Ich habe 24 Stunden mit watchOS 26 für die Apple Watch verbracht – das hier sind die Vorteile & Nachteile

Meine Erfahrung mit Liquid Glass, Workout Buddy, einem intelligenteren Smart Stack und mehr

Black Apple Watch Ultra 2 displaying watchOS 26
(Bildnachweis: Matt Kollat)

Nach 24 Stunden Tippen, Wischen und Schwitzen mit Apples neuester Smartwatch-Software kann ich sagen, dass watchOS 26… ok ist. Es gibt einige nützliche Upgrades, ein paar subtile Designänderungen und die längst überfällige Ankunft der Notizen-App. Aber ist es spannend? Nicht besonders.

Angekündigt auf der WWDC 2025 und jetzt im öffentlichen Beta verfügbar, fühlt sich das neueste Apple Watch OS mehr wie eine frische Brise als ein großer Schritt nach vorne an. Und das ist nicht unbedingt schlecht, es sei denn, man hat sich auf etwas Mutigeres gefreut.

Liquid Glass ist da, aber ist es das wirklich?

Eines der Hauptmerkmale ist Apples neue Designsprache, Liquid Glass. Es soll den Interface-Elementen einen transparenteren, geschichteten Look verleihen und das tut es irgendwie. Auf iPhones ist es sicherlich auffälliger, wo es Platz für Icons und Text gibt. Auf der Apple Watch? Weniger.

Die kleinere Bildschirmgröße begrenzt, wie weit Apple diese Ästhetik pushen kann. Jeder Verlust an Kontrast auf einem so kompakten Display könnte die Benutzerfreundlichkeit beeinträchtigen, daher fühlen sich die meisten Liquid Glass-Elemente eher wie sanfte Anpassungen als dramatische Looks an.

Benachrichtigungen und Smart Stack-Karten schweben jetzt in milchigen Glasboxen, während das Foto-Zifferblatt eine neue Liquid Glass-Schriftart verwendet, die deine Bilder subtil verbessern (siehe Titelbild oben). Es ist nett, aber nicht bahnbrechend.

Schwarze Apple Watch Ultra 2 zeigt watchOS 26

(Image credit: Matt Kollat)

watchOS 26 bringt einen leicht intelligenteren Smart Stack mit sich, der jetzt kontextbezogene 'Hinweise' zeigt, die darauf basiert sind, was man auf dem iPhone tatsächlich macht. Beim Abspielen von Spotify zum Beispiel erschienen die Musiksteuerungen automatisch oben in meinem Smart Stack; eine nahtlose Erfahrung, die Apples geräteübergreifende Harmonie verstärkt.

Es ist weniger vorausschauend als etwas wie Siri Suggestions und mehr reaktiv – eher so, als ob es Smart Stack 1.5 wäre nicht 2.0. Trotzdem ist es hilfreich und zeigt, dass Apple darüber nachdenkt, wie die Watch und das iPhone in der realen Welt zusammenarbeiten.

Schließlich kommt die Notizen-App an

Nach Jahren des Wartens bekommt die Apple Watch endlich ihre eigene Notizen-App. Und ja, sie funktioniert überraschend gut. Man kann Notizen per Spracheingabe diktieren, seine bestehenden Notizen vom Telefon ansehen und unterwegs schnell Ideen festhalten.

Schwarze Apple Watch Ultra 2 zeigt watchOS 26

(Image credit: Matt Kollat)

Ehrlich gesagt ist es so praktisch, dass man sich fragt, warum es bis jetzt gedauert hat, um diese Entwicklung einzuführen. Ja, die Apple Watch hatte nicht immer ein Mikrofon und Lautsprecher, aber trotzdem fühlt es sich wie eine grundlegende Funktion an, die schon lange existieren sollte.

Auch die Tatsache, dass Notizen jetzt ein Hauptmerkmal in watchOS 26 sind, sagt viel darüber aus, wie iterativ Apples Updates geworden sind.

Fitness-Tracking bekommt ein Makeover (schon wieder)

Apple hat erneut die Workout-App neu gestaltet, um die Navigation während des Trainings zu erleichtern. Das neue Layout ermöglicht es, die obere linke Ecke anzutippen, um auf Metriken zuzugreifen und die obere rechte Ecke für Trainingswerkzeuge wie benutzerdefinierte Workouts, Pacer und Race Route. Diese Änderungen machen einen echten Unterschied, besonders für Nutzer*innen, die ihre Workouts spontan anpassen möchten.

Schwarze Apple Watch Ultra 2 zeigt watchOS 26

(Image credit: Matt Kollat)

Es gibt auch eine lustige neue Funktion, die einen Workout-Soundtrack basierend auf deiner Apple-Musik-Interessen und der Art des Workouts empfiehlt, das du machst. Es ist ein netter Touch, wenn du Apple Music abonnieren. Leider wird dies Spotify-Nutzer*innen nicht angeboten.

Die auffälligste Ergänzung ist Workout Buddy, Apples neuer Trainingsbegleiter mit KI-Unterstützung. Dieser befindet sich noch in den frühen Stadien und ist auf acht Trainingsarten beschränkt, aber das Konzept ist ganz einfach: Deine Apple Watch gibt dir während deines Workout personalisierte Hinweise.

Es erinnert an uns an den Spotify KI DJ, nur dass es anstatt Playlists zusammen zu stellen, dir Ermutigungen oder Vorschläge gibt, während du dich durch ein Lauf- oder Krafttraining quälst. Es ist nicht schlecht, fühlt sich aber irgendwie nur halbfertig an.

Die Fitnesswelt ist derzeit von KI-Influencern und virtuellen Trainern übersäht: Einige motivieren ein wenig, während andere einfach nur beunruhigend sind. Apples Ansatz liegt irgendwo in der Mitte.

Persönlich würde ich lieber sehen, dass diese KI-Kraft genutzt wird, um detaillierte, umsetzbarere Gesundheitsinformationen zu bieten (z. B. Ratschläge zu Schlaf, Stress oder Erholung), anstatt dir einfach nur allgemeine Hinweise während eines Squats an den Kopf zu werfen. Apple hat die Daten; es muss sie nur besser nutzen.

Stetige Schritte, keine großen Sprünge

Es lässt sich nicht leugnen, dass watchOS 26 ein abgerundetes Update ist. Alles funktioniert gut und die Änderungen sind größtenteils positiv, aber sie sind auch relativ klein. Dies ist einfach nur eine Verfeinerung, keine großartige Neuerfindung.

Schwarze Apple Watch Ultra 2 zeigt watchOS 26

(Image credit: Matt Kollat)

Apple war einst der Vorreiter sowohl in der Hardware als auch in der Software. Jetzt fühlt es sich an, als würde das Unternehmen im Bereich der Wearables etwas auf der Stelle treten. Die Notizen-App, die 2025 raus kam, ein Smart-Stack-Update, dass kaum intelligenter ist und ein KI-Coach, der mehr reaktiv als revolutionär ist. Nichts wirklich Weltbewegendes.

Hoffentlich sind die Hardware-Ankündigungen im September etwas erfreulicher. Eine große Ultra-Auffrischung oder eine überraschend fähige Apple Watch SE könnten den Ton völlig ändern. Bis dahin bin dann hier… und mach mir Notizen auf meinem Handgelenk, als ob 2018 wäre.

Matt Kollat
Section Editor | Active

Matt Kollat is a journalist and content creator who works for T3.com and its magazine counterpart as an Active Editor. His areas of expertise include wearables, drones, fitness equipment, nutrition and outdoor gear. He joined T3 in 2019. His byline appears in several publications, including Techradar and Fit&Well, and more. Matt also collaborated with other content creators (e.g. Garage Gym Reviews) and judged many awards, such as the European Specialist Sports Nutrition Alliance's ESSNawards. When he isn't working out, running or cycling, you'll find him roaming the countryside and trying out new podcasting and content creation equipment.

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