamic drivers“ mit 10 mm Durchmesser. Außerdem unterstützen sie den Qualcomm aptX Lossless Codec – das heißt, du bekommst richtig hochwertigen Hi-Fi-Sound.

Der Bass ist besonders stark vertreten, aber nicht matschig oder schwach, sondern klar und knackig. Viele Earbuds liefern Bass, der eher schwammig wirkt, aber nicht die PerL Pro.

Die Mitten klingen voll und angenehm, ohne aufdringlich zu sein. Ich würde sie nicht als besonders „reich“ bezeichnen, eher etwas mittenbetont – ideal für Musik, die mit viel Power und Hymnen daherkommt, wie Rock zum Beispiel. Im Hochtonbereich gibt’s viel Klarheit und Details, ohne dass es scharf wird.

Kurz gesagt: Die PerL Pro klingen leicht warm, aber dennoch sehr offen und räumlich. Und das alles, bevor du noch weitere Klangfeatures einschaltest.

Zum Beispiel gibt es Dirac Virtuo Spatial Audio – eine Funktion, die du nur ein- oder ausschalten kannst. Sie verleiht der Musik mehr Raum und Tiefe, ohne wie ein künstlicher Surround-Sound zu wirken. Alles klingt einfach ein bisschen größer und weiter.

Dazu kommt noch ein Immersionsmodus, bei dem du in der App per Schieberegler Bass anheben oder absenken kannst.

Denon PerL Pro im Test: App

Denon Perl Pro Test

(Image credit: Future)

Wo wir gerade von der App sprechen: Sie ist wirklich intuitiv zu bedienen. Adaptive aktive Geräuschunterdrückung (ANC) und Transparenzmodus sind beide mit an Bord. Leider kannst du diese Funktionen nicht feinjustieren – sie lassen sich nur an- oder ausschalten. Du musst also einfach mit dem ANC leben und dich auf die automatische Anpassung an deine Umgebung verlassen.

Die App bietet noch ein paar versteckte Features, die über die reine Akkustandsanzeige hinausgehen, wie die Aktivierung der Multipoint-Konnektivität oder den Zugriff auf einen Fünf-Band-Equalizer (EQ), mit dem du einzelne Frequenzen um bis zu 6 dB anheben oder absenken kannst.

Der wahre Star ist aber die Personalisierungsfunktion: Sie erstellt durch eine Reihe von Hörtests ein individuelles EQ-Profil für jeden Ohrhörer, das eventuelle Hördefizite ausgleicht. Normalerweise probiere ich solche Features kurz aus, um zu sehen, ob sie wirklich etwas bringen – und schalte sie dann meist wieder aus. Beim Denon PerL Pro nutze ich das personalisierte Profil aber gern zusammen mit dem räumlichen Audio. Das klingt einfach großartig.

Denon PerL Pro im Test: Akku

Denon Perl Pro Test

(Image credit: Future)

Da sich Earbuds in den letzten Jahren stark verbessert haben, ist eine Akkulaufzeit von acht Stunden pro Ladung heute keine große Sensation mehr. Trotzdem reicht sie gut aus und sorgt in der Praxis für keinerlei Probleme. Zusammen mit dem Lade-Case sind insgesamt 32 Stunden möglich – das ist solide, aber nichts, was einen vom Hocker haut.

Positiv finde ich, dass du in nur fünf Minuten Schnellladen eine zusätzliche Stunde Laufzeit bekommst und das kabellose Laden ebenfalls unterstützt wird.

Denon PerL Pro im Test: Fazit

Denon Perl Pro Test

(Image credit: Future)

Falls es noch nicht deutlich geworden ist: Ich liebe die Denon PerL Pro Kopfhörer. Und ich denke, du wirst das auch tun, denn die Klangqualität ist einfach beeindruckend.

Der Preis ist zwar hoch, und die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) ist gut, aber nicht perfekt. Für manche könnten genau diese Punkte Hürden sein, für mich persönlich sind sie es aber nicht.

Dazu kommen noch die Personalisierungs- und räumlichen Audiofunktionen, die den Sound auf ein ganz neues Level heben und die Denon Earbuds wirklich besonders machen.

Ebenfalls eine Überlegung wert

Wenn dir der Preis von 349 $/299 £ für die Denon PerL Pro zu hoch ist, könnten die normalen Denon PerL eine gute Alternative sein. Sie bieten viele der gleichen Features und kosten mit 199 $/189 £ etwas weniger. Die Akkulaufzeit ist mit sechs Stunden zwar etwas kürzer als bei den Pro-Modellen (acht Stunden), und auf aptX Lossless sowie 3D-Audio musst du verzichten. Trotzdem bekommst du den gleichen Frequenzgang von 20 Hz bis 40 kHz, die von Masimo unterstützte Personalisierung und fast alle anderen Highlights der Pro-Version.

Wenn du gerade etwas Geld locker hast und bereit bist, mehr auszugeben, könnten die Devialet Gemini II interessant sein. Mit 450 $/349 £ sind sie zwar teurer, aber sie bieten eine fantastische aktive Geräuschunterdrückung, exzellenten Klang und ein sehr stylisches Design.

James is an avid follower of the latest trends happening around tech, particularly when it comes to headphones or anything music-related, gaming, and exercise gadgets. He’s also active in the music industry and has been for the last 10 years. When not writing for T3, he likes to travel, try new foods, and find quirky attractions nearby.

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