Ich habe Samsungs neuen Micro-RGB-Fernseher in Aktion gesehen – 115 Zoll pure Brillanz ganz ohne Spiegelungen
In diesem Jahr heizt Samsung die TV-Technologie so richtig an
Kerstin Findeisen
Wenn es um die besten Fernseher geht, hat sich die Landschaft in den letzten Jahren schnell verändert. Es gibt alle Arten von neuen Technologien, die Helligkeit und Farbvolumen steigern und Bewegungsunschärfe ausgleichen.
Samsung ist an der Spitze der Forschung und Entwicklung, wie ich bei einer Demonstration hinter verschlossenen Türen seines neuen Micro RGB Modells von 2025 sehen konnte – der 115-Zoll-Megalith, über den ich bereits im August geschrieben habe.
Das ist der neueste Stand der TV-Technologie, ein Panel mit LED-Hintergrundbeleuchtung, die so klein ist – daher das Micro im Namen – dass sie im Maßstab mit den besten OLED-Fernsehern vergleichbar ist. Das bedeutet also präzise Darstellung ohne Lichtstreuung oder Halo-Effekte.
Größere Farb- und Steuerungsmöglichkeiten
Aber besonders wichtig ist die RGB-Eigenschaft dieser Technologie, da die einzelnen roten, grünen und blauen „Subpixel“ unabhängig voneinander gesteuert werden können. Über die Helligkeit der Basis-LED-Hintergrundbeleuchtung hinaus ermöglicht dies, bestimmte Farben gezielt zu verstärken und so eine höhere Farbsättigung zu erzielen.
Ich konnte das auf dem neuesten Micro-RGB-Panel in voller Wirkung beobachten, die Farben wirkten besonders intensiv. Der Vergleich mit einem RGB-Mini-LED-Set (siehe Bild unten) wurde mit meinem Pixel 10 Pro XL aufgenommen, daher musst du dies als ungefähre visuelle Darstellung betrachten – die Verarbeitung und HDR-Effekte lassen sich nicht eins zu eins auf das reale Erlebnis übertragen.
Der größte Vorteil liegt jedoch wahrscheinlich in dem Maß an Kontrolle, das diese winzigen LEDs erlauben. Bei ausgeschalteten Lichtern während meiner Vorschau war der Unterschied bei einer Szene mit wenig Licht wie Tag und Nacht: Das 2025er Panel zeigte Kontrastwerte auf OLED-Niveau. Die Lichtsteuerung verhindert praktisch jegliches Ausbluten von Licht.
Blendfreie Oberfläche ist fantastisch
Wenn man jedoch das Licht im Raum wieder einschaltet, zeigt sich schnell der Wert eines weiteren großen neuen Technologie-Features des Panels. Samsung hat für seine 2025er-Modelle – einschließlich des preisgekrönten QD-OLED-Sets S95F – die Glare-Free-Technologie eingeführt, und bei diesem Micro-RGB-Panel fällt sie besonders auf.
Der Fernseher misst riesige 115 Zoll in der Diagonale, was die einzige verfügbare Größe ist, und bei diesem Maßstab wären Spiegelungen ein echtes Problem.
Doch genau wie beim S95F-Modell reduziert das Glare-Free-Panel hier Spiegelungen praktisch vollständig und verwandelt selbst direkte Lichtquellen – etwa Lampen – in weiche Diffusionen. Dadurch wirkt das Bild besonders plastisch und intensiv auf dem Display.
Vision AI entfaltet seine Motion Magic
Ich war auch beeindruckt, wie Samsungs AI-Prozessor Szenen erkennen und entsprechend anpassen konnte. Ein tolles Beispiel war die Wiedergabe eines Golfspiels – die Ballverfolgung zeigte die Bewegungsglättung der KI, die das typische „Judder“ solcher bewegten Objekte ausglich.
In Kombination mit Helligkeit, Farbraum, präziser Hintergrundbeleuchtung, Anti-Glare-Beschichtung und der gigantischen Bilddiagonale macht das Micro-RGB-Modell von 2025 das Gerät zu einem unbestreitbaren Hingucker. Manche KI-Effekte glätten Bewegungen etwas übermäßig, besonders bei Gesichtern, aber abgesehen davon war ich von dem neuen Modell begeistert.
Kein Wunder, denn das Micro-RGB-Modell war bei der Vorstellung im letzten Monat in Südkorea mit ₩44.900.000 angegeben. Nun kommt es offiziell im Oktober nach Europa, zum Preis von 27.000 Euro. Viel Geld für ein riesiges Panel – aber basierend auf meinen Eindrücken wird jeder von dieser TV-Technologie beeindruckt sein.

Mike is T3's Tech Editor. He's been writing about consumer technology for 15 years and his beat covers phones – of which he's seen hundreds of handsets over the years – laptops, gaming, TV & audio, and more. There's little consumer tech he's not had a hand at trying, and with extensive commissioning and editing experience, he knows the industry inside out. As the former Reviews Editor at Pocket-lint for 10 years where he furthered his knowledge and expertise, whilst writing about literally thousands of products, he's also provided work for publications such as Wired, The Guardian, Metro, and more.